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THEMA: Aristoteles zur Stringtheorie 16

Aristoteles zur Stringtheorie 16 21 Nov 2017 21:59 #22807

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Nachdem hier hier ja viel diskutiert wurde zum Zwillingsparadoxon..
Wie ist eure Meinung zur Episode?

Kann es sein, dass Josef Gaßner uns hier eine Geheimbotschaft übermittelt hat? :-)
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Aristoteles zur Stringtheorie 16 21 Nov 2017 22:32 #22811

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Die Episode ist super; endlich kamen die Minkowski Diagramme dran.

Was sicher auch nicht verkehrt war, war zu erklären was am Zwillingsparadoxon das vorgeblich Paradoxe ist, denn da gab es ja hier die heissesten Vermutungen dazu :D

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Aristoteles zur Stringtheorie 16 21 Nov 2017 22:57 #22812

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Da gibt es das Beispiel mit dem Zug, dessen Türen gleichzeitig aufgehen, ein ruhender Betrachter sieht sie aber nicht gleichzeitig aufgehen. Das liegt jedoch daran, dass das Bild der beiden aufgehenden Türen zu dem ruhenden Betrachter zu verschiedenen Zeiten ankommt und dadurch sieht er es zu verschiedenen Zeiten aufgehen. Wenn an beiden Türen eine Uhr montiert wäre und die Uhrzeit vom ruhenden Betrachter abgelesen werden kann, dann sieht er, dass die Türen zur gleichen Uhrzeit aufgegangen sind, nur das Bild der Türen mit der Uhrzeit ist zu einer unterschiedlichen Zeit bei ihm angekommen. Ich glaube, dass die Grafik dieses Films das gleiche Prinzip aussagt. Also für mich bleibt das weiterhin ein Rätsel. Zumindest bei gleichmäßig, geradlinigen Bewegungen. Anders sieht es bei der Beschleunigung aus.

Wenn ich 2 Pendeluhren habe, dessen Lebensdauer genau 1 Mill Pendelbewegungen beträgt und danach ist die Lebensdauer beendet (beide Uhren sterben), dann stellt sich folgendes dar:
Ich schalte beide Pendeluhren ein. Eine lasse ich zuhause, eine nehme ich mit zum Jahrmarkt und setze sie auf einen Esel in einem Ringelspiel. Durch die Fliehkraft bewegt sich das Pendel langsamer. Nehme ich sie wieder mit nachhause, dann pendelt sie wieder wie die andere. Nur, um Zeit, bei der sie langsamer gependelt ist, ist sie jünger geblieben als die zuhause gebliebene und lebt damit länger. Das ganze kann man generell auf Schwingungen anwenden. Nachdem Fliehkraft, Beschleunigung, Verzögerung und Gravitation gleichberechtigt sind, kann man die verlangsamte Schwingung auch auf Beschleunigung, Verzögerung, Fliehkraft und Gravitation anwenden. Soweit finde ich das verständlich. Bei gleichmäßig geradlinigen Bewegungen bleibt es für mich weiterhin ein Rätsel, auch nach diesem Film.
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Aristoteles zur Stringtheorie 16 21 Nov 2017 23:50 #22816

Badhofer,

du bist schon in der ART, wenn ich dich richtig verstanden habe, Die SRT ist kräftefrei.
Was Josef da erklärt, ist die Relativität der Zeit aus der jeweiligen Sicht der Beobachter, also Erde oder Raumschiff.
Vorausgesetzt ist hierbei immer, dass sich das Raumschiff mit konstanter Geschwindigkeit bewegt.
Keine Beschleunigungen, keine Verzögerungen, keine Gravitation.
Und trotzdem finden wir da schon die Zeitdilatation und die Längenkontraktion. Über die letztere hat er gar nicht referiert, da sie in diesem Zusammenhang nicht so erklärungsrelevant ist.
Die Minkowskidiagramme verdeutlichen das sehr schön.
Auch im Umkehrpunkt darf es keine Kräfte geben. Um im Videobeispiel zu bleiben, das Raumschiff bewegt sich mit 0,6 c hin, und mit 0,6 c zurück. Keine Kräfte! Das Inertialsystem muss erhalten bleiben.

VG
Thomas
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Aristoteles zur Stringtheorie 16 22 Nov 2017 00:25 #22817

.
@Thomas
Ich verstehe, wie es gemeint ist. Aus meiner Sicht stellt sich das jedoch so dar, dass man die Zeitdilatation und die Längenkontraktion deshalb vorfindet, weil sie von vorn herein vorausgesetzt ist.

Auf der Erde und im Raumschiff befinden sich jeweils eine Uhr. Beide Uhren werden während des gesamten Vorganges (1 Stunde) gefilmt (Schmalfilmkamera mit 60 Herz, damit es sich schön ausgeht) Beide Filme werden anschließend nebeneinander angesehen. Bei beiden Filmen sieht man zur gleichen Zeit die gleiche Uhrzeit. Was ist da los??? Ist bei einem Film während der Reise die Rolle länger geworden oder der Filmprojektor langsamer gelaufen? Ja, in der ART schon, aber nicht in der SRT (wenn ich dich richtig verstanden habe). Vom Gefühl her glaube ich schon, dass ich da etwas falsch interpretiere. Bei der Übersetzung von der Theorie in die Praxis übersetze ich da irgend etwas falsch. Nachdem ich ein reiner Praktiker bin, liegt mein Übersetzungsfehler wahrscheinlich in der Theorie. Wo?
.
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Aristoteles zur Stringtheorie 16 22 Nov 2017 01:24 #22818

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AzS 16 – Ein tolles Video!
Vielen Dank für Ihre Geduld und „Spucke“, Prof. Gaßner!

____________________________________________________________________________________________________________

Alles verstanden. Darf ich – trotzdem - bitte, nur zur Sicherheit, im Zusammenhang mit dem „Längenkontraktion“-Thread - kurz - nachfragen?
1. Sie sagen in AzS 12, γ ist immer größer als 1. (ab 20% wird es relativistisch relevant)
→ Unter 0 ist also falsch. (erbitte Antwort NUR, wenn ich falsch liege.)
2. Bei Wiki und Spektrum las ich:
Lorentz-Faktor gleich oder vergleichbar 1: nicht-relativistisch
→ Das ist also falsch. Es beginnt ab 1. (erbitte Antwort NUR, wenn ich falsch liege.)
3?format=feedback: Uneindeutig fand ich den Begriff "Inertialsystem" * im Zusammenhang mit dem „Gedankenexperimentes“ [(In dem wir annehmen können, was wir wollen, salopp gesagt) Keine Antwort nötig.]
4. Im o. genannten Thread behaupte ich im Text an „X“, es wäre paradox, wenn der reisende Zwilling zurückkommt und nicht so alt wäre wie sein Zwillingsbruder, was ja normalerweise der Fall ist. Es hieß, ich läge falsch. >>>Nur allgemein gefragt: Könnte jemand in solchen "Fällen" Schiedsrichter spielen? (50% rhetorisch gefragt.)

*
Nicht nur auf der Erde, überall im Universum wirkt Gravitation – eine Kraft – die (im Gedankenexperiment) vernachlässigt werden soll, klar!- entgegen der Definition Inertialsystem… Ich finde das eigentlich immer noch verwirrend und, noch mehr, unnötig. >>> Nach AzS 16 verstehe ich, dass Einstein wahrscheinlich auch deswegen die Notwendigkeit sah, mit der ART nachzulegen, und allgemeiner wurde, um allen denkbaren Beispielen gerecht zu werden - in dem er "bewegt" durch "gravitativ" ersetzte.

Herzlichen Dank noch einmal!

Chalawan

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Letzte Änderung: von Chalawan2000. (Notfallmeldung) an den Administrator

Aristoteles zur Stringtheorie 16 22 Nov 2017 10:38 #22834

Badhofer,
Längenkontraktion und Zeitdilatation ergeben sich aus der Relativbewegung der beiden Inertialsysteme. Sie werden nicht einfach vorausgesetzt.
Das Beispiel mit den Uhren ist gut. Es fällt nämlich genau auf den Punkt des so schwer verständlichen.
Du holst im Gedankenexperiment die Uhren aus der Relativität (sie bewegen sich ja zueinander) in die Gleichzeitigkeit eines Betrachters.
Dein Betrachter befindet sich außerhalb des Systems Erde Rakete. Er schaut den beiden aus einer gewissen Entfernung zu, stimmt’s? Und jetzt wird unterstellt, dass die beim Betrachter einlaufenden Zeitintervalle der beiden Uhren gleich groß sind.
Und wenn man diese Zeitintervalle jetzt filmisch festhält, wie kann es dann sein, dass die Filme, die im System Erde Rakete gemacht wurden, einen Gangunterschied zeigen und die Filme des außerhalb befindlichen Betrachters nicht.
Also, wenn ich das richtig verstanden habe, dann kann man das nur verstehen, wenn man die Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit hier mit ins Kalkül zieht.
Das aber genauer auszuführen, dazu fehlt mir jetzt die Zeit.
Ich schau mal heute Abend, ob ich dazu etwas erklärendes finde.
VG
Thomas
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Aristoteles zur Stringtheorie 16 22 Nov 2017 11:39 #22836

Chalawan2000 schrieb: Alles verstanden. Darf ich – trotzdem - bitte, nur zur Sicherheit, im Zusammenhang mit dem „Längenkontraktion“-Thread - kurz - nachfragen?
1. Sie sagen in AzS 12, γ ist immer größer als 1. (ab 20% wird es relativistisch relevant)
→ Unter 0 ist also falsch. (erbitte Antwort NUR, wenn ich falsch liege.)
2. Bei Wiki und Spektrum las ich:
Lorentz-Faktor gleich oder vergleichbar 1: nicht-relativistisch
→ Das ist also falsch. Es beginnt ab 1. (erbitte Antwort NUR, wenn ich falsch liege.)

was meinst du? Der Lorentzfaktor ist 1/Wurzel(1-v^2) mit 0≤v<1 und kann daher jeden Wert ≥1 annehmen. Ab wo man anfängt, relativistisch zu rechnen, hängt halt davon ab, wie genau man rechnen möchte. Bei kleinem v (≈0) ist auch Gamma klein (≈1).

3?format=feedback: Uneindeutig fand ich den Begriff "Inertialsystem" * im Zusammenhang mit dem „Gedankenexperimentes“ [(In dem wir annehmen können, was wir wollen, salopp gesagt) Keine Antwort nötig.]

Ich weiß nicht, wie er den Begriff erklärt hat. Ein Inertialsystem ist ein Bezugssystem, in dem sich ein Körper, auf den keine Kraft / Gravitation wirkt, geradlinig, gleichförmig bewegt. Oder: wenn (in kartesischen Koordinaten) die Metrik der Raumzeit (ein mathematisches Objekt, das die Geometrie der Mannigfaltigkeit festlegt) eine spezielle Form, nämlich g = diag(-1,1,1,1) hat.

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Aristoteles zur Stringtheorie 16 22 Nov 2017 11:41 #22837

4. Im o. genannten Thread behaupte ich im Text an „X“, es wäre paradox, wenn der reisende Zwilling zurückkommt und nicht so alt wäre wie sein Zwillingsbruder, was ja normalerweise der Fall ist. Es hieß, ich läge falsch. >>>Nur allgemein gefragt: Könnte jemand in solchen "Fällen" Schiedsrichter spielen? (50% rhetorisch gefragt.)

Es wäre paradox, wenn er - entsprechende Geschwindigkeit bei der Reise vorausgesetzt, um die Abweichung messen zu können, gleich alt wäre, weil das den bekannten Gesetzen der Physik widerspräche.

Nicht nur auf der Erde, überall im Universum wirkt Gravitation – eine Kraft – die (im Gedankenexperiment) vernachlässigt werden soll, klar!- entgegen der Definition Inertialsystem… Ich finde das eigentlich immer noch verwirrend und, noch mehr, unnötig.


Warum findest du das unnötig? Wenn ich die Bahnkurve eines Balls, den jemand wirft, berechnen möchte, ist es doch auch eine völlig unnötige Verkomplizieren, die Rotation der Erde (um sich selbst oder die Sonne) zu berücksichtigen, weil es halt keine Rolle dafür spielt. Wenn man etwas berechnen möchte, wofür das relevant wird, berücksichtigt mans halt.

Beste Grüße

PS: den Teil konnte ich in der letzten Nachricht nicht schreiben oder dazueditieren, weil es jedes Mal einen Fehler angezeigt hat

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Aristoteles zur Stringtheorie 16 22 Nov 2017 13:00 #22841

Auch ich fand den Beitrag toll, danke dafür, Herr Gaßner.

Was ich noch immer nicht verstanden habe, ist die Sache mit den Zwillingsparadoxon, der Raumfahrer ist nach der Rückkehr in diesem Beispiel 2 Jahre jünger als sein Zwillingsbruder auf der Erde. Das ergibt sich aus der Zeitdilatation wie Herr Gaßner so treffend ausgeführt hatte.

Und wo ist da das Paradoxon? Verstehe ich nicht, dass sich die Zeit bei relativistisch schnell bewegten Objekten im Vergleich zu ruhenden Objekten verlangsamt, war doch klar, muss ja auch sein, sonst stimmten die Formeln doch nicht.

Also: Wo ist das Paradoxon? Ich verstehs nicht.


Grüße
Udo

Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert

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Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert

Aristoteles zur Stringtheorie 16 22 Nov 2017 13:09 #22844

Man könnte denken, der Raketenzwilling sieht aus seinem Bezugssystem den Erdzwilling davon fliegen, insbesondere also dessen Zeit langsamer vergehen als seine eigene und daher sollte jeder von beiden feststellen, dass für ihn selbst mehr Zeit vergangen ist als für den jeweils anderen, was paradox ist.

Das sagt die spezielle Relativitätstheorie allerdings nicht und wenn man sie verstanden hat / richtig anwendet, löst sich das scheinbare Paradoxon auf. In der SRT ist nämlich alles konsistent.
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Aristoteles zur Stringtheorie 16 22 Nov 2017 13:32 #22845

.
Ok, Thomas, interessant ist das allemal. Folgende Situation, um es noch spannender zu machen: Alles spielt sich im Hintergrund von einer geradlinig, gleichmäßigen Bewegungen relativ zu einem ruhenden Bezugspunkt ab.

Ein Zwilling sitzt auf der Erde vor einer Uhr. Eine Kamera filmt die Uhr. Er sieht über einen Monitor live mit. Das gleiche gilt für den Zwilling in der Rakete. Beide sehen und filmen alles ganz normal und auch ganz gleich. Auch wenn sie nach der Rückkehr die beiden Filme nebeneinander abspielen, sehen sie das gleiche, was sie auch vorher live gesehen haben. Die beiden Filme sind durch nichts unterscheidbar. Und trotzdem ist der reisende Zwilling jünger geblieben.

Nehmen wir an, die Rakete flog mit 99% LG. Nach der Rückkehr ist der Reisende nicht mehr 30 Jahre alt, sondern 31 Jahre, der auf der Erde gebliebene ist inzwischen 80 Jahre alt geworden. Damit sich der Unterschied nicht an den Filmen vorbei schleichen kann, filmen wir bei beiden nicht nur die Uhr, sondern auch ihr Gesicht.

Wenn sich beide anschließend auf der Erde beide Filme nebeneinander ansehen, dann sehen sie keinen Unterschied in der Länge des Filmes, sie sehen keinen Unterschied in der gefilmten Uhrzeit aber sie sehen, wie sich die Gesichter unterschiedlich verändern.
Wie ist das möglich?
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Aristoteles zur Stringtheorie 16 22 Nov 2017 13:39 #22846

Nein, das ist nicht richtig. Wenn die Zwillinge ihre Videos später auf der Erde vergleichen stellen sie fest, dass das des Raketenzwillings zwar genauso schnell läuft, aber kürzer ist.

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Aristoteles zur Stringtheorie 16 22 Nov 2017 13:47 #22847

Mal wieder eine sehr anschauliche Erklärung von Hr. Gassner.

Ein Problem hab ich aber noch:

Wenn man das Gedankenexperiment insofern abwandelt, als man sich den Effekt des Umkehrpunktes schenkt und damit keinen Symmetriebruch erzeugt. Dass nämlich das zweite Raumschiff am Umkehrpunkt den Uhrenstand des ersten fotografiert, d.h. den Uhrenstand des ersten Raumschiffes am Umkehrpunkt unverändert mit nach Hause nimmt und dann mit dem Lorentz-rückgerechneten Stand des Umkehrzeitpunktes (man kennt ja die Geschwindigkeit der ersten Rakete) auf der Erde vergleicht, dann müssten eigentlich beide Uhren das gleiche anzeigen, weil keines der beiden Inertialsysteme bevorzugt sein darf. Das tun sie aber gemäss Minkowski-Diagramm nicht. Oder täusche ich mich da?

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.

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Aristoteles zur Stringtheorie 16 22 Nov 2017 13:52 #22848

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@Ferragus
In beiden Bezugssystemen gelten die selben Naturgesetze. Die Zwillinge können nicht unterscheiden, wer auf der Erde ist und wer in der Rakete sitzt. Die Anzahl der Bilder, die auf den Filmen festgehalten wurden, muss doch bei beiden gleich sein? Beide sahen beim Filmen live mit und beide sahen das gleiche ???

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Aristoteles zur Stringtheorie 16 22 Nov 2017 13:56 #22850

@badhofer
Ich denke, wir sehen beide dasselbe Problem.

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Aristoteles zur Stringtheorie 16 22 Nov 2017 14:03 #22851

Doch, können sie. Weil sich nur einer von beiden die ganze Zeit über im selben Inertialsystem befindet. Insbesondere sind die beiden Systeme eben nicht gleichberechtigt. Wenn sie sich die Bilder live übertragen werden sie den jeweils anderen Film (solange der Zwilling nicht umkehrt) verlangsamt wahrnehmen.

@Michael
Das zweite Raumschiff B (welches die Uhr des ersten, A, abfotografieren soll) sieht zwei Dinge: die Erde (E) bewegt sich mit einer Geschwindigkeit v auf B zu, während sich A mit w>v auf B zubewegt. Beide (As und Es ) Uhren gehen langsamer als die eigene ( B ), die von A aber deutlich. Was B beim "Abfotografieren" misst (sieht) ist das, was man durch entsprechende Lorentztransformation berechnen kann. Nämlich eine Zeit, welche zusammen mit der beim Rückflug im eigenen Ruhesystem ( B ) gemessenen Zeit zurück auf der Erde eine Zeit < die auf der Erde vergangene gibt.

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Aristoteles zur Stringtheorie 16 22 Nov 2017 14:11 #22852

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@Ferrargus
Sie übertragen den Film während der Reise nicht live. Jeder Zwilling sieht nur seinen eigenen Film live. Erst nach der Reise beim späteren Vergleichen sehen beide den gleichen Film, da bei der Aufnahme der Filme für beide die gleichen Naturgesetze gegolten haben.

@Michael D.
Das glaube ich auch.
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Aristoteles zur Stringtheorie 16 22 Nov 2017 14:22 #22853

Ferragus schrieb: Was B beim "Abfotografieren" misst (sieht) ist das, was man durch entsprechende Lorentztransformation berechnen kann.

Da braucht man nichts berechnen. Gemäss Video fliegen sie so dicht aneinander vorbei, dass das Foto instantan den Uhrenstand bestimmt.

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Aristoteles zur Stringtheorie 16 22 Nov 2017 14:23 #22854

Könnten sie sich sehen, dann würde für den Zwilling auf der Erde das Leben des Zwillings auf der Rakete in Zeitlupe laufen, und das Leben des Erdzwillings sähe aus der Rakete aus betrachtet aus wie ein Zeitraffer. Mit einer Rakete die weg fliegt lässt sich sowas zwar schlecht nachvollziehen, aber stellt euch einfach die Situation aus dem Film "Interstellar" vor, wo einer im Raumschiff bleibt und die anderen auf dem Planeten nahe des Schwarzen Lochs sind.

Ich verstehe nicht wo da euer Problem liegt?

Zeitdilatation und Längenkontraktion sind nachgewiesene(!) Effekte, warum versucht ihr die durch eure merkwürdige Gedanken-Konstrukte in Zweifel zu ziehen? Euch muss doch klar sein, dass der Denkfehler bei euch liegen muss.

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Aristoteles zur Stringtheorie 16 22 Nov 2017 14:24 #22855

Auch von mir ein herzliches Dankeschön an Herrn Dr. Gaßner/Josef (er ist der einzige hier im Forum, der gesiezt wird, Promibonus und verdienter Respekt, aber so sympathisch, daß man ihn einfach duzen möchte). :)

Der Beitrag hat nochmals sehr schön verdeutlicht, daß der Effekt der SRT nicht nur perspektivisch ist, sondern unser alltägliches Verständnis von Raum und Zeit schlicht in die Irre führt, weil wir gelernt haben, bestenfalls dreidimensional zu denken, obwohl man vier- oder gar höherdimensional denken können müßte, um die Zusammenhänge intuitiv begreifen zu können.

Dies wird zB auch im Zusammenhang mit der Längenkontraktion dadurch sichtbar, wenn man sich überlegt, daß aus Sicht eines Beobachters ein in Ruhe zu ihm 5 m langes Auto in eine in Ruhe zu ihm 4 m breite Garage samt aus seiner Sicht gleichzeitig vorne und hinten geschlossenen Toren passen kann, wenn er sich relativ zur Garage in Ruhe befindet und sich das Auto relativ zu ihm mit v/c>0,6 bewegt, obwohl aus Sicht des Autofahrers sein Fahrzeug deutlich länger als die Garage ist und die Tore für ihn nie gleichzeitig zu waren.

Glaube nichts, weil ein Weiser es gesagt hat. Glaube nichts, weil alle es glauben. Glaube nichts, weil es geschrieben steht. Glaube nichts, weil es als heilig gilt. Glaube nichts, weil ein anderer es glaubt. Glaube nur das, was Du selbst als wahr erkannt hast.

Buddha

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Aristoteles zur Stringtheorie 16 22 Nov 2017 14:28 #22856

Jo für genau 0,000000002 Sekunden ist das korrekt, dann ist er durch die Garage durch.

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Aristoteles zur Stringtheorie 16 22 Nov 2017 14:35 #22861

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Heinz Jürgen schrieb: (er ist der einzige hier im Forum, der gesiezt wird, Promibonus und verdienter Respekt, aber so sympathisch, daß man ihn einfach duzen möchte). :)

Nachdem ich hier im Forum so ziemlich der älteste bin, mache ich den Vorschlag, wir fragen gar nicht lange und sagen zu ihm einfach du. Zusammen sind wir stark. Er wird uns schon nicht alle zusammen aus dem Forum werfen ;)

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Aristoteles zur Stringtheorie 16 22 Nov 2017 14:40 #22864

Madouc99 schrieb: Euch muss doch klar sein, dass der Denkfehler bei euch liegen muss.

Klar liegt der Denkfehler bei uns. Wir wollen ihn nur verständlich nachgewiesen haben. Also nochmal: Ohne Umkehr von Rakete 1 gibt es nur zwei völlig gleichberechtigte sich gleichmässig bewegende Inertialsysteme: Erde und Rakete 1. Trotzdem tritt das Zwillingsparadoxon auf. Warum?

PS: Wer nichts in Zweifel zieht, der wird den Dingen nie vollständig auf den Grund gehen können.

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Aristoteles zur Stringtheorie 16 22 Nov 2017 14:41 #22865

Michael D. schrieb:

Ferragus schrieb: Was B beim "Abfotografieren" misst (sieht) ist das, was man durch entsprechende Lorentztransformation berechnen kann.

Da braucht man nichts berechnen. Gemäss Video fliegen sie so dicht aneinander vorbei, dass das Foto instantan den Uhrenstand bestimmt.


Ich habe nicht gesagt, dass B etwas berechnen muss, sondern dass er genau das sieht, was man berechnen kann. Ansonsten stimme ich Madouc99 zu - ein bisschen Eigenarbeit kann man doch erwarten.

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Aristoteles zur Stringtheorie 16 22 Nov 2017 14:44 #22866

Ich bitte um Aufklärung des vermeintlichen "Problems".

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Aristoteles zur Stringtheorie 16 22 Nov 2017 14:51 #22868

Michael D. schrieb: 1. Trotzdem tritt das Zwillingsparadoxon auf. Warum?


Weil die sich Rakete relativ zur Erde mit einem Bruchteil von c bewegt . Tatsächlich bewegt sich einfach alles relativ zur Erde mit einem Bruchteil von c und tatsächlich verläuft die Zeit überall anders. Mal für Menschen wahrnehmbar mal nicht. Das Zwilingsparadoxon ist doch nur eine Parabel, um die Zeitdilatation in für Menschen begreifbare Dimensionen anzuheben.

Das hat noch viel unglaublichere Konsequenzen als das Zwillingsparadoxon, das geht soweit, dass man den gesamten Realitätsbegriff in Zweifel ziehen muss wenn man mit menschlichen Maßstäben denkt.

Ich versuch mal die Videos dazu rauszukramen die ich dazu kenne. Geht erst von zu Hause aus.

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Aristoteles zur Stringtheorie 16 22 Nov 2017 15:02 #22870

Madouc99 schrieb:

Michael D. schrieb: Trotzdem tritt das Zwillingsparadoxon auf. Warum?

Weil die sich Rakete relativ zur Erde mit einem Bruchteil von c bewegt.

Und die Erde bewegt sich relativ zur Rakete gleichermassen mit einem Bruchteil von c. Gleichberechtigte Inertialsysteme. Es dürfte also kein Zwillingsparadoxon geben.

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Aristoteles zur Stringtheorie 16 22 Nov 2017 15:03 #22871

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Michael D. schrieb: Mal wieder eine sehr anschauliche Erklärung von Hr. Gassner.

Ein Problem hab ich aber noch:

Wenn man das Gedankenexperiment insofern abwandelt, als man sich den Effekt des Umkehrpunktes schenkt und damit keinen Symmetriebruch erzeugt. Dass nämlich das zweite Raumschiff am Umkehrpunkt den Uhrenstand des ersten fotografiert, d.h. den Uhrenstand des ersten Raumschiffes am Umkehrpunkt unverändert mit nach Hause nimmt und dann mit dem Lorentz-rückgerechneten Stand des Umkehrzeitpunktes (man kennt ja die Geschwindigkeit der ersten Rakete) auf der Erde vergleicht, dann müssten eigentlich beide Uhren das gleiche anzeigen, weil keines der beiden Inertialsysteme bevorzugt sein darf. Das tun sie aber gemäss Minkowski-Diagramm nicht. Oder täusche ich mich da?


Ok, mal langsam, und mit konkreten Zahlen. Am Umkehrpunkt steht auf der Uhr der ersten Rakete "4 Jahre".

Die zweite Rakete nimmt das Foto nun mit nach Hause. Sie kommt damit nach 4 Jahren Eigenzeit bzw. 10 Jahre nach Start der ersten Rakete auf der Erde an.

DANN erst kann der von dir angesprochene Uhrenvergleich stattfinden. Und dabei stellt sich die Frage: Was genau meinst du mit dem "Lorentz-rückgerechneten Stand des Umkehrzeitpunkts"? Mit welchem Uhrenstand (Zeitpunkt, Ort, und Relativgeschwindigkeit der Uhr gegenüber den Objekten Erde, Rakete 1, Rakete 2?) soll das Foto am Ende der Reise verglichen werden?

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Aristoteles zur Stringtheorie 16 22 Nov 2017 15:08 #22872

hi

Michael D. schrieb: Klar liegt der Denkfehler bei uns. Wir wollen ihn nur verständlich nachgewiesen haben. Also nochmal: Ohne Umkehr von Rakete 1 gibt es nur zwei völlig gleichberechtigte sich gleichmässig bewegende Inertialsysteme: Erde und Rakete 1. Trotzdem tritt das Zwillingsparadoxon auf. Warum?


Also begriffen hab ich es auch noch nicht, aber
ich bring jetzt mal die "Relativität der Gleichzeitigkeit" ins Spiel
(Hatten wir das schon ? :) )

Liegt das vielleicht daran: wenn es heisst
"Die Relativität der Gleichzeitigkeit besagt somit, dass an unterschiedlichen Orten stattfindende Ereignisse, die in einem Inertialsystem gleichzeitig sind, aus Sicht eines relativ dazu bewegten Inertialsystems nicht gleichzeitig sind. Wichtig dabei ist, dass die Messungen in allen Inertialsystemen am Ort der Ereignisse durchgeführt wurden – es ist somit klar, dass die Relativität der Gleichzeitigkeit nichts mit rein optischen Effekten bzw. Täuschungen zu tun hat."
aus de.wikipedia.org/wiki/Relativit%C3%A4t_der_Gleichzeitigkeit

Grüße

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