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THEMA: Supervulkane

Supervulkane 24 Jul 2016 12:32 #7326

Heute steht ein sehr interessanter Artikel unter www.spiegel.de/wissenschaft/natur/superv...ionen-a-1103682.html . Ich fasse mal zusammen (meistens Textpassagen):

"Kein Bergkegel verrät Supervulkane. Bei ihren großen Eruptionen schießt so viel Lava und Asche hervor, dass der Boden einstürzt. Ein Krater mit der Fläche einer Großstadt bleibt zurück.

Lediglich sprudelnde Schwefelquellen offenbaren, dass unter der Erde ein Supervulkan schlummert wie etwa die Phlegräischen Felder bei Neapel oder der Yellowstone in den USA. Solche Giganten liegen unter allen Kontinenten.

Der heftigste Vulkanausbruch der vergangenen zwei Millionen Jahre verschlimmerte vor 74.000 Jahren die damals herrschende Eiszeit - er bescherte der jungen Menschheit ihre wohl schwersten Wochen ( www.spiegel.de/wissenschaft/natur/ausbru...n-nahe-a-867281.html ). Die Explosion des Supervulkans Toba hüllte die Erde danach in jahrelange Dunkelheit.

Der Vulkan auf der indonesischen Insel Sumatra spie Schätzungen zufolge genügend Material, um damit den Mount Everest zweimal aufschütten zu können. Asche und Säure ließ Pflanzen verdorren, Tiere gingen zugrunde."

"Der letzte Ausbruch eines Supervulkans liegt bereits rund 25.000 Jahre zurück, damals explodierte der Taupo in Neuseeland. Fände ein Mega-Ausbruch heute statt, müsste die Menschheit Hungersnöte, Flüchtlingsströme und Wirtschaftskrisen verkraften.

Die Möglichkeit, dass es dieses Jahrhundert wieder passiert, beziffern Forscher der Geological Society of London in einem Gutachten für die britischen Regierung mit 1 zu 6." Erschreckend hoch, Hervorhebung von mir

Jetzt zeigen Messungen unter dem Toba, warum die Ausbrüche so gigantisch ausfallen. Mittels Erdbebenwellen haben Forscher um Iwan Koulakow von der Staatlichen Universität Nowosibirsk in Russland den Untergrund des indonesischen Supervulkans durchleuchtet - und dabei gruselige Entdeckungen gemacht.

Erdbebenwellen durchlaufen die Erde, dabei verändern sie ihre Geschwindigkeit - je nachdem, welches Material sie passieren. Sie erlauben Einblick in die Tiefe und enthüllen nun das Rezept für einen Supervulkanausbruch:
  1. Eine abtauchende Kontinentalplatte
  2. 10-tausende Kubikkilometer Lava
  3. Ein Gesteinsdeckel
  4. Große Mengen Gas

"Das könnte recht schnell gehen, legt eine andere Analyse nahe. Das Magma sammelt sich auch dieser Studie zufolge nicht stetig, sondern strömt in Schüben nach oben, bestätigen die Forscher: Binnen Jahrzehnten sammelte sich dann nahe der Erdoberfläche eines Supervulkans genügend Magma für eine Mega-Eruption.

Eine Supereruption würde sich mit Erdbeben, Bodenschwellung und Gas ankündigen, das Vulkane bereits vor einer Eruption verstärkt ausstoßen. Es könnte allerdings nur ein Jahr vergehen zwischen den ersten Warnzeichen eines Supervulkans und seinem Mega-Ausbruch, schreiben zwei Geoforscher nun im Wissenschaftsmagazin "Plos One"."

Wir schweben hier in ziemlicher Gefahr, die aber zerzeit wohl nur wenige wirklich au dem Zettel haben.

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Supervulkane 24 Jul 2016 12:52 #7327

Ich kann dich teilweise beruhigen, unsere Erdkundelehrerin hat uns schon in der 5. Klasse (vor 6 Jahren) gepredigt, dass riesige Magmafelder unter Neapel und eben dem Yellowstone National Park liegen, und im Falle einer Eruption von uns wohl nicht mehr viel übrig bleibt.
Die Fachwelt ist sicher schon informiert.
Was bringt es uns, dieses Wissen zu halten? Wir schlafen jetzt unsicherer, aber unternehmen oder uns davor schützen können wir eh nicht. Es gibt schon genug Angst auf dieser Welt...

"Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
Den Vorhang zu und alle Fragen offen"
- Berthold Brecht, Der Gute Mensch von Sezuan

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Supervulkane 24 Jul 2016 13:48 #7328

Nirusu schrieb: Ich kann dich teilweise beruhigen, unsere Erdkundelehrerin hat uns schon in der 5. Klasse (vor 6 Jahren) gepredigt, dass riesige Magmafelder unter Neapel und eben dem Yellowstone National Park liegen, und im Falle einer Eruption von uns wohl nicht mehr viel übrig bleibt.
Die Fachwelt ist sicher schon informiert.
Was bringt es uns, dieses Wissen zu halten? Wir schlafen jetzt unsicherer, aber unternehmen oder uns davor schützen können wir eh nicht. Es gibt schon genug Angst auf dieser Welt...


Ich zitiere nochmal aus dem Artikel:
"So weit aber sei es unterm Toba noch nicht, berichten nun Koulakow und seine Kollegen. Der indonesische Supervulkan stehe derzeit nicht vor einer großen Eruption. Andere Supervulkane aber sind weit weniger gut untersucht, vielleicht haben sie böse Überraschungen auf Lager."

Wenn das so stimmt: Supervulkane nicht genau untersucht zu haben, finde ich fahrlässig.

Klar Ist: Verhindern können wir einen Ausbruch definitiv nicht. Dies werden wir auch zukünftig nicht können. Die Frage ist, was können wir tun, wenn wir einen größeren Supervulkan Ausbruch befürchten.

Was sind in dem Fall denn die Risiken/Probleme/Bedrohungen:
  1. Großflächige Zerstörung und Auslöschung allen Lebens im Umkreis des Ausbruchs
  2. Sehr großflächiger Fallout von Ruß und Asche im Umkreis des Ausbruchs
  3. Erdbeben und je nach Lage riesige Flutwellen
  4. Freisetzung verschiedenster Gase
  5. Nuklearer Winter für mehrere Jahre
  6. Radioaktive Verseuchungen durch verunfallte Atemreaktoren, Atommülllager und radioaktive Waffen
  7. Freisetzung chemischer und biologischer Waffen
  8. Umweltzerstörung durch Freisetzung industrieller Chemikalien (z.B. Chemiewerke, Giftmülldeponien, ...)

Was können wir tun?
  1. Aufbau von "an die Gegebenheiten nach dem Ausbruch angepassten" Gesellschaften an anderen Teilen der Welt
  2. Entsprechende Einlagerungen von Lebensmitteln, Samen und Rohstoffen
  3. Verhinderung der Sekundäreffekte (atomare, biologische und chemische Verseuchungen)

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Supervulkane 24 Jul 2016 13:58 #7329

Okay, mein Fehler.
Ich würde aber den Artikel etwas in Frage stellen. Zumindest Yellow Stone und Neapel werden täglich überwacht. Es gibt aber viele andere Vulkane, von denen wir vielleicht noch nichts wissen...

Zu den Risiken: Es fehlt
8. Riesige Aschenwolken die gesamte Kontinente bedecken und sogenannte Vulkanische Winter herbeiführen, eine kleine Eiszeit, die das Überleben jeglichen Lebewesens mangels Sonneneinstrahlung fast verhindern. ( de.wikipedia.org/wiki/Supervulkan#Wirkung )

Falls Neapel hochgeht, kommt (laut meiner Erdkundelehrerin, die sicher nicht komplette Autorität in diesem Thema hat)
1. Eine großes Erdbeben
2. Neapel wird dank Lava dem Erdboden gleichgemacht
3. Nukleare Reaktoren explodieren wegen Erdbeben?
4. Monsterwellen wegen Erdbeben?
5. Nahrungsknappheit da Lagerhallen etc. zerstört sind?
6. Aschewolke
7. Komplette Verdunklung des europäischen Kontinents
8. Pflanzen sterben allerspätestens nach einem halben Jahr ab
8. Menschen sterben wegen Vitamin C Mangel, Hungersnot u.a.

Des Weiteren: Keine Evakuierung möglich: Erdbeben verursachen Black Outs, Tankstellen funktionieren nicht mehr (Zapfsäulen sind elektrisch betrieben) [Siehe der Roman Black-Out von Marc Elsberg]. Flugzeuge fliegen nicht (siehe Isländischer Vulkanausbruch vor längerem)

Die Prävention ist gut gemeint, aber in meinen Augen zwecklos...

Grüße,
Nils

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Den Vorhang zu und alle Fragen offen"
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Supervulkane 24 Jul 2016 14:07 #7330

Hallo ClausS und Nirusu,

Ich bin eurer Meinung. Ich informiere mich auf Webseiten über Vulkane bzw. Erdbeeren: "GFZ Potsdam" und "USGS"
Grüsse Kate

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Supervulkane 24 Jul 2016 14:09 #7331

Hallo Kate,
Danke für die beiden Websites. Hab gleich mal ein Lesezeichen gemacht.
Lass dir die Erdbeeren schmecken :P Ein freudscher Vertippser??

Grüße,
Nirusu

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Supervulkane 24 Jul 2016 14:12 #7332

Hallo ClausS und Nirusu,
Schreibfehler: Erdbeben statt Erdbeeren
Kate

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Supervulkane 24 Jul 2016 22:21 #7333

Neapel oder Yellowstone. Kann heute Nacht oder in 1000 Jahren hochgehen. Wer weiß? Wir bezeichnen es als Naturkatastrophe. In Wirklichkeit ein unregelmäßiger natürliches Ereignis. Das auch ohne Menschen stattfand und immer wieder stattfinden wird. Nur: Wenn es nicht vorherberechenbar ist, dann ist es eine Naturkatastrophe. Die Erddrehung (Tag und Nacht) und Sonnenumkreisung (Jahreszeiten) sind nichts anderes. Aber berechenbar. Somit gibt es Lampen und Winterjacken. Aber wenn z.B. nur so eine banale Lawine die einfach ins Tal mitten ins Dorf stürzt wann sie will ohne Vorwarnung- ein unregelmäßiges „normales Erderignis“ wird von uns schon als Naturkatastrophe betitelt. Der Erde ist es egal. Vulkane, Erdbeben, Hurrikans, Wetterkapriolen, unserer Erde ist der Mensch egal. Nur: Der Mensch ist verwundbarer geworden.
Ein starkes Erdbeben im Mittelalter in Japan z.B. hätte geringe Opfer. Ein paar Strohhütten fallen zusammen und dem Samurai im Wald fällt ein Ast auf dem Kopf(Grins).
Und jetzt lass mal die Erde dort jetzt beben. Gott bewahre….
Wir Menschen sind nur Gast auf diesem blauen Planeten und fühlen uns so sicher und in sicherheit.
Da wären wir beim neuen Buch von Herrn Lersch irgendwie in der Nähe gelandet.

Hör auf Stephen, ist schon mal ein guter Ansatz.

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Supervulkane 24 Jul 2016 22:23 #7334

gravitationistalles schrieb: Neapel oder Yellowstone. Kann heute Nacht oder in 1000 Jahren hochgehen. Wer weiß? Wir bezeichnen es als Naturkatastrophe. In Wirklichkeit ein unregelmäßiger natürliches Ereignis. Das auch ohne Menschen stattfand und immer wieder stattfinden wird. Nur: Wenn es nicht vorherberechenbar ist, dann ist es eine Naturkatastrophe. Die Erddrehung (Tag und Nacht) und Sonnenumkreisung (Jahreszeiten) sind nichts anderes. Aber berechenbar. Somit gibt es Lampen und Winterjacken. Aber wenn z.B. nur so eine banale Lawine die einfach ins Tal mitten ins Dorf stürzt wann sie will ohne Vorwarnung- ein unregelmäßiges „normales Erderignis“ wird von uns schon als Naturkatastrophe betitelt. Der Erde ist es egal. Vulkane, Erdbeben, Hurrikans, Wetterkapriolen, unserer Erde ist der Mensch egal. Nur: Der Mensch ist verwundbarer geworden.
Ein starkes Erdbeben im Mittelalter in Japan z.B. hätte geringe Opfer. Ein paar Strohhütten fallen zusammen und dem Samurai im Wald fällt ein Ast auf dem Kopf(Grins).
Und jetzt lass mal die Erde dort jetzt beben. Gott bewahre….
Wir Menschen sind nur Gast auf diesem blauen Planeten und fühlen uns so sicher und in sicherheit.
Da wären wir beim neuen Buch von Herrn Lersch irgendwie in der Nähe gelandet.


Nur: YellowStone und/oder Neapel wäre, wie weiter oben angeführt, vmtl. das Ende unserer Art...
Und damit wünsche ich eine gute Nacht :P

Nirusu

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Supervulkane 25 Jul 2016 19:20 #7343

Nirusu schrieb: Nur: YellowStone und/oder Neapel wäre, wie weiter oben angeführt, vmtl. das Ende unserer Art...


Ich denke, das wären "normale" Supervulkane nicht. Nur so extreme Ausbrüche wie bei der Erschaffung des Dekka-Plateaus (Indien) könnte dies bewerkstelligen (hat wohl neben dem Meteoriten die Dinosaurier aussterben lassen).

Die größten Ausbrüche in historischer Zeit hatten Tephra-Mengen von mehr als 1000 km³. Zweimal erreichte ein Vulkanausbruch innerhalb der letzten 100.000 Jahre diese Stärke: Toba vor knapp 74.000 Jahren mit 2800 km³ Tephra (Indonesien) und Taupo vor 26.500 Jahren mit 1170 km³ Tephra (Neuseeland).

Laut wikipedia gibt es in folgenden Regionen Supervulkane mit entsprechenden Potential: Nordamerika (insbesondere Yellowstone), Chile, Sumatra und Neuseeland.

Nimmt man noch "eine Nummer kleiner" (100 – 1000 km³) dazu, kommen noch Europa (Neapel, Santorin) und Ostasien (Japan, Kamtschatka) dazu.


Weder Toba noch Taupa haben dafür gesorgt, dass global die Großtiere ausgestorben sind. Der Yellostone bricht etwa alle 600.000 Jahre aus. Würden dabei stets global alle Großtiere aussterben, dann gäbe es heute keine. Daher würde ein solcher Ausbruch auch nicht die Spezies Mensch killen.

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