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THEMA: Urknall

Urknall 21 Jun 2017 15:19 #16028

Laut Urknallhypothese (Stand 2015) gab es Quantenfluktuationen schon vor dem Urknall während Zeit und Raum dort entstanden.
Aber ist dieses Vergehen von Materie Antimateriepaaren nicht auch eine "Taktrate" also Zeit? Und wie sollte überhaupt ohne Zeit der Prozess des Entstehens und Vergehens stattfinden?

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Urknall 21 Jun 2017 15:42 #16029

Die gängige Theorie für ein einzelnes Universum (explizit nicht Multiversum) sieht so aus, dass Zeit erst mit unserem Universum entstand, davor fanden wenn man so will unendlich viele Quantenfluktuationen statt, die aber allesamt kein Universum und damit auch keine Zeit auf den Weg gebracht haben.

Wenn man unendlich viele Versuche in keiner Zeit hat, muss am Ende schließlich auch was brauchbares herauskommen nicht wahr?

Ich mag zu diesem Thema dieses Video hier besonders:


S = k log W
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Urknall 21 Jun 2017 19:29 #16035

Natürlich "fanden" auch die Fluktuationen der Planckwelt "vor" dem Urknall auf einer Zeitskala statt (die Sprache tut sich schwer, das zu beschreiben, deshalb die Anführungszeichen). Das Entscheidende ist jedoch, dass diese Quantenfluktuationen die Entropie nicht erhöhen und somit reversible Prozesse darstellen. Erst mit dem Urknall und somit mit der Erhöhung der Entropie beginnt die Zeit im entstandenen Universum zu "ticken".
Meine Schlussfolgerung daraus ist auch, dass damit aus rein formallogischen Gründen unser Universum kein Einzelfall ist. Wenn außerhalb von Raum und Zeit immer und ständig unendlich viele Fluktuationen stattfinden, dann muss ein gewisser Teil davon unweigerlich immer wieder in ein Universum mit Raum und Zeit münden, und zwar unendliche Male (was faktisch auch bedeutet, dass wir unendlich viele Doppelgänger in Paralleluniversen haben, klingt verrückt, lässt sich aber nicht vermeiden). Dabei sind alle möglichen Konfigurationen von Naturgesetzen und Konstanten denkbar. Beobachtbarkeit dieser Parallel- oder Multiversen hin oder her. Schon aus Gründen der Logik und Wahrscheinlichkeit müssen wir mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit von ihrer Existenz ausgehen. Oder zweifelt jemand daran, dass es jenseits des für Teleskope beobachtbaren Universums (ca. 45 Milliarden Lj) keine Galaxien oder Sterne gibt? Würde man auch hier geltend machen, dass nur als existent gilt, was beobachtbar oder messbar ist, müsste man ihre Existenz verleugnen.

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)
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Urknall 21 Jun 2017 20:02 #16037

vielen dank =)

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Urknall 21 Jun 2017 21:00 #16042

Wie kommt man darauf, Quantenfluktuationen auch vor dem Urknall gedanklich als mögliche Entstehungsursache für unser Universum zuzulassen?
Das Ganze hat seinen Ursprung in den Heisenbergschen Unschärferelationen.
Davon gibt es zwei!
- die Energie und Zeit Unschärfe : Delta E x Delta t <= h/2pi
- die Orts und Impulsinschärfe : Delta R x Delta mxV <= h/2pi

Hier sieht man, dass sich die Fluktuation beliebig viel Energie aus dem Nichts borgen kann aber dann auch für beliebig kurze Zeit. Das gleiche gilt für den benötigten Raum. Die Fluktuation leiht sich ihn sozusagen für die Dauer ihrer Existenz. Verschwindet die Fluktuation wieder, muss sie Energie und Raum (Geld und Chekkarte) wieder an das Nichts ( Bank ) zurückgeben.
Dieses aus der Quantenmechanik stammende Fluktuationsbild kann man jetzt gedanklich vor den Urknall setzen und beliebig viele solcher Fluktuationen zulassen, wohlgemerkt, geborgt vom Nichts.
Wenn der Affe nur lange genug auf der Schreibmaschine tippt, schreibt er eines Tages den Titel unserer Seite: Urknall, Weltall und das Leben. ( Infinite monkey Theorem!)

Grüße
Thomas
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Urknall 21 Jun 2017 22:32 #16047

Thomas schrieb:

Wenn der Affe nur lange genug auf der Schreibmaschine tippt, schreibt er eines Tages den Titel unserer Seite: Urknall, Weltall und das Leben. ( Infinite monkey Theorem!)

Der Witz ist aber, dass - um in der Affen-Metapher zu bleiben - eben unendlich viele Affen tippen. Das meinte ich im Grunde, wenn ich es - beobachtbar oder nicht - für äußerst wahrscheinlich halte, dass es unendliche viele Universen gibt und sogar noch den letzten und radikalen Schluss ziehe und postuliere, dass in jedem Moment unendlich viele Universen entstehen. Eben eine Konsequenz aus der Unendlichkeit des fluktuierenden Quantenvakuums, denn wie sollte man sich das wieder begrenzt vorstellen? Rein intuitiv sage ich mir, dass man es sich unendlich vorstellen muss. Aber wie sagen die Buddhisten so treffend: Gedanken und Begriffe werden der Wirklichkeit nie gerecht.

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Urknall 22 Jun 2017 00:16 #16048

@Cyborg
Ein einziger Affe, der unendlich lang schreibt, reicht aus, damit nicht nichts ist und damit nie nichts war. Ein Affe, der z.B 1000 Buchstaben zu Verfügung hat, benötigt mehr als 1000 Takte, bis er URKNALL schreibt. Ein Affe, der unendlich viele Buchstaben zu Verfügung hat, benötigt mehr als unendlich viele Takte, bis er URKNALL schreibt. Das heißt, er hat schon immer geschrieben, länger als unendlich lang, er konnte deshalb nie einen Anfang gehabt haben. Er war schon immer da und hat schon immer geschrieben.

Es bedarf keine unendlich viele Affen, die unendlich viele Universen schreiben. Ein einziger Affe, der ein einziges Universum schreibt, erfüllt alle Voraussetzungen, die erforderlich sind, damit nicht nichts ist und ein Universum entstehen konnte.

Die unendlich vielen Buchstaben symbolisieren unendlich viele, gleichberechtigte, theoretische Möglichkeiten.
Mehr als unendlich lang symbolisiert die Ewigkeit.

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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Urknall 22 Jun 2017 11:22 #16054

Das "Infinite Monkey Theorem" beschreibt das Quantenvakuum nur unzulänglich gut, es ist ein Gleichnis, besser eine Parabel, die nur das zwingende Zustandekommen des Ergebnis anschaulich verdeutlicht. Unendlich viele Affen die zufällig auf Tastaturen hämmern, und dabei unendlich viel Zeit dafür haben, weil es keine Zeit gibt, schreiben nun mal letzten Endes eine Kopie von jedem auf Erden geschriebenen Text und von außen sieht es so aus als hätten sie all diese Texte in null Zeit hervorgebracht.

In dem Video das ich oben gepostet habe spricht Prof. Krauss über die Masse eines Protons, und er zeigt eine wunderbare animierte Grafik dazu, wenn man sich das ansieht wird klarer was das Quantenvakuum eigentlich ist.

S = k log W

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Urknall 22 Jun 2017 15:10 #16060

Das "Infinite Monkey Theorem" beschreibt lediglich, dass es nicht zwingend eines Schöpfergottes bedarf. Alles, was ein Schöpfergott können müsste, kann auch der Zufall, wenn er lange genug Zeit dafür hat. Es ist daher nicht 1:1 auf physikalische Vorgänge übersetzbar.

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Urknall 22 Jun 2017 18:45 #16065

badhofer,
mit den unendlich vielen Affen wollte ich lediglich veranschaulichen, dass ich vermute, dass es außerhalb von Raum und Zeit unendlich viele Quantenfluktuationen gibt. Ist aber nur so eine intuitive Idee von mir. Muss ja nicht stimmen und beweisbar schon gar nicht.

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Urknall 23 Jun 2017 02:16 #16070

Denobio schrieb:

Mein Gott!

Dein Gott? Du kannst ihn dir behalten :P

Cyborg schrieb:

mit den unendlich vielen Affen wollte ich lediglich veranschaulichen, dass ich vermute, dass es außerhalb von Raum und Zeit unendlich viele Quantenfluktuationen gibt.

Ich weiß schon, was du damit sagen wolltest. Das meinte ich jedoch nicht.
Ich denke mir, es spitzt sich auf die Frage zu ob:

1) Ob das für das Leben fein abgestimmte Universum eines Lenkers bedurfte, der die Feinabstimmung lenkte
oder
2) Ob der Zufall das Universum auf das Leben fein abstimmte, indem er unendlich viele Parallel-Universen erschaffte, bei dem eines davon für das Leben fein abgestimmt ist
oder
3) Ob der Zufall ohne Lenker und ohne unendlich viele Parallel-Universen zufällig ein Universum erschaffen kann, das für das Leben fein abgestimmt ist.

Die Naturwissenschaft kann mit der Methode des Reduktionismus darauf keine Antwort geben, denn die Antwort liegt im "großen ganzen", und das wird bei der Reduktion weg-reduziert.

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Urknall 23 Jun 2017 06:52 #16076

badhofer schrieb: Ich denke mir, es spitzt sich auf die Frage zu ob:

1) Ob das für das Leben fein abgestimmte Universum eines Lenkers bedurfte, der die Feinabstimmung lenkte
oder
2) Ob der Zufall das Universum auf das Leben fein abstimmte, indem er unendlich viele Parallel-Universen erschaffte, bei dem eines davon für das Leben fein abgestimmt ist
oder
3) Ob der Zufall ohne Lenker und ohne unendlich viele Parallel-Universen zufällig ein Universum erschaffen kann, das für das Leben fein abgestimmt ist.


Super zusammengefasst, genau das scheinen die Alternativen zu sein.

badhofer schrieb: Die Naturwissenschaft kann mit der Methode des Reduktionismus darauf keine Antwort geben, denn die Antwort liegt im "großen ganzen", und das wird bei der Reduktion weg-reduziert.


Ich würde da noch einen Schritt weiter gehen und behaupten, dass die Antwort außerhalb unseres Universums liegt und somit auch von einem nicht-reduktionistischen Wissenschafts-Ansatz nicht gefunden werden kann.

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Urknall 23 Jun 2017 10:36 #16082

Die Antwort darauf liegt im Quantenvakuum.

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S = k log W

Urknall 23 Jun 2017 13:32 #16086

Zur Feinabstimmung:

Wie sieht das mathematisch denn überhaupt aus, wie will man eine Wahrscheinlichkeit an einer Konstanten festmachen?

Was wäre denn die grundsätzlich mögliche Wertespanne und wie groß wäre die für Leben geeignete Wertespanne und sind die Werte diskret oder kontinuierlich veränderbar?

Wenn es sich um eine kontinuierliche Spanne handelt, so wären zum Beispiel unendlich viele Werte denkbar, die Leben ermöglichen. Dann kann man aber keine Wahrscheinlichkeit bestimmen, weil unendlich geteilt durch unendlich nicht definiert ist.

Zudem, wenn man 32 Spielkarten beliebig und ordentlich mischt und dann die konkrete Reihenfolge betrachtet, so ist diese extrem unwahrscheinlich, aber jede andere Verteilung eben auch. Sich hinterher über die Unwahrscheinlichkeit der konkreten Reihenfolge zu wundern, macht folglich keinen Sinn. Anders wäre es, wenn jemand die Reihenfolge korrekt vorhergesagt hätte, dann müßte man sich fragen, wie das erklärt werden kann.

Glaube nichts, weil ein Weiser es gesagt hat. Glaube nichts, weil alle es glauben. Glaube nichts, weil es geschrieben steht. Glaube nichts, weil es als heilig gilt. Glaube nichts, weil ein anderer es glaubt. Glaube nur das, was Du selbst als wahr erkannt hast.

Buddha

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Urknall 23 Jun 2017 13:43 #16088

Außerdem:

Was heißt für das Leben fein abgestimmt?

1. Wieso ist das Leben so bedeutend?
Wäre ein anderes Universum ohne Leben wie wir es kennen, nicht vielleicht aus anderen Gründen "interessanter", wer weiß schon, was sich dort entwickelt hätte, völlig außerhalb unseres begrenzten Vorstellungsvermögens. Typisch menschlicher Chauvinismus, anzunehmen, daß unser Leben etwas Besonderes wäre. Erinnert mich an einen Schimmel auf nem Pudding, der sich freut, daß sein "Schöpfer", der Mensch sich so eine Mühe gegeben hat, ihm ideale Bedingungen zu schaffen, obwohl es nur nachlässige Hygiene war.

2. Das Universum ist extrem lebensfeindlich. Im Universum dominiert mit Strahlung gefülltes Vakuum, was fast alles an Leben sofort tötet. In unserem Sonnensystem gibt es zwar acht Planeten, aber Leben wohl nur auf einem. Eventuell gibt es Mikroorganismen auf anderen Monden oder auf dem Mars, aber wohl nichts mit der Erde vergleichbares.

3. Die Erde ist zwar im Verhältnis dazu insgesamt lebensfreundlich, aber auch nur auf der Oberfläche mit wenigen km nach oben und unten. Der größte Teil des Volumens der Erde (im Inneren) ist absolut lebensfeindlich, für Menschen sind die Ozeane grundsätzlich lebensfeindlich, dort überleben wir nur mit Hilfsmitteln, ohne Hilfsmittel stirbt man im Ozean als Mensch in alle Regel binnen Minuten. Auch große Teile der Landmasse sind für Menschen kaum lebensfreundlich (Arktis, Wüsten, Gebirge, Dschungel mit vielen gefährlichen Tieren etc.).

4. Ständig "versucht" das Universum das Leben auszulöschen, Vulkane, Erdbeben, Meteorite, Fluten... Und spätestens mit dem Ende der Sonne endet auch das Leben.

Wer also sagt, selbst falls es eine bewußte Feinabstimmung gab, daß der Schöpfer UNS wollte? Vielleicht sind wir nur der Schimmel der Schöpfung und nicht ihr Ziel, aber das gehört in einen anderen Thread ;)

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Urknall 24 Jun 2017 14:39 #16133

Heinz Jürgen schrieb:

Was heißt für das Leben fein abgestimmt?

So wie du schreibst, ist das gesamte Universum lebensfeindlich, mit einer Ausnahme, nämlich unser Lebensraum. Auch der Zufall verhält sich nach dem Grundprinzip. Er macht Ausnahmen, sonst wäre er vollkommen. Nachdem nicht einmal das Nichts vollkommen ist, kann auch der Zufall nicht vollkommen sein. Dass der Zufall in einem lebensfeindlichen Universum eine Ausnahme schafft, nämlich eine Lebensfreundliche Zone, setzt voraus, dass das Leben auch schon vor dem Urknall als Ausnahme vorhanden gewesen sein muss.

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Urknall 24 Jun 2017 14:49 #16135

badhofer schrieb:

Dass der Zufall in einem lebensfeindlichen Universum eine Ausnahme schafft, nämlich eine Lebensfreundliche Zone, setzt voraus, dass das Leben auch schon vor dem Urknall als Ausnahme vorhanden gewesen sein muss.

Oh weh, badhofer, da werden aber jetzt einige atheistische Keulen auf dich niedersausen. :cheer:

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Urknall 24 Jun 2017 15:04 #16136

Cyborg schrieb:

Oh weh, badhofer, da werden aber jetzt einige atheistische Keulen auf dich niedersausen. :cheer:

In meiner nun schon fast 30-jährigen Tätigkeit sind die meisten und aggressivsten Keulen von den Atheisten nieder gesaust. Nicht von den religiösen, die wissen eh alle, dass ihr Gott nur ein Hirngespinst ist, der nur deshalb aufrechterhalten wird, damit das Geschäft nicht abreißt. Du wirst doch nicht ernsthaft denken, dass der Papst (um das Extrem zu nennen) an einen Gott glaubt. Die wissen eh alle, was da gespielt wird. Bei den Atheisten verhält sich das anders. Die sind überzeugt, das es kein übergeordnetes Prinzip gibt und verteidigen ihre Überzeugung deshalb wesentlich aggressiver.

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Urknall 27 Jun 2017 18:17 #16266

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Mit dieser eleganten QM-Lösung lohnt es nicht mehr, nach dem ewigen „Und was war vorher?“ zu fragen. -
Wie willst du deiner Hypothese (Zeitexistenz während der Fluktuationen im „Nichts“) näherkommen? Minus-Zeit? -
(Das "Nichts" ist zeitlos - meine Meinung.)
-
Lieber Herr Gaßner!
-Gab es nach dieser Hypothese primordiale Gravitationswellen?
-Der Casimir Effekt kann in solch einem Vakuum, mit lediglich Quantenfluktuationen, auf der Erde technisch nicht nachgestellt werden – wie kann er dann als Beweis dienen?
(Sie haben mich überzeugt, dennoch, würden Sie mir bitte diese beiden Fragen beantworten?)
THX!99

bye,
Chalawan2000

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Urknall 02 Aug 2017 08:24 #18127

Hallo,

für mich ist Zeit der Entwicklungsprozess von Materie. Entwicklung verläuft dabei spiralförmig von unten nach oben. Entwicklung oder Entwicklungen sind gleichzeitig Ruhepunkte (Strukturen), die Materie eingeht. Der Entwicklungsprozess von Materie verläuft allerdings je nach Raumbeschaffenheit bzw. Geschwindigkeit relativ: will sagen Zeit wird gedehnt oder gestaucht.
Bei einer Quantenfluktuation kommt keine wirkliche Struktur (Entwicklung) zustande. Quanten, die sich bilden, werden direkt wieder vernichtet und umgekehrt. Es gibt keine wirklichen Ruhepunkte, die sich deutlich von der Bewegung abgrenzen. Jeder Versuch einen Ruhepunkt zu zünden, scheitert. Es ist ein identisches Hin und Her zwischen den Polen Ruhe und Bewegung Die Zeitdehnung tendiert bei einem solchen Zustand gegen Unendlich , also schrecklich langweilig.

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Urknall 10 Aug 2017 03:19 #18403

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ich werfe hier mal eine frage in den raum, dann muss kein neuer beitrag eröffnet werden.

warum muss der urknall so klein angefangen haben?
nur weil wir es uns denken können?
weil es mathematisch darauf hinausläuft?
dabei muss ich an die fliegenden elefanten von harald lesch denken.
nur weil wir uns etwas denken können muss es noch lange nicht so sein.

unser verständniss von materie und physik versagt schon beim scharzen loch.
und dann soll alles materie im universum aus so einem winzigen punkt entstanden sein?
warum nur so klein?

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Urknall 10 Aug 2017 10:46 #18406

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Mal ganz als Laie geantwortet:
Man beobachtete damals eben, dass sich das Universum immer weiter ausdehnt und deswegen lag die Überlegung ja nahe zu sagen: Dann war es früher kleiner und noch früher noch kleiner, etc. Mit der Zeit bestätigte sich dann, dass diese Annahme nicht falsch ist aufgrund diverser Beobachtungen wie z.B. der Hintergrundstrahlung.
Schluß ist dann eben bei der sog. Plancklänge, weil es physikalisch keinen Sinn macht Überlegungen anzustellen die unterhalb dieser Größe liegen.

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Urknall 10 Aug 2017 10:50 #18407

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Hallo 3d! # 18403

In den 60-igern des XX. JHs entdecke man die Kosmische Hintergrundstrahlung, die von allen Seiten kommt, wie durch weitere Untersuchungen festgestellt wurde. Der Schlussfolgerung konnte sich niemand entziehen, die Urknalltheorie gewann weltweit bis heute an Ansehen - zurückgerechnet landet man in einer Punkt Singularität.

OFF-TOPIC
(Texteditor funktioniert teilweise nicht!)

Bemerkungen:
1. Kommt die CMB demzufolge auch aus Richtung des Zentrums der Milchstraße, aus dem vermeintlichen super massiven SL als Kern?
2. Müsste ja logischerweise. Vielleicht kommen deshalb – alternative Denker – auf die Idee, die Singularität sei nur eine Koordinaten-Singularität oder expandiert von diesem Punkt aus wieder in die entgegengesetzte Richtung oder sämtliche Zyklen-, Parallel-und andere Universen basieren auf dieser Idee oder auf anderen, jedenfalls baut Penrose auf der Urknall-Singularität sein zyklisches „CCC Universum“ auf. Im Gegensatz zu ihm, erwäge ich, es muss ja kein „Hoyle’sches Jojo-Universum“ sein, aber irgendeine Art von Zyklus könnte auch unser Universum unterliegen...

Chalawan

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Urknall 10 Aug 2017 10:56 #18408

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Meines Erachtens "kommt" die Hintergrundstrahlung von überall; sie entstand ja dadurch, dass die Photonen sich nicht mehr dauernd an den Elektronen streuten, weil die von den Atomkernen eingefangen wurden; damals, 380.000 Jahre nach dem Urknall.
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Urknall 10 Aug 2017 10:56 #18409

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Hallo kaltammark!
# 18127

Dein Beitrag gefällt mir sehr!
Bemerkungen:
1. Eigentlich sind nicht nur Spiralgalaxien welche und erstere nicht nur „wegen ihrer Arme“, nicht wahr, wenn man ihre schwersten Bestandteile bedenkt, das Zentrum an der Spitze, aber auch jeder Stern krümmt die Raumzeit, für unser Verständnis, nach unten. Im Universum gibt es kein „oben“ oder „unten“… WIE „ENTSCHEIDET“ SICH DER STERN, WOHIN ER MIT SEINEM GEWICHT SINKT?

2. Teilchen und ihre Antiteilchen löschen sich aus – im Sinne von „RESTLOS“ oder „in Energie "zurück"gewandelt“, wie ich denke?
3. Das sich in Jahrmilliarden von Quantenfluktuationen GAR NICHTS tut, stimmt nach QM Hypothese (Symmetriebruch, Mexican Hat, Phasenübergang) NICHT; zumindest EINMAL GESCHAH ETWAS… woraus „wir“, nach weiteren Jahrmilliarden…

Chalawan

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Urknall 10 Aug 2017 10:59 #18410

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Stimmt genau, Rupert, ich stimme dir zu!
Nachgehakt: Dann kommt die CMB auch aus Richtung des Kerns der Milchstrasse?

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Urknall 10 Aug 2017 11:03 #18411

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Schätze ich doch mal schwer.
Was sich in einem schwarzen Loch selbst abspielt, wird natürlich von außen jetzt nicht meß- bzw. bemerkbar sein.
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Urknall 10 Aug 2017 17:36 #18425

So flach wie das All ist, kann es auch jetzt bereits unendlich groß sein. Ich meine also nicht nur offen für eine endlose und ewige Expansion, sondern jetzt bereits unendlich.
Das ist m.E. eine offene und nicht geklärte Frage, zumindest liest man es auch so in allen Beiträgen. Ich habe mit dieser Vorstellung auch kein Problem und denke, dass man das auch mit der Urknalltheorie vereinbaren kann. Das All war dann bereits auch vor 10-43 Sek. unendlich groß. Oder noch direkter: Die von uns sog. Urknallsingularität war unendlich groß. Jeder Punkt dieser Singularität dehnt sich seitdem aus. Warum soll das nicht möglich sein?
Wenn man über die Zeit von 0 - 10-43 Sek. nichts sagen kann, dann ist auch die Aussage darüber, ob das All da schon unendlich groß war oder endlich nicht möglich. Die Vorstellung einer endlichen Quantenfluktuation als Beginn ist ja auch nur eine Vermutung, mehr nicht. Vielleicht ist ein Vorgängeruniversum (endlich oder unendlich) kontrahiert bis zu jenem Zustand, den wir als Singularität bezeichnen und dann wieder expandiert. Das ist doch alles möglich.

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Urknall 10 Aug 2017 17:36 #18426

Das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße in 20000 Lichtjahren Entfernung deckt aus irdischer Sicht nur ein absolut winziges Himmelssegment ab. Daher würde ich keine Auswirkungen auf die Anzahl der bei uns ankommenden Photonen der Hintergrundstrahlung erwarten.

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Urknall 10 Aug 2017 17:40 #18427

Cyborg schrieb: So flach wie das All ist, kann es auch jetzt bereits unendlich groß sein. Ich meine also nicht nur offen für eine endlose und ewige Expansion, sondern jetzt bereits unendlich.
Das ist m.E. eine offene und nicht geklärte Frage, zumindest liest man es auch so in allen Beiträgen. Ich habe mit dieser Vorstellung auch kein Problem und denke, dass man das auch mit der Urknalltheorie vereinbaren kann. Das All war dann bereits auch vor 10-43 Sek. unendlich groß. Oder noch direkter: Die von uns sog. Urknallsingularität war unendlich groß. Jeder Punkt dieser Singularität dehnt sich seitdem aus. Warum soll das nicht möglich sein?
Wenn man über die Zeit von 0 - 10-43 Sek. nichts sagen kann, dann ist auch die Aussage darüber, ob das All da schon unendlich groß war oder endlich nicht möglich. Die Vorstellung einer endlichen Quantenfluktuation als Beginn ist ja auch nur eine Vermutung, mehr nicht. Vielleicht ist ein Vorgängeruniversum (endlich oder unendlich) kontrahiert bis zu jenem Zustand, den wir als Singularität bezeichnen und dann wieder expandiert. Das ist doch alles möglich.


Genau! Wenn das Universum heute unendlich groß ist, dann muss es auch zum Zeitpunkt der Singularität unendlich groß gewesen sein. Experimentell kann diese Hypothese wohl nur schwer widerlegt werden. Als Möglichkeiten hierzu fallen mir ein:
- Messung einer schwachen Krümmung des Universums
- Sehen ein und der selben Galaxie in zwei völlig entgegengesetzte Richtungen.
Sieht jemand noch weitere Falsifizierungsmöglichkeiten?

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