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THEMA: Halton Arps Beobachtungen widersprüchlich zum Urknallmodell?

Halton Arps Beobachtungen widersprüchlich zum Urknallmodell? 27 Feb 2016 10:34 #3247

Mit Interesse habe ich das Video mit dem Titel "Geht's auch ohne Urknall? Lichtermüdung und statisches Universum - Stand 2015" von Dr Gassner verfolgt. Die Argumente klingen erst mal recht plausibel.
Aber wie heißt es so schön am Ende des Vortrags: "Das Ende der schönsten Theorie ist das Beobachten einer gräßlichen Tatsache." Ich erwähne das deshalb, weil ich bei dieser Gelegenheit an die Arbeiten von Halton Arp erinnern möchte. Er hat ja auf sehr viele Galaxien hingewiesen, die wohl gravitativ wechselwirken, sich also in kosmischer Nachbarschaft befinden, aber eine völlig unterschiedliche Rotverschiebung aufweisen, was ja ein Widerspruch für die klassische Interpretation der unterschiedlichen Rotverschiebungen im Sinne der Urknalltheorie und Raumzeitexpansion ist.
Es ist bekannt, dass Mr. Arp deshalb von der Mainstream-Community in USA ziemlich ausgegrenzt wurde, obwohl er nur auf diese harten Beobachtungsdaten hingewiesen hat. An der Stelle möchte ich meinen Respekt vor Halton Arps Lebenswerk zum Ausdruck bringen. Prof. Rudolf Kippenhahn gewährte ihm quasi "wissenschaftliches Asyl" in München, wo Mr. Arp auch seinen Lebensabend verbrachte und 2013 verstarb.
Ich habe den Eindruck, dass der wissenschaftliche Mainstream in der Kosmologie, der das Urknallmodell propagiert (die Argumente dafür sind ja auch eindrucksvoll) Arps Beobachtungen immer noch gerne ignoriert oder sogar totschweigt.
Halton Arp hat auch den "Atlas of Peculiar Galaxies" erstellt.
de.wikipedia.org/wiki/Atlas_of_Peculiar_Galaxies

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Halton Arps Beobachtungen widersprüchlich zum Urknallmodell? 28 Feb 2016 10:35 #3305

Beispiele wie die der Kollegen Halton Arp und Fred Hoyle machen mich persönlich wirklich traurig. Im Endeffekt sind wir alle auf der Suche nach Antworten auf die vielen Rätsel dieser Welt. Es sollte jedem Suchenden zugebilligt werden, sich in eine Idee zu versteigen. Oftmals wird aber durch das Festhalten an nicht-mainstreamfähigen Hypothesen das gesamte Renommee eines verdienten Wissenschaftlers beschädigt. Fred Hoyle hat beispielsweise größte Verdienste in der Theorie der stellaren Nukleosynthese erworben und trotzdem blieb ihm bis zum Ende seines Lebens der Nobelpreis verwehrt. Sehr wahrscheinlich hatte sein vehementes Eintreten für alternative Weltmodelle ohne Urknall einen wesentlichen Einfluss darauf.
Aber konkret zu den beobachteten Galaxien von Arp: Galaxien sind astronomische Gebilde, die von vielen Faktoren beeinflusst werden, deshalb sind sie KEINE geeigneten Standardkerzen, abgesehen von wenigen, einfachen Eigenschaften - siehe Tully Fisher. Das beste Beispiel, wie sehr Galaxien von lokalen Gegebenheiten bestimmt werden, zeigt die Andromeda-Galaxie, die sich sogar auf uns zubewegt. Deshalb verwenden wir zur Bestimmung der Rotverschiebung, bzw. zur Ermittlung der Hubbleexpansion andere Standardkerzen: Supernovae vom Typ Ia. Selbst diese Gebilde sind nicht frei von Problemen als Standardkerzen (im Buch sind wir ja ausführlich darauf eingegangen). Hätte der Kollege Arp Widersprüche anhand von Rotverschiebungen von Supernova Ia beobachtet, hätte die Geschichte einen anderen Verlauf genommen. Dass allerdings die Beobachtungen der Arbeitsgruppen um Perlmutter und Schmidt zu Supernovae Ia derart genau waren, dass sogar bei größten Entfernungen eine winzige Abweichung als beschleunigte Expansion interpretiert werden konnte, wissen wir alle...

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Halton Arps Beobachtungen widersprüchlich zum Urknallmodell? 28 Feb 2016 15:08 #3315

Sie sprechen von vielen Faktoren, die solche Systeme beeinflussen. Ohne ihnen jetzt zumuten zu wollen, dass sie hier das im einzelnen erläutern, aber hieße das, dass man heute in der Lage ist Arps Beispiele zu erklären? D.h, könnte man sagen, weil uns bekannte und erklärbare Effekte auftreten, deshalb haben zwei Galaxien eine größere Differenz in der Rotverschiebung als dies aufgrund ihrer relativen Nähe zueinander (sie wechselwirken, tauschen Gas und Staub aus über Materiebrücken) zu erwarten wäre?
Das Beispiel mit Andromeda ist ja eher schlecht gewählt. Selbst einem Laien wie mir ist klar, dass hier noch die Annäherung durch gravitative Wirkung aufgrund der relativen Nähe die Expansion der Raumzeit überlagert, also eine Blauverschiebung auftritt. Somit passt ja Andromeda gut ins Bild.

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Halton Arps Beobachtungen widersprüchlich zum Urknallmodell? 28 Feb 2016 15:29 #3317

Wenn Fred Hoyle nur wesen seines Festhalten an nicht-mainstreamfähigen Hypothesen keinen Nobelpreis bekommen hat, dann hat in meinen Augen das Nobelpreis Komitee einen schweren Fehler begangen. Naturwissenschaften brauchen sehr qualifizierte Querdenker, die versuchen, die Standard-Theorien zum Einstürzen zu bringen. Es ist in meinen Augen gefährlich, falls Ansehen und damit auch Forschungsgelder nur an Mainstream-Forscher vergeben werden.

Dies ist beispielsweise ein Grund, warum ich der aktuellen Klimaforschung gegenüber skeptisch bin und bleibe. Hier habe ich einfach Angst, dass externe Interessengruppen auf Forschungsergebnisse Einfluss nehmen könnten.

Nachtrag: Natürlich erwarte ich auch von Querdenkern, dass sie die nötige Qualifikation besitzen und nach sauberen wissenschaftlichen Methoden vorgehen. Einem Fred Hoyle habe ich beides einfach mal unterstellt.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.

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