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THEMA: linke Hand Regel

linke Hand Regel 22 Jan 2018 14:26 #26365

Immer werden z.B. Schwarze Löcher, Neutronensterne mit Jets gezeigt. Diese gehen je von beiden Polen weg.
Nach der ‚linken Handregel“ müßte es aber anders sein. Wenn geladene Teilchen, um das Zentrum kreisen, können die Jets nur in eine Richtung gehen. Sie müßten also z.B. von einen Pol weg, und zum anderen Pol hin gehen.
Oder es müßten an einem Pol negative und am anderen positive Teilchen wegfliegen.
Was ist da mein Denkfehler ?

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linke Hand Regel 22 Jan 2018 14:51 #26367

Bei dem Gamma-Ray-Burst der direkt zusammen mit den Gravitationswellen von LIGO gemessen wurde, bei dem aller Wahrscheinlichkeit zwei Neutronensterne zum Schwarzen Loch kollabierten, haben die Wissenschaftler rückwärts simuliert und kamen unter Anwendung bekannten Wissens (Magnetohydrodynamik, Einstein-Feldgleichungen) zu dem Schluss, dass sich bei diesem Ereignis das Magnetfeld reorganisiert und sich deshalb entlang der Rotationsachse ein Bereich bildet bei dem die Gammablitze entstehen können.

Deine Frage muss ich unbeantwortet lassen, tatsächlich weiß ich nicht einmal genau ob wir jemals überhaut einen Gammablitz so beobachtet haben dass wir beide Seiten sehen, oder ob das immer nur künstlerische Darstellungen sind. Wir nehmen schließlich meist nur den Teil wahr der in unsere Richtung geschossen kommt, von dem Blitz auf der abgewandten Seite sehen wir nichts.

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linke Hand Regel 25 Jan 2018 13:51 #26537

Danke für die Antwort.
Irgendwie müssen an beiden Polen Teichen wegfliegen. Sonst würde sich der Stern bewegen (Rückstoß). Aber wie soll das gehen. Der Stern oder das schwarze Loch können sich ja nur in eine Richtung drehen. Auch die Materie, die von außen kommt, dreht sich in die selbe Richtung.

Da es mir nicht gelingt, ein Bild einzufügen, versuche ich es so:
drive.google.com/open?id=1V_5vDYpJaZuM4S-5GIXxVXjsjLSXff11
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linke Hand Regel 30 Jan 2018 12:16 #26838

Schau doch mal hier, bin ich gerade drüber gestoplert: www.spektrum.de/astrowissen/lexdt_m02.html#mhd

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linke Hand Regel 25 Feb 2018 11:27 #28583

Hallo, ist zwar schon älter, aber ich versuch trotzdem zu helfen:

Zunächst die Sache mit der Rechten/Linken-Hand: Wenn geladene Teilchen (z.B. ein Plasma) auf ihrem weg durch Universum auf eine magnetische Feldlinien treffen, dann können sie sich nicht mehr frei bewegen sondern werden gezwungen dieser Linie zu folgen und sie dabei zu umkreisen. In diesem Zusammenhang besagt die Rechte/Linke-Hand-Regel jetzt, abhängig von der Ladung des Teilchens, in welcher Drehrichtung sich das Teilchen um die Linie dreht, die einen rechts, die anderen links.
Ob jetzt "nach oben" oder "nach unten" das ist eine Frage es "Aufschlagwinkels", denn ein Teilchen (insb. ein hoch relativistisches Teilchen) wird immer die Richtung wählen, in der es die geringere Richtungsänderung zu vollführen hat.

Nun zu den eigentlichen Jets: Die hierfür relevanten Neutronensterne und Schwarzen Löcher (NS/SL) haben ein unvorstellbar starkes Magnetfeld (u.a. eine Hinterlassenschaft des Sternendkollaps), so dass Teilchen, wenn sie es nicht schon sind, schnell auf relativistische Geschwindigkeiten beschleunigt werden. Du kannst dir sicher vorstellen, dass ein relativistisches Teilchen nicht viel davon hält, wenn ein Magnetfeld ihm über den Polen eine Richtungsänderung von ~180° aufzwingen will ... es ist relativistisch, d.h. es hat viel kinetische Energie, genug um sich über den "Zwang" der Magnetfeldlinie hinweg zu setzen... es fliegt also einfach weiter geradeaus und zwar über dem Nord- genauso wie über dem Südpol.

Hinzu kommt noch, dass NS/SL sich extrem schnell drehen können (es gibt Pulsare mit 1,4ms Rotationsdauer). Da können die Feldlinien nicht mithalten (Stichwort: Lichtgeschwindigkeit) und reißen auf, so dass die Felder nicht mehr geschlossen sind und das Magnetfeld also nicht als Dipol aufgefasst werden kann. Die Enden der offenen Feldlinien "wedeln dann so an den Polen rum", und lassen die Teilchen sogar freiwillig ziehen :-)
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