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THEMA: Quantenradierer (zeitliche Verschränkung)

Quantenradierer (zeitliche Verschränkung) 11 Dez 2018 02:32 #45790

Meine Frage bezieht sich auf folgendes Video:


Man spaltet mit dem Kristall ein Photon.
Der eine Teil trifft auf D0.
Der andere Teil trifft auf D3.
Hier wissen wir woher das Photon kam, also zeigte D0 schon davor einen Klumpen/Hügel.

Was wäre denn wenn man jetzt eine Zeitschaltuhr am Sensor D3 einbaut?
Der Sensor D3 verschwindet nach 1 einer Stunde.
Das Photon kann sein Weg fortsetzen und trifft wie im Experiment/video zu sehen (jetzt etwas anders aufgebaut), auf Sensor D1/D2.
Würde dann das Photon, das zu Anfang auf D0 traf, sich nach besagter Stunde entsprechend anpassen?

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Quantenradierer (zeitliche Verschränkung) 11 Dez 2018 03:09 #45791

Falls meine Frage nicht klar wurde, hier nochmal anders formuliert:
Wie kann denn der Sensor D0 einen klumpen anzeigen, weil sein "Photon Gegenstück" auf Sensor D3 trifft?
Was wäre denn wenn man sich einfach 100 Jahre später, genau dieses Photon Stück von Sensor D3 nimmt und
es dann einfach zu Sensor D1/2 schickt, dann hätte doch D0 schon eine Interferenz anzeigen müssen, weil ja doch nicht klar ist, woher es kam.

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Quantenradierer (zeitliche Verschränkung) 11 Dez 2018 14:34 #45802

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Die Fragestellung hatten wir zwar schon in anderen Threads, aber OK.
Das Ergebnis auf D1 und D2 wird durch einen Quantenradierer ausgelöscht, kann daher nicht bestimmt sein, daher Interferenz bei D0
Das Ergebnis auf D3 und D4 wird nicht ausgelöscht, daher bestimmbar, daher Heap bei D0.
Das mit dem Heap oder Interferenz funktioniert natürlich nur wenn mehrere Photonen gemessen werden, sonst könnte man nur einen einzelnen Punkt am Target in D0 feststellen.
Im Grunde wird immer ein Heap enstehen. Nur wenn man die Photonen nachträglich herausrechnet, die auf D1 und D2 treffen, dann kann man eine Interferenz erkennen.

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Quantenradierer (zeitliche Verschränkung) 11 Dez 2018 15:02 #45804

Hätte ich mich vorher mal hier umschauen sollen, gibt tatsächlich schon einige Threads zum dem Thema.

Vielen Dank für die Antwort aber ganz schlüssig wird es mir noch nicht.
Wie kann denn das Ergebnis auf D3 und D4 zustande kommen und ein Heap (keine Interferenz) auf D0 entstehen?
Wenn man die verschränkten Photonen, die auf D3 und D4 kamen, einige Zeit später, nochmal ohne Messung oä, durch ein Doppelspalt oder zu D1/2 schickt?

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Quantenradierer (zeitliche Verschränkung) 11 Dez 2018 20:14 #45830

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Salardblad schrieb: Hätte ich mich vorher mal hier umschauen sollen, gibt tatsächlich schon einige Threads zum dem Thema.

Vielen Dank für die Antwort aber ganz schlüssig wird es mir noch nicht.
Wie kann denn das Ergebnis auf D3 und D4 zustande kommen und ein Heap (keine Interferenz) auf D0 entstehen?
Wenn man die verschränkten Photonen, die auf D3 und D4 kamen, einige Zeit später, nochmal ohne Messung oä, durch ein Doppelspalt oder zu D1/2 schickt?

Gemäß Quantenlehre kommt es bei einer "Messung" und damit das Wissen woher der Strahl gekommen ist (wie bei D3 und D4) immer zum Zusammenbruch der Wellenfunktion und damit gibt es nur Teilchen, und keine Welle und damit auch keine Interferenz.

MfG
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Quantenradierer (zeitliche Verschränkung) 12 Dez 2018 01:38 #45837

WI01,
was meinst du mit Zusammenbruch der Wellenfunktion?
Vermute mal, du meinst den Zusammenbruch der Wahrscheinlichkeitsfunktion, Psi zum Quadrat.

Das Photon ändert nicht seinen Charakter, wird also nicht von einer Welle zum Teilchen.
Was sich ändert, sind die möglichen Pfade, die die Photonen gehen können.

Denk an die Folge 37 und die dort erklärten Feynmenschen Wegintegrale.

Ich vermag jetzt nicht, dieses Quantenradiererexperiment mit Hilfe der Wegintegrale genau nachzuvollziehen. Ist auch nicht nötig.
Wichtig ist nur, zu erkennen, dass man dieses Experiment mit den Wegintegralen beschreiben kann.
Dass man aber scheinbar damit in ein Kausalitätsproblem hineinläuft, erscheint offensichtlich.

Wie man das auflösen kann, weiß ich leider auch nicht.

Thomas
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Quantenradierer (zeitliche Verschränkung) 12 Dez 2018 13:13 #45844

wl01 schrieb: Gemäß Quantenlehre kommt es bei einer "Messung" und damit das Wissen woher der Strahl gekommen ist (wie bei D3 und D4) immer zum Zusammenbruch der Wellenfunktion und damit gibt es nur Teilchen, und keine Welle und damit auch keine Interferenz.


Genau, das habe ich so weit verstanden.
Nur woran liegt das? An den Messinstrumenten die das Teilchen Anstupsen/beeinflussen, ja scheinbar nicht.
Aber wie es an einer "Messung" bzw einholen der "Welcher Weg" Informationen, liegen kann, wird mir nicht schlüssig.
Denn erst weiß ich woher (Messung) der Strahl, der verschränkten Teilchen kam und später mache ich diese Information zu nichte, wie verhalten sich die beiden, in der Zeit, wäre es dann erst Teilchen und später wieder Welle?

Thomas schrieb: Das Photon ändert nicht seinen Charakter, wird also nicht von einer Welle zum Teilchen.
Was sich ändert, sind die möglichen Pfade, die die Photonen gehen können.


Das ist ja der Punkt, weshalb ich es nicht ganz verstehe, wie die verschränkten Photonen, im voraus die unterschiedlichen Messungen anzeigen können, wenn man im nachhinein, die Auswahl Möglicher Wege, noch beliebig oft ändern kann.

Thomas schrieb: Wie man das auflösen kann, weiß ich leider auch nicht.

Schade

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Quantenradierer (zeitliche Verschränkung) 12 Dez 2018 18:33 #45850

Der ganze Versuch beruht ja darauf, dass man mittels D3 bestimmt, welchen Anteil man an D0 überhaupt auswertet.

Die Reihenfolge der Messungen an D3 und D0 spielen in meinen Augen keine Rolle, denn der Teil, der bei D3 ankommt (ankommen kann), wurde bereits in D0 bestimmt.

edit: D3 ist nichts anderes als eine selffulfilling prophecy.
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Quantenradierer (zeitliche Verschränkung) 12 Dez 2018 18:50 #45852

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Thomas schrieb: WI01,
was meinst du mit Zusammenbruch der Wellenfunktion?
Vermute mal, du meinst den Zusammenbruch der Wahrscheinlichkeitsfunktion, Psi zum Quadrat.
Das Photon ändert nicht seinen Charakter, wird also nicht von einer Welle zum Teilchen.
Was sich ändert, sind die möglichen Pfade, die die Photonen gehen können.

???
Der Quantenradierer ist ja der klassischer Nachweis, dass es eben zum Kollaps der Wellenfunktion kommt, wenn eine Messung vorgenommen wird. Und durch nachträgliches Auslöschen der Information kann eben das Photon den Wellencharakter behalten.

Lassen sich bei einem Versuch ähnlich dem Doppelspaltexperiment die Wege einzelner nachgewiesener Quanten identifizieren, so benimmt das Licht sich teilchenartig (keine Interferenz);
lassen sich die Wege nicht identifizieren, so offenbart das Licht seinen Wellencharakter (Interferenzstreifen)
Dieses Phänomen wird in der Kopenhagener Deutung der Quantenmechanik durch den Kollaps der Wellenfunktion erklärt.


@Salardblad

Genau, das habe ich so weit verstanden.
Nur woran liegt das? An den Messinstrumenten die das Teilchen Anstupsen/beeinflussen, ja scheinbar nicht.

Nun es gibt einige Theorien dazu. Aber wer es endgültig klärt wird wohl den Nobellpreis bekommen.
Das Standardmodell geht gemäß der Kopenhagener Deutung davon aus, dass sich die Information in einer Superposition befindet, also unbestimmbar ist, bis eine Messung erfolgt. Und bei einer darauffolgende Auslöschung des Messergebnisses wird die Messung dann eben nicht als "Messung" angesehen, die Information bleibt in Superposition.
Eine andere Theorie besagt, dass es immer schon Teilchen waren die nur der jeweiligen nicht bestimmbaren Welle folgen und der Grund am Anfang der Welle (Anfangszustand), also bei der Aufteilung der Photonen am Kristall, zu suchen sei.
Und wie bereits gesagt. Es entsteht immer ein Heap (Teilchencharakter), nur wenn man nachträglich diese Ergebnisse, die durch den Quantenradierer ausgelöscht wurden statistisch herausrechnet, dann erst entsteht eine Interferenz (Wellencharakter) am Target.

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Quantenradierer (zeitliche Verschränkung) 12 Dez 2018 22:54 #45869

W01,

wenn unter dem Begriff Wellenfunktion die PSI Quadratfunktion gemeint ist, dann handelt es sich hier um eine Wahrscheinlichkeitsfunktion.
Und so wie ich das verstehe, ist diese Wahrscheinlichkeitsfunktion unmittelbar korreliert mit den Feynmanschen Wegintegralen.
Wenn also diese Wegintegrale in Summe Strecke machen, dann bleibt substantiell etwas übrig.
Machen sie keine Strecke, also summieren sie sich zu Null, dann kollabiert die Wahrscheinlichkeit zu Null.
Wenn du unterWellenfunktion etwas anderes verstehst als die PSI Quadratfunktion, dann sag, was du unter dem Begriff Wellenfunktion verstehst,

Thomas
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