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THEMA: Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität

Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 24 Aug 2018 21:51 #40861

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Anscheinend ist der Quantenmechanikteil der AzS Reihe zu Ende.
Ich hatte gehofft das noch auf die Bellsche Ungleichung und auf Lokalität und Realismus etc. eingegangen wird.
Das ist doch eigentlich das wichtigste der Quantenmechnik, dieses neue Weltbild.
Deswegen dieses Thema.

Was ich nicht verstehe ist, wieso die Verletzung der Bellschen Ungleichung nun "beweist",
daß es keine verborgenen Variablen geben kann.

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Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 25 Aug 2018 11:35 #40889

Nein, die Quantenmechanik ist noch nicht zu Ende. Wir werden noch in mehrere Folgen die "10 Irrtümer der Quantenmechanik", "Bohmsche Mechanik", "Everett Viele Welten", "Verschränkung in der Zeit: Quantenradierer", "Warum fliegen Photonen geradeaus?" und "Pfadintegralformalismus - Doppelspalt reloaded" sehen...
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Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 25 Aug 2018 18:37 #40930

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Hört sich gut an,
aber vielleicht können wir ja trotzdem schon mal drüber reden.

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Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 27 Aug 2018 17:22 #41073

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Ich frage mal anders:

Was muss ich wissen, was muss ich verstanden haben, welche Deutung der Quantenmechanik brauche ich,
um die logische Schlussfolgerung nachvollziehen zu können, welche zu der Erkenntnis führt,
daß die Quantenphysik nicht-klassisch ist?

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Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 27 Aug 2018 17:50 #41078

Dazu reicht die klassische Kopenhagener Deutung.

Allerdings ist das Thema sehr komplex, so dass man das nicht kurz in wenigen Zeilen darstellen kann.

Schau mal am besten hier: de.wikipedia.org/wiki/Bellsche_Ungleichung und schreib, an welchen Stellen Du Probleme hast.

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Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 01 Sep 2018 12:43 #41410

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Dazu reicht die klassische Kopenhagener Deutung.

Laut Wikipedia widerlegt die Verletzung der Bellschen Ungleichung jede lokal realistische Theorie.
Man geht also von einer lokalen und realistischen Theorie/Wirklichkeit aus.
Und man nimmt die Quantenmechanik als das was sie ist, eine mathematische Beschreibung.

Die Kopenhagener Deutung wird also höchstens durch die Verletzung der Bellschen Ungleichung bestätigt,
wenn man einer gewissen Logik folgt, die ich hier in diesem Thema untersuchen will.
Sie ist doch nicht Voraussetzung?

Ich versuche gerade das Polarisationsexperiment zu verstehen und ich frage mich woher hier
de.wikipedia.org/wiki/Bellsche_Ungleichu...r_klassischen_Physik
das "c" herkommt.
Es gibt leider kein Bild vom Aufbau.

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Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 01 Sep 2018 14:25 #41416

sebp schrieb: Ich versuche gerade das Polarisationsexperiment zu verstehen und ich frage mich woher hier
de.wikipedia.org/wiki/Bellsche_Ungleichu...r_klassischen_Physik
das "c" herkommt.
Es gibt leider kein Bild vom Aufbau.


Soweit ich es verstehe, läuft das Photon zunächst durch einen Polarisationsfilter b und anschließend durch einen Polarisationsfilter c, die in verschiedene Richtungen zeigen.

sebp schrieb:

Dazu reicht die klassische Kopenhagener Deutung.

Laut Wikipedia widerlegt die Verletzung der Bellschen Ungleichung jede lokal realistische Theorie.
Man geht also von einer lokalen und realistischen Theorie/Wirklichkeit aus.
Und man nimmt die Quantenmechanik als das was sie ist, eine mathematische Beschreibung.

Die Kopenhagener Deutung wird also höchstens durch die Verletzung der Bellschen Ungleichung bestätigt,
wenn man einer gewissen Logik folgt, die ich hier in diesem Thema untersuchen will.
Sie ist doch nicht Voraussetzung?


Laut Wikipedia widerlegt die Verletzung der Bellschen Ungleichung jede lokal realistische Theorie. Das heißt, es kann keine lokal realistische Theorie geben, die die entsprechenden Messergebnisse erklären / beschreiben kann.

Die Quantenmechanik (und damit auch die Kopenhagener Deutung) wird durch die Messergebnisse bestätigt, die genau ihren Vorhersagen entsprechen. Dass die Quantenmechanik keine lokal realistische Theorie ist, ist daher kein Mangel, sondern die Voraussetzung, dass sie die entsprechenden Messergebnisse erklären / beschreiben kann.

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Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 02 Sep 2018 12:20 #41460

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In diesem Artikel gibt es das bekannte Bild von Bell an der Tafel.
www.faz.net/aktuell/wissen/physik-mehr/e...ichung-13293155.html

Kann ich davon ausgehen das die Skizze das Polarisationsexperiment zeigt?
Entspricht das a' und das b' dem c im Wikipediartikel?

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Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 02 Sep 2018 21:46 #41493

Ich versuche es als Nichtphysiker mal in aller Kürze:

Wenn Du Polarisationen bei Photonen oder Spin bei Fermionen ausfilterst, bemerkst Du, daß es auf die Reihenfolge der Filter ankommt. Die Frage war nun, ist das ausgesandte "Teilchen" bereits vorher festgelegt ist oder die Auswahl erst am Filter durch Wechselwirkung (WW) getroffen wird (letzteres postuliert die QM).

Da ein Einzel"teilchen" durch die WW verändert wird, kam man auf die Idee, verschränkte Objekte zu nehmen und die durch verschiedene Filter zu senden, so daß die Information über eine WW des einen, das andere nicht mit Lichtgeschwindigkeit erreichen kann. Um dann das Ergebnis zu kontrollieren, braucht es einen dritten Filter.

Wenn nun die Objekte bei Entstehung bereits die Entscheidung in sich tragen, muß, so Bell, die statistische Verteilung eine andere sein. Das ist mit einfacher Mengenlehre nachvollziehbar.

Es hat sich nun gezeigt, daß die Verteilung so ist, wie die QM postuliert. Also spricht dies gegen den Realismus (Vorbestimmung). Jedoch kann der Realismus gerettet werden, wenn man eine nichtlokale Übertragung zuläßt, also das "erste" gemessene Objekt das "zweite" über das Ergebnis der WW informiert. Dies ist aber nach der SRT unmöglich. Nach der SRT kann man bereits schon nicht von "erstes" und "zweites" Objekt sprechen, da verschiedene Beobachter hierzu verschiedene Meinungen haben und keine bevorzugt ist.

Folglich bilden beide Objekte eine gemeinsame Wellenfunktion im Zustandsraum, die einheitlich kollabiert. Dieser Kollaps geschieht instantan, ist aber keine Informationsübertragung, weil es nur ein Objekt ist.

Glaube nichts, weil ein Weiser es gesagt hat. Glaube nichts, weil alle es glauben. Glaube nichts, weil es geschrieben steht. Glaube nichts, weil es als heilig gilt. Glaube nichts, weil ein anderer es glaubt. Glaube nur das, was Du selbst als wahr erkannt hast.

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Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 03 Sep 2018 07:09 #41504

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sebp schrieb: In diesem Artikel gibt es das bekannte Bild von Bell an der Tafel.
www.faz.net/aktuell/wissen/physik-mehr/e...ichung-13293155.html
Kann ich davon ausgehen das die Skizze das Polarisationsexperiment zeigt?
Entspricht das a' und das b' dem c im Wikipediartikel?

Ich gehe einmal davon aus.
Und da es sich um verschränkte "Teilchen" handelt (die also einen entgegengesetzten Spin besitzen), kann eben nur entweder in a oder b polarisiert sein. Und c ist dann nur das Ergebnis.
Das Prinzip wird vielleicht in dieser Skizze besser dargestellt:


Die Frage ist, ob sich das Messergebnis des zweiten Teilchens durch das Messergebnis des ersten Teilchens beeinflussen lässt (Standardmodell).
Albert Einstein, Boris Podolsky und Nathan Rosen (EPR) vermuteten, dass nicht das Messergebnis die Beeinflussung ergibt, sondern, dass das Ergebnis schon beim Aussenden der beiden "verschränkten" Lichtstrahlen gegeben sei (also verborgende Variablen gegeben sein müssen).
Dazu auch das "handfeste" Handschuh-Beispiel.
EPR waren der Ansicht, wenn man einen linken Handschuh in die eine Schachtel gibt und den rechten in eine andere Schachtel gibt, und dann die eine Schachtel in New York öffnet und feststellt, ah ein linker Handschuh, dann muss logischer Weise in der zweiten Schachtel, die man beispielsweise in Wien öffnet ein rechter Handschuh sein.
Die Bellsche Ungleichung würde erfüllt sein, wenn dies so wäre, man also in der Rechnung beliebige Winkel-Werte eingeben kann und das Ergebnis immer kleiner als 1 sein würde.
In der Theorie (also in der Rechnung) kommen bei jedem eingegebenen Winkel für \( \alpha \) und \( \beta \) ein Wert kleiner als 1 heraus, die Bellsche Ungleichung wäre somit erfüllt. In der Praxis jedoch kommen, wenn man tatsächliche Werte der Versuch eingibt, Werte heraus, die größer als 1 sind. Die Bellsche Ungleichung ist somit gebrochen. Was zeigt, dass eben keine verborgenen Variablen vorhanden sind.

Kleine Randbemerkung.
Ich habe gezeigt, wenn man imaginäre Werte in die Berechnungsformeln als Winkel eingibt, wird die Bellsche Ungleichung auch gebrochen, wie in den praktischen Versuchen.
Dies könnte man als Wahrscheinlichkeitswert sehen (wie in der Quantenphysik üblich),
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MfG
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Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 03 Sep 2018 10:19 #41512

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Eure Antworten bringen mich nicht wirklich weiter.

Warum muss denn in jeder lokal realistischen Theorie die Wahrscheinlichkeit genau so berechnet werden,
wie man es tut, also nicht-quantenmechanisch?
Wieso kann man nicht die Quantenmechanik verwenden?

Ich verstehe auch das Experiment noch nicht wirklich.
Ich gehe davon aus das die Photonenquelle Photonen liefert, die gleich verteilt in jede Richtung polarisiert sind.
Außerdem sind die Photonenpaare alle verschränkt, d.h. es wird eine 100%ige Korrelation angenommen.
Aber wie genau wird nun gefiltert?
Sind das bei a und b immer je zwei Filter, um einen Winkel verschoben, und sind dann diese Filterpaare noch mal
um einen Winkel verschieden?

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Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 03 Sep 2018 19:36 #41548

sebp schrieb: Warum muss denn in jeder lokal realistischen Theorie die Wahrscheinlichkeit genau so berechnet werden,
wie man es tut, also nicht-quantenmechanisch?
Wieso kann man nicht die Quantenmechanik verwenden?

I


Weil die QM nichtrealistisch ist.
Du kannst keine realistische Theorie aufstellen und dann nichtrealistisch argumentieren. Entweder oder....

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Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 03 Sep 2018 20:12 #41553

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Weil die QM nichtrealistisch ist

Nein, das ist ja nur eine Behauptung. Es geht doch darum das logisch herzuleiten.

Die QM ist nichrealistisch, weil ... ?

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Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 03 Sep 2018 20:19 #41555

... sich das aus der Beschreibung über Wellenfunktionen mit Superpositionen ergibt.

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Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 03 Sep 2018 20:30 #41556

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Heinz Jürgen schrieb: ... sich das aus der Beschreibung über Wellenfunktionen mit Superpositionen ergibt.

Verstehe ich nicht. Wie denn?

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Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 03 Sep 2018 20:36 #41557

Die Wellenfunktion beschreibt (zB) die Aufenthaltswahrscheinlichkeit (als Betragsquadrat über das jeweilige Ortsintervall). In der Wellenfunktion sind daher alle möglichen Zustände enthalten (Superposition).

Wenn die QM realistisch wäre, dann gäbe es diese Wellenfunktion nicht, da es keine Wahrscheinlichkeiten gibt, die Beschreibung wäre dann punktuell (eine winzige Spitze in der Funktion, der Rest wäre 0). Damit gäbe es auch keine Superposition.

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Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 03 Sep 2018 21:34 #41559

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Heinz Jürgen schrieb: Wenn die QM realistisch wäre, dann gäbe es diese Wellenfunktion nicht, da es keine Wahrscheinlichkeiten gibt, die Beschreibung wäre dann punktuell . Damit gäbe es auch keine Superposition.

Ich glaube deine Erklärung ist falsch.
Wahrscheinlichkeiten darf es doch auch in lokal realistischen Theorien geben.
Und Superpositionen darf es doch auch geben?
Oder ist die Superposition auch nur wieder eine Deutung (Kopenhagen) der Messergebnisse?
Wenn ja, dann ist das auch kein Argument, denn wir starten mit unserer Logik ja lokal realistisch.

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Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 03 Sep 2018 22:54 #41565

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Die Quantenmechanik ist nicht realistisch, weil man nicht weiß wo sich ein Teilchen x zum Zeitpunkt t befindet und mit welcher Geschwindigkeit es unterwegs ist. Man kann eben nur von Aufenthaltswahrscheinlichen sprechen.Und "diese Tatsache ergibt sich nicht, weil man nicht in der Lage ist dies zu messen, sondern aufgrund der prinzipiell indeterministischen Charakters von quantenphysikalischen Naturvorgängen".
Und ja, das ist die Kopenhagener Deutung!

Und mit Superposition ist gemeint, dass sich die beiden Photonen bis zur Messung in einem "Überlagerungszustand" (=Superposition) befinden (also Spin 1 oder Spin -1) und erst durch die Messung sich für einen der beiden Zuständen entscheiden. Also exakt das was man im Gedankenexperiment mit Schrödingers Katze definiert.

Dass ich persönlich hier anderer Meinung bin, ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass diese Postulat dem Standardmodell entspricht.
Wenn Du einer realistische Deutung der Quantentheorie den Vorzug geben willst, musst Du die De-Broglie-Bohm-Theorie heranziehen.

MfG
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Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 04 Sep 2018 08:33 #41577

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Wenn Du einer realistische Deutung der Quantentheorie den Vorzug geben willst,...

Ich halte die Physik für lokal realistisch,
aber es wird behauptet daß eine Verletzung der Bellschen Ungleichung
jede lokal realistische Theorie widerlegt.
Ich verstehe die Logik nicht die zu dieser Widerlegung führt.

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Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 04 Sep 2018 15:14 #41598

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sebp schrieb: Ich halte die Physik für lokal realistisch,

Die Physik bis Einstein JA, die Quantenphysik nach heutigem Standardmodell NEIN.

sebp schrieb: aber es wird behauptet daß eine Verletzung der Bellschen Ungleichung jede lokal realistische Theorie widerlegt. Ich verstehe die Logik nicht die zu dieser Widerlegung führt.

Weil die Physik eine genaue Definition für Realismus hat.

Die Realitätsannahme: Sie besagt, dass jedes Messergebnis seinem Wert nach bestimmt wird durch unmit­telbar vor der Messung tatsächlich existierende Eigenschaften von Objekten, die entweder Teil des beobachteten Objekts oder Teil der Messapparatur sind.

Also genau wie ich es im vorigen Post beschrieben hat. Objekte (z.B. Teilchen) müssen feststehende Eigenschaften haben, also z.B. zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort sein bzw. einen bestimmten Impuls haben. Für Quanten hingegen besagt die Quantenphysik nach Kopenhagener Deutung, dass dies nicht zutrifft und man nur von Wahrscheinlichkeitsdichten sprechen kann.

Wenn die Bellsche Ungleichung erfüllt wäre, müssten die quantenmechanischen Zustände (also der Spin) in einem ganz bestimmten Verhältnis von 1 und -1 stehen. Dies ist aufgrund der Messungen jedoch nicht der Fall.

MfG
WL01

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Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 04 Sep 2018 15:38 #41601

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wl01:
Ja, das ist mir alles bekannt.

Ich suche die Begründung, die Logik die da hin führt, den logischen Zwang.
Wie geht man vor um jede lokal realistische Theorie zu widerlegen?
Wieso darf man die Wahrscheinlichkeiten in lokal realistischen Theorien nur nicht-quantenmechanisch berechnen?
Wieso können die Wahrscheinlichkeiten der QM nur für nicht lokal realistische Theorien gelten?

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Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 04 Sep 2018 19:22 #41617

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sebp schrieb: wl01:
Ja, das ist mir alles bekannt.

Wenn Dir alles bekannt ist, weshalb hast Du dann noch Fragen?

sebp schrieb: Ich suche die Begründung, die Logik die da hin führt, den logischen Zwang.

Für was? Die Quantenphysik allgemein, die Lokalität, den quantenmechanischen Realismus, oder der Bellschen Ungleichung?

sebp schrieb: Wie geht man vor um jede lokal realistische Theorie zu widerlegen?

Kommt auf die Theorie an. Wie gesagt, vor der heutigen Sichtweise der Quantenphysik, waren alle Theorien realistisch und lokal. Also es gibt keine generelle Falsifizierung für alle Theorien. Du meinst wohl die Kriterien für die Falsifizierung einer lokalen realistischen Quantenphysik. Und diese Kriterien habe ich genannt.

sebp schrieb: Wieso darf man die Wahrscheinlichkeiten in lokal realistischen Theorien nur nicht-quantenmechanisch berechnen?

Weil es nicht notwendig ist. Und nur um Missverständnisse auszuschließen. Es geht hier nicht um generelle Wahrscheinlichkeiten, die sich aus Problemen der Messgenauigkeit ergeben. Das ist eben der Unterschied zwischen Mikro- und Markrokosmos.

sebp schrieb: Wieso können die Wahrscheinlichkeiten der QM nur für nicht lokal realistische Theorien gelten?

Siehe vorige Frage.

MfG
WL01

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Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 04 Sep 2018 20:03 #41622

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Ihr versteht noch nicht was ich will.

Also:
Wir befinden uns in einer lokal realistischen Theorie (Vorstellung der Welt).
Es gibt keine Deutung der Quantenmechanik!
Wir machen das Polarisationsexperiment.
Das Ergebnis verletzt die Bellsche Ungleichung.
Die Mathematik der Quantenmechanik beschreibt das Ergebnis richtig.

Wieso ist jetzt die lokal realistische Theorie widerlegt?

Als Antwort erwarte ich eine logische Argumentation, eine Kette von Schlussfolgerungen, etwa so:
Weil die BU verletzt ist und weil A1 und A2 gilt, folgt daraus C, C wieder spricht A1, also ist LR falsch.

Versteht ihr?

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Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 04 Sep 2018 20:47 #41625

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sebp schrieb: Versteht ihr?

Nein. Das ergibt für mich keinerlei Sinn. wl01 hat es doch wirklich haarklein erklärt.

1) Wir befinden uns in keiner Theorie. Wir befinden uns in der Welt. Wie die Welt funktioniert: dafür gibt es verschiedene Theorien.
2) Es gibt einen ganzen Strauß unterschiedlicher Deutungen der Quantenmechanik. Eine davon ist die Kopenhagener Deutung, eine andere die Viele-Welten-Theorie. Die Dekohärenz wird als wieder eigene Interpretation betrachtet.
3) Was hier das Polarisationsexperiment soll, verstehe ich tatsächlich nicht. Vermutlich zielst damit auf den experimentellen Test der Bellschen Ungleichungen ab.
4) Die Bellschen Ungleichungen beschreiben ganz allgemein, was eine lokal realistische Theorie ausmacht. Die Verletzung der Bellschen Ungleichungen beweist demnach, dass die Quantentheorie keine lokal realistische Theorie ist.
5) Die Mathematik der Quantenmechanik beschreibt das Ergebnis richtig.
6) Die lokal realistische Theorie ist widerlegt durch die experimentell nachweisbare Verletzung der Bellschen Ungleichungen. (siehe 4).
7) Durch die Hintertür ist es Bohm dann doch noch gelungen, eine realistische Theorie aufrecht zu erhalten. Hierbei handelt es sich laut Wikipedia um eine "nichtlineare deterministische Theorie mit verborgenen Variablen".

Also nochmal, als logisches Argument formuliert:
Weil jede lokal realistische Theorie den Bellschen Ungleichungen genügen muss und weil die Quantenmechanik die Bellschen Ungleichungen verletzt und weil die Quantenmechanik richtig rechnet, deshalb ist die Quantenmechanik keine lokal realistische Theorie. Verstanden?

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Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 04 Sep 2018 21:54 #41627

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stm:
Auch du wiederholst nur Behauptungen und erwähnst wieder Deutungen der QM.
Ich sehe nur Zirkelschlüsse und Definitionen.

Noch ein Versuch:

4) Die Bellschen Ungleichungen beschreiben ganz allgemein, was eine lokal realistische Theorie ausmacht.

Warum?

Weil jede lokal realistische Theorie den Bellschen Ungleichungen genügen muss

Warum?

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Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 05 Sep 2018 06:42 #41634

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sebp schrieb: Noch ein Versuch:

4) Die Bellschen Ungleichungen beschreiben ganz allgemein, was eine lokal realistische Theorie ausmacht.
Weil jede lokal realistische Theorie den Bellschen Ungleichungen genügen muss

Warum?

Vielleicht googeln und versuchen die Formeln der Bellschen Ungleichung nachzuvollziehen?

sebp schrieb: ...wiederholst nur Behauptungen und erwähnst wieder Deutungen der QM.
Ich sehe nur Zirkelschlüsse und Definitionen.

Natürlich ist die Kopenhagener Deutung das Standardmodell zur Erklärung der Quantenphysik.
Aber vielleicht hilft Dir folgende Überlegung:
Sie ist nur eine von vielen Interpretationen (In der Physik sagt man dazu Modelle). Sie muss also nicht unbedingt stimmen (meine persönliche Meinung).
Tatsache ist allerdings, dass alle Berechnungsmodelle (z.B. in der Schrödingergleichung) mit (einem) imaginären Operator durchgeführt werden müssen, um zu stimmen. Und imaginäre Zahlen (Ihr Quadrat ist negativ) deuten eindeutig auf eine nicht realistische Theorie hin. Und die Bellsche Ungleichung hingegen verwendet eben keine imaginären Operatoren, das Ergebnis muss also real sein.

MfG
WL01

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Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 05 Sep 2018 08:13 #41636

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Nur durch die Verwendung komplexer Zahlen in Formeln auf Nicht-Realismus zu schließen, halte ich für falsch; dann wäre schon die Elektrizitätslehre nicht-realistisch, was sie aber doch ist.

Außerdem muss beim Quadrieren komplexer Zahlen noch lange nix Negatives entstehen; braucht man ja bloß mal einem einfachen Beispiel durchrechnen.
Folgende Benutzer bedankten sich: sebp

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Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 05 Sep 2018 09:48 #41638

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Guter Link
homepage.univie.ac.at/franz.embacher/Quantentheorie/EPR/

Was mir fehlte war das konkrete Experiment.
Dann wird das ganze nachvollziehbar.

In dem Artikel schreibt der Autor:

Es kommen immer entweder beide oder kein Photon durch die Polarisatoren, unabhängig davon, wie deren Orientierung (solange α = β) gewählt wird .

und kommt zu dem Schluss:

Dies zwingt uns zur Annahme, dass die Polarisationen der Photonen zunächst unbestimmt sind!

Wieso zwingend unbestimmt?

Weitere Fragen:
Wie baut man einen Polarisationsfilter der schnell genug seine Richtung wechseln kann?
Ist das Experiment im Artikel eigentlich ein Gedankenexperiment, oder würde es wirklich genau so funktionieren?

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Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 05 Sep 2018 20:07 #41658

sebp schrieb: In dem Artikel schreibt der Autor:

Es kommen immer entweder beide oder kein Photon durch die Polarisatoren, unabhängig davon, wie deren Orientierung (solange α = β) gewählt wird .

und kommt zu dem Schluss:

Dies zwingt uns zur Annahme, dass die Polarisationen der Photonen zunächst unbestimmt sind!

Wieso zwingend unbestimmt?


Ich nehme an, der Autor argumentiert etwas kurz. Entweder unbestimmt (nichtrealistisch) oder Kommunikation mit Überlichtgeschwindigkeit (nichtlokal).

Glaube nichts, weil ein Weiser es gesagt hat. Glaube nichts, weil alle es glauben. Glaube nichts, weil es geschrieben steht. Glaube nichts, weil es als heilig gilt. Glaube nichts, weil ein anderer es glaubt. Glaube nur das, was Du selbst als wahr erkannt hast.

Buddha

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Verletzung der Bellschen Ungleichung - Nichtlokalität 05 Sep 2018 20:48 #41662

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Ich nehme an, der Autor argumentiert etwas kurz. Entweder unbestimmt (nichtrealistisch) oder Kommunikation mit Überlichtgeschwindigkeit (nichtlokal).

Die Photonen könnten aber doch genauso gut, über unbekannte Eigenschaften festgelegt, sich gleich verhalten.

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