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THEMA: Vortrag Josef Gaßner

Vortrag Josef Gaßner 26 Feb 2016 16:43 #3227

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Gestern war ich bei dem Vortrag von Herrn Josef Gaßner „Ist noch Platz für Gott in unserem wissenschaftlichen Weltbild“ Die Kompetenz und Begeisterung, mit der er den Vortrag gehalten hat, ist schon wirklich sehr beeindruckend. Was mir noch aufgefallen ist, ist die meines Erachtens relativ große gesellschaftspolitische Relevanz so eines Vortrages im Rahmen einer katholischen Erwachsenenbildung, nämlich durch den einhergehenden Abbau von Berührungsängsten. Die Schluss-Szene (auf dem Bildschirm die verschiedene Sicht der Dinge gegenübergestellt mit dem Verweis, jeder kann für sich selbst entscheiden, wie er das einordnet) belässt auch die Verantwortung der Sichtweise bei jedem einzelnen.

Die Frage eines Zuhörers, inwieweit die Naturwissenschaft am allgemeinen Abfall von Gott schuld oder zumindest beteiligt ist (ungefähr wiedergegeben), lässt erahnen, wie differenziert das ganze gesehen wird. Gar nicht so einfach, das Thema. Deshalb würde ich sagen, alles im allem ein sehr gelungener Vortrag. Besser hätte man es meines Erachtens nicht machen können.
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Vortrag Josef Gaßner 26 Feb 2016 17:22 #3228

Diesen Vortrag konnte ich mir auch schon einmal anhören, vor einiger Zeit bin ich dafür nach Augsburg gefahren. Mein Eindruck war ähnlich gut wie deiner.

Dem Grundgedanken stimme ich auch absolut zu. Naturwissenschaften können die Frage nach der Existenz eines Gottes nicht beantworten und somit bleibt es jedem einzelnen überlassen, ob er an einen Gott glaubt oder nicht.

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Vortrag Josef Gaßner 26 Feb 2016 22:35 #3239

Ja, sie wollen diese Frage auch gar nicht beantworten. Sie stellen die Frage, was kann man wissen und was muss man glauben.
Grüße
Thomas

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Vortrag Josef Gaßner 28 Feb 2016 00:41 #3292

Man könnte etwas provokant sagen die Naturwissenschaft hat Gott einiger seiner Kernkompetenzen beraubt und aus unserem Universum ausgesperrt.^^

assume good faith

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assume good faith

Vortrag Josef Gaßner 28 Feb 2016 09:24 #3300

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Thomas schrieb:

Ja, sie wollen diese Frage auch gar nicht beantworten. Sie stellen die Frage, was kann man wissen und was muss man glauben.
Grüße Thomas


Genau so ist es. Es geht um Wissen und Glaube.
In einem abstürzenden Flugzeug wird ein Atheist zum Gläubigen. Er ruft Gott an. So wie der Papst zum Atheisten wird, wenn der Petersdom brennt. Er ruft die Feuerwehr an. Oberflächlich betrachtet verhalten sich beide gleich, nur umgekehrt. Genauer betrachtet erkennt man jedoch einen gravierenden Unterschied, nämlich die Rangordnung von beiden Handlungsweisen.

Mangels an atheistischen Rettungsmöglichkeiten (z. B. einen Fallschirm, den es in einem Passagierflugzeug ja nicht gibt), wählt der Atheist eine für ihn absurd erscheinende Möglichkeit. Eine andere Wahl hat er nicht (in der Not frisst der Teufel Fliegen)

Der Papst verhält sich anders. Wenn der Petersdom brennt, hat er jede Menge seiner Möglichkeiten. Er kann Gott anrufen, die Mutter Gottes, alle Heiligen, Engel und vor allem denjenigen, der dafür zuständig ist, den Heiligen Florian. Aber nein, er ruft zuerst die Feuerwehr an.
(Anmerkung: Der Heilige Florian ist derjenige Heilige, den man der Feuerwehr übergestülpt hat, um sich mit den Federn der Feuerwehr schmücken zu können)

Die Rangordnung von Glaube und Wissen: In der Not entscheidet man sich zuerst für das, was man weiß. Erst dann, wenn das Wissen erschöpft ist, entscheidet man sich für das, was man glaubt. Die Moral von der Geschichte: Zuerst die Wissenschaft, dann die Religion. So ist die Rangordnung. Auch für den Vertreter der Religion, dem Papst.
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Vortrag Josef Gaßner 28 Feb 2016 23:27 #3350

Der Vergleich zwischen Religion und Feuerwehr ist etwas sehr weit hergeholt.
Klar, weiß jeder, daß die Feuerwehr wirklich kommt, wenn man sie ruft. Es ist ihr Bestimmungszweck, Feuer zu löschen und Leben zu retten.
Die "Aufgabe" von Gott und der Religion, welche ja auch von Menschen "geschaffen" wurde, ist sich um das Seelenheil und letztendlich das Verhalten der Menschen im Umgang miteinander zu kümmern.
Schließlich soll der heilige Florian ja nicht Feuer löschen, sondern die Feuerwehleute beschützen.
Und als gläubiger Christ (da spreche ich nicht wirklich für mich) kann man sagen, Gott hat uns die Fähigkeit gegeben, eine Feuerwehr zu erschaffen, und das Feuerlöschen zu erlernen.

Leider habe ich den Vortrag nicht besuchen können, da es für mich eine größere Reise bedeuten würde, letztendlich finde ich das Thema doch sehr interessant.
Vielleicht setzt Herr Gaßner mal einen Mitschnitt als Download hier ins Forum. Dann würde er nur angemeldeten Usern zugängig, und kein radikaler Spinner müsste mit dämlichen Drohungen reagieren.

Gruß Jürgen

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Vortrag Josef Gaßner 29 Feb 2016 13:11 #3373

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Jürgen Hönes schrieb:

Schließlich soll der heilige Florian ja nicht Feuer löschen, sondern die Feuerwehleute beschützen.

Das stimmt. Der Heilige Florian löscht keine Feuer, er beschützt die Feuerwehrleute. Die Leute von der Feuerwehr leben. Florian von Lorch, ein römischer Offizier, ist seit dem 4. Mai 304 tot. Wie kann ein Toter die Lebenden beschützen? Bei der Niederösterreichischen Landesausstellung im Jahre 2000 im Stift Melk wurde das Melker Kreuz von einem Wachebeamten beschützt. Während in Melk ein Lebender das Leblose beschützt, beschützt bei der Feuerwehr ein Toter die Lebendigen. Siehst du da einen Widerspruch?

Jürgen Hönes schrieb:

Gott hat uns die Fähigkeit gegeben, eine Feuerwehr zu erschaffen, und das Feuerlöschen zu erlernen.

Woher weißt du das, dass das Gott war?

Das Gästebuch ist eigentlich nicht geschaffen für eine Diskussion. Vielleicht sollte man meinen ursprünglichen Eintrag gar nicht als Diskussion ausweiten oder alles woanders hin verschieben?
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Vortrag Josef Gaßner 29 Feb 2016 19:48 #3381

Ich betone, daß ich aus der Sicht eines Gläubigen schreibe,
und für einen Gläubigen ist Florian von Lorch nicht tot (die Sache mit dem Leben nach dem Tot).
Bei dem Leblosen, welches von einem Lebenden beschützt wird, handelt es sich nur um Abbilder ehemals Lebender, welche die Anbetung derselben erleichtern soll, da ein Leben nach dem Tot ja ohne Körper vonstatten gehn soll.

Die uns bekannte Wissenschaft verbietet solche "Geister" noch, aber wer weiß, was hinter der einen oder anderen Dimension verborgen ist ;-)

Woher weißt du das, dass das Gott war?

Ich hab das auch nur aus der Sicht eines Gläubigen geschrieben, welcher so argumentieren würde.

Letztendlich wollte ich mit meiner Aussage nur ein Scheit für die Religion ins Feuer werfen. Auch wenn ich nicht gläubig bin, respektiere ich alle Religionen (solange sie nicht radikalisiert wird), und halte mir die Türe einen Spalt breit offen. Wer weiß welche Weisheit, oder welchen Vogel man im Alter noch bekommt ;-)

Mit freundlichem Gruß
Jürgen Hönes

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Vortrag Josef Gaßner 29 Feb 2016 23:04 #3385

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Jürgen Hönes schrieb:

. . . und für einen Gläubigen ist Florian von Lorch nicht tot.

Florian von Lorch ist nicht tot, er ist einfach nur nicht da. Nicht nur für die Gläubigen, auch für mich. Aber warum lässt man die Feuerwehrleute von jemand beschützen, der nicht da ist und das Melker Kreuz lässt man von jemand beschützen, der da ist? Traut man den Heiligen nur dann, wenn es um das Leben anderer geht, nicht aber, wenn es um sein eigenes Lebloses geht? Ist das eigene Leblose mehr Wert als das Leben anderer? Ist das Religion? Nach allen meinen Erfahrungen, die ich bis jetzt gemacht habe, sage ich: "Ja, das ist Religion".

Jürgen Hönes schrieb:

Ich betone, daß ich aus der Sicht eines Gläubigen schreibe

Die Sicht der Gläubigen kenne ich. Was ist deine Sicht?
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Vortrag Josef Gaßner 29 Feb 2016 23:22 #3387

Ich möchte Jürgen Hönes an dieser Stelle mal unterstützen. Es ist unfair, in einem naturwissenschaftlichen Forum über Gott zu debattieren, da (fast) jeder nicht religiös oder nicht stark religiös ist. Man muss die Gegenseite aber irgendwie zu Wort kommen lassen. Deswegen finde ich das, was Jürgen macht, super.
Tut mir leid dass du Religion nicht akzeptierst, es täte wohl gut, das trotzdem nicht überall auszudrücken. Es gibt Gläubige Menschen. Ich nehme an, du willst nicht von ihnen bekehrt werden. Deswegen versuche du auch nicht, sie zu bekehren.
Wie heißt das im Englischen so schön: "Be Open Minded!"

Grüße,
Nirusu

"Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
Den Vorhang zu und alle Fragen offen"
- Berthold Brecht, Der Gute Mensch von Sezuan
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"Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
Den Vorhang zu und alle Fragen offen"
- Berthold Brecht, Der Gute Mensch von Sezuan

Vortrag Josef Gaßner 01 Mär 2016 17:48 #3408

Danke Nirusu.
In der Tat geht es nur darum, daß man die Religion mit ihren Gläubigen respektieren sollte. Auch wenn man sich selbst nicht dazu zählt.

Was ist deine Sicht?

Das habe ich ja wohl hier schon deutlich geschrieben:

Auch wenn ich nicht gläubig bin ...


Mir ist es ehrlich gesagt auch so lang wie breit, wer ein teueres Reliquienkreuz bewacht, und ob der Papst den Pannendienst ruft, wenn sein Papamobil streikt, anstatt den Schutzpatron der Autos anzubeten (gibt es so einen eigentlich?).
Die Zeiten, da der Klerus die Wissenschaft angreift sind zum Glück längst vorüber, also sollten wir auch einen respektvollen Umgang pflegen.

Gruß Jürgen
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Vortrag Josef Gaßner 01 Mär 2016 19:03 #3411

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...und der Vatikan fördert und betriebt in vielen Bereichen hochkarätige Forschungen.

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Vortrag Josef Gaßner 01 Mär 2016 20:19 #3414

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Ok, das stimmt natürlich . Das Thema ist wirklich nicht geeignet für ein wissenschaftliches Forum.
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