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THEMA: Farbspektrum

Farbspektrum 25 Jan 2019 14:15 #47678

Ob sich ein Stern von uns weg oder auf uns zu bewegt und mit welcher Geschwindigkeit wird mithilfe der Farbspektrum-Verschiebung gemessen. Nur, um eine Verschiebung messen zu können, muss das ursprüngliche Spektrum des Stern bekannt sein. Das ist aber (wegen der Bewegung des Sterns) nicht messbar. Wie wird die Spektrum-VERSCHIEBUNG ohne das Ausgangsspektrum zu kennen gemessen? Oder haben alle Sterne dasselbe Farbspektrum?

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Farbspektrum 25 Jan 2019 17:16 #47690

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Hi,

Es geht nicht nur um die Farbe, die ist nur das offensichtlichste Merkmal, sondern um die Verschiebung der typischen Spektrallinien
Diese hängen vom Typ des Sterns, von seinem Alter und also den dort zum Zeitpunkt der Lichtemission ablaufenden Prozessen ab.
Gäbe es diese nicht , hättest Du recht. :)


mvg Philzer

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Farbspektrum 25 Jan 2019 17:59 #47692

Hallo
Danke für die Information. Jetzt ist aber doch so, dass Spektrallinien im Farbspektrum eingebettet sind und sich genauso verschieben wie das Farbspektrum, z.B. hat H2O ein Spektrallinien-Wellenlänge von 1519,18 nm. Mit dem Dopplereffekt verschiebt sich diese und gibt keinen Hinweis mehr auf Wasser. Oder ist es so, dass man aufgrund des angenommenen Alters des Sterns bereits annehmen kann was da zu erwarten ist, z.B. Wasser? Die verschobene Spektrallinie von H2O gibt jetzt einen Hinweis auf die relative Bewegungsgeschwindigkeit. Oder verstehe ich da etwas ganz falsch?

Freundliche Grüsse
z-video

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Farbspektrum 25 Jan 2019 18:11 #47694

Ich ergänze Philzers Ausführungen:

Die Spektrallinien sind charakteristisch (es sind immer mehrere mit exaktem Abstand zueinander) und lassen sich auch bei extremer Verschiebung wieder zuordnen. Man muss also nicht wissen, welche Linien oder Materie es auf dem Stern gibt, sondern man erfährt das auch noch nebenbei. Es kommen meist nur wenige Linien in Betracht wie etwa Wasserstoff und Helium, an Wasser sollte man bei Sternen gar nicht erst denken, glaube ich. Übrigens sieht man die Linien oft negativ (Fraunhoferlinien), weil diese in der Korona des Sterns absorbiert werden. während das sonstige Leuchten wegen der unterschiedlichen Temperaturen gleichmäßig herauskommt.

Aber wenn man genau hinsieht:
Max Camenzind: Heute sind im Sonnenspektrum 25.000 Absorptionslinien der unterschiedlichen Elemente bekannt.
Folgende Benutzer bedankten sich: z-video

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Farbspektrum 25 Jan 2019 19:02 #47696

Der Hinweis, dass der unterschiedliche Abstand zwischen den Spektrallinien immer gleich ist und sich somit eine Übereinstimmung zu dem verschobenen Spektrum gefunden werden kann, ist das Aha-Erlebnis. Wasser gibts auf Sternen sicher nicht, war nur ein Beispiel, weil mir die Wellenlänge zufällig bekannt ist.

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Farbspektrum 25 Jan 2019 19:29 #47697

Korrekt, das ist der Knackpunkt der Methode.

Zuerst (1814) war man schon glücklich darüber, die Elemente herauslesen zu können, Dopplereffekt (1842) und dann der Hubbleparameter (1929) kamen viel später.

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