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THEMA: Mehr Gravitation durch Gravitationslinsen

Mehr Gravitation durch Gravitationslinsen 27 Jul 2015 13:08 #577

sehr geehrter Herr Gassner

Wenn man einen Stern oder eine Galaxie wegen einer
Gravitationslinse (z.B. schwarzes Loch) 5 mal so hell sieht, bedeutet
es dann auch, dass man von diesem Stern bzw. dieser Galaxie die
5 fache Gravitation erfährt? Mit anderen Worten: Wird auch die Gravitation
durch den Linseneffekt gebündelt? Und falls ja, wie stark ist dieser Effekt?
Vielen Dank für ihre Antwort und herzliche Grüße, gravitylens101

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Mehr Gravitation durch Gravitationslinsen 27 Jul 2015 16:16 #578

Interessante Idee - wenn ich Sie richtig verstehe geht es darum ob auch ruhemasselose Gravitonen (falls sie für die gravitative Wechselwirkung verantworlich wären) über relativistische Masse verfügen, wodurch sie von Gravitationspotentialen beeinflusst würden, beispielsweise gelinst werden könnten...
Allerdings zu Ende gedacht würde das bedeuten, dass Schwarze Löcher mit ihrer maximalen Raum-Zeit-Krümmung damit keine Gravitation ausüben könnten - und das widerspricht den Beobachtungen.
Folgende Benutzer bedankten sich: gravitylens101

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Mehr Gravitation durch Gravitationslinsen 27 Jul 2015 17:09 #580

Vielen Dank für die schnelle Antwort! Das Argument verstehe ich.
Meine Überlegung ging eher in die Richtung, dass man wegen der Nichtlinearität der
Einstein-Feldgleichung ja nicht die Gravitationskraft von zwei einzelnen Objekten
addieren darf, um die Gravitationskraft für den Fall zu berechnen, dass beide
Objekte anwesend sind. Ich könnte also auch ohne Gravitonen fragen:
Wie sehr wird die Raumkrümmung eines Sterns (oder einer Galaxie) durch
ein weiteres Objekt (z.B. schwarzes Loch) auf ein drittes Testobjekt verstärkt,
wenn man nicht mit der Newtonschen Gravitation sondern der ART rechnet?
Zur Einfachheit sollen alle Objekte auf einer Linie liegen.

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Mehr Gravitation durch Gravitationslinsen 28 Jul 2015 09:38 #585

gravitylens101 schrieb: Zur Einfachheit sollen alle Objekte auf einer Linie liegen.

Tja, das mag einfach aussehen, allerdings sind wir selbst bei scheinbar einfachsten Konstellationen bei der Lösung des nichtlinearen Systems partieller Differentialgleichungen auf Näherungen angewiesen:
Entweder das Problem weist Symmetrien auf (-> Schwartzschild oder Kerr), das Feld kann als schwach angesehen werden (-> Linearisierung -> Minkowskiraum), das Feld ist schwach und die Geschwindigkeiten klein gegenüber c (-> post-Newtonsche Dynamik durch Entwicklung nach Potenzen von v/c). Bei beliebigen Geschwindigkeiten gelingt es noch, über die lineare Näherung hinaus auch höhere Grade, sog. "self-gravitation“ mit einzubeziehen. Die 2. Näherung wird
„post-linear“, die 3. Näherung „post-post-linear“ genannt. Das käme Ihrem Wunsch schon näher, aber von "der Einfachheit halber" würde ich nicht reden.
Zum Glück sind bei sehr vielen Problemen obige Näherungsbedingungen erfüllt und zumeist ist sogar die Newtonsche Betrachtung ausreichend.
Folgende Benutzer bedankten sich: gravitylens101

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Mehr Gravitation durch Gravitationslinsen 25 Dez 2015 18:36 #1803

Vielen Dank für ihre letzte Antwort-ich habe befürchtet, dass es da keine einfachen Antworten gibt. Die folgende Frage ist hoffentlich einfacher. Man stelle sich einen einen riesigen Plattenkondensator mit einem homogenen elektrischen Feld vor. Dann platziert man ein schwarzes Loch mitten zwischen den Platten. Die Feldlinien des elektrischen Feldes müssten dann doch auf den Geodäten liegen, auf denen Photonen entlangfliegen würden, oder?! Also würde man insgesamt kein homogenes, sondern nahe dem schwarzen Loch ein "gebündeltes" elektrisches Feld messen, oder?
Vielen Dank für ihre Antwort, schöne Feiertage und einen guten Rutsch!

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Mehr Gravitation durch Gravitationslinsen 26 Dez 2015 15:05 #1820

Soll das SL in Ruhe sein oder rotieren?
Grüße
Thomas

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Mehr Gravitation durch Gravitationslinsen 26 Dez 2015 16:54 #1821

Das schwarze Loch soll weder rotieren noch selber eine Ladung besitzen.
Mich interessiert wie gebundene statische elektrische Felder auf eine gekrümmte Raumzeit reagieren. Um alle dynamischen Effekte zu vernachlässigen, wurde das schwarze Loch unendlich langsam aufgebaut.

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