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THEMA: Pamphlet gegen die Erklärung der Dunklen Energie als negativer

Pamphlet gegen die Erklärung der Dunklen Energie als negativer 14 Jun 2016 19:42 #6797

Danke Thomas, am besten zu "Fragen zum Buch, 5.1 Dunkle Energie".
Ich habe mein Buch leider ausgeliehen, so dass ich nicht überprüfen kann, ob der Beitrag dort richtig ist.
Aber ich denke schon.
Danke und beste Grüße
Denobio

Leicht beieinander wohnen die Gedanken. Doch hart im Raume stoßen sich die Sachen. Schiller, Wallenstein

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Pamphlet gegen die Erklärung der Dunklen Energie als negativer 14 Jun 2016 23:21 #6801

Nach Umheben von einer Kategorie in die andere war der Beitrag verschwunden. Zum Glück hatte ich einen Entwurf gespeichert.

@ Josef Gaßner

Nichts in der Physik widerspricht meinem physikalischen Gefühl so sehr wie die Dunkle Energie (DE). Man braucht Sie in der Friedmanngleichung, um die Dichteparameter zu 1 zu ergänzen, weil man von einem flachen Universum ausgeht. In der Beschleunigungsgleichung führt sie dann zu einer Kraft, die zur Expansion des Universums beiträgt und sie sogar beschleunigt.

Wohlgemerkt: Plausibel sind mir Inflationstheorie, die Analyse der kosmischen Hintergrundstrahlung, die Friedmanngleichungen. Alles „starke Physik“. Darüber hinaus kann ich die Voraussetzungen, die zur Friedmanngleichung führen, gut verstehen. Dazu kommt, dass es sich um eine elegante Theorie handelt.

Aber, jetzt komme ich zum Kern, ich mag die DE nicht, weil überall der erste Hauptsatz der Thermodynamik auf sie angewendet wird. Und dann rechnet man Formal für die DE einen negativen Druck aus.

So! Der Druck ist ein Skalar und wird meines Wissens nirgendwo sonst negativ. Ist denn die DE eine Innere Energie eines Thermodynamischen Systems? Welche Teilchen machen da Druck und dazu negativen? Die DE könnte ich noch schlucken, wenn man sie nicht mit negativem Druck erklären wollte. Wenn die DE real ist - , vielleicht darf man dann den ersten Hauptsatz nicht auf sie anwenden. Damit könnte ich am ehesten leben.

Sind die Messungen einer beschleunigten Expansion zwingend? Zeigt die Analyse der Kosmischen Hintergrundstrahlung sonst noch eine Evidenz für die DE außer dem Argument „Flachheit“, die sich aus der Lage des ersten akustischen Peaks ergibt?

Ich muss gestehen, das ganze LambdaCDM-Model ist ziemlich plausibel und hat Überzeugungskraft.

Nur im Fall der DE will ich meine gute alte Thermodynamik nicht vergewaltigt sehen, indem mit ihrer Hilfe ein negativer Druck ausgerechnet wird. Dieser negative Druck erklärt mir im Grunde gar nichts.

Es geht wohl eine große Suggestivkraft aus vom Einsteinschen Lambdaterm. Im Grunde passt alles großartig. Der erste Hauptsatz erklärt die DE als negativen Druck. Muss ja das Universum auseinander treiben, wenn ein positiver Druck gravitativ wirkt. Passt schon. Wir glauben es alle. Nur, wer agiert da mit negativem Druck?

Beste Grüße Denobio (allergisch auf negativen Druck)

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Pamphlet gegen die Erklärung der Dunklen Energie als negativer 22 Jun 2016 19:33 #6871

Schade, dass niemand mitdiskutieren will.
Wie gesagt, Dunkle Energie, die einen negativen Druck hat, bringt mein Bauchgefühl gegen sich auf. Ich müsste wissen, ob in der theoretischen Physik eine ähnliche Konstellation sonst noch vorkommt. Da ist mein Horizont noch zu klein.

Wenn die Supernovae 1a als Standardkerzen zu schlecht sind, gibt es vielleicht keine beschleunigte Ausdehnung des Universums.
Aber wie erklären wir dann die gemessene Flachheit? Die Friedmann-Gleichungen sind zu schön, um falsch zu sein.

Ich finde das alles sehr beunruhigend.
Grüße Denobio

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Pamphlet gegen die Erklärung der Dunklen Energie als negativer 22 Jun 2016 20:40 #6872

Denobio schrieb: Schade, dass niemand mitdiskutieren will.


Würde ich ja gerne, das Thema ist sehr interessant. Nur fürchte ich, dass ich Dir weder fundiert widersprechen noch zustimmen kann.

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Pamphlet gegen die Erklärung der Dunklen Energie als negativer 24 Jun 2016 02:08 #6891

Denobio schrieb: Schade, dass niemand mitdiskutieren will.

Ich bin erst bei Kapitel 3.2.4., weis daher noch nicht was die Herren Lesch und Gaßner dazu sagen.

Für mich ist das Konzept der dunklen Energie nichts neues, ich hatte schon lange die Vorstellung die andauernde Expansion des Universum resultiere NICHT aus einem Anfangsimpuls beim Urknall sondern sei eine Eigenschaft des Vakuum neuen Raum zu erzeugen.
Irgendwie belegen kann ich das nicht, es ist nur ein "Bauchgefühl" das Quantenfluktuationen dies können. (Ähnlich wie die die zum Urknall führte aber um viele viele Größenordnungen kleiner^^)
Als später der Begriff "Dunkle Energie" durch die Medien geisterte fand ich meine Vorstellung darüber bestätigt.

Eine Beschleunigung der Expansion erscheint mir nur insofern plausibel als natürlich mehr Raum auch mehr Fluktuationen hervorbringt, ich würde da einen linearen Zusammenhang vermuten. AndererseitsZusätzlich bewirken größere räumliche Abstände zwischen Galaxien und Galaxienhaufen auch einen geringeren Einfluß der (bremsenden) Gravitation, was eine gewisse Beschleunigung ebenfalls plausibel macht.
Was ich allerdings überhaupt nicht nachvollziehen kann ist die These das Dunkle Energie immer stärker wird und letztlich zum (inneren) zerreißen des Universums führen soll, zum Auflösen selbst der kleinsten Atomaren und subatomaren Strukturen. Denn der Raum zwischen den Strukturen wird nicht mehr also gibts in diesem Maßstab auch kein mehr an Dunkler Energie.

Wie gesagt, alles nur Spinnerei aber passt für mich gut zusammen^^
Die Experimente werden (vielleicht) zeigen was wirklich ist.

Gruß
Merilix

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assume good faith

Pamphlet gegen die Erklärung der Dunklen Energie als negativer 24 Jun 2016 11:23 #6896

Merilix, kennst du noch von einer anderen Ecke der theoretischen Physik eine ähnliche Situation wo ein negativer Druck auftritt.
Beste Grüße Denobio

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Pamphlet gegen die Erklärung der Dunklen Energie als negativer 10 Aug 2016 12:14 #7542

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Hallo allseits,

auch ohne ein besonders inniges Verhältnis zum ersten Hauptsatz der Thermodynamik zu haben, unterzeichne ich das Pamphlet gerne.
Ein kleiner Versuch, das Ausmaß der allgemeinen Unwissenheit zu plakatieren:
Um die Beschleunigung der Expansion des Universums bzw. seine Gestalt erklären zu können, macht man scheppernde 96% der Energie und Materie zu einer Unbekannten und dichtet diesem großzügig selbst geschnitzten Puzzleteil zusätzlich befremdliche Eigenschaften wie negativen Druck an.
Sollte es also passen mit der Relativitätstheorie, dem Omega-1-Universum und den Friedmann-Gleichungen - so schön das auch wäre, in Anbetracht eines als flach im Mikrowellenhintergrund vermessenen Universums -, haben wir in jenem Bereich, in dem wir die letzten 50 bis 70 Jahre die großen Erfolge der Forschung gesehen haben, nur 4% kapiert.
Also: Weiter gute Berufsperspektiven für Teilchenphysiker!

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Pamphlet gegen die Erklärung der Dunklen Energie als negativer 10 Aug 2016 12:38 #7543

Vielleicht kommt es nur auf den Blickwinkel an?
Vielleicht ist die Geometrie der gekrümmten Raum-Zeit nicht so,
wie sie sich von unserem Blickwinkel aus gesehen darstellt?
www.facebook.com/unnutzeswissen/videos/10154402181923205/

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Pamphlet gegen die Erklärung der Dunklen Energie als negativer 29 Aug 2016 18:39 #8034

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Im Septemberheft von Spektrum der Wissenschaft (ich glaube, es ist eine Art Sonderheft, hatte es heute in unserer techn. Bibliothek in der Hand) geht es in einem relativ kurz und übersichtlich gehaltenen Artikel um DE (Autoren A. Riess und M. Livio).
Mit genaueren künftigen Messungen will man der Sache näher kommen. Ich habe das Buch von Gaßner nicht gelesen, weiß also nicht, ob das Folgende für euch neu ist.

Folgende Szenarien seien denkbar, die es auszuloten gilt:
1) Wenn die Vakuumenergie (der leere Raum enthält eine eigene Energie) die Ursache ist, dann müsste der w-Parameter (Verhältnis von Druck, den die DE ausübt, zu ihrer Dichte, also wieviel von ihr in einem definierten Volumen des Kosmos steckt) konstant bei -1 sein. Somit hätten wir ein Kosmologische Konstante, die den Namen verdient. Die folge wäre eine ewige beschleunigte Expansion, weil die Gravitation der immer weiter verteilen gleichen Massen im All immer weniger Widerstand leisten könnte.
2) Falls die DE von einem Kraftfeld herrührt, das den Kosmos durchzieht, dann wären w-Parameter auch größer oder kleiner -1 denkbar, die noch dazu über die Zeit schwanken können. Das All beschleunigt oder bremst auch wieder. Die Extremfälle für das künftige Schicksal wären der Big Rip oder der Big Crunch.
3) Eine dritte, aber eher weniger favorisierte Möglichkeit: Die DE existiert nicht, sondern die Schwerkraft funktioniert auf extrem großen Skalen anders. Nur auf der Skala der benachbarten Galaxien gehorchen die Objekte der ART. Falls man unterschiedliche w-Parameter auf unterschiedlichen kosmischen Skalen messen wird, käme dies in Betracht.

Ausschließen könne man schon aufgrund vorliegender Beobachtungen, dass die kosmische Beschleunigung auf ungleich verteilter Materie im All auf selbst großen Skalen beruhe.
Die ungleichmäßige Verteilung der Materie wurde mal diskutiert, weil dann die längeren Lichtlaufzeiten weit entfernter Objekte (Supernovae 1a Messungen von 1998) irrtümlich als beschleunigte Expansion gedeutet würden. Das Licht käme aus Regionen mit höherer Dichte als in unserer kosmischen Umgebung und hätte aufgrund gravitativer Effekte länger laufen müssen, um auf die gemessene Rotverschiebung zu kommen.
Auch die Vorstellung einer fehlerhaften Struktur des Raumes (was immer damit gemeint sein mag!), könne man als Ursache für die beschleunigte Expansion ausschließen.

Vielleicht hat ja einer ein Abo bei Spektrum d. W, dann kann er sich den ganzen Artikel anschauen:

www.spektrum.de/magazin/brisante-dunkle-energie/1417449

Grüße Cyborg

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

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