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THEMA: Warum kam es zum Urknall? Wäre eine ewige Singularität möglich?

Warum kam es zum Urknall? Wäre eine ewige Singularität möglich? 03 Jan 2017 00:01 #10921

Vor 13,8 Milliarden Jahren kam es zum Urknall. Aber war es zwangsläufig an der Zeit? Mußte es zum Urknall kommen? Könnte die Singularität nicht ewig existieren? Mußte ein Universum mit Materie entstehen?

Hör auf Stephen, ist schon mal ein guter Ansatz.

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Hör auf Stephen, ist schon mal ein guter Ansatz.

Warum kam es zum Urknall? Wäre eine ewige Singularität möglich? 03 Jan 2017 02:23 #10924

gravitationistalles schrieb: Vor 13,8 Milliarden Jahren kam es zum Urknall. Aber war es zwangsläufig an der Zeit? Mußte es zum Urknall kommen? Könnte die Singularität nicht ewig existieren? Mußte ein Universum mit Materie entstehen?


Lass mich mal versuchen eine umfassende Antwort zu versuchen, so gut wie ich kann. Ohne Anspruch auf Korrektheit. Aber schon mit dem Versuch.

Läuft denn Zeit wirklich ab? Was Du für Gegenwart hälst, hat das Existenz, anders als der Zeitpunkt vor 5 Minuten? Wenn Raum und Zeit ein 4D Universum ergeben, wieviel relevanter ist ein Ort im Vergleich zu einem Ort 5 Meter entfernt?

Rein philosophisch betrachtet, scheinen viele damit einverstanden, dass die Gesetze der Logik auch ohne ein Universum, als abstrakte Konzepte existieren. Die Mathematik auch. Die Weltformel so sie existiert, als abstrakte Lösung ist auch vorhanden. Mathematisch ist eine endliche Menge nicht so arg spannend, aber bitte, immerhin folgt sie Regeln, die für uns halbwegs interessant sind. Und sie scheint Teile zu enthalten, die Selbstreflektion darstellen. Aber "Ich bin ein Satz." kann das ja auch schon.

Wenn Du Existenz definierst, wirst Du zwangsläufig darauf kommen, dass Du Wirkung innerhalb der Weltformel verlangen musst. Damit wird es Teil der Lösung, die aber Niemand und Nichts ermitteln muss. Philosophisch brauchst Du keine Existenz, anders als Teil der Lösung der Weltformel zu sein. Sprich, das Universum ist auf sich beschränkt und das verursacht kein Problem.

Physikalisch betrachtet, existiert keine Zeit ohne Raum. Zeit entsteht durch Veränderung des Zustands, und wird messbar nur anhand dieser. Elementarteilchen in ihren Konstellationen und Positionen verändern sich, und nur das ergibt Zeit.

Wenn Du von "vor dem Urknall" redest, stellst Du Dich als abstakter Beobachter ausserhalb des Universums, versehen mit einer fiktiven Zeit. Dann kannst Du auch gleich Dir noch einen Raum vorstellen, in dem beliebig viele Universen starten, die sich einfach nur nicht sehen. Vielleicht denkst Du Dir dann auch noch Variantionen der Universen aus. Schließlich wissen wir für vieles noch nicht, wieso es alternativlos sein sollte. Dann bist Du beim Multiversum. Aber leider auch jenseits aller Überorüfbarkeit oder Relevanz.

Was wir wissen zu scheinen, ist dass das 1 Längenquant und maximal viel Energie drin (durch Heisenberg's Unschärferelation vorgegeben) grosse Universum mit Quantentheorie nicht stabil ist, laut Vorhersage der Quantentheorie. Was wir nicht wissen, und wofür wir nicht mal annähernd eine Vorstellung haben, ist warum die Quantentheorie so ist wie sie ist. Wir wissen nicht, ob man je wissen kann, warum sie so ist und ob sie anders sein könnte. Wir wissen nur, dass sie so sein muss, wie sie ist, damit wir über sie nachdenken können. Dabei ist es übrigends unsinnig zu sagen, dass Beobachter mit anderen Konstanten nicht existieren würden, wir können ja nicht sehr gut Strukturen Universen vorhersagen. Bisher nicht mal im eigenen.

Im übrigen gebe ich Bolzmann zu bedenker, der sagte, dass das Universum einen Kältetod sterben wird, wenn die Expansion des Raumes so schnell geworden sein wird, dass alle Elementarteilchen von einander getrennt wurden. Dann erlaube die Quantentheorie, sehr unwahrscheinlich, aber das Universum wird genug Geduld haben, einen spontane, überlichtschnelle Transition von Teilchen an den gleichen Ort, wodurch sie einen mehr oder weniger grossen Urknall erleben. In den grösseren entsteht dann Leben. Teilweise auch solches, das sich für intelligent hält. Dieses Universum könnte z.B. dann auch im Equilibirum begonnen haben. Unendlich gross dürfte es sein. Und Zeit entsteht ja eh nur lokal. Könnte also zeitlos sein. Ich finde das endliche ist ein echter Fehler des Universums, der so vielleicht auszumerzen wäre. ;-)

Naja, mein Gedankenerguss. Ich hoffe Du findest was dran.

Gruss,
Kay

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Warum kam es zum Urknall? Wäre eine ewige Singularität möglich? 03 Jan 2017 08:22 #10927

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vor dem Urknall ist gleichzusetzen mit nach dem UK.
Es gibt kein Draussen kein vorher und kein nachher
Es entzieht sich vollends unserer Vorstellungen.
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