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THEMA: Gedankenexperiment und Logik

Gedankenexperiment und Logik 13 Apr 2018 00:34 #30943

Hallo, ich bin neu hier und muss als interessierter Nicht-Physiker einfach ein paar Gedanken los werden, die mir Schlafmangel bereiten :D. Vielleicht kann mir jemand den richtigen Gedankenstoß zu 3 Problemen geben.
Problem 1: Der Gammafaktor beschreibt einersetz die Zeitverzerrung, andererseitz die Längenkontraktion. Wenn ich die v auf c setze ist dies nicht lösbar-sprich die Zeit bleibt zB für ein Photon stehen. Dies müsste bedeuten, dass aus der Sicht des Photon der Raum maximal(unendlich) gekrümmt ist. Also wäre das Photon an allen Stellen seiner Flugbahn gleichzeitig. Heißt es wäre unendlich schnell-was das Gegenteil der Kernaussage ist.
2. Problem: ich habe damit verucht das Ergebnis des Äther-Experiment nachzurechnen und nachzuvollziehen. Dies scheint mir damit nicht möglich(zumindest bekomme ich es nicht hin). Würde ich zB annehmen, dass sich die Erde (als Beispiel) mit halber c bewegt würde Licht eigentlich die doppelte Zeit für Strecke X in Erdbahn-Richtung benötigen. Um die Messergebnisse zu erklären müsste sich der Raum um die Hälfte 'verkleinern' um zu erklären, dass beide Lichtstrahlen zur selben Zeit zurück kommen. Der Lorenzfaktor ist natürlich bei 150mio m/s viel kleiner.
3. Problem: welcher Körper ruht? In Flugzeugen vergeht die Zeit nach Experiment langsamer. Doch die ganze Erde kreist um die Sonne. Was sind schon 800kmh vom Flugzeug gegenüber den 100.000kmh der Erde um die Sonne. Unser Galaxiearm dreht sich auch, und unsere Galaxie selbst bewegt sich nochmals. Im Bezug darauf bewegt sich das Flugzeug fast genauso wie wir am Boden. (Zumal hier die Gravitation höher ist und die Zeit auch langsamer vergeht als oben im Flieger). Sollte man dies überhaubt im Bezug auf das Universum betrachten? Was ist, wenn ein Flugzeug der Erdbewegung entgegengesetzt fliegt? Dann müsste die Zeit auf der Erde langsamer gehen, da sich das Flugzeug im Bezug auf das Sonnensystem mit 800kmh langsamer bewegt als die Erde. Ich hoffe vielleicht kann mir hier jemand die richtige Idee davon geben. Ich wär euch dankbar!!

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Gedankenexperiment und Logik 13 Apr 2018 00:41 #30944

1. Der Trick ist, dass für massebehaftete Materie v nie c werden kann und damit geht der Faktor gegen Unendlich solange sich v an c annähert. Tatsächlich hat nach Feynmann das Photon eine "Amplitude" (=Wahrscheinlichkeit) an jeder Stelle seiner Wellenfunktion als Teilchen gemessen zu werden. Also ja es kann überall sein.

2. Lies nochmal auf Wikipedia den Aufbau eines Interferometers nach und über das Michelson-Morley-Experiment

3. Die Relativitätstheorie heißt glaube ich so weil es um Bewegungen von Bezugssystemen relativ zueinander geht.

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Gedankenexperiment und Logik 13 Apr 2018 13:43 #30972

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zu 1) Ja das ist ein Problem, das ist so ein Grenzfall der nicht wirklich Sinn ergibt.
zu 2) Hast dich vielleicht verrechnet? Raum und Zeit verändern sich beide, und du musst die Zwei-Wege-Lichtgeschwindigkeit berechnen.
zu 3) Genau das ist beim Hafele-Keating-Experiment gemacht worden.
Eine Uhr ging schneller, die andere langsamer (eigentl. warens 2 je Flugzeug).
Im rotierenden Bezugssystem Erde, kannst du in die Vergangenheit und in die Zukunft reisen.

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Gedankenexperiment und Logik 13 Apr 2018 15:40 #30988

sebp schrieb: Im rotierenden Bezugssystem Erde, kannst du in die Vergangenheit und in die Zukunft reisen.


Unterschiedliche Eigenzeiten sind keine Zeitreise . Oh man

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Gedankenexperiment und Logik 13 Apr 2018 15:52 #30991

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Unterschiedliche Eigenzeiten sind keine Zeitreise.

Jein, kann man so sehen. Hätte ich aber besser erklären müssen, hast recht.

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Gedankenexperiment und Logik 14 Apr 2018 15:04 #31086

@Tim Tim
Ich antworte mal auf Frage 3, die ist die wichtigste:

Die Lösung ist ganz einfach: Jeder sieht sich selbst in Ruhe und man kann nur die Relativgeschwindigkeiten zu anderen messen. Kein System ist besser oder schlechter.
Beispiel Zug:
Der Beobachter im Zug sieht sein eigenes System (den Zug) im Ruhe und den Bahnhof bewegt, der auf dem Bahnhof betrachtet diesen in Ruhe und den Zug bewegt (Relativitätsprinzip, seit Galilei bekannt, die Systeme heißen Inertialsysteme).

Erst wenn du dies verstanden hast könne wir weitermachen. Frag ruhig wenn etwas unklar ist.

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Gedankenexperiment und Logik 17 Apr 2018 19:24 #31266

Hallo Manfred67, danke für die Antwort. Soweit so gut. Habe ich soweit verstanden. Dies würde jefoch bedeuten: wenn ich im Zug sitze(für mich ruhendes Initialsystem) und sich der Bahnsteig draußen bewegt müsste für mich betrachtet die Uhr draußen am Bahnsteig langsamer gehen. Der draußen steht würde das Gegenteil behaupten... macht ja kein Sinn. Wie ist es korrekt? Vielen Dank!

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Gedankenexperiment und Logik 17 Apr 2018 20:15 #31268

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... macht ja kein Sinn. Wie ist es korrekt?

Ja, es macht keinen Sinn, aber das ist die Aussage der Theorie.

Nicht wenige halten diese Theorie für Unsinn, ich auch.
Wirklich experimentell bestätigt wurde die Relativität meines Wissens noch nicht.

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Gedankenexperiment und Logik 17 Apr 2018 20:53 #31275

'Schuld' an diesem für Einsteiger vermeintlich unauflöslichen Widerspruch ist die 'griffige' aber verkürzte Formulierung Bewegte_Uhren_gehen_langsamer.
Eigentlich müsste es heißen: EINE_(EINZIGE)_UHR_eines_Inertialsystems_geht_bei_einem_Vergleich_mit_MEHREREN_UHREN_eines_anderen_Inertialsystems_langsamer.

Wenn also im Beispiel Zug die Bahnhofsvorsteher der verschiedenen Bahnhöfe A,B,C ... jeweils die Uhr (die EINE) des Lokführers ablesen, werden sie feststellen, dass dessen Uhr langsamer geht, umgekehrt sieht der Lokführer natürlich (da ja ebenso sozusagen Auge in Auge mit den verschiedenen Bahnhofsuhren), dass dies Bahnhofsuhren (MEHRERE VERSCHIEDENE) Uhren schneller gehen ... insofern kein Widerspruch.

WENN man nun auf die Gleichwertigkeit beider Inertialsysteme abfährt (d.h. auch die Insassen des Zuges können sich als ruhend betrachten), DANN muss man auch entsprechend die Messungen gleichwertig, d.h. symmetrisch durchführen. D.h. DANN muss man sich einen laaangen Zug vorstellen, und die EINE Uhr z.B. von Bahnhof A mit den MEHREREN Uhren der viiielen jeweils durchfahrenden Wagons vergleichen.
Dann wird man (wiederum übereinstimmend) feststellen können, dass die EINE Uhr des Bahnhofs A langsamer geht als die VIELEN Uhren des Zuges.

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Gedankenexperiment und Logik 17 Apr 2018 22:03 #31285

Ja, die Uhren gehen scheinbar für den jeweils anderen langsamer .
Aber abgerechnet wird erst, wenn beide Inertialsyteme wieder zusammen kommen.
Dann erst ist ein Uhrenvergleich sinnvoll.
Langsamer wird die Zeit tatsächlich bei dem vergangen sein, der während der Trennung den größeren Beschleunigungen ausgesetzt war.
Also wer von der Geodäte (unbeschleunigte Bewegung) in der Raumzeit am meisten abgewichen ist.

Es gibt keine gemeinsame Raumzeit für verschiedene Körper.

Nur, das wenn Körper sich mit genau gleicher Geschwindigkeit (also in Ruhe) zu einander bewegen, die Zeit gleich schnell vergeht.
Wenn aber ein Körper beschleunigt, um den anderen direkt zu besuchen, wird für diesen Körper die Zeit beim Uhrenvergleich langsamer vergangen sein.
Hätte der andere Körper diese Beschleunigung durchgeführt, wäre für diesen die Zeit langsamer vergangen.
Für ein dritten oder vierten in der Geschwindigkeit von den obegenannten Körpern abweichend, wäre das schon wieder ganz anders.


Außerdem wird oft vergessen, dass materielle Körper von alleine niemals ihre Geodäte verlassen.
Es muss ihnen Energie zugeführt werden.
Aber wenn das geschieht, dann treten die relativistischen Effekte auf.

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Gedankenexperiment und Logik 17 Apr 2018 23:35 #31291

@Verena Meier: das macht es fast noch schlimmer ;D. Zeigt aber dass ich nicht falsch gedacht habe sondern einfach noch viel zu wenig Infos darüber habe. Ich schau mal ob ich speziell dazu noch ein gutes Buch finde!
@Brooder: so macht es mehr Sinn - vielen Dank! Jetzt muss ich nur in den Kopf bekommen wieso nach dieser, für mich neuen Denkweise, ein Myon für uns gesehen länger lebt, da es nun in seinem eigenen System ruht und sich geradlinig bewegt und keine Uhren direkt verglichen werden. Wie gesagt ich glaub ich schaue, ob ich etwas finde um richtig detailiert hier einzusteigen. Danke!
@Madouc99: zum 2. Problem war die Idee zum Klassiker Wikipedie(Michelson/Morley-Experiment) eine gute Idee. Ich werd es nochmal alles nachrechnen. Vielleicht komm ich auch irgendwann noch dahinter dass bei v=c -das heißt Gammafaktor nicht lösbar: die Zeit soll stehen bleiben aber der Raum ist nicht unendlich gekrümmt.
Danke an alle!

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Gedankenexperiment und Logik 17 Apr 2018 23:53 #31294

Hallo Tim Tim,
zu deiner Frage mit den Myonen,

hier in diesem Gaßner-Video ab Minute 3

urknall-weltall-leben.de/component/k2/it...josef-m-gassner.html

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Gedankenexperiment und Logik 17 Apr 2018 23:54 #31295

Kurze Ergänzung noch zu dem was Brooder gesagt hat:
Es kommt zB für das sogenannte Zwillingsparadoxon nicht einmal auf Kräfte oder Beschleunigungen an, sondern alleine der Wechsel des Inertialsystems ist für die unterschiedliche Lebenszeit der Zwillinge verantwortlich.

Beispiel:
Nimm drei Uhren A B und C.
A und B sind am ersten Punkt synchron. A und B entfernen sich nun voneinander jeweils gleichförmig. B trifft nun auf C, welche auch auf Kollisionskurs mit A ist. Beim Treffen B und C überträgt B seine Zeit auf C, so daß sie nun synchron sind. Trifft später C auf A hätte man vor Einstein gedacht, A und C seien auch synchron. Das stimmt aber nicht, A weist deutlich mehr vergangene Zeit auf als C.
Hier wurde nichts beschleunigt, aber beim Treffen von B und C das Inertialsystem gewechselt.

Glaube nichts, weil ein Weiser es gesagt hat. Glaube nichts, weil alle es glauben. Glaube nichts, weil es geschrieben steht. Glaube nichts, weil es als heilig gilt. Glaube nichts, weil ein anderer es glaubt. Glaube nur das, was Du selbst als wahr erkannt hast.

Buddha

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Gedankenexperiment und Logik 18 Apr 2018 00:50 #31299

Hallo Heinz Jürgen,

dein Beispiel ist vielleicht zu Beginn etwas zu viel für Tim Tim,

aber eine kleine Ergänzung oder Frage Betreff der Beschleuningung. ( wenn ich es richtig verstanden habe)
ganz ohe Änderung von Beschleunigung geht es nicht.

Der Uhrenvergleich bringt ja erst etwas, wenn die Inertialsyteme beieinander und sich in Ruhe zueinander befinden.

Wenn B und C aufeinander treffen, müssten sie kollidieren und dann ein gemeinsames Inertialsytem bilden, damit die Zeit wirklich syncron ist
Dann änderte sich aber die Geschwindigkeit von B und C ( also Beschleunigung)

Oder meinst du B bremst bzw. beschleunigt um bei C zur Ruhe zu kommen ?

Oder meinst du gravitative Einflüsse beim Vorbeiflug von B an C ?

Möglicherweise hab ich dein Beispiel aber auch falsch verstanden.

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Gedankenexperiment und Logik 18 Apr 2018 08:56 #31308

Zu 3)
Ich fasse einige Punkte des Hafele Keating Experiments mal so zusammen:
Der Mittelpunkt der Erde ist der Bezugspunkt.
Die Oberfläche der Erde bewegt sich relativ zum Mittelpunkt (Rotation)
Die Flugzeuge bewegen sich relativ zum Mittelpunkt, das eine etwas schneller als die Oberfläche der Erde, das andere etwas langsamer.
Die Differenz macht sich im SRT Anteil der Meßergebnisse bemerkbar.

Die Bewegung der Erde um die Sonne spielt dabei überhaupt keine Rolle das sich das gesammte System Erde-Flugzeuge in gleicher Weise um die Sonne bewegen.

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Gedankenexperiment und Logik 18 Apr 2018 09:05 #31309

@TimTim
Stimmt, die Situation beim Zug ist symmetrisch.
Der Beobachter im Zug sieht die Uhr am Bahnhof langsamer gehen als seine eigene, der Beobachter am Bahnhof sieht die Uhr im Zug langsamer gehen als seine eigene. Zusätzlich treten noch Längenkontraktion, Relativität der Gleichzeitigkeit usw auf.

der Raum ist nicht unendlich gekrümmt

Achtung, Raumkrümmung kommt erst mit der Allgemeinen Relativitätstheorie, vermisch das nicht.

Vielleicht komm ich auch irgendwann noch dahinter dass bei v=c -das heißt Gammafaktor nicht lösbar

Dann ist der Grenzwert unendlich. Von uns betrachtet vergeht für das Photon keine Zeit (Zeitdilatation unendlich), aus der Sicht des Photons legt es keine Strecke zurück (Längenkontraktion unendlich).

Myon: Aus der Erde-Sicht vergeht die Zeit des Myons langsamer darum kann es weiter fliegen = Zeitdilatation (und es wird in Bewegungsrichtung gestaucht = Längenkontraktion). Aus der Sicht des Myons verkürzt sich die Strecke darum kann es weiter fliegen = Längenkontraktion (und die Erdezeit vergeht langsamer = Zeitdilatation).

Zum Äther-Experiment (ich denke du meinst Michelson-Morley): Lokal betrachtet tritt keine Längenkontraktion auf weil keine Relativgeschwindigkeit. Von einem anderem System betrachtet (mit Relativgeschwindigkeit zum Testsystem) tritt Längenkontraktion in Bewegungsrichtung auf die die Verlangsamung der Lichtlaufzeit in Bewegungsrichtung aufhebt. Ach die Lichtlaufzeit rechtwinkelig zur Bewegungsrichtung verlangsamt sich = Zeitdilatation -> Beide sind sich über das Ergebnis der Versuchs einig.

Ich kann dir zum Thema zwei Videoreihen empfehlen:
SRT auf Einstein-Art erklärt:
https://www.youtube.com/watch?v=toGH5BdgRZ4
SRT auf Minkowski-Art erklärt (mehr Mathematik aber schöner):
https://www.youtube.com/watch?v=BAurgxtOdxY

Bei Fragen einfach melden.

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Gedankenexperiment und Logik 18 Apr 2018 18:54 #31325

@Broder, Du kannst das A B C Uhren Experiment ohne Beschleunigung durchführen. Ja, dann hast Du eine kleine Unsicherheit bei der Synchronisierung, weil die Objekte sich nicht 100% treffen, sondern knapp aneinander vorbeifliegen und die Information quasi einen kurzen Moment unterwegs ist und verarbeitet wird. Dieser minimale Verlusteffekt erklärt dann aber nicht die je nach Geschwindigkeit und Strecke enorme Zeitabweichung.

Also sagen wir zB die Synchronisierung dauert eine Sekunde, die Abweichung beträgt aber 1 Jahr.

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Gedankenexperiment und Logik 18 Apr 2018 22:18 #31339

@ Heinz Jürgen.

hab denke ich habe verstanden, wie du es meinst.
B übermittelt C nur die Zeit welch in B gerade angezeigt wird als Signal.
C fliegt dann mit dieser neuen Startzeit weiter und trifft dann auf A .



ja , die Zeit wird dann beim Vergleich zwischen A und C abweichen.
denn C hat ja nicht dieselben synchronen Beschleunigungen wie A und B durchgemacht, nachdem in A u. B beim Start der Reise die Zeit synchronisiert wurde.
A und B werden aber weiterhin die gleiche Zeit anzeigen (wenn sie sich bei ihrer Synchronisation in Ruhe zueinander befunden haben), solange ihre Beschleunigungsänderungen immer genau gleich ablaufen.
So könnten sie selbst nach sehr weiten interstellaren Reisen bei der Rückkehr an einem vorher vereinbarten Treffpunkt gleich schnell gealtert sein.

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Gedankenexperiment und Logik 18 Apr 2018 23:30 #31342

Nachtrag:
hab bei meiner Erklärung oben wieder Beschleunigungen mit ins Spiel gebracht.
drumm zur Ergänzumg.
wenn A und B auch nur im Vorbeiflug synchronisiert wurden und sich dann gleichförmig ohne Beschleunigungsänderungen weiterbewegen, weicht die Zeit beim Treffpunkt A und C natürlich auch ab.
nur A und B treffen sich natürlich nie wieder um ihre Zeit nochmals vergleichen zu können.
Alle drei sind dann ganz verschiedene Inertialsysteme

Manchmal muss mann wirklich genau lesen ;)

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Gedankenexperiment und Logik 18 Apr 2018 23:36 #31343

@Broder, nochmals, keine der Uhren wird hier beschleunigt, auch A und B nicht

Ich will das ABC Beispiel nochmals so schildern, daß klar wird, daß überhaupt keine Beschleunigung/Bremsung oder Drehung oder sonstige Kräfte wirken:

Wir haben drei Raumzeitpunkte R1, R2 und R3, diese sind in Bezug auf den Raum keine Punkte, sondern ganz kleine Kugeln mit sagen wir 5 cm Durchmesser und von mir aus 1 Sekunde Zeitdurchmesser. Wir haben drei bauartgleiche Uhren/Computer mit Zeitzählfunktion und Sende-/Empfangseinrichtung, nennen wir sie A B und C.

A bewegt sich nun auf einer Bahn, die sie durch R1 und R3 führt. A bewegt sich vorher und nachher stets gleichförmig (keine Beschleunigung, Krafteinwirkung irgendwo, A hat gar keinen Antrieb). B bewegt sich ebenso stets vorher und nachher gleichförmig durch R1 und R2 (keine Beschleunigung, Krafteinwirkung irgendwo, B hat gar keinen Antrieb). C bewegt sich stets vorher und nachher stets gleichförmig durch R2 und R3 (keine Beschleunigung, Krafteinwirkung irgendwo, C hat gar keinen Antrieb).
Bei den Begegnungen sind die Uhren mindestens 1 cm und logischerweise maximal 10 cm voneinander entfernt. Keine Kollision. Aber in R1 sendet A ein Signal an B, womit A bei Absendung und B beim Empfang die Uhr jeweils auf Null stellen. Die Abweichung der beiden Uhren liegt folglich im Bereich von rund einer Sekunde maximal.

Im Punkt R2 sendet B seine aktuelle Zeit an C, welche von C übernommen wird. Auch hier liegen die Abweichungen bestenfalls bei einer Sekunde.

Ohne SRT sollten A und C im Punkt R3 daher maximal zwei Sekunden Differenz aufweisen.

Jetzt kann man je nach Geschwindigkeitsdifferenz und Länge der Strecken aber die Zeitdifferenz in R3 auf Jahre, Jahrzehnte, Jahrmillionen bringen. Dies ist mit den kleinen Synchronisationsdifferenzen nicht erklärbar und hat rein gar nichts mit Beschleunigungen zu tun.

_____________________

A und B sind beim Zusammentreffen (Abweichung vom Beispiel oben!) nur dann synchron, wenn sie sich spiegelbildlich wieder aufeinander zubewegen, jeder also die gleiche Änderung/Beschleunigung an einem spiegelbildlichen Wendepunkt erfährt. Dreht nur eine der beiden Uhren um, ensteht ebenso der Effekt des Zwillingsparadoxons.

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Gedankenexperiment und Logik 18 Apr 2018 23:37 #31344

.

Brooder schrieb: nur A und B treffen sich natürlich nie wieder um ihre Zeit nochmals vergleichen zu können.

Es sein denn:
C kommt A entgegen und übernimmt die Zeit von A
D kommt B entgegen und übernimmt die Zeit von B
Wenn sich dann C und D treffen, können sie die Zeit von A und B vergleichen, obwohl sich A und B natürlich nie wieder treffen.
.

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Gedankenexperiment und Logik 18 Apr 2018 23:39 #31345

EDIT wegen Badhofers Zwischenpost nciht mehr möglich ;)

@ Booder, hatte Deinen Nachtrag nicht mehr gelesen vor Absendung, lasse aber meinen Post mal für andere stehen :)

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Gedankenexperiment und Logik 19 Apr 2018 08:51 #31352

Zum ABC Gedankenexperiment, ich hoffe ich habe eure Diskussion da rchtig verstanden:

Ok, es ist möglich das Zwillingsparadoxon ohne Beschleunigungen durchzuführen in dem man Uhren verstellt, aber echte physikalischen Vorgänge sind das nicht.

Wenn der eine Zwilling wirklich älter sein soll als der andere, also mehr Falten / graue Haare usw, dann sind Beschleunigungen notwendig, Uhrenverstellen reicht da einfach nicht.

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Gedankenexperiment und Logik 19 Apr 2018 10:10 #31353

das ABC Experiment von Heinz Jürgen soll zeigen, dass jedes Inertialsystem seine eigene Zeit hat und es keine gemeinsame Raumzeit gibt.

Sonderfall ist, dass wenn sich Inertialsysteme in Ruhe zu einander befinden, die Zeit (also physikalische Abläufe) auch gleich schnell ablaufen.

Heinz Jürgen schrieb dazu
A und B sind beim Zusammentreffen (Abweichung vom Beispiel oben!) nur dann synchron, wenn sie sich spiegelbildlich wieder aufeinander zubewegen, jeder also die gleiche Änderung/Beschleunigung an einem spiegelbildlichen Wendepunkt erfährt. Dreht nur eine der beiden Uhren um, ensteht ebenso der Effekt des Zwillingsparadoxons.

Also sind für das Zwillingsparadoxon dann doch richtige Beschleunigungen also Energiezufuhr nötig.

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Gedankenexperiment und Logik 19 Apr 2018 10:36 #31354

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Also sind für das Zwillingsparadoxon dann doch richtige Beschleunigungen also Energiezufuhr nötig.

Nee, überhaupt nicht, Brooder.
Ohnehin ist alles was Heinz Jürgen schrieb halbswegs Bomms.

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Gedankenexperiment und Logik 19 Apr 2018 11:56 #31356

@Ropp

Nee, überhaupt nicht, Brooder.

Kannst du das bitte etwas genauer beschreiben, ich war bis jetzt immer der Meinung man benötigt Beschleunigungen zum Wechsel von einem IS in ein anderes.
Aber ich lerne gerne dazu.

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Gedankenexperiment und Logik 19 Apr 2018 14:17 #31360

Zum echten Umkehren braucht man natürlich eine Beschleunigung. Aber dieser besondere Effekt (ähnlich einem Gravitationsfeld) erklärt die Zeitdifferenz nicht.

Dies erkennt man ganz leicht daran, daß die Zeitdifferenz nicht nur von den Differenzgeschwindigkeiten abhängt, sondern ganz wesentlich von den geflogenen Strecken. Die Beschleunigung am Umkehrpunkt ist aber immer gleich groß (bzw. kann gleich groß gewählt werden), egal, ob ich 1 m unterwegs war oder 1.000.000 Lichtjahre.

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Gedankenexperiment und Logik 19 Apr 2018 14:37 #31362

Hirnfurz: Kommt die Zeitdilatation nicht nur deshalb zustande weil jegliches Zeitmessgerät von uns Erdlingen in irgend einer Form misst wie eine Länge durch eine gewisse Geschwindigkeit wiederholend abgelaufen wird? (t=s/v) Und da c die maximale v im Universum ist wird bei einer Beschleunigung auch bei einer noch so minimalen immer die Länge l mit dem Lorenzfaktor angepasst. Die Natur selbst kennt keine Zeit, nur wir Menschen nutzen sie um die Dinge um uns herum zu ordnen.

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S = k log W

Gedankenexperiment und Logik 19 Apr 2018 15:56 #31368

Naja, Zeitmessung muß nicht zwingend periodisch erfolgen, siehe Sanduhr. Man könnte auch statistisch vorgehen, etwa Halbwertzeiten von radioaktiven Elementen vergleichen. Also zB beide Zwillinge haben eine identische Menge an Uran mit gleicher Strahlungsleistung beim Start neben sich (soll ja sehr gesund sein). Nach Rückkehr des Zwillings mißt man die Anzahl der verbliebenen Isotope bzw. der neuen strahlungsleistung und stellt eine Differenz fest, welche den Voraussagen der SRT entspricht.

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Gedankenexperiment und Logik 19 Apr 2018 17:00 #31370

@Madouc99

Die Natur selbst kennt keine Zeit

Die Myonen messen nichts dringen trotzdem zu weit in die Apmosphäre ein. Die Zeitdilatation / Raumkontraktion sind also keine Messartefakte sondern die Abläufe der Natur verlangsamen sich. Der eine Zwilling beim ZP hat schon graue Haare, hat mehr Atemzüge gemacht, mehr Gedanken gedacht usw als der andere.

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