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THEMA: Strings vs. Quarks und Elektronen - wozu noch Experimente?

Strings vs. Quarks und Elektronen - wozu noch Experimente? 04 Mär 2016 22:13 #3498

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Also wenn ich das richtg verstanden habe dann wird im Standardmodell die Existenz von Quarks als experimentell nachgewiesen angesehen, obwohl (oder gerade weil) aufgrund des confinements einzelne Quarks prinzipiell NICHT beobachtet werden KÖNNEN, zumindest die wichtigen Quarks up und down. Die Physik hat hier also kein Problem und macht einfach mit den Quarks weiter, als ob es sie gäbe. Und es funktioniert wohl, sonst hätte ja irgendein weiterführendes Experiment etwas gegenteiliges zeigen müssen. So weit so gut. Bei den Strings ist es doch wohl so, dass auch diese aufgrund der ernormen Energien, die zu einer Auflösung nötig wären, prinzipiell nicht untersucht also experimentell nachgewiesen werden KÖNNEN.
Selbst bei Elektronen, die wir seit über hundert Jahren zu kennen glauben, wissen wir aus PRINZIPIELLEN Gründen nicht, ob sie nun eine räumliche Ausdehnung haben oder nicht. Am Ende gibt es also gar keine Teilchen die was mit "anfassbarer" Materie zu tun haben, sondern nur Energie.

Muss sich da die Experimentalphysik nicht die Frage stellen, ob es überhaupt heute noch Sinn macht, noch weiter nach diesen Teilchen zu forschen, bzw. den Theoretikern mit der Frage nach dem experimentellen Nachweis ihrer hypothetischen Teilchen (z.B. Stings) auf die Nerven zu gehen? (Wie das unser lieber Herr Lesch mit Herrn Gassner fast schon parodiert...)
Bei den Mathematikern hat sich doch auch der Beweis von Sätzen durch Computersimulation in vielen Bereichen durchgesetzt, also was solls? Das es Gravitonen geben MUSS ist doch ganz klar, nach allem was wir wissen, also lass sie uns doch einfach theoretisch ableiten mit dem Zusatz "Sorry, leider prinzipiell nicht nachweisbar, da zu leicht und zu langwellig" und fertig ab? Ich sage: Die Entdeckungen des Higgs Bosons und der Gravitationswellen waren die letzten wirklichen Nachweise der Experimentalphysiker. Die können jetzt einpacken, es kommt nix mehr wirklich Neues und wichtiges, aus prinzipiellen Gründen.

ok das war jetzt ziemlich provokant, aber ich will ja hier auch nicht langweilen... ;)
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Strings vs. Quarks und Elektronen - wozu noch Experimente? 04 Mär 2016 22:24 #3499

Ich hab den Eindruck, daß die Experimentalphysiker am CERN alles finden was die Theoretiker postulieren, wenn sie nur lange genug und/oder mit genug hohen Energien suchen. Also das Elementarteilchen in unendlich vielen Konfigurationen existieren, bzw. erzeugt werden können, wenn man nur lange genug "bastelt" oder sucht.

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Strings vs. Quarks und Elektronen - wozu noch Experimente? 04 Mär 2016 23:22 #3506

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Major Kottan schrieb: Ich hab den Eindruck, daß die Experimentalphysiker am CERN alles finden was die Theoretiker postulieren, wenn sie nur lange genug und/oder mit genug hohen Energien suchen. Also das Elementarteilchen in unendlich vielen Konfigurationen existieren, bzw. erzeugt werden können, wenn man nur lange genug "bastelt" oder sucht.

Das frage ich mich als Laie auch manchmal und selbst Werner Heisenberg soll derartige Zweifel geäußert haben. Er sah die Zukunft dann eher in einer einheitlichen Feldtheorie. Ich denke die Wissenschaft sollte beides versuchen bzw. nichts unversucht lassen. Denn auch ein Irrtum ist ein Erfolg, auch wenn man ihn derzeit vielleicht noch nicht erkennen kann.

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Letzte Änderung: von ck.Pinhead. (Notfallmeldung) an den Administrator

Strings vs. Quarks und Elektronen - wozu noch Experimente? 04 Mär 2016 23:43 #3510

Na, da geht jetzt einiges durcheinander.
Einzelne Quarks können nach der QCD nicht getrennt vorkommen, im Pärchen ja, z.B Myonen, vorzugsweise im Dreierpack oder auch im Fünferpack, siehe Pentaquark. Es ist offenbar eine Frage der Energiedichte in Absprache mit den Regeln des Higgsfeldes.
Die Stringtheorie ist im Augenblick eine Hypothese, die, mathematisch formuliert, versucht, die physikalischen Anschaungsprobleme, also Elektron als Punktmasse, in einen mathematischen Rahmen zu heben, der den Anschauungen, die wir mit der jetzigen Beschreibungsweise haben, wieder einen physikalischen Rahmen geben soll. Das Problem ist nur, dass die dafür nötige Mathematik nicht ohne weitere Dimensionen auskommt. Und diese Dimensionen , 10 plus Zeit finden in unserer Vorstellungswelt keinen Anker. Die Mathematik kann sich das erlauben, die Physik verlangt die Überprüfbarkeit durch das Experiment. Ja, und genau das passt zum heutigen Zeitpunkt noch nicht zusammen.
Gravitonen sind Teilchen, die man postulieren muss, wenn man ein Gravitationsfeld als gegeben annimmt. Es wären dann die Austauschteilchen der vermittelnden Kräfte.
Legt man allerdings die Raumzeitkrümmung der ART zugrunde, dann gibt es kein Gravitationsfeld, keine Kraft und damit auch keine Wechselwirkungsteilchen, sondern eine Beschleunigung, die jeder Körper erfährt , der in diesen Raumzeitkrümmungstrichter gerät und zum Massenmittelpunkt hin dieser geometrischen Raumzeitkrümmung folgen muss.
Zur letzten Bemerkung, es käme jetzt keine neue Erkenntnis mehr hinzu, die Physiker am CERN hätten doch jetzt alles gefunden, was es zu finden gibt, möchte ich widersprechen. Naturwissenschaftliche Forschung ist die Suche nach neuen Einsichten, und es kann gut sein, dass man sich auf einem Weg befindet, der auf eine Sackgasse hinweist, aber es kann genauso gut sein, dass man am CERN bei erhöhter Energie, 14 TeV, auf Phänomene stößt , die man vorher nicht kannte. Das ist ja gerade das Spannende. Kolumbus wusste auch nicht, was er da auf seiner Reise alles finden würde. Und dass er da nicht Indien, sondern Amerka entdeckte, wurde auch erst den nächsten Generationen klar
Viele Grüße
Thomas
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Strings vs. Quarks und Elektronen - wozu noch Experimente? 05 Mär 2016 11:38 #3521

Thomas schrieb: Na, da geht jetzt einiges durcheinander.
Einzelne Quarks können nach der QCD nicht getrennt vorkommen, im Pärchen ja, z.B Myonen, vorzugsweise im Dreierpack oder auch im Fünferpack, siehe Pentaquark. Es ist offenbar eine Frage der Energiedichte in Absprache mit den Regeln des Higgsfeldes.


Hier meinst Du sicher Pionen. Myonen sind schwere Elektronen.

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Strings vs. Quarks und Elektronen - wozu noch Experimente? 05 Mär 2016 12:18 #3524

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Lieber Thomas,
danke für Deine Antwort.
Wenn ich dich richtig verstanden habe, widersprichst du meinen Aussagen nicht: Bestehen bleibt, dass einzelne Quarks, einzelne Strings, Gravitonen und die Punktförmigkeit von Elektronen prinzipiell NICHT beobachtet bzw. gemessen werden KÖNNEN, und zwar sowohl aus theoretischer, wie auch experimental-praktischer Sicht. Zwar aus verschiedenen Gründen, die für Dich als Profi vielleicht "durcheinander" genannt wurden, aber darauf kommt es hier nicht an.

Insofern wissen Physiker zwar nicht, was sie finden könnten, wenn sie weitersuchen, aber sie wissen genau, was sie NICHT finden werden, nämlich z.B. die obern erwähnten Teilchen (das sind ja nur Beispiele).

Und das genau ist doch mein Punkt. Was würde denn ein noch anderes "Kolumbus-entdeckt-Amerika" -Teilchen oder "Phänomen" überhaupt theoretisch oder praktisch bringen, wenn noch nicht mal die vermeintlich bekannten Teilchen, die als gefunden oder nur postuliert angenommen sind, von der Theorie wirklich erklärt werden können?

Um nicht ganz falsch verstanden zu werden: Ich bin auch dringend dafür, Experimentalphysik weiter zu betreiben, aber aus ganz anderen Gründen! Dazu vielleicht ein eigener Thread...
LG

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