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THEMA: Die Revolution der Selbstlosen

Die Revolution der Selbstlosen 29 Mai 2017 00:34 #14984

Immer mehr Wissenschaftler stellen die pessimistische Sichtweise der menschlichen Natur infrage. Psychologen, Neurowissenschaftler und Primatenforscher haben herausgefunden, dass Altruismus und die Fähigkeit zur Kooperation durchaus grundlegende, angeborene Wesenszüge des Menschen sind
www.arte.tv/de/videos/051656-000-A/die-r...tion-der-selbstlosen

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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Die Revolution der Selbstlosen 29 Mai 2017 11:34 #14987

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Moin Badhofer,

ich habe das Video noch nicht gesehen, vielleicht gucke ich es mir noch demnächst an (wenn meine Kiddies mich lassen :D). Aber was die Revolution der selbstlosen angeht. Dafür müsste doch jemand der ersten Schritt machen und mit einem Beispiel voran gehen und ich kenne niemanden der es machen könnte, sobald es irgendwann nach Geld oder Macht riecht, ändern doch alle sofort ihre Meinung und wollen immer mehr davon (Geld und Macht).

Erinnert mich an einen Witz:
Kommt ein(e) Frau/Mann in die Apotheke und sagt: Ich brauche Tabletten gegen Gier. Und je mehr desto besser!!!


Viele Grüße, M13P4.

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Die Revolution der Selbstlosen 29 Mai 2017 11:43 #14988

Schon mal was von Bill Gates gehört?

Wenn sich alle Superreichen so verhielten wäre die Welt eine viel bessere.

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Die Revolution der Selbstlosen 29 Mai 2017 11:52 #14989

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Moin Madouc,

Madouc99 schrieb: Schon mal was von Bill Gates gehört?


klar hab ich von dem Typen schon mal gehört ;), Außnahmen bestätigen aber die Regel.
Und bevor der Herr Gates so selbstlos und großzügig wurde hat er ja auch erst mal Kohle geschaufelt und war einer der OpenSource Widersacher.

Viele Grüße, M13P4.

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Die Revolution der Selbstlosen 29 Mai 2017 12:04 #14990

Jupp, was uns wieder einmal zeigt, dass sich jeder "zum Guten" ändern kann.

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Die Revolution der Selbstlosen 29 Mai 2017 13:07 #14991

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Moin Madouc,

klar kann sich jeder "zum Guten" ändern, nur machen es leider nicht so viele und für eine Revolution der selbstlosen reicht ein einziger Herr Gates nicht aus.
Jetzt können natürlich viele "Reiche" aufstehen und sagen "aber wir spenden doch Geld für gute Zwecke". Lassen es dann aber auch von der Steuer absetzen und auf der anderen Seite produzieren die ihre Einnahmen durch Ausbeutung von Ressourcen/Personal/Glauben/etc..
Ich persönlich Spende nicht (außer vielleicht wenn ich mal an einem "Hinz&Kunzt" Verkäufer vorbei gehe) aber ich habe auch keine Mittel dafür und muss selbst gucken wie ich meine Familie ernähre, und die meisten (nicht alle natürlich) die etwas mit der selbstlosigkeit anfangen könnten sind in einer ähnlichen Lage weil die sich nie an die Spitze der gesellschaftlichen Hierarchie bewegen wollten .. wozu den auch? an die Spitze wollen ja auch nur die die Geld und Macht brauchen..

Viele Grüße, M13P4.

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Die Revolution der Selbstlosen 29 Mai 2017 13:23 #14992

www.chip.de/news/Zum-Kotzen-Aldi-Kunde-r...giert_113587676.html

Ein kleines aktuelles Beispiel dafür, was 100.000 mal einen Link teilen oder liken bewirken können. Auch die mächtigsten Industrie-Giganten bestehen aus Menschen, Menschen, die die Option haben moralisch richtig zu handeln. Es gibt mittlerweile sehr viele Beispiele für anständige Großunternehmen, wo nicht mehr nur der Profit und der Shareholder Value an erster Stelle stehen.

Da du Hamburger bist, nenne ich mal nur die Namen die mir aus unserer Stadt dazu spontan einfallen: Otto Gruppe, Barclaycard, Avocado Store, weitere sind nur eine Google-Suche entfernt. Sicher es gibt auch die "bösen" wie z.B. Good Games oder Freenet (Kiel) wo Mitarbeiter gnadenlos ausgebeutet und Kunden übervorteilt und ausgenommen werden.

Jeder von uns kann "gezielt" helfen, mit und ohne finanziellen Aufwand. Ich habe z.B. unsere gesamten alten Kinderklamotten und Spielsachen (aufgehoben falls unser Sohn einmal ein Geschwisterchen bekommt, was sich mittlerweile erledigt hat) in den Hamburger Flüchtligsheimen verteilt, das waren einige Kisten und Fuhren und einiges meiner Wochenendzeit. Aber ich empfand das als wertvolle, sinnvoll investierte und gut genutzte Lebenszeit.

Soziales Engagement kann jeder!

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Die Revolution der Selbstlosen 29 Mai 2017 16:29 #14997

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Moin Madouc,

Madouc99 schrieb: www.chip.de/news/Zum-Kotzen-Aldi-Kunde-r...giert_113587676.html

Ein kleines aktuelles Beispiel dafür, was 100.000 mal einen Link teilen oder liken bewirken können. Auch die mächtigsten Industrie-Giganten bestehen aus Menschen, Menschen, die die Option haben moralisch richtig zu handeln. Es gibt mittlerweile sehr viele Beispiele für anständige Großunternehmen, wo nicht mehr nur der Profit und der Shareholder Value an erster Stelle stehen.


Klar, es erzeugt erst mal Aufmerksamkeit wenn solch eine Aussage geteilt wird, aber in Zeiten des Internets und der "Schnellen Nachrichten" ist es auch relativ schnell wieder vergessen. Und solch ein Aufschrei zum Aldi-Fleich teilt dann auch die Gesellschaft, die einen finden es "zum Kotzen", die anderen wiederum sind froh wenn Sie Ihr Fleisch günstig im Angebot bekommen (und das nicht weil die geizig (einige vielleicht schon aber nicht alle) oder gegen artgerechte Tierhaltung sind, sondern weil die jede Ausgabe berücksichtigen müssen -> und da wären wir wieder beim Thema Ressourcen-Verteilung..) und wieder anderen ist es egal weil die "viel wichtigere Probleme" haben wie z.B.: "wo parke ich heute meine Jacht?" oder "Wie produziere ich am meisten Profit mit dem verkauf von Waffen?" oder, oder, oder..

Hier ist ein Ausschnitt aus der zweiten Seite die man erreicht wenn man unter dem Artikel auf "unserem Video" klickt (und sogar der Chip.de versucht die Informationen zu dem Selben Thema aufzuspalten um möglichst viele Klicks zu generieren die wiederum zur Werbeeinnahmen führen ...):

Viele sind auf billiges Essen angewiesen
Boisen nannte das halbherzig, doch auch seine Kritik wurde von den Nutzern kontrovers diskutiert. Viele könnten sich eben nur billiges Fleisch leisten und die Discounter bedienten die Nachfrage.
Das sei ein gesellschaftliches Problem, wie ein Nutzer schrieb: (Zitat) "Solange keine anständigen Löhne für gute Arbeit gezahlt werden, solange werden die meisten auch weiterhin auf die Angebote beim Discounter zurückgreifen."


Mittlerweile (durch meinen kürzlichen Jobwechsel) gehört meine Familie nicht mehr zu der Kategorie die auf "Billigfleisch" angewiesen sind und dennoch müssen wir unsere Ausgaben im Auge behalten und ich kann die Gründe wieso einige (wir auch da wir in der Nähe unserer Wohnung nur einen Aldi und einen Penny haben) bei solchen Angeboten zugreifen ganz gut Nachvollziehen und das ist das traurige an der ganzen Sache..

Madouc99 schrieb: Da du Hamburger bist, nenne ich mal nur die Namen die mir aus unserer Stadt dazu spontan einfallen: Otto Gruppe, Barclaycard, Avocado Store, weitere sind nur eine Google-Suche entfernt. Sicher es gibt auch die "bösen" wie z.B. Good Games oder Freenet (Kiel) wo Mitarbeiter gnadenlos ausgebeutet und Kunden übervorteilt und ausgenommen werden.


Natürlich gibt es auch Firmen welche die Probleme erkannt haben oder auch fair agieren um besser auszusehen (will jetzt hier niemanden Scheinheiligkeit vorwerfen).

Madouc99 schrieb: Jeder von uns kann "gezielt" helfen, mit und ohne finanziellen Aufwand. Ich habe z.B. unsere gesamten alten Kinderklamotten und Spielsachen (aufgehoben falls unser Sohn einmal ein Geschwisterchen bekommt, was sich mittlerweile erledigt hat) in den Hamburger Flüchtligsheimen verteilt, das waren einige Kisten und Fuhren und einiges meiner Wochenendzeit. Aber ich empfand das als wertvolle, sinnvoll investierte und gut genutzte Lebenszeit.


Unsere Kinderklamotten drehen sich im Kreis, viele Sachen nach meinem Sohn hat unsere Tochter getragen, jetzt mein Neffe und vielleicht bekommen wir nochmal Nachwuchs und dann sind die Sachen in der nächsten Runde, danach mal gucken, vielleicht in die Flüchtlingsheime oder zum SOS-Kinderdorf bringen, entscheidet sich sowieso später, je nachdem wo man es nötiger hat zu dem Zeitpunkt..

Madouc99 schrieb: Soziales Engagement kann jeder!


Da stimme ich dir zu! Es kann jeder, macht nur nicht jeder, einige weil die es nicht wollen, andere weil die es nicht können, wieder andere weil die selbst auf Soziales Engagement angewiesen sind. Und einige von denen die es machen, machen es nicht weil die es für wichtig halten, sondern weil es in Mode ist oder durch sogenannten "Gruppenzwang" (will hier auch niemanden Scheinheiligkeit vorwerfen und hoffe das ich mich in diesem Punkt gewaltig irre, aber diese Möglichkeit kann ich auch nicht ausschließen).


So,.. und was ich eigentlich ursprünglich sagen wollte: damit eine echte "Revolution der selbstlosen" stattfinden kann, braucht es etwas größeres als ein paar Selbstlose (leider sind es in meinen Augen wirklich nur ein paar :() die gegen die Windmühlen kämpfen.


Viele Grüße, M13P4.

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Die Revolution der Selbstlosen 29 Mai 2017 17:20 #14999

Mir wäre es völlig egal ob mir einer hilft weil es in der High Society gerade "in" ist, oder ob er es von Herzen macht. Aus Sicht der Betroffenen heißt es wohl: Hauptsache es wird geholfen.

Es bleibt dabei, jeder kann helfen.

In Manchester nach dem Anschlag haben die Ärmsten der Armen, nämlich die Obdachlosen auf der Straße mitgeholfen und sich engagiert.

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Die Revolution der Selbstlosen 29 Mai 2017 18:43 #15004

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Moin Madouc,

Madouc99 schrieb: Es bleibt dabei, jeder kann helfen.

In Manchester nach dem Anschlag haben die Ärmsten der Armen, nämlich die Obdachlosen auf der Straße mitgeholfen und sich engagiert.


Das meinte ich auch mit der Aussage:

m13p4 schrieb: die meisten (nicht alle natürlich) die etwas mit der selbstlosigkeit anfangen könnten sind in einer ähnlichen Lage weil die sich nie an die Spitze der gesellschaftlichen Hierarchie bewegen wollten ..



Viele Grüße, M13P4.

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Die Revolution der Selbstlosen 29 Mai 2017 20:57 #15009

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Es ist sinnvoll, das Video zunächst zu sehen.
Ich stimme voll zu: Eine halbe Stunde Meditation für jeden täglich.
Es geht um Ruhe und um bewußt-werden,
siehe Video, das reicht schon!

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Die Revolution der Selbstlosen 29 Mai 2017 21:19 #15010

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Lieber Madouc99!

m13p4 kennt das Video nicht und redet am Thema vorbei.
Es geht in dem Video gerade darum, dass wir alle, zumindest die, die nicht hungern und einen Schlafplatz haben, der unser Leben nicht gefährdet usw.,
dass jedes Kind, jeder Erwachsene, mit regelmäßiger Meditation, eine halbe Stunde täglich, sein Gehirn ändern kann. Zum Nutzen Aller! (mit bildgebender Technik bewiesen!)
Durch positive Rückkopplungsschleifen nimmt unser vom Gehirn produzierte Geist Einfluss auf "sein Gehirn" und zurück, hin und her - That’s it!
Nicht im Video:
Was mich bei Versuchen mit fMRT am meisten nachdenklich gestimmt hat: drei Leute in drei „Röhren“, beschäftigt mit gemeinsamen Computerspielen, so weit so gut, auf Verabredung, moppen nun zwei Teilnehmer den dritten, unfair, gemein, grob beleidigend – also nicht körperlich!
Guess what? Das Gehirnarreal des Gemoppten – für körperlichen Schmerz – aktivierte sich=körperlicher und seelischer Schmerz ist identisch, abgesehen davon, dass er individuell ist und beeinflussbar, nicht nur „mit Tablette“.

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Die Revolution der Selbstlosen 30 Mai 2017 00:45 #15013

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Moin Chalawan,

Hast recht, habe das Video noch nicht gesehen, Heut war mal wieder ein Cartoon Abend (und ich bereue es nicht, nie. Ich guck selbst auch gerne Cartoons :D bin wohl auch immer noch ein kleines Kind im Geiste).
Bin mir aber auch nicht sicher ob Madouc das Video gesehen hat. Wir haben an dieser Stelle wohl eher über den allgemeinen Begriff "selbstlosigkeit" diskutiert. Und ich denke dass der Madouc und ich schon über das selbe sprechen und das selbe meinen mit dem kleinen Unterschied, dass wir es aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten.


Das Video werden ich mir noch geben sobald sich eine Möglichkeit dazu ergibt.


Viele Grüße, M13P4.

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Die Revolution der Selbstlosen 30 Mai 2017 01:18 #15014

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Hi m13p4,
habe ich auch so verstanden und berücksichtigt, aber madouc war intuitiv,
weil es eben seiner Einstellung entspricht oder was, zufällig auf Kurs des Videos.
Klar, könnt ihr auch nur so über Altruismus diskutieren.
tschau

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Die Revolution der Selbstlosen 30 Mai 2017 08:00 #15021

Ich hatte keine Zeit das Video ganz anzusehen, bin aber relativ gut belesen was Hirnforschung angeht, und das Prinzip des angeborenen Egoismus habe ich nie als korrekt empfunden.

In den meisten Büchern die ich las Stand am Ende die Konklusion, dass Menschen das tun was Belohnungsmechanismen im Gehirn auslöst. Das kann Geldgier sein, aber gleichzeitig auch Altruismus. Beides löst Belohnungsmechanismen aus, man kann sich in beide Richtungen konditionieren.

(EDIT: Ihr könnt das selbst an euch testen, steckt jeden Tag 5 20 Cent Münzen ein, und verschenkt die einfach an andere, macht das eine Woche lang. gebt sie Bettlern aber auch einfach so mal einem Kollegen oder als Trinkgeld. Ihr werdet feststellen, dass es ein unglaublich gutes Gefühl vermittelt)

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Die Revolution der Selbstlosen 30 Mai 2017 08:13 #15022

Madouc99 schrieb:

Ihr könnt das selbst an euch testen, steckt jeden Tag 5 20 Cent Münzen ein, und verschenkt die einfach an andere, macht das eine Woche lang. gebt sie Bettlern aber auch einfach so mal einem Kollegen oder als Trinkgeld. Ihr werdet feststellen, dass es ein unglaublich gutes Gefühl vermittelt)

Oder auch, um Josef Gaßner ins Spiel zu bringen, bringt Spinnen an einem für Spinnen geeigneten Lebensraum, wenn sie sich in der Wohnung, die ja ein ganz schlechter Lebensraum für Spinnen ist, verirrt haben.

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Die Revolution der Selbstlosen 30 Mai 2017 16:27 #15026

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Moin moin,

ich bin es nochmal, habe das Video zwar immer noch nicht gesehen möchte aber weiter mitreden :p (und so tun als ob ich Ahnung hätte).

Madouc99 schrieb: Mir wäre es völlig egal ob mir einer hilft weil es in der High Society gerade "in" ist, oder ob er es von Herzen macht. Aus Sicht der Betroffenen heißt es wohl: Hauptsache es wird geholfen.


Mir als Betroffener wäre es nicht ganz egal (kommt natürlich auf den Grad der Betroffenheit an). Ich würde sogar Hilfe absichtlich ablehnen wenn ich merke dass mir jemand hilft nicht weil er es für richtig hält, sondern um sich besser zu fühlen (und später seinen Freunden/Verwandten/etc. erzählen zu können wie toll er doch ist weil er dieser armen Person geholfen hat).
Genauso gehe ich auch vor wenn ich helfe, ich mache es weil ich es für richtig halte und nicht weil es derzeit "in" ist oder um sich dadurch besser zu fühlen. Wenn ich einem Hinz&Kunzt Verkäufer beim vorbeigehen 5 eur zustecke, fühle ich mich dadurch kein Stück besser, ich weiß nur dass ich das richtige gemacht habe weil diese 1 Person vielleicht diesen Abend dadurch etwas "normales" essen kann, weiß aber auch, dass durch mein handeln auf Dauer bei dieser einen Person sich nichts ändern wird und dass ist das was mich weiterhin unglücklich bleiben lässt.
Und solche Art von Hilfe (die Art bei der es darum geht sich selbst, in seinen eigener Wahrnehmung, als besserer Mensch zu fühlen weil man ja jemanden Hilft), die würde ich dann als Hilfsbedürftiger ablehnen (hängt natürlich auch von den Grad der Hilfebedürftigkeit an und auch ob ich die Absichten des Helfers durchschauen/einschätzen kann). Da könnte man jetzt eine Analogie ziehen zu einem Behinderten der im Rollstuhl sitzt und mit seinem Leben in der Lage klarkommt und von allen Seiten immer wieder hört für wie Tapfer ihn doch alle halten, dass er mit seinem Handicap trotzdem klarkommt und sich nicht unterkriegen lässt usw.. und diese Art von Mut-Zusprechung habe ich als Ausländer schon sehr oft erlebt: "Was? Sie sind kein Deutscher? Dafür sprechen Sie aber sehr gutes Deutsch! Sie haben sich ja richtig gut Integriert!" und dann geht es oft weiter mit: "Da habe ich schon ganz andere Fälle erlebt..". Was soll mir so eine Aussage an der Stelle sagen? Das ich etwa besser bin als die Anderen die sich (noch) nicht integriert oder inkludiert haben? oder fühlt sich die Person, die mir dies sagt, sich dadurch besser? Nur ist das an dieser Stelle keine Materielle Gabe die man ablehnen könnte, geht aber in die ähnliche Richtung ..
Und was mich auch noch in meinem Leben geprägt hat, ich habe bis vor kurzem als Programmierer in der Marketing-Abteilung einer relativ Großen Firma gearbeitet und hautnah erlebt aus welchen Gründen geholfen wird. Es kommt immer darauf an: "wie können wir, das was wir für die anderen machen, zu eigenem Vorteil nutzen um daraus mehr Profit/Ansehen (welcher zu neuen Kunden und dann wieder zur Profit führen kann) produzieren".
Natürlich sind nicht alle Menschen und Firmen gleich und ich kann an der Stelle nur über mich und meine persönlichen Erfahrungen sprechen.

Madouc99 schrieb: (EDIT: Ihr könnt das selbst an euch testen, steckt jeden Tag 5 20 Cent Münzen ein, und verschenkt die einfach an andere, macht das eine Woche lang. gebt sie Bettlern aber auch einfach so mal einem Kollegen oder als Trinkgeld. Ihr werdet feststellen, dass es ein unglaublich gutes Gefühl vermittelt)


Und was machst du nach den 5 Tagen? Machst du weiter oder hörst du auf weil das bereits vermittelte "gute Gefühl" ausgereicht hat? Und was passiert mit dem Bettler? Der sitzt dann nach diesen 5 Tagen weiter auf der Strasse aber du hast dein gutes Gefühl bereits einkassiert. (Madouc, versteh das bitte nicht wie ein Angriff auf dich!). Du wärst aber nicht in der Lage (wenn du in der Lage wärst, hättest du es bestimmt gemacht, daran zweifle ich nicht ;)) diesem Bettler einen Dach über dem Kopf zur Verfügung zu stellen und mit Essen zu versorgen und das ist doch genau das was dieser Bettler nötig hat. Und wenn doch: was ist dann mit den anderen Bettlern die weiterhin auf der Strasse leben bleiben? (und wieder sind wir beim Thema Ressourcen-Verzeilung angekommen, egal wie man es dreht und wendet, kommt man am Ende auf dieses Thema).

badhofer schrieb: Oder auch, um Josef Gaßner ins Spiel zu bringen, bringt Spinnen an einem für Spinnen geeigneten Lebensraum, wenn sie sich in der Wohnung, die ja ein ganz schlechter Lebensraum für Spinnen ist, verirrt haben.


Was hast du gegen Spinnen in der Wohnung? :D Vor allem in kalten Jahreszeiten ist die Wohnung oft die einzige Überlebensmöglichkeit für einige Spinnen. Wenn ich eine Spinne bei mir sehe, lasse ich die dann weiter machen außer meine kleine Tochter sieht die Spinne, dann gibt es Gekreische und Geschreie und dann wird die Spinne, im Sommer auf den Balkon, im Winter im Treppenhaus, ausgesetzt.


Viele und Liebe Grüße, Der Misanthropen-Troll M13P4.

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Die Revolution der Selbstlosen 31 Mai 2017 03:19 #15040

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Ich verstehe auch dich, m13p4 - NUR geht es in dem Video gerade nicht um Stolz-Verletzungen. Um dir das anschauen des Videos zu ersparen: neben dem selbstlosen Aspekt, beweist das Video mittels fMRT, dass man mit Meditation sein Gehirn ändern kann und dann, sozusagen, automatisch „sanfter“ wird, „achtsamer“ und nicht seine Energie verschwendet, nicht immer gleich auf die Palme springt… Auch von Straßenkids und „harten Jungs“ ist die Rede.
Übrigens, in anderen Ländern wie Indien ist es normal Geldstücke dabei zu haben, UM SIE den Bettlern oder Leprakranken zu geben. Dabei wird Blickkontakt gemieden, um die armen Menschen nicht zu beschämen!
Und es wäre die Frage, ob sie das Geld (egal wie viel) annehmen würden, wenn man sie zwänge, es aus der Hand entgegenzunehmen oder etwas dafür zu tun. Wer nichts hat außer Stolz, lässt ihn sich nicht so leicht nehmen.

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Die Revolution der Selbstlosen 31 Mai 2017 07:57 #15045

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Moin Chalawan,

stolz meinte ich auch nicht.., vielleicht drücke ich mich einfach nicht so aus wie ich das meine, wie auch immer..
ich persönlich kann einfach nicht dadurch dass ich helfe glücklich werden weil es in globalen Maßstäben und auf dauer ehe nichts verändert..
Und wenn ich mir dann noch Gedanken über die Gründe mache wieso jemand jemanden hilft .. Und dabei wird auch noch von win&win Situation gesprochen.. ach ich höre lieber auf darüber nachzudenken dass die Menschen etwas bereit sind zu machen nur um ihr belohnungssystem zu stimulieren...


Viele Grüße

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Die Revolution der Selbstlosen 31 Mai 2017 17:30 #15065

m13p4 Schau dir das Video an. Wirklich, tu es!

Schau dir an wie die Kleinkinder reagieren bzw handeln. Unverdorbene und absolut natürliche Handlungen. So funktionieren wir. Und auch du hast diese simplen chemischen Prozesse in dir. Ich fordere dich nochmal auf verschenke jeden Tag 5 mal 20 Cent oder mach den Menschen um dich herum auf irgend eine andere Art und Weise eine kleine Freude, und beobachte beim Geben deine eigene emotionale Gemütslage.

Und dann behaupte "ich persönlich kann einfach nicht dadurch dass ich helfe glücklich werden" nochmal - wenn du kannst.

S = k log W

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Die Revolution der Selbstlosen 31 Mai 2017 18:36 #15068

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Moin Madouc,

Du hast mich auch nicht ganz verstanden oder ich habe mich nicht ganz so ausgedrückt wie ich das meinte. Ich helfe bereits wo ich kann und wo ich es für angebracht halte und das nicht um mich glücklich zu fühlen, sondern weil ich das für richtig halte. Trotzdem fühle ich mich dadurch kein Stück besser wenn ich die Gewissheit habe, dass mein Handeln auf Dauer keine Auswirkung zeigt sondern nur kurzfristig etwas bewirkt.

Das Video werde ich mir noch angucken wenn sich die Möglichkeit dazu ergeben wird.


Nachtrag:
Ein mal hatte ich sogar eine Idee die eventuell dazu führen könnte vielen Menschen zu helfen (möchte mich nicht näher dazu äußern), habe dann ein paar Menschen angeschrieben und mit denen meinen Gedankengang geteilt und um Hilfe gebeten. Man hätte auf der Grundlage davon vieles ausdiskutieren können und überlegen können ob und wie man damit etwas bewerkstelligen kann. Es hat sich niemand zurück gemeldet. Und mittlerweile erwarte ich auch nicht dass sich jemals jemand zurück melden wird, und wenn doch - dann pfeife ich auf diese Idioten (vorausgesetzt ich lag mit meiner Idee richtig oder zum Teil richtig, wenn nicht dann bin ich selbst ein Idiot aber das nehme ich gerne in kauf).. So viel zum Thema Hilfsbereitschaft.

An dieser Stelle klinke ich mich aus diesem Thema aus, vielleicht schreibe ich hier noch etwas wenn ich das Video irgendwann gesehen habe.

Viele Grüße, M13P4.

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Die Revolution der Selbstlosen 01 Jun 2017 02:04 #15097

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Vielleicht wäre etwas nicht-materielles weiterzureichen wie ein Lächeln für dich besser vorstellbar als Ansatz einer Kettenreaktion? Sich selbst erfüllende Prophezeiungen sollten nicht unterschätzt werden, nicht dass dich einer anmacht, von wegen: Ej, schieb mal bissel mehr rüber, n Euro oder so.
(So wie die Augen mitessen, lenken deine Gedanken.)
tschüss

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