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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 14:33 #77205

korosten schrieb: Den Unterschied, den wir aber erwarten, ist im Bereich vom mindestens 159 MIKROSEKUNDEN.

Na, dann viel Glück.
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 14:58 #77206

Also ich glaube, dass es noch Verständnisprobleme gibt wie genau Einweg- bzw. Zweiweggeschwindigkeit funktioniert.
Das heißt wenn ihr nach Fehlern sucht, dann ist es durchaus möglich, dass die schon direkt in den Prämissen stecken. Da ihr von den Prämissen aber offensichtlich überzeugt sein müsst (das ist ja der Sinn von Prämissen) ist es dementsprechend schwierig so ein Problem zu vermitteln.
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 15:08 #77208

AberHatschi schrieb: Also ich glaube, dass es noch Verständnisprobleme gibt wie genau Einweg- bzw. Zweiweggeschwindigkeit funktioniert.
Das heißt wenn ihr nach Fehlern sucht, dann ist es durchaus möglich, dass die schon direkt in den Prämissen stecken. Da ihr von den Prämissen aber offensichtlich überzeugt sein müsst (das ist ja der Sinn von Prämissen) ist es dementsprechend schwierig so ein Problem zu vermitteln.


Reimund:
Ja, du hast Recht damit. Es ist zunächst eine Prämisse, also eine Annahme,
aber wir sind nicht davon überzeugt, dass wir genau dieses Ergebnis sehen werden.
Aber es wird sich das Eine oder das Andere herausstellen, wenn es denn so
funktionieren sollte. Gibt es einen Laufzeitunterschied oder nicht?
Übrigens, ich habe nicht von Zweiweggeschwindigkeit geredet,
sondern von Zweiwegmessung bzw. Einwegmessung.
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 15:12 #77209

AberHatschi schrieb: Also ich glaube, dass es noch Verständnisprobleme gibt wie genau Einweg- bzw. Zweiweggeschwindigkeit funktioniert.
Das heißt wenn ihr nach Fehlern sucht, dann ist es durchaus möglich, dass die schon direkt in den Prämissen stecken. Da ihr von den Prämissen aber offensichtlich überzeugt sein müsst (das ist ja der Sinn von Prämissen) ist es dementsprechend schwierig so ein Problem zu vermitteln.


Könntest Du das bitte erläutern?
Wir haben es so gemacht:
a) alles durchgerechnet, unter der Annahme, dass es keinen absoluten Raum gibt
b) nochmal dasselbe, aber dieses Mal mit der Annahme, dass es einen absoluten Raum gibt.

Da alle Systeme und Uhren vermutlich so behandelt werden, wie in a), müssen wir also sehen, ob man trotzdem einen Unterschied sehen könnte, falls man die Uhren usw unter Annahme a) synchronisiert, obwohl b) richtig wäre.

Wichtig ist, wie gesagt, dass man nach der Synchronistion eine Umdrehung lang nichts mehr verstellt.
Laut a) sollte es ja nicht darauf ankommen, wo der Satellit ist. A->B und B->A sollte immer gleich sein.
Bei b) würde man eben einen Unterschied sehen, wenn A-B einmal in Richtung v zeigt (v= Geschwindigkeit der Erde verglichen mit dem "Universum") und einmal in die andere Richtung.

Man könnte das ja so planen: nehmen wir an, die Umlaufzeit ist etwa12h für einen GPS-Satelliten.
Zum Zeitpunkt t=0 sind die Uhren nach a) synchronisiert.
Man schicke dann genau nach jeweils 1h (auf die Mikrosekunde genau) ein Signal von Erde zu Satellit, und misst beim Satelliten S die Zeit.
Genau z.Bsp. 1 Minute später (auf die Mikrosekunde genau), schickt man ein Signal von S auf die Erde, und misst dort die Zeit.
(Die Zeitdilatation ist wie gesagt im Bruchteil von Nanosekunden, das ist also vernachlässigbar, falls die Uhren in der Zeit nicht 100% synchron bleiben sollten).
Wichtig ist eben die Messung des einen Weges (nicht beide, sonst ist es eine Zweiwegmessung).

Natürlich erwarten wir bei der allerersten Messung keine Überraschung. Wir erwarten also, dass A-B gleich ist wie B-A, da man ja vermutlich mit einer Zweiwegmessung synchronisiert (nehme ich mal an, so genau hab ich das nicht gelesen). Aber ist ja egal. Der Punkt ist: gibt es eine Änderung während den 12h um die Erde (also nach 5h oder nach 9h? Ist immer A-B gleich wie B-A?

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René DesCartes, Discours de la Méthode (1637)
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 15:23 #77211

korosten schrieb: Aber ist ja egal. Der Punkt ist: gibt es eine Änderung während den 12h um die Erde (also nach 5h oder nach 9h? Ist immer A-B gleich wie B-A?

Das klingt schon besser, wurde aber schon von Michelson Morley und vielen anderen hochpräzise nachgemessen. Nagut, das Experiment ist etwas anders.
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 15:29 #77212

ra-raisch schrieb:

korosten schrieb: Aber ist ja egal. Der Punkt ist: gibt es eine Änderung während den 12h um die Erde (also nach 5h oder nach 9h? Ist immer A-B gleich wie B-A?

Das klingt schon besser, wurde aber schon von Michelson Morley und vielen anderen hochpräzise nachgemessen.


Ja, aber diese Experimente suchten nach einen Dopplereffekt,
und das jedes mal mit der Zweiwegmessung.
Das funktioniert meiner Meinung nach eben nicht.
Hinweg und Rückweg neutralisieren sich gegenseitig.
Deswegen ja der Impuls als Zeit Indikator.
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 15:43 #77213

ra-raisch schrieb:

korosten schrieb: Aber ist ja egal. Der Punkt ist: gibt es eine Änderung während den 12h um die Erde (also nach 5h oder nach 9h? Ist immer A-B gleich wie B-A?

Das klingt schon besser, wurde aber schon von Michelson Morley und vielen anderen hochpräzise nachgemessen. Nagut, das Experiment ist etwas anders.


Es wäre schön, wenn Du Dich besser informieren würdest.
Das waren Zweiwegmessungen!

Ich lese gerne ein Paper zum Thema wenn Du was findest, aber bitte eine EINWEGMESSUNG.

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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 22:23 #77232

Ich behaupte: Das Experiment zur Messung der Einweglichtgeschwindigkeit gibt es schon und heist GPS.

assume good faith
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 22:50 #77233

Korosten,

Entweder jetzt kommt ein klarer Versuchsaufbau und damit verbunden eine klare Frage an die Natur, Links sind eindeutig der Frage zuzuordnen, oder die Diskussion wird beendet.

Ich halte die Messung der Einweglichtgeschwindigkeit für eine Scheindiskussion, zumindest dann, wenn nicht hinreichend klar wird, was denn da gemessen werden soll.

Die Vakuumlichtgeschwindigkeit ist „c“. Punkt!

Thomas
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 23:15 #77235

Mal ne Frage vom Laien:
kann die Messung der Gravitationswellen funktionieren, wenn es da Unterschiede gibt?
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 04 10. 2020 23:37 #77237

Ne, natürlich nicht!

c ist eine Eigenschaft der Raumzeit! Die Messung von Gravitationswellen würde nicht funktionieren, wenn nicht klar wäre, dass die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum keine Konstante wäre.

Man wüsste nicht, was man da dann misst!

Die Lichtgeschwindigkeit wird an reflektierenden Oberflächen durch Wechselwirkung mit diesen Oberflächen zeitlich beeinflusst. Das ist richtig. Aber solche Wechselwirkungen ändern nichts an der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit!

Thomas
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 05 10. 2020 06:13 #77241

Thomas schrieb: Korosten,
Entweder jetzt kommt ein klarer Versuchsaufbau und damit verbunden eine klare Frage an die Natur, Links sind eindeutig der Frage zuzuordnen, oder die Diskussion wird beendet.

Die Frage wurde doch klar gestellt. Reimund hat das Dokument gepostet. Es geht um ein Experiment mit einem Satelliten. Das ist kein Witz, ich habe sogar einen Kollegen der bei der ESA war kontaktiert deswegen.

Ich halte die Messung der Einweglichtgeschwindigkeit für eine Scheindiskussion, zumindest dann, wenn nicht hinreichend klar wird, was denn da gemessen werden soll. Die Vakuumlichtgeschwindigkeit ist „c“. Punkt!


Ich weiss nicht, warum Du da so auf "Panik" machst. Was ist genau Dein Problem? Sagen wir hier etwas "Ketzerisches"`? Ist es nicht erlaubt, ein Experiment vorzuschalgen? Und basierernd auf was genau? Was was Du sagst bezieht sich auf die Zweiweglichtgeschwindigkeit. Für die Einweglichtgeschwindigkeit ist das eine reine Behauptung, die nicht erwiesen ist. Bitte lies mal hier - es gibt auch genügend Papers darüber:
Siehe Wikpedia:
en.wikipedia.org/wiki/One-way_speed_of_light
"Experiments that attempted to directly probe the one-way speed of light independent of synchronization have been proposed, but none has succeeded in doing so.[3] Those experiments directly establish that synchronization with slow clock-transport is equivalent to Einstein synchronization, which is an important feature of special relativity. Though those experiments don't directly establish the isotropy of the one-way speed of light, because it was shown that slow clock-transport, the laws of motion, and the way inertial reference frames are defined, already involve the assumption of isotropic one-way speeds and thus are conventional as well.[4] In general, it was shown that these experiments are consistent with anisotropic one-way light speed as long as the two-way light speed is isotropic.[1][5]"

Falls dieses Experiment so absurd und unnötig sein soll, dann bitte ich um einen Link zu Publikationen, die Deine Behauptung bestätigen.

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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 05 10. 2020 08:44 #77242

@Thomas

Seit wann ist es üblich, Diskussionen über seriöse wissenschaftliche Fragen wegen eines Bauchgefühls abzuwürgen?

Thomas schrieb: Ich halte die Messung der Einweglichtgeschwindigkeit für eine Scheindiskussion, zumindest dann, wenn nicht hinreichend klar wird, was denn da gemessen werden soll.


Dann weißt du es besser als die Wissenschaftler, die daran forschen und Peer-reviewte Paper sowie seriöse Artikel dazu veröffentlichen. Und das nicht nur im letzten Jahrhundert. Beispiele (nach drei Minuten googlen):

"Noninvariant one-way speed of light and locally equivalent reference frames", F. Selleri, Foundations of Physics Letters volume 10, pages 73–83 (1997)
"A one-way speed of light experiment", E. D. Greavesa, An Michel Rodríguezb and J. Ruiz-Camacho, American Journal of Physics 77, 894 (2009)
"A Review of One-Way and Two-Way Experiments to Test the Isotropy of the Speed of Light", Md. Farid Ahmed, Brendan M. Quine, Stoyan Sargoytchev, A. D. Stauffer, Indian Journal of Physics volume 86, pages 835–848 (2012)
"On measuring the one-way speed of light", G. Spavieri, The European Physical Journal D volume 66, Article number: 76 (2012)
"One-Way Speed of Light Measurements Without Clock Synchronisation", Reginald Cahill, Progress in Physics (2012)

Ich denke, das sollte ausreichen, um das Thema hier offiziell diskutieren zu dürfen? Die Liste kann ich gerne fortsetzen, siehe alleine den deutschen und den englischen Wiki-Artikel dazu.

Thomas schrieb: Die Vakuumlichtgeschwindigkeit ist „c“. Punkt!


Das gilt bewiesener Maßen für die Zweiweg-Lichtgeschwindigkeit. Für die Einweg-Lichtgeschwindigkeit hat es noch niemand gemessen, es ist lediglich ein Postulat. Selbst Einstein hat das nicht bestritten, bzw. die Einstein-Synchronisation so konstruiert, dass es keine Rolle spielt. Schau mal in die (deutsche oder englische) Wiki, was die moderne Wissenschaft dazu schreibt:

A sychronisation scheme proposed by Reichenbach and Grünbaum, which they called ε-synchronization, was further developed by authors such as Edwards (1963), Winnie (1970), Anderson and Stedman (1977), who reformulated the Lorentz transformation without changing its physical predictions. For instance, Edwards replaced Einstein's postulate that the one-way speed of light is constant when measured in an inertial frame with the postulate:

The two way speed of light in a vacuum as measured in two (inertial) coordinate systems moving with constant relative velocity is the same regardless of any assumptions regarding the one-way speed.


Das ist das, was ich schon mehrfach geschrieben habe: Niemand bezweifelt, dass die RT funktioniert. Für die RT genügt allerdings die Konstanz der Zweiweg-Lichtgeschwindigkeit. Für eine mathematisch äquivalente Theorie, bei der die Einweg-Lichtgeschwindigkeit nicht konstant ist, bliebe noch Platz. Und ob es gefällt oder nicht, das wäre dann sehr sicher eine Äther-Theorie,

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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 05 10. 2020 09:09 #77243

Ich werfe nochmal das Argument in die Diskussion: Das "Experiment" gibt es schon: GPS.

Da haben wir es mit sehr präzisen Einweg-Messungen der Signallaufzeit in Kombination mit sehr präzisen Zeitstempeln zu tun.

Nirgendwo in der Spezifikation des Protokolls ist zu lesen das die Bewegung der Erde samst Sateliten relativ zur CMBR in die Berechnung mit eingeht bzw. eingehen müsste.

GPS funktioniert.

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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 05 10. 2020 09:18 #77244

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Korosten,

Die Uhrensynchronisation wird standardmässig für GPS durchgeführt. Daran ändern wir ja gar nichts. Dazu gibt es genug Papers, z.Bsp. das hier:
www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5253894/

Da steht nichts darüber wie Satellitenuhr und Bodenuhr synchronisiert werden,
sondern nur wie die Synchronisation durch Berichtigungen erhalten wird.
Es müssen ja verschiedene Effekte herausgerechnet werden.

Korosten, Reimund,
ihr könnt die beiden Uhren nicht mit einem Lichtsignal synchronisieren,
denn dazu müsst ihr die Einweglichtgeschwindigkeit bereits kennen!

Falls ihr meint ihr könnt das, erklärt es.
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 05 10. 2020 10:09 #77245

Merilix schrieb: Ich werfe nochmal das Argument in die Diskussion: Das "Experiment" gibt es schon: GPS.

Da haben wir es mit sehr präzisen Einweg-Messungen der Signallaufzeit in Kombination mit sehr präzisen Zeitstempeln zu tun.

Nirgendwo in der Spezifikation des Protokolls ist zu lesen das die Bewegung der Erde samst Sateliten relativ zur CMBR in die Berechnung mit eingeht bzw. eingehen müsste.

GPS funktioniert.

Ich denke Reimund kennt sich da besser aus, aber so viel ich weiss, werden die Uhren laufend synchronisiert.
Da würden eventuelle Effekte der Einweggeschwindigkeit verschwinden.
Das Experiment funktioniert nur, wenn man während einer Umlaufzeit des Satelliten die Uhren sein lässt.

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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 05 10. 2020 10:12 #77246

sebp schrieb: Korosten,

Die Uhrensynchronisation wird standardmässig für GPS durchgeführt. Daran ändern wir ja gar nichts. Dazu gibt es genug Papers, z.Bsp. das hier:
www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5253894/

Da steht nichts darüber wie Satellitenuhr und Bodenuhr synchronisiert werden,
sondern nur wie die Synchronisation durch Berichtigungen erhalten wird.
Es müssen ja verschiedene Effekte herausgerechnet werden.

Korosten, Reimund,
ihr könnt die beiden Uhren nicht mit einem Lichtsignal synchronisieren,
denn dazu müsst ihr die Einweglichtgeschwindigkeit bereits kennen!

Falls ihr meint ihr könnt das, erklärt es.


"Wir" synchronisieren die Uhren standardmässig, unter der Annahme dass die Geschwindigkeit c ist. Reimund kann das wohl besser erklären, so wie ich gelesen habe, werden die Uhren nur in eine Richtung "synchronisiert". Also von der Erde aus wird ein Signal geschickt und die Uhren der Satelliten gestellt.
Der Punkt ist ja: wenn wir dann eine Umlaufbahn lang messen (ohne weitere Synchronisiationen vorzunehmen), sollte es Abweichungen geben, falls das *nicht* so ist.
Also auch wenn es nicht genau c wäre, dann wäre der Fehler, den wir machen würden beim Synchronisieren mehrere Grössenordnungen kleiner (<< 1 ns), als den Unterschied, den wir messen würden (ca 159 Mikrosekunden)

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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 05 10. 2020 10:43 #77249

sebp schrieb: Korosten,

Die Uhrensynchronisation wird standardmässig für GPS durchgeführt. Daran ändern wir ja gar nichts. Dazu gibt es genug Papers, z.Bsp. das hier:
www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5253894/

Da steht nichts darüber wie Satellitenuhr und Bodenuhr synchronisiert werden,
sondern nur wie die Synchronisation durch Berichtigungen erhalten wird.
Es müssen ja verschiedene Effekte herausgerechnet werden.

Korosten, Reimund,
ihr könnt die beiden Uhren nicht mit einem Lichtsignal synchronisieren,
denn dazu müsst ihr die Einweglichtgeschwindigkeit bereits kennen!

Falls ihr meint ihr könnt das, erklärt es.


Für mich gibt es keinen Unterschied zwischen der Zweiweglichtgeschwindigkeit und der
Einweglichtgeschwindigkeit. Das kommt nicht von mir.
Ich bin stets davon ausgegangen, dass der Wert c konstant bleibt, und zwar in alle Richtungen,
unabhängig von der Relativbewegung. Das habe ich auch mehrfach so gesagt.
Mit diesem Experiment wollte ich NICHT überprüfen, ob sich der Wert c ändert, sondern nur
ob sich die Strecke, implizit die Laufzeit, zwischen t0 und t1 bzw. zwischen t2 und t3 verändert,
während sich Erde und Satellit in einer Linie relativ zur Hintergrundstrahlung bewegen.
Das wäre die Intention dieses Versuchs, aber das kann man nur mit einem Experiment überprüfen,
bei dem ein großer Abstand zwischen A und B mit einer ausreichenden Relativgeschwindigkeit
kombiniert wird. Das Ergebnis ist natürlich offen.
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 05 10. 2020 13:51 #77254

Merilix schrieb: Da haben wir es mit sehr präzisen Einweg-Messungen der Signallaufzeit in Kombination mit sehr präzisen Zeitstempeln zu tun.


Allerdings musst du die Uhren synchronisieren, um die Zeitstempel vergleichen zu können. Da die Synchronisation auf einem Verfahren beruht, das Äquivalent zur Einstein.Synchronisation ist, handelt es sich nicht um eine Einwegmessung.

korosten schrieb: Der Punkt ist ja: wenn wir dann eine Umlaufbahn lang messen (ohne weitere Synchronisiationen vorzunehmen), sollte es Abweichungen geben, falls das *nicht* so ist.


Da das Gravitationsfeld der Erde nicht vollkommen homogen ist, ist eine andauernde Synchronisierung der Uhren erforderlich. So wird das also imho nichts. (Also eine absolute Messung funktioniert aufgrund der notwendigen Uhrensynchronisation so eh nicht, analog GPS, aber man erkennt dadurch dann auch keine Abweichungen mehr.)

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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 05 10. 2020 13:53 #77255

Arrakai schrieb:

Merilix schrieb: Da haben wir es mit sehr präzisen Einweg-Messungen der Signallaufzeit in Kombination mit sehr präzisen Zeitstempeln zu tun.


Allerdings musst du die Uhren synchronisieren, um die Zeitstempel vergleichen zu können. Da die Synchronisation auf einem Verfahren beruht, das Äquivalent zur Einstein.Synchronisation ist, handelt es sich nicht um eine Einwegmessung.

Und dasselbe gilt für alle Versuche in diesem Thread hier.
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 05 10. 2020 13:54 #77256

ra-raisch schrieb:
Arrakai schrieb:

Merilix schrieb: Da haben wir es mit sehr präzisen Einweg-Messungen der Signallaufzeit in Kombination mit sehr präzisen Zeitstempeln zu tun.


Allerdings musst du die Uhren synchronisieren, um die Zeitstempel vergleichen zu können. Da die Synchronisation auf einem Verfahren beruht, das Äquivalent zur Einstein.Synchronisation ist, handelt es sich nicht um eine Einwegmessung.

Und dasselbe gilt für alle Versuche in diesem Thread hier.


Habe gerade noch etwas ergänzt. (Zu den Versuchen an sich hatte ich ja novh nichts geschrieben.)

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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 05 10. 2020 13:59 #77259

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Reimund,
man sollte sich vorher Gedanken machen, ob das Experiment überhaupt das messen kann,
was man messen will.

Entweder die Lichtgeschwindigkeit ist isotrop, oder nicht.
Für beide Fälle gibt es Theorien.
Für die Äthertheorie hast du keine Uhrensynchronisation angegeben,
also hast du keine Vorhersage.

Wie willst du dann das Ergebnis des Experiments deuten?
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 05 10. 2020 14:00 #77260

Da das Gravitationsfeld der Erde nicht vollkommen homogen ist, ist eine andauernde Synchronisierung der Uhren erforderlich. So wird das also imho nichts. (Also einw absolute Messung funktioniert aufgrund der notwendigen Uhrensynchronisation so eh nicht, aber man erkennt dadurch auch keine Differenzen mehr.)


Diese Abweichungen sind aber extrem klein. Ausgerechnet handelt es sich hier um Bruchteile von Nanosekunden.
In unserem Experiment würden wir die Uhren explizit nicht nochmals synchronisiren.

Natürlich würden wir "Fehler" in der Grössenordnung von Bruchteilen von Nanosekunden erwarten, und das wäre natürlich kein Beweis für die Anisotropie.
Aber, laut unserer Berechnung, wäre der zeitliche Unterschied bei einer Anisotropie wesentlich grösser, im Mikrosekunden-Bereich (ca 159 Mikrosekunden).

Der Unterschied sollte also sehr deutlich sein.

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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 05 10. 2020 14:07 #77261

Entweder die Lichtgeschwindigkeit ist isotrop, oder nicht.
Für beide Fälle gibt es Theorien.
Für die Äthertheorie hast du keine Uhrensynchronisation angegeben,
also hast du keine Vorhersage.


Ich dachte, ich hätte das schon genau erklärt.
Wir synchronisieren die Uhren wie gehabt, mit der Annahme, dass c isotrop ist.
Dann lassen wir die Uhren 1 Umlauf lang laufen (ohne weitere Synchronisationen).
Wie Arrakai richtig gesagt hat, wird das natürlich, auch wenn c isotrop ist, einen winzigen Fehler geben mit der Zeit.
Der Fehler ist aber weniger als 1 NANOsekunde, also extrem klein (!), und den kann man ja ausrechnen.

Falls c isotrop ist, dann wäre der Messfehler weniger als 1 Nanoskunde (wie gesagt, das kann man berechnen).
Falls c anisotrop ist, dann wäre der Messfehler aber viel grösser, nämlich etwa 159 Mikrosekunden (das sind mehrere Grössenordnungen mehr).

(In dem Fall könnte man ja das Experiment mehrmals widerholen, das wäre wohl sowieso sinnvoll :-)).

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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 05 10. 2020 14:10 #77262

korosten schrieb: Aber, laut unserer Berechnung, wäre der zeitliche Unterschied bei einer Anisotropie wesentlich grösser, im Mikrosekunden-Bereich (ca 159 Mikrosekunden).


Das hast du jetzt mehrfach geschrieben. Diese Zahl ist doch nur ein Beispielwert für eine willkürlich von euch festgelegte Differenz. Ohne die konkrete Einweg-Lichtgeschwindigkeit zu kennen, kann man dazu gar nichts sagen. Außer dass eine Differenz in dieser Größenordnung schon längst aufgefallen wäre,z.B. beim bereits genannten GPS. Zu Erwarten wäre daher wohl eine erheblich niedrigere Differenz, eine ordentliche Anzahl an Zehnerpotenzen weniger würde ich mal vermuten. (Unabhängig davon, dass ich persönlich auf exakt 0 tippen würde.)

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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 05 10. 2020 14:14 #77263

Arrakai schrieb:

korosten schrieb: Aber, laut unserer Berechnung, wäre der zeitliche Unterschied bei einer Anisotropie wesentlich grösser, im Mikrosekunden-Bereich (ca 159 Mikrosekunden).


Das hast du jetzt mehrfach geschrieben. Diese Zahl ist doch nur ein Beispielwert für eine willkürlich von euch festgelegte Differenz. Ohne die konkrete Einweg-Lichtgeschwindigkeit zu kennen, kann man dazu gar nichts sagen. Eine Differenz in dieser Größenordnung wäre schon längst aufgefallen, z.B. beim bereits genannten GPS. Zu Erwarten wäre daher wohl eine erheblich niedrigere Differenz, so einige Zehnerpotenzen weniger würde ich mal vermuten.


Ja klar, das ist ein Beispiel-Wert, bezogen auf die Geschwindigkeit der Erde relativ zur "Hintergrundstrahlung" (ca 400 - 650km/s). Damit meine ich: Bewegung der Erde um die Sonne, Rotation der Milchstrasse, Bewegung der Milchstrasse, und eventuell dazu noch die Bewegung der lokalen "Gruppe". 400km/s ist eher der untere Wert, den wir verwendet haben.

Ich wundere mich ja auch :-). Aber da müsste es doch Daten dazu geben? Ich habe jedenfalls nichts gefunden (doch, es gibt mehrere Papers, die aber genau sagen, dass eine Anisotropie beobachtet wurde ! Das wurde aber offenbar ignoriert (?), und deshalb habe ich es hier auch (noch) nicht verlinkt, weil ich nicht weiss, ob das stimmt oder nicht. Ich kann es ja linken, wenn das ok ist:
www.semanticscholar.org/paper/A-Simple-D...2c9e9337d3ed7f1?p2df
cdn.intechopen.com/pdfs/39778/InTech-Gps...y_speed_of_light.pdf
arxiv.org/ftp/arxiv/papers/1506/1506.02688.pdf
vixra.org/pdf/1103.0088v1.pdf
www.ptep-online.com/2007/PP-08-09.PDF
www.imeko.org/publications/tc4-2014/IMEKO-TC4-2014-361.pdf

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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 05 10. 2020 14:16 #77265

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Arrakai,
die Größenordnung stimmt so.
Hätte man wirklich absolut synchrone Uhren in der Äthertheorie,
sollte man einen solchen Unterschied messen können.
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 05 10. 2020 14:32 #77267

sebp schrieb: Arrakai,
die Größenordnung stimmt so.
Hätte man wirklich absolut synchrone Uhren in der Äthertheorie,
sollte man einen solchen Unterschied messen können.


Naja, das setzt zum einen voraus, dass die Hintergrundstrahlung das bevorzugte Bezugssystem des Äthers definiert. Aber wer weiß das schon sicher? Zum anderen wäre die Sache dann m.E. bereits entschieden. Ein dermaßen gigantischer Laufzeitunterschied müsste doch schon für GPS & Co. korrigiert werden. Immerhin müssen die ca. 38 Mikrosekunden pro Tag, die durch relativistische Effekte entstehen, ebenfalls korrigiert werden.

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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 05 10. 2020 14:41 #77268

Arrakai schrieb:

sebp schrieb: Arrakai,
die Größenordnung stimmt so.
Hätte man wirklich absolut synchrone Uhren in der Äthertheorie,
sollte man einen solchen Unterschied messen können.


Naja, das setzt zum einen voraus, dass die Hintergrundstrahlung das bevorzugte Bezugssystem des Äthers definiert. Aber wer weiß das schon sicher? Zum anderen wäre die Sache dann m.E. bereits entschieden. Ein dermaßen gigantischer Laufzeitunterschied müsste doch schon für GPS & Co. korrigiert werden. Immerhin müssen die ca. 38 Mikrosekunden pro Tag, die durch relativistische Effekte entstehen, ebenfalls korrigiert werden.


Also ich habe oben einige Links zum Thema gepostet, die aber alle eine Anisotropie messen.

Wenn das stimmt, dann wird in der GPS-Berechnung schon die "Korrektur" vorgenommen, da offenbar Licht anisotrop sei, und die Berechnungen bei isotropem c sonst falsch wären (selber lesen, ich will nichts behaupten :-)).

If you would be a real seeker after truth, you must at least once in your life doubt, as far as possible, all things.
René DesCartes, Discours de la Méthode (1637)
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Messung der Einweglichtgeschwindigkeit 05 10. 2020 14:49 #77269

korosten schrieb: Ich wundere mich ja auch :-). Aber da müsste es doch Daten dazu geben? Ich habe jedenfalls nichts gefunden (doch, es gibt mehrere Papers, die aber genau sagen, dass eine Anisotropie beobachtet wurde !

Ich habe nur die Paper bei vixra und bei arxiv angesehen. Der Dopplereffekt wird als Anisotropie bezeichnet. Ist das alles?
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