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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 03 10. 2020 19:34 #77150

Reimund hat in einem anderen Thread eine Frage gestellt zum Thema "Ausbreitungsgeschwindigkeit elektromagnetischer Energie im Vakuum".
www.urknall-weltall-leben.de/forum/forum...html?start=180#76526

Ich habe privat mit Reimund weiterdiskutiert, und ich denke, er hat eine gut Idee, wie man die Einweglichtgeschwindigkeit messen könnte.
Hier ist sein Dokument: www.kallna.ch/webdata/physik/reimund.pdf
(Wikipedia: de.wikipedia.org/wiki/Einweg-Lichtgeschwindigkeit )

Es geht kurz um folgendes Thema:
wenn man die Einweglichtgeschwindigkeit genau messen könnte, dann könnte man vielleicht herausfinden, ob es einen "absoluten Raum" gibt oder nicht.
Es wäre nett, wenn ihr nur *ernsthafte* Kritik einbringen könntet, falls etwas wirklich nicht stimmt.
(Bitte nicht einfach behaupten "es gibt keinen absoluten Raum", dann bitte erst über LET informieren und ähnliche Themen, es ist kompatibel mit der Relativitätstheorie, es geht nicht darum darüber zu diskutieren, das haben wir in anderen Threads schon).

Die Situation ist einfach:
Die Erde bewegt sich relativ zur "Hintergrundstrahlung" (Bewegung um Sonne, Milchstrasse etc etc) mit ca 400-600km/s.
Laut einer Interpretation der Relativitätstheorie spielt das aber keine Rolle.
Da müsste bei einer Messung eines Signals von A->B dasselbe rauskommen wie von B->A.

Laut der LET Theorie (und ähnlichen), wo es einen absoluten Raum gibt, ist das aber *nicht* so.
Dort ist zwar die Zweiweggeschwindigkeit (A->B->A) gleich wie oben, aber nicht die Einweglichtgeschwindigkeit.

Reimund schlägt ein Experiment vor, dass dies mit einem Satelliten messen könnte.
(Falls ihr denkt, warum überhaupt: eil bisher, man glaubt es kaum, immer die Zweiweggeschwindigkeit (A->B->A) gemessen wurde).

Die Frage ist konkret:
Falls es einen absoluten Raum gäbe (d.h. c wäre konstant in dem absoluten Raum, und alle "beobachteten" c sind zwar auch gleich, aber nur deswegen, weil bewegte Uhren tatsächlich langsamer laufen und es daher so *erscheint*, also ob c immer gleich wäre), wie gross wäre dann der Unterschied zwischen A->B und B->A. Und könnte man das trotz der Zeitdilatation und Längenkontraktion messen (oder nicht)?

Wir haben ausgerechnet, dass die Zeitdilatation für 400km/s extrem klein ist (einige Grössenordnungen weniger, konkret nur um die 106 ns (Nanosekunden!), als der Zeitunterschied, den man messen würde (konkret ca 159 Mikrosekunden). (Gamma-Faktor 1.00000089012123 bei 400km/s).
D.h. die Synchronisation der Uhren sollte eigentlich kein grosses Problem darstellen (oder haben wir was übersehen???). Also auch wenn sie 106 ns "falsch" laufen, macht das gar nichts.

Auch falls die Umlaufbahn der Satelliten ellipsoid und ("absolut" gesehen!) nicht kreisförmig wäre wegen der Längenkontraktion (wäre das so???) dann wären das das weniger als 100m, (ca 30-40 m bei 400km/s und der angegebenen Umlaufbahn) während für die Messung eine Genauigkeit der Satellitenhöhe +-10km genügen (ab 46km Ungenauigkeit könnte man nichts mehr sehen).

Mit den heutigen Satelliten wäre das doch leicht durchzuführen, oder?
Was meint ihr?
Was haben wir übersehen :-)?

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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 03 10. 2020 20:39 #77152

Ich hoffe, euch beiden ist bewusst, dass die Uhr des Satelliten schneller geht als die auf der Erde?
Wenn die Uhr des Satelliten also gerade um eine größere Zeitspanne vorgeht, als die gesamte Signallaufzeit ist, dann wird das Rücksignal uhrzeitmäßig ankommen, bevor es abgeschickt wurde. t2 > t3.
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 03 10. 2020 22:04 #77156

ra-raisch schrieb: Ich hoffe, euch beiden ist bewusst, dass die Uhr des Satelliten schneller geht als die auf der Erde?
Wenn die Uhr des Satelliten also gerade um eine größere Zeitspanne vorgeht, als die gesamte Signallaufzeit ist, dann wird das Rücksignal uhrzeitmäßig ankommen, bevor es abgeschickt wurde. t2 > t3.


Ja, das ist uns bewusst, so doof sind wir nicht :-).
Wir haben das aber ausgerechnet, und der Unterschied ist absolut *minimal* (rechne bitte doch selber mal Gamma aus, es ist winzig klein, wie gesagt Grössenordnungen kleiner als der Zeitunterschied der Messung.)

Ein Satellit ist mit ca (Grössenordnung) 4km/s unterwegs (plus minus) relativ zur Erde. Das Gamma davon ist winzig(!) . Die Erde bewegt sich (etwa) mit 400-600km/s relativ zur Hintergrundstrahlung. Ich komme bei 4km/s auf ca 0.01 NANOSekunden Laufzeitunterschied wegen den 4km/s. Der Messunterschied der beiden Richtungen ist aber ca 159 MIKROSekunden. Also mehr als 10'000 mal mehr.

(Vielleicht hat es ja einen groben Fehler, aber ich glaube nicht den. Sonst bitte vorrechnen :-))

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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 03 10. 2020 23:55 #77161

Du hast vielleicht mein Argument nicht genau verstanden.

Es kommt darauf an, wann und wie die Uhren synchronisiert wurden und nicht wie groß die Abweichung innerhalb von ein paar Minuten ist.

Aber wozu soll es überhaupt gut sein, das Signal zwischen Erde und Satellit in beide Richtungen separat zu messen? Erwartest Du eine Differenz?
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 00:20 #77164

Es gibt keinen absoluten Raum. Das war Newton! Seit über 100 Jahren haben wir Einstein! Und den haben wir inzwischen bis 10 Stellen hinterm Komma bestätigt.

In den Relativitätstheorien sind Raum und Zeit und Energie miteinander verwoben.

Die drei sind voneinander abhängig!

Korosten,
Wenn Ihr da was anderes errechnet habt, dann bitte nochmal nachrechnen.

Es kann ja nicht sein, dass mehrere Physikergenerationen sich da verrechnet haben.

Thomas
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 00:50 #77166

ra-raisch schrieb: Aber wozu soll es überhaupt gut sein, das Signal zwischen Erde und Satellit in beide Richtungen separat zu messen? Erwartest Du eine Differenz?


Eben das ist die Frage. Bisher konnte das niemand ausschließen. Für die RT ist es egal, für die genügt die Konstanz der Zweiweg-Lichtgeschwindigkeit. Sollten allerdings Einweg- und Zweiweg-Lichtgeschwindigkeit voneinander abweichen, dann würde das für Äthertheorien sprechen (die wegen der Konstanz der Zweiweg-Lichtgeschwindigkeit trotzdem mathematisch vollkommen zur RT äquivalent sein könnten.)

Thomas schrieb: Es gibt keinen absoluten Raum.


Es geht hier um Experimente zum Messen der Einweg-Lichtgeschwindigkeit, das Thema kann man komplett isoliert betrachten. Um eine Verwässerung der Diskussion zu vermeiden, hat korosten doch extra darum gebeten, beide Diskussionen nicht zu vermischen. Ich denke, das sollte respektiert werden.

Thomas schrieb: Und den haben wir inzwischen bis 10 Stellen hinterm Komma bestätigt.


Was meinst du damit denn konkret?

Thomas schrieb: Es kann ja nicht sein, dass mehrere Physikergenerationen sich da verrechnet haben.


Um welche Rechnung geht es dir hier konkret?

Falls du eigentlich von Messungen sprichst, kann ich dich beruhigen. Die Einweg-Lichtgeschwindigkeit wurde noch nie erfolgreich gemessen, von keiner einzigen Physikergeneration.

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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 01:07 #77167

Arrakai schrieb:
ra-raisch schrieb: Aber wozu soll es überhaupt gut sein, das Signal zwischen Erde und Satellit in beide Richtungen separat zu messen? Erwartest Du eine Differenz?


Eben das ist die Frage. Bisher konnte das niemand ausschließen. Für die RT ist es egal, für die genügt die Konstanz der Zweiweg-Lichtgeschwindigkeit. Sollten allerdings Einweg- und Zweiweg-Lichtgeschwindigkeit voneinander abweichen, dann würde das für Äthertheorien sprechen (die wegen der Konstanz der Zweiweg-Lichtgeschwindigkeit trotzdem mathematisch vollkommen zur RT äquivalent sein könnten.)

Und wie soll die Synchronisierung denn erfolgen? Durch ein Einweg-Lichtsignal?
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 01:21 #77168

In der Astrophysik werden nur Einweglichtsignale gemessen. Die Reflexion in den Spiegeln der Teleskope ist dabei absolut vernachlässigbar.

Richtet euere Aufmerksamkeit doch mal auf diese experimentelle Anordnungen.

Das sind näherungsweise Einweglichtgeschwindigkeitsmessungen!

Thomas
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 01:23 #77169

ra-raisch schrieb:
Arrakai schrieb:
ra-raisch schrieb: Aber wozu soll es überhaupt gut sein, das Signal zwischen Erde und Satellit in beide Richtungen separat zu messen? Erwartest Du eine Differenz?


Eben das ist die Frage. Bisher konnte das niemand ausschließen. Für die RT ist es egal, für die genügt die Konstanz der Zweiweg-Lichtgeschwindigkeit. Sollten allerdings Einweg- und Zweiweg-Lichtgeschwindigkeit voneinander abweichen, dann würde das für Äthertheorien sprechen (die wegen der Konstanz der Zweiweg-Lichtgeschwindigkeit trotzdem mathematisch vollkommen zur RT äquivalent sein könnten.)

Und wie soll die Synchronisierung denn erfolgen? Durch ein Einweg-Lichtsignal?


Wie man eine solche Messung durchführen könnte, ist ja gerade offen. Allerdings auch ein Gegenstand laufender Forschung. Die Synchronisation von Uhren ist ein Aspekt davon. (Die Enstein-Synchronisation kommt natürlich nicht in Betracht, die basiert ja auf der - im Übrigen unstrittigen - Konstanz der Zweiweg-Lichtgeschwindigkeit.)

Es kommt dabei allerdings weniger auf abdolute Werte an, als viel mehr eine Abweichung an sich, egal wie groß. Daher gibt es auch andere Ansätze als die Messung von Lichtlaufzeiten, die unabhängig von Synchronisationsmethoden sind (sein sollen...). Bisher gibt es m.W. allerdings keine Methode, die nicht durch weitere Untersuchungen widerlegt worden wäre. (Der Klassiker ist anscheinend dass sich am Ende herausstellt, dass aufgrund von Randbedingungen effektiv doch wieder die Zweiweg-Lichtgeschwindigkeit gemessen wurde.) Aber einige Erfolge gibt es schon, zumindest was Teilaspekte anbelangt.

Thomas schrieb: In der Astrophysik werden nur Einweglichtsignale gemessen. Die Reflexion in den Spiegeln der Teleskope ist dabei absolut vernachlässigbar.

Richtet euere Aufmerksamkeit doch mal auf diese experimentelle Anordnungen.


Das wird ja auch bereits gemacht, und es hat auch schon Erkenntnisse gebracht.

wiki: Andere Experimente, bei denen die Ankunft von Licht aus entfernten astronomischen Ereignissen untersucht wurde, zeigten weiterhin, dass keine Abhängigkeit von der Lichtenergie (Vakuum-Dispersion) und von der Lichtpolarisation (Vakuum-Doppelbrechung) besteht (s. Moderne Tests der Lorentzinvarianz). Ebenso trafen Neutrinos geringer Energie annähernd gleichzeitig mit Licht aus einer entfernten Supernova ein, was für annähernd identische Geschwindigkeiten spricht (s. Messungen der Neutrinogeschwindigkeit).

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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 01:41 #77170

Natürlich gibt es einen absoluten Raum. Der ist aber nicht "begehbar". Man kann ihn höchstens mathematisch konstruieren. Tatsächlich tut die Relativitätstheorie genau das. Nur wird es nicht unbedingt so genannt. Und er trägt auch nicht wirklich zu Verständnis bei. Man kann es genauso gut auch ohne Einbettung in ein absolutes Messkonstrukt benutzen.
Das Einzige was man damit wirklich machen könnte ist unter bestimmten Bedingungen mit einfacheren Formeln etwas genauere Abschätzungen als mit der newtonschen Mechanik zu machen. Aber wozu? Die Computer können die Relativitätstheorie für uns auch schon längst einfach zu bedienen machen. Einfache Formeln braucht keiner mehr.
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 08:29 #77176

ra-raisch schrieb: Und wie soll die Synchronisierung denn erfolgen? Durch ein Einweg-Lichtsignal?


Die Uhren müssen nicht mal speziell synchronisiert werden - einfach standardmässig wie es heutzutage bei GPS Satelliten üblich ist.
Warum? Weil wie gesagt der Unterschied der Uhren bei der Satellitengeschwindigkeit (um die 4km/s) relativ zur Erde etwa 0.01 ns beträgt. Beachte: NANOsekunden.
Hingegen würde der Unterschied der beiden Messungen A-B> und B->A um die 159 MIKROsekunden Unterschied betragen.
Das heisst, man kann die Ungenauigkeit der Synchronisierung (egal welche Methode!) wirklich komplett ignorieren.
(Ich dachte ja auch immer, das sei ein Problem, und habe auch mit Reimund darüber argumentiert, aber man muss es ja nur ausrechnen um zu sehen, ob die Grössenordnung stimmt :-)).

(Wenn die Messung gerade in v-> Richtung erfolgt. Da diese Richtung wohl nicht ganz klar ist (ja man könnte es rechnen :-)), könnte man ja während einer 360Grad Umflaufbahn mehrmals messen, das sollte ja auch nicht schwer sein).

Wie gesagt, die Frage ist: hat es in der Überlegung (siehe Dokument) einen groben Fehler? Falls nicht, kennt ihr per Zufall jemander, der in dem Business tätig ist, dann könnte man doch mal nachfragen, oder?

Zum Thema Astronomie: ja, das sind Einwegmessungen. Aber wie willst Du da die Zeit so genau messen? Wir brauchen den Vergleich/Unterschied des Wegs A->B und wieder zurück. Ausserdem muss die Messung schon sehr genau sein.

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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 10:23 #77179

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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 11:07 #77180

Moin, ich versuche mal was.

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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 11:35 #77182

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Korosten, reimund,

was sofort auffällt ist die fehlende Angabe der Uhrensynchronisationsmethode.
Ihr geht einfach davon aus, daß die Uhren synchron sind.

Eine zweite Sache die ihr nicht wohl nicht beachtet habt,
ist die Äquivalenz von langsamen Uhrentransport und synchronisation mit einem Lichtsignal.
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 11:40 #77183

korosten schrieb: Die Uhren müssen nicht mal speziell synchronisiert werden - einfach standardmässig wie es heutzutage bei GPS Satelliten üblich ist.

Wenn das langen soll, was willst Du dann noch nachmessen? Soll bei der Messung etwas anderes herauskommen als bei der Synchronisierung?
Aber mir soll es Recht sein. Nach SRT und ART langt das natürlich vollkommen, denn man kennt die Entfernung und die Lichtgeschwindigkeit und kann das Signal daher entsprechend korrigieren, auch die Richtung spielt keine Rolle.

Na, vielleicht verstehe ich jetzt. Die Synchronisierung soll nach Einstein mittels Zweiweg Blitz erfolgen. Die halbe Laufzeit ist dann die Nullstellung. Danach kann man in beide Richtungen Einweg messen. Wird das denn nicht immer so gemacht und als ungenügend angesehen? So macht man das auch bei zwei Satelliten, die hintereinander fliegen.
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 11:58 #77184

sebp schrieb: Korosten, reimund,

was sofort auffällt ist die fehlende Angabe der Uhrensynchronisationsmethode.
Ihr geht einfach davon aus, daß die Uhren synchron sind.

Eine zweite Sache die ihr nicht wohl nicht beachtet habt,
ist die Äquivalenz von langsamen Uhrentransport und synchronisation mit einem Lichtsignal.



Reimund antwortet:
Da haben sich andere Spezialisten auch schon früher Gedanken gemacht.
Die Uhren sind sehr genau synchronisiert.
Kann man hier gerne nachlesen.

www.weltderphysik.de/gebiet/erde/erde/gps/

Für eine exakte Messung der Signallaufzeiten zwischen Satellit und Erdoberfläche hat jeder Trabant in seiner Umlaufbahn heute sogar mehrere Atomuhren an Bord, und kann auf 15 Stellen nach dem Komma seine Zeit angeben. Ein Netz von fünf Monitorstationen steuert die Satelliten. Die Stationen sind an geographisch genau bekannten Fixpunkten am Boden in Äquatornähe um die Welt verteilt und übermitteln den Satelliten die Information, wo sie sich gerade befinden. Zudem sorgen sie dafür, dass alle Atomuhren an Bord aller Satelliten und in den Bodenstationen synchronisiert sind und genau gleich ticken – es findet also ein dauernder Uhrenvergleich statt.
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 12:00 #77185

reimund schrieb: Da haben sich andere Spezialisten auch schon früher Gedanken gemacht.

Eben, und da dies alles 100% auf SRT und ART beruht, ist jede alternative Theorie damit längst widerlegt.
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 12:03 #77186

ra-raisch schrieb:

reimund schrieb: Da haben sich andere Spezialisten auch schon früher Gedanken gemacht.

Eben, und da dies alles 100% auf SRT und ART beruht, ist jede alternative Theorie damit längst widerlegt.


Reimund antwortet:
Ach so.
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 12:08 #77187

ra-raisch schrieb:

reimund schrieb: Da haben sich andere Spezialisten auch schon früher Gedanken gemacht.

Eben, und da dies alles 100% auf SRT und ART beruht, ist jede alternative Theorie damit längst widerlegt.


Rainer, das ist quatsch. Es ist ein Beleg für SRT/ART, aber es widerlegt sicher nicht alle alternativen Theorien. Die müssen lediglich SRT/ART als Grenzfall enthalten (das wäre eine Befingung für die Quantengravitation) oder mathematisch äquivalent sein. Letzteres trifft auf die modernen Äthertheorien zu. Die sind ja „nur“ aufgrund der Tatsache raus, dass die RT dieselben Sachverhalte ohne Äther erklärt. Sofern ein Experiment die Existenz eines Äthers belegen könnte, wäre die Situation natürlich eine ganz andere.

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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 12:12 #77188

Arrakai schrieb: Rainer, das ist ein quatsch. Es ist ein Beleg für SRT/ART, aber es widerlegt sicher nicht alle alternativen Theorien.

Ich muss das präzisieren, dass es für diesen Versuchsaufbau/Konstellation Alternativen wiederlegt, und mit Alternativen meine ich natürlich (nur) alles was keine identischen Ergebnisse liefert......ich hielt diese Implikationen für selbstverständlich.....innerhalb der Messgenauigkeit.

Wenn es Laufzeitunterschiede in beiden Richtungen gäbe, dann wäre der Nobelpreis längst für die Entdeckung vergeben worden.

Aber ich will den Forscherdrang nicht bremsen, wenn es der Wahrheitsfindung dient. Es hat sich nur gezeigt, dass manche unbelehrbar sind und nur den Messergebnissen vertrauen, die von der Erwartung der etablierten Wissenschaft abweichen.
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 12:24 #77189

ra-raisch schrieb:
Arrakai schrieb: Rainer, das ist ein quatsch. Es ist ein Beleg für SRT/ART, aber es widerlegt sicher nicht alle alternativen Theorien.

Ich muss das präzisieren, dass es für diesen Versuchsaufbau/Konstellation Alternativen wiederlegt, und mit Alternativen meine ich natürlich (nur) alles was keine identischen Ergebnisse liefert......ich hielt diese Implikation für selbstverständlich.


Reimund
Zur Erinnerung:
Die Suche nach einem Dopplereffekt bei der Zweiwegmessung kann zu keinem objektiven Ergebnis führen.
Laufzeit hin und Laufzeit zurück neutralisieren sich gegenseitig.
Ein Impuls ist aber mit einem Zeitpunkt verknüpft und damit kann man Hinlaufzeit und Rücklaufzeit
voneinander unterscheiden. Das wäre in diesem Fall eine Einwegmessung für den Hinweg und für den Rückweg.
Kann man sich darauf einigen?
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 12:28 #77190

reimund schrieb: Kann man sich darauf einigen?

Es gibt keinen allgemeingültigen Zeitpunkt.
Es gibt Ereignisse, aber die Zeitkomponente ist wie die Ortskomponente beobachterabhängig.
dt²c²-dx²=ds²=dt'²c²-dx'²
dx'²+dt²c² = dx²+dt'²c²

Derzeit wird hier jedoch die Methode diskutiert, dt zu messen, bzw X°.
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 12:41 #77191

ra-raisch schrieb:

reimund schrieb: Kann man sich darauf einigen?

Es gibt keinen allgemeingültigen Zeitpunkt.
Es gibt Ereignisse, aber die Zeitkomponente ist wie die Ortskomponente beobachterabhängig.
dt²c²-dx²=ds²=dt'²c²-dx'²
dx'²+dt²c² = dx²+dt'²c²

Derzeit wird hier jedoch die Methode diskutiert, dt zu messen, bzw X°.


Reimund:
Das wäre aber genau das Problem
Eine objektive Bewertung von Laufzeiten scheint nach der RT auch hier ein Tabu zu sein.
Alles bleibt relativ. Stört das keinen sonst?
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 13:01 #77192

ra-raisch schrieb: Wenn es Laufzeitunterschiede in beiden Richtungen gäbe, dann wäre der Nobelpreis längst für die Entdeckung vergeben worden.

Auch wenn es keine gibt, wäre das ein tolles Resultat.
Dann gibt mir doch bitte einen Link zu einem Paper an, wo man tatsächlich die Einweglichtgeschwindigkeit mit genügender Präzision gemessen hat. Wenn das wirklich gemacht worden wäre, dann gäbe es dazu sicher einige Papers dazu.

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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 13:38 #77195

Du misst von unten nach oben und wieder nach unten t°. Dann stellst Du die Uhr unten auf t=0, sendest von unten ein Signal nach oben und stellst die Uhr oben auf t°/2.

Wenn Du nun von unten nach oben misst, welche Uhrzeit wird wohl diese Laufzeit t¹ anzeigen? Ich würde auf t°/2 tippen, blind.

Und wenn Du von oben ein Signal nach unten sendest, welche Laufzeit wird sich hier wohl ergeben? Ich tippe auf t°-t¹=t¹=t°/2.

Willst Du das wirklich nachmessen?
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 13:39 #77196

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Reimund,

Reimund antwortet:
Da haben sich andere Spezialisten auch schon früher Gedanken gemacht.
Die Uhren sind sehr genau synchronisiert.

So wird das nichts...

Du hast eine Idee für ein Experiment, gut!
Jetzt musst du dein Experiment durchrechnen.
Einmal mit der Äthertheorie und einmal mit der SRT.
Und zwar inklusive konkreter Uhrensynchronisation in der Äthertheorie.

Wenn sich Unterschiede ergeben, arbeite das vernünftig aus und veröffentliche.
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 13:53 #77198

ra-raisch schrieb: Du misst von unten nach oben und wieder nach unten t°. Dann stellst Du die Uhr unten auf t=0, sendest von unten ein Signal nach oben und stellst die Uhr oben auf t°/2.

Wenn Du nun von unten nach oben misst, welche Uhrzeit wird wohl diese Laufzeit t¹ anzeigen? Ich würde auf t°/2 tippen, blind.

Und wenn Du von oben ein Signal nach unten sendest, welche Laufzeit wird sich hier wohl ergeben? Ich tippe auf t°-t¹=t¹=t°/2.

Willst Du das wirklich nachmessen?


Reimund:
Deine Rechnung ist für mich etwas konfus.
Dass am Ende wieder t0 zu t1 = t2 zu t3 herauskommt, habe ich schon beschrieben.
Deshalb funktioniert die Zweiwegmessung für diesen Fall ja auch nicht.
Nur die Unterscheidung zwischen Hinweg und Rückweg könnte hier einen
eindeutigen Hinweis liefern.
Die UTC zeigt zum Beispiel in der Bodenstation t0 = 12.00.00.00000 Uhr Startzeit an.
Die Satellitenuhr registriert die Empfangszeit t1 = 12.00.00.12016 Uhr registriert.
Gleich darauf wird der Impuls vom Satelliten t2 = 12.00.00.12016 Uhr zurückgesendet.
Dieser Impuls wird in der Bodenstation um t3 = 12.00.00.24000 Uhr empfangen.
Das ergibt zwar insgesamt wieder eine Signal-Laufzeit von 2 x 0,12 Sekunden,
aber wichtig wären hier nur die Differenzen zwischen Hinlaufzeit und Rücklaufzeit.
Würde man diese Messung über einen Zeitraum von 24 Stunden regelmäßig wiederholen,
sollte sich ein 360° Spektrum zeigen, das so aussehen könnte.
Interessant für diese Messung wäre hierbei also vor allem der grüne Bereich.
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 14:12 #77200

ra-raisch schrieb: Willst Du das wirklich nachmessen?


Eben das ist das Ziel. Es ist nicht so selbstverständlich, wie man denken könnte. Im Rahmen der RT ist es jedenfalls nur ein Postulat, das bisher niemand verifizieren konnte. Genau deshalb ist das ja auch eine Frage, die seit ca. 100 Jahren erforscht wird. Zwar mit eher geringer Intensität, aber dennoch aktiv. Es finden sich über die Jahre immer wieder Paper zu dem Thema.

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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 14:21 #77201

Arrakai schrieb: Eben das ist das Ziel.

Das ist schn klar, aber
Arrakai schrieb: Es ist nicht so selbstverständlich, wie man denken könnte.

Du hast meinen Post wohl nur oberflächlich gelesen. Die Synchronisierung ist das selbe Verfahren wie die Messung. Da kann nichts anderes herauskommen.
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 14:25 #77202

Jetzt musst du dein Experiment durchrechnen.
Einmal mit der Äthertheorie und einmal mit der SRT.
Und zwar inklusive konkreter Uhrensynchronisation in der Äthertheorie.


Das haben wir doch genau gemacht :-). Was fehlt denn noch?

Die Uhrensynchronisation wird standardmässig für GPS durchgeführt. Daran ändern wir ja gar nichts. Dazu gibt es genug Papers, z.Bsp. das hier:
www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5253894/

Die wichtigen Punkte sind:
a) Nachdem die Zeit synchronisiert wurde (laut Paper), lassen wir die Uhren so sein für mindestens eine Erdumdrehung. Die Uhren werden jetzt nicht nochmals synchronsiert.
b) Wir messen die Zeit von A-B und dann B-A direkt hintereinander, mehrmals. (mindestens alle sagen wir 45 Grad, also 8 mal).
c) Danach schauen wir, ob es bei gewissen Graden (90%, 180% etc) einen Unterschied zwischen A-B und B-A gibt.

Was ebenfalls wichtig ist: die genaue Synchronisation ist *unwesentlich*. Die relativistischen Effekte sind im Bereiche von Bruchteilen von NANOSEKUNDEN.
Den Unterschied, den wir aber erwarten, ist im Bereich vom mindestens 159 MIKROSEKUNDEN.

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