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Fragen zum Beitrag "Alter und Inhalt des Universums" 02 03. 2020 15:18 #66046

ra-raisch schrieb: Galaxien dehnen sich nicht aus, ich sprach von Galaxien. Heutzutage wären sie zu klein, um eine Krümmung zu beobachten, damals entsprechen sie einer tausendfachen Größe....nur als Beispiel.

Ach so war das gemeint.

1000-fache Größe, das wären also bei unserer Galaxie über 170 Millionen LJ. der Andromedanebel ist ca. 2,5 Mio LJ entfernt ... also bei 1000-facher Größe wird es wohl kaum einzelne Galaxien gegeben haben.

Wann gab es die ersten Galaxien? Wenn ich das richtig verstanden habe, waren die allerersten Galaxien kleiner als die heutigen, weil Galaxien miteinander verschmolzen und so größer wurden. Ich weiß jetzt nicht, ob es eine Zeit gab, in der es innerhalb einer Galaxie eine für uns bemerkbare Krümmung gab.

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Fragen zum Beitrag "Alter und Inhalt des Universums" 02 03. 2020 16:26 #66050

helmut-wk schrieb: Wann gab es die ersten Galaxien?

Ja die gab es erst später ca ab (300 Mio Jahre), es war nur als Beispiel gemeint. Meine Idee war aber eigentlich von der Expansion der Objekte unabhängig sondern bezog sich nur auf den beobachteten Maßstab.

Aber nützt ja eh nichts, selbst mit Galaxien wüßte ich nicht, wie man die Krümmung messen könnte.

Am besten wäre es doch, wenn man aus den Schwankungen der CMBR auf die Krümmung rückschließen könnte. Da die beobachtete Kugel immer gleich gekrümmt ist, ist dies wohl aussichtslos. Man müßte dafür schon Beobachtungen in unterschiedlichen (zeitlichen) Entfernungen vergleichen.

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Fragen zum Beitrag "Alter und Inhalt des Universums" 02 03. 2020 17:35 #66056

ra-raisch schrieb: Am besten wäre es doch, wenn man aus den Schwankungen der CMBR auf die Krümmung rückschließen könnte.


Du verwirrst mich jetzt aber wirklich, Rainer. Ist das nicht exakt das, was man tut?

The truth is often what we make of it; you heard what you wanted to hear, believed what you wanted to believe.

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Fragen zum Beitrag "Alter und Inhalt des Universums" 02 03. 2020 18:55 #66063

Arrakai schrieb: Du verwirrst mich jetzt aber wirklich, Rainer. Ist das nicht exakt das, was man tut?

Vermutlich schon, ich habe nur gar keine Ahnung, wie.

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Fragen zum Beitrag "Alter und Inhalt des Universums" 02 03. 2020 19:29 #66066

www.physik.uni-regensburg.de/forschung/g...les/skripten/CMB.pdf
Seite 25

PS:
So richtig verstanden hab ich das auch nicht. Der "Flickenteppich" wird wohl irgendwie durch eine Krümmung verzerrt.
Das heist die Peaks im Leitungsspektrum verschieben sich auch relativ zueinander.

assume good faith

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assume good faith

Fragen zum Beitrag "Alter und Inhalt des Universums" 02 03. 2020 23:17 #66079

Guten Tag
Leider besitze ich kaum Fachkenntnis über Physik. Ich schreibe es daher ein wenig anders auf, ich versuche es verständlich auszudrücken. Setzt Modell 1, Modell 2 voraus? Wenn alle Dinge im Universum konstant wären, dann würde sich das Universum vermutlich gar nicht ausdehnen. Ich vermute das jede Zeit die im Universum existiert, durch Räumlichkeiten dargestellt wird, ( Materie), ich glaube Ihr würdet es Quantenfelder nennen. Jede Zeit die es geben kann, wird als Entstehung, das Objektive, dargestellt. Das Licht (Lichtgeschwindigkeit) erhöht die Zeit im Raum. Könnte man auch sagen, das Licht mehr und mehr die Räumlichkeiten voneinander trennt? Machen die Eigenschaften des Raumes die Zeit aus?

Mit freundlichen Gruss Andre

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Fragen zum Beitrag "Alter und Inhalt des Universums" 03 03. 2020 07:25 #66101

Andre85 schrieb: Guten Tag

Dir auch einen guten Tag.

Andre85 schrieb: Leider besitze ich kaum Fachkenntnis über Physik. Ich schreibe es daher ein wenig anders auf, ich versuche es verständlich auszudrücken. Setzt Modell 1, Modell 2 voraus?

Die werden nicht vorausgesetzt. Wenn du deinen Vorschlag meinst, mit einer abgebremsten Expansion: die ist durch die Messungen widerlegt. Das expandierende Universum ist keine Voraussetzung, sondern ein Ergebnis.
Siehe meinen Beitrag #65445

Wenn du die von mir genanten Modelle meinst: das sind zwei Beschreibungen des gleichen Sachverhalts, das ist wie bei zwei verschiedenen "Projektionen" bei der Erstellung von Landkarten: da geht es nicht um richtig oder falsch, ist beides gleich richtig. Aber je nachdem, was man mit so einer Darstellung anfangen will, ist die eine besser oder weniger gut geeignet als die andere. Astronomen benutzen Modell (2), sie könnten theoretisch auch Modell (1) benutzen, aber sie interessieren sich eben i.d.R. für den Zustand "kosmologischer Gleichzeitigkeit", in dem alle Objekte "gleich alt sind". Und da ist Modell (2) praktischer.

Andre85 schrieb: Wenn alle Dinge im Universum konstant wären, dann würde sich das Universum vermutlich gar nicht ausdehnen.

Die Theorie der Expansion bedeutet u.a., dass sich Dinge im Universum verändern. Und das lässt sich auch beobachten: Wenn man weit genug ins All schaut, sieht man keine Galaxien, sondern Quasare. Wenn es solche Beobachtungen nicht gäbe, wäre es ein mögliches Gegenargument gegen eine Expansion.

Meintest du das, oder irgendwie anders?

Andre85 schrieb: Ich vermute das jede Zeit die im Universum existiert, durch Räumlichkeiten dargestellt wird, ( Materie), ich glaube Ihr würdet es Quantenfelder nennen.

Jetzt hast du mich abgehängt. Ich versuchs mal mit nem Kommentar: Auch in der Relativitätstheorie gibt es einen Unterschied zwischen Raum und Zeit: Zu "hier und jetzt" gibt es die absolute Zukunft (relativ später als hier und jetzt) und entsprechend die absolute Vergangenheit, und was je nach Beobachter relativ früher oder später als jetzt und hier sein kann, das liegt im "absoluten Anderswo", ist also für keinen Beobachter am gleiche Ort (für jeden Punkt in der absoluten Vergangenheit bzw. Zukunft gibt es einen [möglichen] Beobachter, für den der am gleichen Ort ("hier") ist wie hier und jetzt).

Materie kann man durch "Quantenfelder" beschreiben, aber die sind kein Raum,. sondern (stark vereinfacht) eine Beschreibung, wie sich die Materie im Raum verteilt.

Andre85 schrieb: Jede Zeit die es geben kann, wird als Entstehung, das Objektive, dargestellt.

Ich versteh nicht ganz, was du mit "dargestellt" sagen willst. Wer stellt die Zeit als Entstehung dar???

Andre85 schrieb: Das Licht (Lichtgeschwindigkeit) erhöht die Zeit im Raum.

Ich wüsste jetzt keine Möglichkeit, wie der Satz so interpretiert werden kann, das was "Richtiges" bei herauskommt ...

Andre85 schrieb: Machen die Eigenschaften des Raumes die Zeit aus?

Physikalisch messbare Zeit hängt mit dem Raum zusammen. In der Relativitätstheorie kann man Zeit in Raum umrechnen (Umrechnungsfaktor ist die Lichtgeschwindigkeit) oder umgekehrt, und wenn das sinnvoll ist, wird das auch gemacht. Aber die Frage, "was die Zeit ausmacht", ist schon sehr philosophisch. Da müsste man z.B. fragen, ob gemessene Zeit realer ist als gefühlte Zeit. Ich persönlich denke, dass der Zusammenhang zwischen Raum und gemessener Zeit damit zusammenhängen, dass Zeit immer nur durch Veränderung (und das heißt i.d.R.: Bewegung durch den Raum) gemessen werden kann. Aber das ist jetzt Philosophie und keine Wissenschaft ...

Mit freundlichen Grüßen
Helmut

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