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Was ist denn nun mit der Dunklen Energie und der Dunklen Materie 05 08. 2020 16:32 #74214

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Mit Verlaub, ich bin nicht in der Lage den Streit zu beurteilen und ich bin mir duraus bewusst, dass die Motivation für Dunkle Energie auch aus anderen Quellen gespeist wird.

Aber ich halte das was Sie hier zitieren für einen Skandal, den ich bei Naturwissenschaftler nicht für möglich gehalten hätte.
Ich habe überhaupt nichts dagegen wenn Rohdaten nach wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbereitet werden, so lange dahinter wissenschaftliche Motive stehen.

Aber Grundlage müssen die ursprünglichen Rohdaten sein und die dürfen weder verschwinden noch zurückgehalten werden.
Das gebietet sowohl der wissenschaftliche Ehrenkodex als auch die Möglichkeit der Falsifikation von Thesen.

Wenn wir uns darauf nicht einigen können, können wir Wissenschaft vergessen.

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Was ist denn nun mit der Dunklen Energie und der Dunklen Materie 05 08. 2020 18:13 #74216

rhm schrieb: Skandal

Ich habe keine Ahnung, welche Daten verwendet und welche veröffentlicht wurden, oder wie das sonst üblich ist.

Ich sagte nur, dass der eine einen Datensatz verarbeitet und der andere gerne andere Daten hätte, das läßt sich aber nicht immer erfüllen, denn dafür wäre Voraussetzung, dass diese gewünschten Daten bereit stünden.

Soweit ich mich erinnere, (habe ich gelesen oder gehört, siehe Parallelthreads) stammen die ursprünglichen Daten aus diversen Quellen und wurden eben in verlgeichbarer Weise aufbereitet. Die Originaldaten stehen gar nicht abrufbereit (fremde Quellen) und vor allem nicht in einheitlichem Format zu Verfügung.

Wie gesagt soll es sich um Daten aus fremden Quellen, Katalogen etc gehandelt haben, die sich jeder andere auch zusammensuchen kann. Davon abgesehen steht es jedem frei, eigene Daten zu untersuchen, es müssen ja nicht unbedingt die selben sein. Wichtig ist doch nur das Ergebnis.

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Was ist denn nun mit der Dunklen Energie und der Dunklen Materie 05 08. 2020 18:29 #74217

rhm schrieb: Ein wichitger Vertreter dieser Zweifel ist Subir Sarkar aus Oxford.


Über ihn habe ich vor einiger Zeit etwas gelesen, bin mir aber nicht mehr sicher, wo. Material ist z.B. hier:
.

Wenn ich ihn richtig verstehe, zweifelt er die Supernova Ergebnisse unter anderem deshalb an, weil er bezweifelt, dass das Universum homogen und isotrop ist. Mit dieser Meinung steht er ziemlich alleine, das muss aber natürlich nicht zwangsläufig bedeuten, dass er falsch liegen muss.

PS: Die Supernova Rohdaten wurden nach seiner Aussage im Video 2016 veröffentlicht.

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Was ist denn nun mit der Dunklen Energie und der Dunklen Materie 05 08. 2020 20:56 #74223

kosmological constant... "I think this is kind of a challenge todays generation of physicists should look forward to..."
Besser kann man das wohl nicht sagen :)

Meine persönliche Meinung zur Existenz von DM und DE:
DM: probably yes
DE: possibly not
Die beiden sollte man allerdings nicht in einen Topf schmeißen, das sind grund verschiedene Dinge.

Zu DM kann ich nur sagen: ich kann mir absolut vorstellen das es Teilchen geben kann die mit wirklich nichts wechselwirken außer durch Gravitation. Einen gewissen Eindruck das solche Teilchen existieren könnten geben ja schon die Neutrinos die nur extrem schwach wechselwirken und als neutrale Teilchen einfach alles durchdringen. Falls ich das richtig erinnere kann man die auch am CERN nicht nachweisen.

Klar ist es unbefriedigend solche Teilchen zu postulieren die sich jedem direkten Nachweis entziehen. Eine MOND die gut begründen kann warum sich die Gravitation auf größeren Skalen anders verhalten soll wäre sicher wünschenswert. Aber wie mr scheint sind derartige Theorien noch nicht so weit. Da heist es abwarten und neugierig bleiben. Wir als Laien können da eh nur zugucken

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Was ist denn nun mit der Dunklen Energie und der Dunklen Materie 05 08. 2020 22:45 #74233

Claus,
ich glaub, da hast du ihn falsch verstanden. Er sagt nur, dass wir eine Annahme getroffen haben, nämlich dass das Universum in alle Richtungen homogen und isotrop sei, das kosmologische Prinzip also. Und dann sagt er, dass wir da nicht ganz sicher sein können, ob das wirklich so ist.
Aber das war eher eine Nebenbemerkung.

Viel wichtiger erschien mir diese Bemerkung zur Tauglichkeit der Supernova1A als Standardkerzen:

Er zitiert John Wheeler, in dem er sagt: ein Elektron in der Andromedagalaxie ist ein Elektron und gleicht einem Elektron hier bei uns, da Elektronen ununterscheidbar sind.
Übertragen auf SN 1A gilt dies nicht.
Denn der Mechanismus, nach dem SN1A explodieren sollten, hängt nur an der Chandrasekargrenze von 1,4 Sonnenmassen.
Und hier gibt es Hinweise, dass SN 1A auch schon drunter oder noch nicht beobachtet auch drüber explodieren können.
Das hängt unter anderem auch mit ihrem Gehalt an Metallen zusammen.

Diese Unsicherheit läge grob bei 30%. Wenn er recht hat, dann wäre die Expansionsmessung mithilfe der SN1A mit einem größeren Fehler behaftet, als die Nobelpreisträger damals angaben.

Meine Meinung: Dass SN 1A tatsächlich diese Präzision als Standardkerzen verdienen, muss weiter untersucht und verifiziert werden.
Erst wenn man sich ganz sicher ist, dass man hier keinen Fehler macht, würde ich sie als Standardkerzen tatsächlich akzeptieren.

Thomas

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Was ist denn nun mit der Dunklen Energie und der Dunklen Materie 05 08. 2020 23:10 #74235

Man kennt wohl schon die Schwankungen, denen die Supernovae unterliegen und kann dies auch anhand der Entwicklung der Supernova weiter konkretisieren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass da "große" Fehler gemacht wurden.

Aber es ist überhaupt keine Frage, dass derartige Ergebnisse mehrfach und mit verbesserten Theorien, Methoden und Daten überprüft werden müssen.

Allerdings geschieht ja genau dies, es liegen längst weitere Ergebnisse vor. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man dabei immer nur in eine Richtung schaut.

Hier nur Arbeiten von/mit Perlmutter:

1999 arxiv.org/pdf/astro-ph/9901052.pdf

Nobelpreis 2011

2011 arxiv.org/pdf/1104.1444.pdf
2011 arxiv.org/pdf/1105.3470.pdf
2014 arxiv.org/pdf/1309.5382.pdf
2019 arxiv.org/pdf/1903.09324.pdf

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Was ist denn nun mit der Dunklen Energie und der Dunklen Materie 06 08. 2020 14:26 #74251

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ra-raisch schrieb:

rhm schrieb: Skandal

Ich habe keine Ahnung, welche Daten verwendet und welche veröffentlicht wurden, oder wie das sonst üblich ist.

Ich sagte nur, dass der eine einen Datensatz verarbeitet und der andere gerne andere Daten hätte, das läßt sich aber nicht immer erfüllen, denn dafür wäre Voraussetzung, dass diese gewünschten Daten bereit stünden.

Soweit ich mich erinnere, (habe ich gelesen oder gehört, siehe Parallelthreads) stammen die ursprünglichen Daten aus diversen Quellen und wurden eben in verlgeichbarer Weise aufbereitet. Die Originaldaten stehen gar nicht abrufbereit (fremde Quellen) und vor allem nicht in einheitlichem Format zu Verfügung.

Wie gesagt soll es sich um Daten aus fremden Quellen, Katalogen etc gehandelt haben, die sich jeder andere auch zusammensuchen kann. Davon abgesehen steht es jedem frei, eigene Daten zu untersuchen, es müssen ja nicht unbedingt die selben sein. Wichtig ist doch nur das Ergebnis.


Natürlich wird in der Naturwissenschaft früher oder später jede Fehlentwicklung korrigiert durch neue Beobachtungen , Erkenntnisse oder Theorien.
Wenn aber jemand eine bahnbrechnede neue Beobachtung macht, die Nobelpreiswürdig erscheint, bin ich dann allein in der Meinung dass die Rohdaten, die dieser Beobachtung zugrunde liegen, jedem interessiertem in der Wissenschaftsccomunity zur Verfügung stehen sollte?
Wo die Rohdaten selbst erzeugt wurden ist auch wichtig aber sicher kein Argument. Man muss sie dann halt einsammeln und sichern, wenn man was revolutionär neues behauptet.
Wichtig ist dass man an die unmanipulierten Ausgangsdaten herankommt.

Das ist doch die Grundlage jeder vernünftigen naturwissenschaftlichen Diskussion

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Was ist denn nun mit der Dunklen Energie und der Dunklen Materie 06 08. 2020 16:43 #74258

Nach Aussage von Subir Sarkar in oben zitiertem Video sind die Supernova Rohdaten ab 2016 öffentlich.

Der Wissenschaftsbetrieb braucht da denke eine Balance. Wissenschaftler müssen ihre Rohdaten erstmal unter Verschluss halten, um sie ohne Zeitdruck seriös auswerten und die Ergebnisse dann publizieren zu können.

Es ist schon vorgekommen, dass Gruppen Rohdaten zu früh öffentlich gemacht haben und andere Gruppen ihnen dann bei der Publikation zuvorgekommen sind.

Nach den daraus resultierenden Publikationen sollten die Rohdaten dann aber veröffentlicht werden. Preiskomitees sollten vor einer Preisverleihung auf die Veröffentlichung von Rohdaten bestehen.

Ein besonderes Problem liegt hier bei sehr datenintensiven Messungen wie im CERN, bei dem ein komplettes Vorhalten aller Informationen von der Speicherkapazität her denke ich nicht möglich ist.

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Was ist denn nun mit der Dunklen Energie und der Dunklen Materie 06 08. 2020 17:03 #74259

ClausS schrieb: Ein besonderes Problem liegt hier bei sehr datenintensiven Messungen wie im CERN, bei dem ein komplettes Vorhalten aller Informationen von der Speicherkapazität her denke ich nicht möglich ist.

So sehe ich das auch im Falle Perlmutter, aber ich kann mich auch irren.
Es handelte sich um sehr viele und umfangreiche Quellen mit sehr unterschiedlichem Aufbau, Qalität, Verzerrung.
Allein um die Auswahl der verwendeten Daten zu dokumentieren, müßte man die kompletten ungefilterten unbearbeiteten Rohdaten vorhalten.

Die Veröffentlichung war wohl doch von 1997, 1998, 1999 (nachgebessert 2008) und noch frühere und der Nobelpreis erst von 2011, das war damals noch gar nicht absehbar. Nach 10 Jahren ist die Rekonstruktion von fremden Rohdaten sicherlich nicht mehr so einfach.

Die Arbeit von Schmidt und Riess (2003) war außerdem unabhängig, woher haben die denn ihre Daten nur geholt?
arxiv.org/pdf/astro-ph/0305008.pdf

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Was ist denn nun mit der Dunklen Energie und der Dunklen Materie 06 08. 2020 18:58 #74263

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ra-raisch schrieb:
ClausS schrieb: Ein besonderes Problem liegt hier bei sehr datenintensiven Messungen wie im CERN, bei dem ein komplettes Vorhalten aller Informationen von der Speicherkapazität her denke ich nicht möglich ist.

So sehe ich das auch im Falle Perlmutter, aber ich kann mich auch irren.
Es handelte sich um sehr viele und umfangreiche Quellen mit sehr unterschiedlichem Aufbau, Qalität, Verzerrung.
Allein um die Auswahl der verwendeten Daten zu dokumentieren, müßte man die kompletten ungefilterten unbearbeiteten Rohdaten vorhalten.

Die Veröffentlichung war wohl doch von 1997, 1998, 1999 (nachgebessert 2008) und noch frühere und der Nobelpreis erst von 2011, das war damals noch gar nicht absehbar. Nach 10 Jahren ist die Rekonstruktion von fremden Rohdaten sicherlich nicht mehr so einfach.

Die Arbeit von Schmidt und Riess (2003) war außerdem unabhängig, woher haben die denn ihre Daten nur geholt?
arxiv.org/pdf/astro-ph/0305008.pdf


Es geht nicht darum, dass unbedingt alles was Cern produziert im Rohformat auf Ewigkeit verfügbar sein muss.
Wenn es aber zu Publikationen kommt, beispielsweise wir haben das Higgs Teilchen nachgewiesen, dann erwarte ich schon dass die Daten, die zu diesem Nachweis gehören, unmanipuliert vorliegen.

Mir kann keiner erzählen, dass es nicht möglich war und ist die Rohdaten, die den Veröffentlichungen von 1997,1998, 1999 und 2003 zugrunde liegen, angesichts ihrer Bedeutung zu archivieren und aufzubewahren und dass das gemessen am Gesamtaufwand der Projekte ein wesentlicher Kostenfaktor darstellt.

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Was ist denn nun mit der Dunklen Energie und der Dunklen Materie 06 08. 2020 19:21 #74269

rhm schrieb: Mir kann keiner erzählen, dass es nicht möglich war und ist die Rohdaten, die den Veröffentlichungen von 1997,1998, 1999 und 2003 zugrunde liegen, angesichts ihrer Bedeutung zu archivieren und aufzubewahren und dass das gemessen am Gesamtaufwand der Projekte ein wesentlicher Kostenfaktor darstellt.

Ich denke, dass die Daten nicht einmal während der Arbeit irgend wann einmal komplett archiviert unmanipuliert vorlagen.
Bei CERN wird auch nur ein Bruchteil der Daten überhaupt archiviert, wenn ich mich recht erinnere.
Explore more than two petabytes of open data from particle physics!

Was sind schon 2 PB?

www.computerweekly.com/de/meinung/LHC-CE...en-Disks-beherrschen
Die Kollisionen erzeugen jede Sekunde ein Datenvolumen von rund einem Petabyte. in den Detektoren des LHC können bis zu einer Milliarde Partikelkollisionen pro Sekunde stattfinden Auch nach dem Herausfiltern nur der interessantesten Ereignisse benötigt die Forschungsanlage eine Speicherkapazität von zehn Petabyte pro Monat, um neue Daten für die spätere Analyse zu speichern.

Mit anderen Worten: Von jedem Monat werden 10 Sekunden archiviert. Naja eigentlich ist das nur die Vorauswahl, archiviert wird vielleicht noch weniger.

homepages.thm.de/~hg10013/Lehre/MMS/SS04/lueer/text.htm
Bis heute hat es etliche Servicemissionen gegeben, die das Hubble repariert, gewartet oder verbessert haben. Mit dem HST wurden 330.000 Observationen an 25.000 Objekten durchgeführt, was zu einer geschätzten Datenmenge von 10 Terabyte führt.
nasa-wings.info/pages/site_spec_hst.htm
Die dabei übermittelte Datenmenge umfaßt 20 Terabytes
07.03.2019 www.uni-muenchen.de/aktuelles/medien/ein...eller_universum.html
„Aktuell sehen wir in den Daten keinerlei Abweichungen von der kosmologischen Konstante, sie scheint überall im Universum exakt gleich zu sein“, sagt Weller. Er betont auch, wie langsam sich die Forscher herantasten müssen. Ihnen bleibt bei der Suche nur, in ihren Daten zu stochern, nach irgendwelchen Hinweisen oder Auffälligkeiten zu fahnden. Wobei sie nicht einmal wissen, wonach sie suchen. Die Physiker müssen zunächst einmal unglaubliche Datenmengen verarbeiten und auswerten. Das ist auch Wellers alltägliche Arbeit. Erfasst wird das Verhalten von 300 Millionen Galaxien, die DES-Kamera hat 570 Megapixel, verteilt auf 74 CCD-Chips. Ausgewertet werden Daten bei fünf Wellenlängenbereichen die Position und Ausrichtung jeder Galaxie am Himmel wird berechnet. Bisher ist erst ein Achtel gescannt. „Es ist ein Big-Data-Problem“, sagt Weller. „Viele unserer Doktoranden werden zu absoluten Experten in maschinellem Lernen.“


Da wirde sich niemand die Rohdaten zusätzlich länger als unbedingt nötig aufbewahren oder falls doch, mühsam im Keller zusammensuchen müssen.

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Was ist denn nun mit der Dunklen Energie und der Dunklen Materie 06 08. 2020 22:44 #74277

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Schauen sie mal was 10 TB an Speicher heute kostet.
Ich habe auf meinem Laptop 6 TB als SSD online und der ist auch schon wieder 2Jahre alt.

Niemand erwartet dass solche Daten auf schnellen teuren Speichern online gelagert werden.
Klar waren zehn TB am Ende des vorigen Jahrtausend noch etwas teurer aber trotzdem waren das auch schon damals sehr überschaubare Datenmengen zum archivieren.
Ich weiss wovon ich rede, da ich einen grossen Teil meines beruflichen Lebens Performanceberatung und Kapazitätslanung für Rechenzentren großer Unternehmen gemacht habe.

Klar die Mengen die Cern erzeugt können nur schwerlich alle erfasst geschweige denn archiviert werden. Aber da sind wir von Terrabytes weit entfernt.
Aber die Daten, die letztlich selektiert, dann analysiert und zuletzt zu publikationswürdigen Ergebnissen führen sind ein winzig kleiner Ausschnitt dieser Menge.
Das hat mit den erzuegten Daten nichts mehr gemein.

Schwer zu glauben dass die Daten von ein paar 100 weit entfernten Supernovae 1A, die man ein paar Tage beobachtet hat, zu Kapazitätsprobleme im Archiv führen

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Was ist denn nun mit der Dunklen Energie und der Dunklen Materie 07 08. 2020 01:42 #74291

rhm schrieb: Schauen sie mal was 10 TB an Speicher heute kostet.
Ich habe auf meinem Laptop 6 TB als SSD online und der ist auch schon wieder 2Jahre alt.

Herzlichen Glückwunsch das du Heute 6TB SSD hast :pinch:

assume good faith

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assume good faith

Was ist denn nun mit der Dunklen Energie und der Dunklen Materie 07 08. 2020 01:47 #74292

Das mooresche Gesetz (englisch moore’s law; deutsch „Gesetz“ im Sinne von „Gesetzmäßigkeit“) besagt, dass sich die Komplexität integrierter Schaltkreise mit minimalen Komponentenkosten regelmäßig verdoppelt; je nach Quelle werden 12, 18 oder 24 Monate als Zeitraum genannt.

Rechnen wir 20 Jahre mit 24 Monaten Verdoppelung?

Faktor 0,0009765625 · 6 TB = 5,7 GB

Das trifft ungefähr zu, denn 1981 habe ich meinen ersten Computer ohne Festplatte gekauft weil die 5 MB zu teuer waren. Der Verkäufer sagte damals, dass die Disketten 240 MB fassen und soviel Daten oder Programme gibt es gar nicht, deshalb begnügte ich mich mit einseitig lesbaren Laufwerken.
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Was ist denn nun mit der Dunklen Energie und der Dunklen Materie 07 08. 2020 06:24 #74295

Das erste Bild von einem SL war eine Aufnahme von vielen Teleskopen über einen kurzen Zeitraum. Die Rohdaten waren insgesamt 6 m3 an modernen Festplatten. Keine Ahnung was das in PB usw. ist ;-). Daten zur Auswertung von einem Bild!!!

Für das SL in unserer Milchstraße geht ein Foto nicht. Da wird wohl ein kleiner Film gedreht. Bin gespannt welche Anzahl an m3 an Festplatten das ergibt.
Folgende Benutzer bedankten sich: ra-raisch

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Was ist denn nun mit der Dunklen Energie und der Dunklen Materie 07 08. 2020 12:45 #74313

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Das moorsche Gesetz gilt nur für Schaltkreise und begrenzt für sehr schnellen und damit teuren Hauptspeicher.
Fetsplattenkapazitäten sind natürlich auch gewachsen aber nicht in diesem Ausmass. .
Das sind oder waren nicht die Medien auf die ursprünglich archiviert wurde.
Beispielsweise gab es ab den 80er Jahren Speichermedien wie CD, davor wurde oft auf Band und wenn es besonders billig sein sollte auf Microfilm archiviert.
Hier sind Rechenzentren gemeint nicht PC. Die kamen viel später.

Wenn ich mir die Kommentare hier so anhöre müssten Google Rechenzentren allein um die Youtube Daten eines Tages zu speichern die ganze bewohnbare Erde bedecken.

Die Aussage in der IT ist eigentlich ziemlich simpel.
Was immer sie digital auswerten , analysieren und mit cleveren Software zu Erkenntnissen verarbeiten können, müssen sie in irgendeiner Form in einen Hauptspeicher laden um sie einer CPU zugänglich zu machen. Klar sind diese Mengen stark gestiegen.
Beispielsweise ging das ganz zu Anfang nicht mit Filmen.
Aber das was sie in den Zugriff einer CPU bekommen konnten, konnten sie auch immer schon zu einem relativ geringen Preis archivieren auch dann wenn die Softwareprogramme über Wochen liefen. Schon um sie einem Softwareprogramm zugänglich zu machen muessen sie ja irgendwo schon mal gespeichert sein.
Archivierungsspeicher waren immer schon viel billiger pro Byte wie Online direkt Speicher.

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Was ist denn nun mit der Dunklen Energie und der Dunklen Materie 07 08. 2020 14:06 #74314

www.live-counter.com/wie-gross-ist-youtube/
aktueller Speicherbedarf von Youtube
388.082 TB = 388 PT

also ungefähr 6 Minuten LHC

Wie viel Speicherplatz braucht Youtube? Wir gehen davon aus, dass Youtube im Schnitt 15 MB für eine Minute Video an Serverspeicher benötigt. Da die meisten Videos in verschiedenen Auflösungen vorhanden sind, ist der tatsächliche Speicherplatz welche die Videos benötigen wohl um ein Vielfaches höher! Youtube muss viele Petabyte Webspace bereitstellen. Youtube wurde 2006 von Google aufgekauft, und die unzähligen Videos liegen somit auf Google-Servern. Die Server sind rund um den Globus verteilt, die grössten Rechenzentren befinden sich in Berkeley County (South Carolina), Quilicura (Chile), Mayes County (Oklahoma), Hongkong, Taiwan, Singapur, Belgien, Finnland und Irland. Google hatte 2012 schätzungsweise eine Million Server im Betrieb. Mit “Spanner”, einer Plattformverwaltung kann Google nun 10 Millionen Server verwalten. Alle Google Dienste können damit so zusagen unter einem Hut verwaltet werden.


Und genauso werden es die Wissenschaftler machen: Sie belassen die Originaldaten auf den Servern wo sie eh schon gespeichert sind, rund um den Globus.

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Was ist denn nun mit der Dunklen Energie und der Dunklen Materie 08 08. 2020 13:07 #74376

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Es macht keinen Sinn über Petaytes zu sprechen.
Keiner bestreitet, dass Cern insgesamt ein Datenspeicherungsproblem hat und ausgefeilte Techniken braucht zu selektieren was überhaupt in Frage kommt gespeichert und analysiert zu werden.
Das bedeutet aber keineswegs, dass die Daten die zu neuen Beobachtungen und Erkenntnissen führen ein solches Speicherungsproblem haben, eher wie man die Nadel im Heuhaufen Cern (sprich Datenmüll) findet.
Letztlich ist es egal wo die Rohdaten gespeichert sind, so lang sie jedem Interessierten zugänglich gemacht werden, und das muss die Pflicht dessen sein, der etwas neues behauptet und publiziert.
Die Aussage wir sind ehrenhafte Leute und haben 20 Jahre an 2 unabhängigen Projekte gearbeitet und sind unabhängig voneinander zu der Erkenntnis gekommen dass, scheint mir irgendwie nicht ausreichend.
Zu behauptem meine Daten sagen etwas anderes aber leider habe ich sie nicht mehr im Rohformat oder du kriegst sie nicht kanns wohl nicht sein.

Ich finde es erstaunlich, dass man über so etwas diskutieren muss.

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Was ist denn nun mit der Dunklen Energie und der Dunklen Materie 08 08. 2020 17:53 #74390

Moorsches Gesetz [ Zum Anzeigen klicken ]

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Was ist denn nun mit der Dunklen Energie und der Dunklen Materie 08 08. 2020 18:13 #74394

rhm schrieb: Zu behauptem meine Daten sagen etwas anderes aber leider habe ich sie nicht mehr im Rohformat oder du kriegst sie nicht kanns wohl nicht sein.

Ich finde es erstaunlich, dass man über so etwas diskutieren muss.

So war es ja nicht. Die Veröffentlichnungen sind zig Jahre alt. Sie haben keinen anderen Veröffentlichungen widersprochen.
Beide haben sich ihre Daten selber beschafft.
Und dann kommt nach Jahren jemand, der die Daten prüfen will.....warum erhebt er nicht selbst Daten bzw sucht entsprechende Dateien?

Ich will ja nicht sagen, dass es verboten wäre, und ich bin auch dafür, dass es so gehandhabt würde. Aber für einen Vorwurf langt es sicher nicht, wenn ein Wissenschaftler einem anderen nicht sofort seine Daten in einer bestimmten Form (unbearbeitete Rohdaten) verschafft.

Der Nobelpreis wird hingegen auf Vorschlag durch ein Komitee verliehen. Natürlich wird alles geprüft aber doch nicht Rohdaten nachgerechnet, wenn die Wissenschaftsgemeinde keinen nachhaltigen Einspruch erhoben hat.

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Was ist denn nun mit der Dunklen Energie und der Dunklen Materie 10 08. 2020 19:09 #74488

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ra-raisch schrieb: So war es ja nicht. Die Veröffentlichnungen sind zig Jahre alt. Sie haben keinen anderen Veröffentlichungen widersprochen.
Beide haben sich ihre Daten selber beschafft.
Und dann kommt nach Jahren jemand, der die Daten prüfen will.....warum erhebt er nicht selbst Daten bzw sucht entsprechende Dateien?

Wir drehen uns ein bischen im Kreise, aber so ist es gerade nicht.
Eine Französisch / Koreanische Astrophysiker Gruppe, die ich am Anfang dieses Threads gelinkt habe, hat ja vor einem Jahr gerade eine eigene Datensammlung von deutlich mehr Super 1A Nova untersucht und vorgestellt, das zu einem anderem Ergebnis kommt.
So eine seriöse Untersuchung kostet Geld und dauert natürlich seine Zeit und es ist natürlich auch nicht so, wie immer behauptet, wir haben eine Falsifikation, also werfen wir alles über den Haufen.
Aber seitdem wogt die Diskussion deutlich vernehmlicher wer nun recht hat.
Die Frage nach den originalen Rohdaten taucht also vor allem in der Diskussion im Zusammenhang mit neueren Daten auf, die anders interpretiert werden
Das finde ich mehr als verständlich.

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Was ist denn nun mit der Dunklen Energie und der Dunklen Materie 10 08. 2020 19:22 #74490

rhm schrieb: Das finde ich mehr als verständlich.

Ja klar wäre es schade, wenn die Daten nicht rekonstruierbar und nachprüfbar bzw neu auswertbar wären. Aber daraus ergibt sich kein Vorwurf, sondern allenfalls Ungläubigkeit, Vermutung eines Auswertungsfehlers etc, wenn andere zu nachprüfbar anderen Ergebnissen kommen.

Sarkar behauptet ja eigentlich keinen Fehler in der Auswertung sondern in der Auswahl (Anisotropie), bzw hat er wohl schon mehrmals etwas mit wechselnder Begründung behauptet....
Immer wieder hat er Zweifel angemeldet
(war sicherlich schon verlinkt) 12.12.2019 www.spektrum.de/news/ist-die-dunkle-ener...scher-irrtum/1692212
Spektrum-Robert Gast 15.4.20 Sarkar läuft bereits seit Jahren Sturm gegen das be-schleinigte Universum. Immer wieder hat er entsprechende Foschungsarbeiten veröffentlicht.

Ich bin mir gar nicht sicher ob sich bisher alle Nobelpreise im Nachhinein als nicht verfehlt erwiesen haben, aber mir wäre kein Fall bekannt.

PS:
Ich sehe gerade folgendes:
Sarkar hat 27 SN1a gefunden und ausgewertet. (ich dachte, es waren 740? Das war dann wohl die zweite Untersuchung)
Perlmutter, Schmidt und Riess hatten Dutzende solcher Ereignisse aufgezeichnet,
Bis heute halten Experten an diesem Befund fest; mittlerweile stützen sie sich dafür auf mehr als 1000 beobachtete Supernovae.

Dillon Brout von University of Pennsylvania. »Wenn man von den mehr als 1000 verfügbaren Supernovae nur 27für seine Analyse nutzt, besteht die große Gefahr, eine verzerrte Stichprobe auszuwählen.«

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