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THEMA: Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon

Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 22 Mär 2018 22:04 #29633

Was würde geschehen wenn man ein Teilchen von verschränkten Teile mit Beinahe Lichtgeschwindigkeit auf eine Reise sendet und sein Partner zuhause bleibt. Wenn sie sich danach wieder treffen also gleich wie beim Zwilling Parado wäre ja Einer gegenüber in der Zukunft.
1) Wie kann man dann beide gleichzeitig Messen?
2) Sind verschränkte Teile nicht wie ein Teil scheinbar hätte es dann selbst zwei Alter?

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Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 22 Mär 2018 22:35 #29636

Du müsstest mit einem der Teilchen wechselwirken um sie wieder zusammenzuführen , durch Wechselwirkung geht die Verschränkung verloren .

Wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber es haben nicht alle den gleichen Horizont.

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Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 22 Mär 2018 22:36 #29637

1) "Gleichzeitig" gibt es nach der SRT nicht. Egal wie klein der "räumliche" Abstand ist, entweder kann man beide Raumzeitpunkte in Unterlichtgeschwindigkeit erreichen, dann ist einer "zeitlich vor" dem anderen, oder man kann sie nur mit exakt Lichtgeschwindigkeit erreichen, dann ist dies die Grenze der Kausalität oder sie können auch nicht mit Lichtgeschwindigkeit erreicht werden, dann besteht keine zeitliche Beziehung zwischen ihnen.
2) Elementarteilchen altern nicht. Alter ist ein Begriff von Vielteilchensystemen, die einer zeitlichen Änderung unterliegen. Von daher haben die beiden Teilchen lediglich unterschiedliche Wege durch die Raumzeit unternommen, was aber bei Fermionen ohnehin nicht anders möglich ist.
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Glaube nichts, weil ein Weiser es gesagt hat. Glaube nichts, weil alle es glauben. Glaube nichts, weil es geschrieben steht. Glaube nichts, weil es als heilig gilt. Glaube nichts, weil ein anderer es glaubt. Glaube nur das, was Du selbst als wahr erkannt hast.

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Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 22 Mär 2018 22:38 #29638

Machen wir es mit einfachen Zahlen so dass die Zeitdilatation genau den Faktor 2 beträgt, also mit v/c=√(3)/2. Wenn es beim ersten Beobachter 2 Uhr ist, ist es in dessen System auf der Uhr des zweiten Beobachters 1 Uhr, und genau so auch umgekehrt: wenn es beim zweiten Beobachter 2 Uhr ist, ist es in seinem System auf der Uhr des ersten 1 Uhr (immer die Uhr des jeweils anderen geht langsamer).

Beide Beobachter sollen wenn ihre eigene Uhr 1 Uhr anzeigt ihr verschränktes Teilchen messen. Wenn also der erste Beobachter den Zustand seines Teilchens misst, ist es in seinem System beim anderen Beobachter erst 0 Uhr 30. Der erste Beobachter wird daraus schließen, dass er selber, wenn der andere Beobachter den Zustand des zweiten Teilchens messen wird, aufgrund dessen dass er (Beobachter eins) den Zustand des ersten Teilchens bereits gemessen hat damit auch den Ausgang der erst später erfolgten Messung von Beobachter zwei festgelegt hat.

Da die Situation symmetrisch ist, kann der zweite Beobachter aber genausogut das Selbe von sich behaupten, und daraus schließen dass seine Messung auch das Ergebnis des Experiments von Beobachter eins festgelegt hat. Könnte man mithilfe der Quantenverschränkung kommunizieren würde sich daraus ein waschechtes Kausalitätsproblem ergeben. Da aber keine Information damit übertragen kann macht es im Grunde keinen Unterschied wer die Henne und wer das Ei ist, womit es dann auch wieder kein Paradox gibt.

Entwarnend,

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Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 23 Mär 2018 00:00 #29644

Naja, zunächst ging Rene1obrist nicht von einer symmetrischen Situation aus, sondern von einer Rückkehr eines der Teilchen.

Abgesehen davon besteht die Krux der Verschränkung aber darin, daß es nach der QM zunächst nicht egal ist, welche Messung Du zuerst durchführst, weil bei unterschiedlicher Reihenfolge unterschiedliche Ergebnisse zu erwarten sind. ZB Polarisationsfilter: Nimm drei Stück, A B und C. A zu B 45° und B zu C 45° und A zu C damit 90°. Die Reihenfolge der Filter bestimmt das Ergebnis.

Wenn Du nun zwei verschränkte Teilchen hast, ist es daher nicht egal, ob Du bei Teilchen 1 A mißt und dann C, wenn dazwischen bei Teilchen 2 B gemessen wird.
Genau darin liegt das Phänomen, welches Einstein gewurmt hat (EPR-Paradoxon).

Im Ergebnis ist es natürlich richtig, daß die Messung A oder B keine Informationsübertragung ermöglicht, weil es keine versteckten Variabeln gibt und erst mit der Messung eine Entscheidung erfolgt..

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Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 23 Mär 2018 00:20 #29645

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yukterez schrieb: Da aber keine Information damit übertragen kann macht es im Grunde keinen Unterschied wer die Henne und wer das Ei ist, womit es dann auch wieder kein Paradox gibt.

Auch ohne Informationsübertragung ist fixirt, wer die Henne und wer das Ei ist.
Für Beobachter 1 ist er die Henne und Beobachter 2 das Ei
Für Beobachter 2 ist er die Henne und Beobachter 1 das Ei.

Auch ohne Informationsübertragung bleibt es paradox.
.

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Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 23 Mär 2018 00:44 #29646

badhofer schrieb: Auch ohne Informationsübertragung bleibt es paradox.

Das hat Einstein auch gesagt, aber letztendlich hat er sich trotzdem damit abfinden müssen.

Nicht daran vorbeikommend,

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Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 23 Mär 2018 08:10 #29648

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@yukterez
Ich kann aus dem Film nicht herauslesen, dass das paradoxe aufgelöst wird, welches entsteht, wenn man 2 verschiedene Effekte miteinander verknüpft (Verschränkung+Zeitdilatation). Habe ich da etwas übersehen?
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Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 23 Mär 2018 09:34 #29652

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Da aber keine Information damit übertragen kann...

Es geht nicht darum das man damit Informationen übertragen kann,
sondern das Information übertragen wird.
Ob ein Bit nun zufällig ist oder bestimmt, spielt keine Rolle.

Die Effekte der Quantenmechanik widerlegen also schon einmal die Vorstellung einer Raumzeit.

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Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 23 Mär 2018 14:10 #29661

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sebp schrieb: Es geht nicht darum das man damit Informationen übertragen kann,
sondern das Information übertragen wird.
Ob ein Bit nun zufällig ist oder bestimmt, spielt keine Rolle.

Ein völlig zufälliges Ja oder Nein - ist das eine Information? Wenn du einem Zufallsgenerator eine geschlossene Frage stellst und als Antwort ein zufälliges Ja oder Nein erhältst, hast du dann eine Information erhalten? Wichtig ist hier, nicht zu vergessen, dass der Zufall trotz Verschränkung nicht aus der Welt zu schaffen ist. Um Information zu übertragen, ist immer ein zweiter, klassischer Kanal notwendig.

Ein ganz anderes heißes Eisen ist deine Aussage,

Die Effekte der Quantenmechanik widerlegen also schon einmal die Vorstellung einer Raumzeit.

Ich würde nur nicht geradezu von einer Widerlegung sprechen. Aber dass die beiden Theorien nicht leicht zusammengehen, ist klar.

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Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 23 Mär 2018 18:18 #29669

Die Bell'sche Ungleichung in Verbindung mit den Experimenten von Aspect bis Zeilinger zeigen auf, daß die Welt nicht lokal-realistisch ist. Dh entweder nicht lokal (Fernwirkung), nicht realistisch (keine klare Eigenschaft vorhanden, vor einer Messung) oder beides nicht.

Einstein wollte eine lokal-realistische Welt haben, in der die SRT gilt und Quantenobjekte definierte Eigenschaften haben, dies ist widerlegt. Die SRT ist deshalb aber nicht zwingend falsch, wir wissen aber, daß die ART unvollständig sein muß, weil sie Zustände postuliert, die unmöglich sind.

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Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 23 Mär 2018 19:26 #29670

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Die Frage ist nicht, was Einstein einsehen musste, auch nicht, was Einstein wollte oder nicht wollte. Auch ist nicht die Frage, ob die SRT unvollständig ist oder nicht. Die Frage ist lediglich, ob unter besagten Umständen das Aufeinandertreffen von Verschränkung und Zeitdilatation einen paradoxen Zustand ergeben.
Ja oder nein? Ich glaube, ja.
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Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 23 Mär 2018 19:45 #29675

uns erscheint es paradox, genauso wi uns vor 200 jahren ein Handy oder Computer paradox erschienen wäre. ( wie kann jemand mit uns reden, obwohl er tausende Kilometer entfernt ist)

wir haben einfach noch nicht das Wissen um hinter die Kulissen schauen zu können.

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Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 23 Mär 2018 19:58 #29677

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Brooder schrieb: wir haben einfach noch nicht das Wissen um hinter die Kulissen schauen zu können.

Genau so sehe ich das auch. Aber, warum steht man nicht dazu? Wieso versucht man das zu verschleiern? Wieso sagt man nicht einfach:
Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft erscheint das als ein Paradoxon. Den morgigen Stand der Wissenschaft kennt niemand.
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Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 23 Mär 2018 20:27 #29678

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badhofer schrieb: .
Die Frage ist lediglich, ob unter besagten Umständen das Aufeinandertreffen von Verschränkung und Zeitdilatation einen paradoxen Zustand ergeben.

Teilchen altern nicht. Ich denke nicht, dass sich aus dem Aufeinandertreffen von Verschränkung und Zeitdilatation irgendwelche zusätzlichen Paradoxa ergeben. Dass aber Quanten die Regeln unserer makroskopischen Logik strapazieren, ist unbestritten. Da wird auch nichts verschleiert.

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Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 23 Mär 2018 21:28 #29680

badhofer schrieb: Wieso sagt man nicht einfach: Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft erscheint das als ein Paradoxon.

Wenn es ein echtes Paradoxon wäre müsstest du damit ein Szenario konstruieren können wo sich die Messungen der beiden Beobachter widersprechen, aber das tun sie in dem Fall nicht. Nur wenn Teilchen B von selber darauf hinweisen würde dass der Zustand von Teilchen A soeben gemessen wurde hättest du ein Paradox, aber so lange Teilchen B seinen Zustand erst verrät wenn der direkt gemessen wird, und dabei zwar den Zustand von Teilchen A mitverrät, aber ohne dazuzusagen ob der ebenfalls bereits gemessen wurde passen die Ergebisse beider Messungen zusammen. Wir haben damit nur ein Verständnisproblem, aber keinen Widerspruch.

Das eine nicht so schlimm wie's andere findend,

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Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 23 Mär 2018 22:15 #29684

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yukterez schrieb: Das im Vergleich mit einem echten Paradoxon noch für harmlos haltend

Vielleicht habe ich das falsch verstanden. Meines Erachtens liegt die Diskrepanz darin, dass sich da die Echtzeit von verschränkten Teilchen mit der Zeitdilatation von zb. 2 Inertialsystemen, die sich relativ zueinander bewegen und dadurch eine verschiedene Zeit haben, in die Quere kommen. Wenn man in einem Inertialsystem 2 Teile verschränkt und eines in ein anderes Inertialsystem sendet, dann gibt es 2 verschiedene Zeiten. Beide verschränkte Teilchen haben dieselbe Zeit (wenn man sie messt), befinden sich jedoch in verschiedenen Zeitzonen, was bedeutet, dass es da keine Gleichzeitigkeit gibt. Kommt da nicht die Gleichzeitigkeit der beiden verschränkten Teilchen mit der Nicht-Gleichzeitigkeit der beiden Inertialsysteme in die Quere? Ich muss mir das genauer überlegen. Momentan kann ich das nicht erdenken.
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Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 23 Mär 2018 22:23 #29685

badhofer schrieb: Wenn man in einem Inertialsystem 2 Teile verschränkt und eines in ein anderes Inertialsystem sendet

Der Witz an der Sache ist ja gerade dass da eben nichts von A nach B gesendet wird!

Das Experiment auch mit 10 Meter dicken Bleiwänden dazwischen machen könnend,

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Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 23 Mär 2018 22:40 #29687

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yukterez schrieb: Der Witz an der Sache ist ja gerade dass da eben nichts von A nach B gesendet wird!

Ich verschränke 2 Teilchen. Eines sende ich 300.000 km nach rechts, eines nach links. Ich gehe einmal davon aus, dass beide Teilchen dazu eine Sekunde brauchen. Dann messe ich eines von den Teilchen. In Echtzeit betrifft das auch das andere Teilchen. Was ist aber, wenn das andere Teilchen sich bereits in einem anderen Inertialsystem befindet und es dadurch keine Gleichzeitigkeit von beiden Teilchen mehr gibt. Wie verhält sich das nun?
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Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 23 Mär 2018 22:47 #29688

badhofer schrieb: Wenn das andere Teilchen sich bereits in einem anderen Inertialsystem befindet und es dadurch keine Gleichzeitigkeit von beiden Teilchen mehr gibt.

Es gibt sehr wohl eine Gleichzeitigkeit, nur ist die eben relativ.

badhofer schrieb: Wie verhält sich das nun?

So wie in Beitrag #29638.

Nicht verstehend was die Frage ist,

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Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 23 Mär 2018 22:59 #29689

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Ich verstehe schon deinen Beitrag Nr. 29638. Was mir nicht klar ist, was da Aufgrund des Fehlens einer Informationsübertragung anders sein soll.
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yukterez schrieb: Es gibt sehr wohl eine Gleichzeitigkeit, nur ist die eben relativ.

Genau, die ist relativ. Aber relativ zu was? Ist das zweite Teilchen relativ zu seinem nun befindlichen Inertialsystem gleichzeitig oder zu seinem ersten Teilchen? Beides kann es nicht sein, muss es aber sein?
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Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 23 Mär 2018 23:15 #29690

Ich glaube, es liegt hier auch ein Mißverständnis über die SRT vor.

Es gibt keine verschiedenen Zeitzonen nach der SRT. Der raumzeitliche Abstand zwischen zwei Ereignissen ist für alle Beobachter GLEICH, völlig unabhängig von deren Relativbewegung. Man ist nur unterschiedlicher Meinung darüber, was Raumkomponente und was Zeitkomponente dieses Abstandes ist.

Das ist so, wie man einen Vektor durch verschiedene Basisvektoren beschreiben kann. Also, man nimmt einen Vektor, der in einer Basis 1 Längeneinheit nach rechts (x-Achse) und eine Längeneinheit nach oben (y-Achse) zeigt, also Wurzel aus 2 lang ist und im 45° Winkel nach rechts oben zeigt. Nun stelle man sich ein anderes Koordinatensystem vor, welches um 45° gedreht ist, bei dem die Achsen also quasi diagonal verlaufen, statt von links nach rechts und von unten nach oben.
Der gleiche Vektor ist in diesem Koordinatensystem bzw. in dieser Basis um Wurzel (2) in (neuer) x-Richtung und 0 in (neuer) y-Richtung aufgespannt. Es ist aber der gleiche Vektor, nur anders beschrieben.

Nun ersetze x-Achse durch "Raum" und y-Achse durch "Zeit" und Du hast Deine Transformation. Der Vektor (raumzeitliche Abstand) ist gleich, nur wegen der unterschiedlichen Basen, beschreibt man Raum und Zeit anders.

Raum ist Zeit und Zeit ist Raum, wir nennen die Richtungen der Raumzeit nur traditionell verwirrend ;)

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Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 23 Mär 2018 23:45 #29693

badhofer schrieb: Ich verstehe schon deinen Beitrag Nr. 29638. Was mir nicht klar ist, was da Aufgrund des Fehlens einer Informationsübertragung anders sein soll.

Die Frage danach welches Teilchen zuerst gemessen und damit den Zustand des anderen Teilchens determiniert hat stellt sich in dem Fall nicht, da es hier keinen praktischen Unterschied macht was die Ursache, und was die Wirkung ist.

badhofer schrieb: Genau, die ist relativ. Aber relativ zu was?

Na so wie in Beitrag #29638, im System von Partikel A ist es wenn es bei ihm selbst 2 Uhr ist beim Partikel B 1 Uhr, und für Partikel B ist es wenn es bei ihm selbst 2 Uhr ist bei Partikel A 1 Uhr.

badhofer schrieb: Ist das zweite Teilchen relativ zu seinem nun befindlichen Inertialsystem gleichzeitig oder zu seinem ersten Teilchen?

Natürlich zu seinem eigenen.

badhofer schrieb: Beides kann es nicht sein, muss es aber sein?

Das scheint zwar so, aber wenn man den Gedanken zu Ende spinnt kann man das infinit zurückführen: wenn die Eigenschaften von Partikel A im System A um 2 Uhr gemessen werden, stünden die Eigenschaften von B im System B schon um 1 Uhr fest. Wenn es bei B 1 Uhr ist ist es wegen der Relativität der Gleichzeitigkeit umgekehrt aber auch erst 0:30 in System A, also stünden die Eigenschaften von Partikel A im System A dann schon um 0:30 fest. Wenn es im System A aber 0:30 ist, dann ist es auf der Gleichzeitigkeitslinie von A im System B erst 0:15. Also steht der Zustand von Partikel B bereits fest wenn es auf der Uhr von Beobachter B 0:15 ist. Das kannst du nun nach Zenon von Elea bis zur Stunde 0 fortsetzen, womit der Zustand beider Partikel schon von Anfang an festgestanden wäre. Nichtsdestotrotz wird er erst bei der Messung festgelegt, was ja gerade die Pointe in der Quantenphysik ist.

Das nur mithilfe von Nichtlokalität erklären könnend,

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Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 23 Mär 2018 23:52 #29694

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Hi badhofer,
du sagst es doch selbst.

Du:

Vielleicht habe ich das falsch verstanden. Meines Erachtens liegt die Diskrepanz darin, dass sich da die Echtzeit von verschränkten Teilchen mit der Zeitdilatation...


Genau, SRT/Zeitdillatation/Lokal.
In der ART, der Ort/Geometrie≍Raumartig.
https://de.wikipedia.org/wiki/Minkowski-Raum#Kausalstruktur_(raumartige,_zeitartige_und_lichtartige_Vektoren)

Bereits hier:
www.uni-muenster.de/Physik.TP/archive/Se...eilchen_ss06/EPR.pdf

Zitat:

Die letzte Definition, welche Einstein fur die Aufstellung des Paradoxons braucht, betrifft die Lokalität und damit auch die Kausalität. Er postuliert hier, daß zwei Systeme, welche ursprünglich zusammenhingen, sich soweit räumlich trennen können, so daß sie wechselwirkungsfrei sind. Das bedeutet, daß ich durch eine Manipulierung an dem ersten System nichts am zweiten ändere; sie stehen in keinem kausalem Zusammenhang mehr. Die Trennung impliziert hier, daß der Ort, also die Lokalisierung der Systeme eine entscheidende Rolle in der Theorie haben muß


Was ist "physical reality"?




Nochmal Zitat/EPR-Pdf:

In dieser Formulierung des Paradoxons wird deutlich, daß die nicht vorhandene Lokalität der Quantentheorie ---> das Problem ist <--. Auf irgendeine Art und Weise kann System S1 auch bei räumlicher Trennung mit System S2 interagieren. Man spricht deshalb bei der Quantentheorie auch von einer nicht-lokalen Theorie.

Diese Eigenschaft veranlaßte Einstein dazu, von einer spukhaften Wechselwirkung zu sprechen.


G Z.

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Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 24 Mär 2018 02:43 #29700

wenn man verstehen würde, warum Informationswellen ( elektromagnetische Strahlung die wenn sie auf Materie trifft auch Photonen genannt wird) keinen Raum und keine Zeit kennen, wäre wohl vieles verständlicher.
Fast unmöglich sich das vorzustellen.

wie soll das aussehen.
Alle Energie des Universums in einem winzigen Kügelchen, aber auch alle Informationen auch die der Naturgesetze sind in ihm gespeichert.
zusätzlich ist es auch noch in der Lage Raum und Zeit zu simulieren.

Ist aber nur ein abstrakter Versuch das Problem bildhaft darzustellen.

Brooder

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Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 24 Mär 2018 03:22 #29701

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Vielen Dank an alle, die da geantwortet haben.
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yukterez schrieb: Das scheint zwar so, aber wenn man den Gedanken zu Ende spinnt kann man das infinit zurückführen: wenn die Eigenschaften von Partikel A im System A um 2 Uhr gemessen werden, stünden die Eigenschaften von B im System B schon um 1 Uhr fest. Wenn es bei B 1 Uhr ist ist es wegen der Relativität der Gleichzeitigkeit umgekehrt aber auch erst 0:30 in System A, also stünden die Eigenschaften von Partikel A im System A dann schon um 0:30 fest. Wenn es im System A aber 0:30 ist, dann ist es auf der Gleichzeitigkeitslinie von A im System B erst 0:15. Also steht der Zustand von Partikel B bereits fest wenn es auf der Uhr von Beobachter B 0:15 ist. Das kannst du nun nach Zenon von Elea bis zur Stunde 0 fortsetzen, womit der Zustand beider Partikel schon von Anfang an festgestanden wäre. Nichtsdestotrotz wird er erst bei der Messung festgelegt, was ja gerade die Pointe in der Quantenphysik ist.

Das ist alles klar so. Eine Zwischenfrage:
Messe ich ein verschränktes Teilchen, lege ich durch die Messung den Spin von beiden Teilchen fest. So weit, so gut. Kann ich herauslesen, ob ich bei meiner Messung beide Spin festgelegt habe oder ob jemand bereits vor mir durch eine Messung des anderen Teilchen den Spin beider Teilchen festgelegt hat und ich mit meiner Messung nur mehr das Ergebnis ablese? Kann ich das festzustellen oder nicht?

Wenn ja, dann ist die zweite Frage: Ich messe ein Teilchen und lege dadurch den Spin fest. Kann ich aus der Messung herauslesen, ob das ein Einzelteilchen war, bei dem ich den Spin durch die Messung festgelegt habe oder ob es sich dabei um ein verschränktes Teilchen gehandelt hat, bei dem ich nun auch den Spin des anderen Teilchen festgelegt habe. Kann man das herauslesen oder nicht? Das nach der Messung die Teilchen nicht mehr verschränkt sind, ist mir auch klar, um das geht es in diesem Fall jedoch nicht.
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Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 24 Mär 2018 06:06 #29702

badhofer schrieb: Kann ich herauslesen, ob ich bei meiner Messung beide Spin festgelegt habe oder ob jemand bereits vor mir durch eine Messung des anderen Teilchen den Spin beider Teilchen festgelegt hat und ich mit meiner Messung nur mehr das Ergebnis ablese?

Natürlich nicht, wenn du den Spin misst dann bekommst du nur eine Aussage über den Spin und sonst nichts. Wie sollte man denn auch sagen können wer mit seiner Messung den anderen festgelegt hat, wenn, wie wir weiter oben bereits festgestellt haben, Gleichzeitigkeit relativ ist? Wenn die beiden Münzen auch nach der Messung verschränkt bleiben würden könnte man das zwar mit einer größeren Anzahl machen (indem der eine Beobachter jede Münze so oft wirft bis sie Zahl zeigt, dann würde der andere es daran merken dass seine Münzen alle Kopf zeigen, aber so funktioniert das nicht da man für jede Münze nur einen Wurf hat, danach ist die Münze mit dem Detektor verschränkt).

Keine Möglichkeit sehend,

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Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 24 Mär 2018 07:27 #29704

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badhofer schrieb: .Kann ich herauslesen, ob ich bei meiner Messung beide Spin festgelegt habe oder ob jemand bereits vor mir durch eine Messung des anderen Teilchen den Spin beider Teilchen festgelegt hat und ich mit meiner Messung nur mehr das Ergebnis ablese?.

Aus deiner Messung kannst du das natürlich nicht herauslesen, aber du kannst es trotzdem leicht herausfinden. Um herauszufinden, ob jemand anders bereits vor dir eine Messung am verschränkten Partner deines Teilchen gemacht hat, frag ihn und verständige dich mit ihm über zeitliche Abläufe. Die Abstände dürfen allerdings nicht raumartig sein, denn dann ist keine Übereinkunft möglich.

Ich messe ein Teilchen und lege dadurch den Spin fest. Kann ich aus der Messung herauslesen, ob das ein Einzelteilchen war, bei dem ich den Spin durch die Messung festgelegt habe oder ob es sich dabei um ein verschränktes Teilchen gehandelt hat, bei dem ich nun auch den Spin des anderen Teilchen festgelegt habe.

Da sehe ich keine Chance. Das Ergebnis deiner Messung bleibt zufällig,.

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Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 24 Mär 2018 10:55 #29711

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Ich halte einmal fest:

Meine Messung veranlasst primär, dass sich der Spin für eine Richtung festlegen muss.
Meine Messung veranlasst sekundär, dass sich der Partnerspin auch auf eine Richtung (die entgegengesetzte Richtung) festlegen muss.
Spin 2 wird nur sekundär von mir veranlasst, sich zu entscheiden, primär wird es von Spin 1 veranlasst, sich auf die entgegengesetzte Richtung festzulegen.
Bei wem der Entscheidungsprozess angefangen hat, lässt sich im nach hinein nicht feststellen.

Damit ist die Frage nach einem eventuellen Paradoxon, das auftreten könnte, wenn die Zeitdilatation im Spiel ist, ohnehin hinfällig, da es, sollte das Paradoxon tatsächlich existieren, es ohnehin nicht messbar und damit in Erscheinung treten würde.

Ist das so richtig? Ich würde nämlich gerne auch noch ein Beispiel, bei dem die Längenkontraktion (theoretisch) ins Spiel kommen würde, ansprechen.
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Verschränkte Teilchen und Zwillings-Paradoxon 24 Mär 2018 12:12 #29714

badhofer schrieb: .Was ist aber, wenn das andere Teilchen sich bereits in einem anderen Inertialsystem befindet und es dadurch keine Gleichzeitigkeit von beiden Teilchen mehr gibt. Wie verhält sich das nun?
.

Ein Teilchen ändert sein Inertialsystem durch Wechselwirkungen welche aber die Verschränkung aufhebt .

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