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THEMA: Ist Quantenmechanik überhaupt "anders"

Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 12 Mär 2016 16:43 #3709

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Hallo,
ich frage mich seit kurzem ob Quantenmechanik eigentlich soooo anders ist als klassische Mechanik. Es werden doch nur Ergebnisse von Beobachtungen durch Mathematische Gleichungen beschrieben. Ich sehe da gerade keinen grossen Unterschied.

Danke für alle Denkanstösse ;)

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Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 12 Mär 2016 17:26 #3713

Gudii schrieb: Hallo,
ich frage mich seit kurzem ob Quantenmechanik eigentlich soooo anders ist als klassische Mechanik. Es werden doch nur Ergebnisse von Beobachtungen durch Mathematische Gleichungen beschrieben. Ich sehe da gerade keinen grossen Unterschied.

Danke für alle Denkanstösse ;)


Doch, die Quantenwelt ist anders, ganz anders als die Makrowelt. Siehe den Doppelspalteffekt oder die Heisenbergsche "Unschärferelation" bzw. Unbestimmheitsrelation. Solche Effekte kommen in der Makrowelt nicht vor, sehr zum Glück für uns. Andererseits wäre unsere Welt ohne diese merkwürdigen Quanteneffekte auch wiederum nicht möglich.


Grüße
Udo

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Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 12 Mär 2016 18:14 #3714

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Hallo,
ich meine das eher anders. Beides versucht doch nur Beobachtungen zu beschreiben. Ob das jetzt ein Apfel ist der vom Baum fällt, oder ein Interferenzmuster. Nur weil ich den Apfel sehe heisst das doch nicht das er realer ist als Elektronen die interferieren. Ein Apfel fällt vom Baum, Elektronen können interferieren ich habe damit irgendwie kein Problem mehr. Ehrlich gesagt habe ich noch nie einen Apfel vom Baum fallen sehen, machen die das? Ich gehe mal davon aus

Grüsse,
Guido.

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Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 12 Mär 2016 19:26 #3716

Im makroskopischen kann man die Lage und diie Bewegung eines Körpers genau bestimmen und vorhersagen.

Bei der Quantenmechanik kann man die Lage und die Bewegung nicht genau bestimmen und bei Vorhersagen kann man oft nur Wahrscheinlichkeiten angeben.

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Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 12 Mär 2016 19:49 #3719

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Ja, das ist mir klar. Ich meine eigentlich einfach nur dass sie genauso nur Beobachtungen in Formeln giesst, wie klassische Mechanik auch. Ein Pendel ist für mich genau dasselbe oder gleiche wie der Doppelspalt. Ahhh, weiss nicht wie ich das sagen soll, sorry (: Mach Daumen runter ;)

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Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 12 Mär 2016 22:37 #3722

.
ClausS schrieb:

Im makroskopischen kann man die Lage und die Bewegung eines Körpers genau bestimmen und vorhersagen.
Bei der Quantenmechanik kann man die Lage und die Bewegung nicht genau bestimmen und bei Vorhersagen kann man oft nur Wahrscheinlichkeiten angeben .

Ein klassisches Objekt besteht aus einzelnen Quantenobjekten. Wenn ich die Lage der einzelnen Quantenobjekte nur ungefähr feststellen kann, wie kann ich dann die Lage des gesamten Objektes genau feststellen?
.

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Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 12 Mär 2016 23:07 #3728

Ich glaube, die winzigen Raumunterschiede, die Newton von der Realität daneben liegt, sind kaum relevant. Außerdem ist es sehr zeitaufwendig, ein System mit den Regeln der QM zu simulieren.
Um deine Frage also direkt zu beantworten: Man kann die Länge des Körpers nicht auf Quantenlängen genau bestimmen. Wenn man es aber nicht mit der Quantenwelt zu tun hat, darf man diese kleine Ungenauigkeit vernachlässigen.
Viele Grüße,
Nirusu

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Den Vorhang zu und alle Fragen offen"
- Berthold Brecht, Der Gute Mensch von Sezuan

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Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 12 Mär 2016 23:18 #3729

Nirusu schrieb:

Man kann die Länge des Körpers nicht auf Quantenlängen genau bestimmen

Das bedeutet also, man messt mit 2 verschiedenen Maßstäben. Dann ist es meines Erachtens nicht zulässig, diese beiden Messergebnisse gegenüberzustellen, denn sie stammen von 2 verschiedenen Maßstäben.

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Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 12 Mär 2016 23:31 #3730

Das bedeutet also, man messt mit 2 verschiedenen Maßstäben. Dann ist es meines Erachtens nicht zulässig [...]

Stimmt. Ist es überhaupt nicht. Wenn ich aber die Flugkurve einer Kugel ausrechne, benutze ich Newton, weil er bequem ist. Einstein liegt nicht so weit davon entfernt (kommt ein bisschen auf die Geschwindigkeit der Kugel an, ist aber vernachlässigbar) und die QM ist einfach zu kompliziert und bringt da keine großen Vorteile wenn man sich denn nicht in der Quantenwelt befindet.
Viele Grüße,
Nirusu

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Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 12 Mär 2016 23:40 #3732

badhofer schrieb: Ein klassisches Objekt besteht aus einzelnen Quantenobjekten. Wenn ich die Lage der einzelnen Quantenobjekte nur ungefähr feststellen kann, wie kann ich dann die Lage des gesamten Objektes genau feststellen?


Berechtigte Frage.

Es gilt in der Quantenmechanik die Orts-/Impuls-Unschärfe. Impuls ist gleich Masse mal Geschwindigkeit. Nimmt man eine Geschwindigkeitsunschärfe von 1 Meter pro Sekunde an, folgt
- für ein Elektron eine Ortsunschärfe von 60 Mikrometer
- für einen 1g schweren Körper eine Ortsunschärfe von 10^(-32) Meter.

Das eine ist für die mikroskopischen Größenordnungen relevant, das andere jenseits jeder Meßmöglichkeit.

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Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 13 Mär 2016 00:13 #3733

Claus schrieb:

Das eine ist für die mikroskopischen Größenordnungen relevant, das andere jenseits jeder Meßmöglichkeit.

Der Unterschied zwischen der Quantenmechanik und der klassischen Mechanik ist, zumindest was die Lage der Objekte betrifft, lediglich die Relevanz. Sonst gibt es keinen Unterschied. Sehe ich das so richtig?

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Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 13 Mär 2016 00:19 #3734

badhofer schrieb: Claus schrieb:

Das eine ist für die mikroskopischen Größenordnungen relevant, das andere jenseits jeder Meßmöglichkeit.

Der Unterschied zwischen der Quantenmechanik und der klassischen Mechanik ist, zumindest was die Lage der Objekte betrifft, lediglich die Relevanz. Sonst gibt es keinen Unterschied. Sehe ich das so richtig?


Ja

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Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 13 Mär 2016 14:11 #3741

Gudii schrieb: ich frage mich seit kurzem ob Quantenmechanik eigentlich soooo anders ist als klassische Mechanik. Es werden doch nur Ergebnisse von Beobachtungen durch Mathematische Gleichungen beschrieben.

Wenn ich Quantenmechanik mit anderen Abteilungen der Physik vergleichen will dann kommt mir am ehesten noch die Thermodynamik in den Sinn.

Die klassische Mechanik beschreibt voll deterministisch das Verhalten von konkreten Objekten.

Die Thermodynamik beschreibt die Dynamik im zusammenwirken vieler Teilchen, ist also eher eine statistische Betrachtung. Es beschreibt den Wald ohne jeden einzelnen Baum betrachten zu müssen. Man kann aber von den Eigenschaften des einzelnen Baumes auf die Dynamik des Waldes schließen -- Thermodynamik ist herleitbar.

Die Quantenmechanik macht eigentlich auch nur statistische Aussagen. Begriffe wie "Aufenthaltswahrscheinlichkeit" oder "Wahrscheinlichkeitswelle" oder "Zufall" zeigen das deutlich. Im Gegensatz zur Thermodynamik lassen sich die Zusammenhänge nicht herleiten wegen der prinzipiellen Unmöglichkeit noch genauer hinzuschauen.

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Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 13 Mär 2016 18:01 #3746

Gudii schrieb: Ja, das ist mir klar. Ich meine eigentlich einfach nur dass sie genauso nur Beobachtungen in Formeln giesst, wie klassische Mechanik auch. Ein Pendel ist für mich genau dasselbe oder gleiche wie der Doppelspalt.


Nein, das ist keineswegs "dasselbe" wie klassische Makrophysik. Kennst du überhaupt alle Versuche, die man mit dem Doppelspaltexperiment gemacht hat? Mir scheint: Nein, sonst würdest du das nicht mit "klassischer Mechanik" gleichsetzen.

Das Geheimnisvolle an diesem Experiment ist doch, dass nur EIN Photon GLEICHZEITIG durch BEIDE Spaltöffnungen zu gehen scheint, sich also wie eine Welle verhält, wenn man die beiden Spaltausgänge nicht beobachtet.

Bringt man nun einen Detektor an einem der Spalte an, der genau beobachten kann, ob da ein Photon ankommt oder nicht, geht das Photon immer nur durch EINEN der beiden Spalte! Es verhält sich dann wie ein Teilchen.

Jetzt benenne mir bitte ein Beispiel aus der klassischen Physik, wo sich das Experiment bzw. die Resultate verändern, nur deshalb, weil man genau hinschaut.


Grüße
Udo

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Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 13 Mär 2016 19:42 #3750

Jetzt benenne mir bitte ein Beispiel aus der klassischen Physik, wo sich das Experiment bzw. die Resultate verändern, nur deshalb, weil man genau hinschaut.

Naja - wenn in meiner Küche eine Webcam mit Livestream hängen würde, dann sähe es da vermutlich ordentlicher aus ;)

Aber mal im Ernst: Wenn man den Maßstab entsprechend ändert, lassen sich schon Beispiele finden. Zum Beispiel:
Angenommen, 50% der Autofahrer an einer bestimmten Kurve fahren zu schnell. Man weiß aber nicht, wer es ist. Nun wird eine Radarfalle aufgestellt, um die Raser ausfindig zu machen. Alle Autofahrer wissen aber von der Radarfalle ("unbemerkte" Messungen gibt es in der Quantenphysik nicht). Im Ergebnis wird die Zahl der Raser weit unter 50% liegen.

Und nun noch die Analogie zur Unschärferelation:
Man kann zu einem Zeitpunkt immer nur entweder Name des Fahrers oder Geschwindigkeit des Autos feststellen. Wenn die Geschwindigkeit gemessen wird, weiß man nicht, wer am Steuer sitzt. Wenn der Fahrer aussteigt, um seinen Führerschein zu zeigen, hat das Auto keine Geschwindigkeit.

Zugegeben - etwas plumpe Vergleiche. Ich will damit nur sagen, dass rätselhafte Dinge weniger rätselhaft sind, wenn man die richtigen Fragen stellt und den sachlichen Hintergrund kennt. Und darum geht es ja wohl in der Quantenphysik - den Mechanismus dahinter zu erforschen.

Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.

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Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 13 Mär 2016 21:01 #3753

Wieso weiß man eigentlich, dass sich das Verhalten von klassischen Objekten bei einer Beobachtung nicht verändert? Vielleicht verändert sich ihr Verhalten genauso, die Verhaltens-Veränderung ist jedoch nicht relevant?

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Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 13 Mär 2016 21:40 #3754

badhofer schrieb: Vielleicht verändert sich ihr Verhalten genauso, die Verhaltens-Veränderung ist jedoch nicht relevant?


Genau so ist es. Die Unschärferelation gilt auch für makroskopische Objekte, sie spielt hier nur keine Rolle. Eine Messung beeinflußt auch makroskopische Körper, dieser Einfluss ist aber weit jenseits der Nachweisbarkeit.

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Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 14 Mär 2016 01:25 #3759

udogigahertz schrieb:

Gudii schrieb: Ja, das ist mir klar. Ich meine eigentlich einfach nur dass sie genauso nur Beobachtungen in Formeln giesst, wie klassische Mechanik auch. Ein Pendel ist für mich genau dasselbe oder gleiche wie der Doppelspalt.


Nein, das ist keineswegs "dasselbe" wie klassische Makrophysik. Kennst du überhaupt alle Versuche, die man mit dem Doppelspaltexperiment gemacht hat? Mir scheint: Nein, sonst würdest du das nicht mit "klassischer Mechanik" gleichsetzen.

Gudii hat nicht behauptet das Phänomene der Quantenphysik mit klassischer Mechanik beschrieben werden können.
Er meinte man macht klassisch Experimente und gießt die Ergebnisse in eine mathematische Beschreibung und man macht quantenphysikalische Experimente und gießt das ebenfalls in eine mathematische Beschreibung.

udogigahertz schrieb: Das Geheimnisvolle an diesem Experiment ist doch, dass nur EIN Photon GLEICHZEITIG durch BEIDE Spaltöffnungen zu gehen scheint, sich also wie eine Welle verhält, wenn man die beiden Spaltausgänge nicht beobachtet.

Bringt man nun einen Detektor an einem der Spalte an, der genau beobachten kann, ob da ein Photon ankommt oder nicht, geht das Photon immer nur durch EINEN der beiden Spalte! Es verhält sich dann wie ein Teilchen.

Ja der Doppelspalt, viel Raum zum spekulieren was sich da abspielt.
Warum sollte eigentlich das Photon nicht durch beide Spalten gehen können? Weis jemand wie groß Photonen sind? Übrigens, das EINE Photon hat auch nur EINEN Punkt wo es auf dem Schirm auftrifft. Das Interferenzmuster entsteht erst wenn man viele Messungen macht als Statistik. Das heist genaugenommen verhält sich nur die Wahrscheinlichkeit wo das Photon ist wie eine Welle. Aber es ist schon plausibel anzunehmen das Photon selbst sei eine Welle. (Ich meine alles ist Welle und es gibt keine Teilchen)

Was mir nicht ganz koscher scheint ist die Messung am Spalt. Wie kann man behaupten es sei das selbe Photon was da weiterfliegt? Ich denke eher das ankommende Photon wird durch die Messung vernichtet. Wenn da doch eins weiterfliegen sollte dann wohl weil es bei der Wechselwirkung mit dem Sensor neu erzeugt wurde.

assume good faith

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Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 14 Mär 2016 13:05 #3771

Merilix schrieb: Ja der Doppelspalt, viel Raum zum spekulieren was sich da abspielt.
Warum sollte eigentlich das Photon nicht durch beide Spalten gehen können? Weis jemand wie groß Photonen sind? Übrigens, das EINE Photon hat auch nur EINEN Punkt wo es auf dem Schirm auftrifft. Das Interferenzmuster entsteht erst wenn man viele Messungen macht als Statistik. Das heist genaugenommen verhält sich nur die Wahrscheinlichkeit wo das Photon ist wie eine Welle. Aber es ist schon plausibel anzunehmen das Photon selbst sei eine Welle. (Ich meine alles ist Welle und es gibt keine Teilchen)

Was mir nicht ganz koscher scheint ist die Messung am Spalt. Wie kann man behaupten es sei das selbe Photon was da weiterfliegt? Ich denke eher das ankommende Photon wird durch die Messung vernichtet. Wenn da doch eins weiterfliegen sollte dann wohl weil es bei der Wechselwirkung mit dem Sensor neu erzeugt wurde.


Nein, so ist es gerade NICHT, Wikipedia sagt dazu folgendes:

Versucht man, durch eine beliebige Apparatur (einen sog. Quantenradierer) herauszufinden, welchen Weg ein bestimmtes Teilchen genommen hat (durch Spalt 1 oder Spalt 2), verschwindet das Interferenzmuster. Diese Information erhält man auch dadurch, dass man einen der Spalte abdeckt. Dieses Verschwinden wird in der Kopenhagener Deutung der Quantenmechanik durch den sogenannten Kollaps der Wellenfunktion erklärt. Das bedeutet, dass das System bei Interferenz in einer Überlagerung der beiden möglichen Wege ist, während eine Messung des tatsächlichen Weges dazu führt, dass auch nur noch dieser „benutzt“ wird. Dies gilt auch, wenn der Weg des Teilchens erst später festgestellt wird.

Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Doppelspaltexperiment

Es ist so in der Quantenwelt: Allein eine Messung, die den Messaufbau und das Experiment NICHT behindert, verursacht ein vollkommen anderes Verhalten einzelner Quanten, ob dir das gefällt oder nicht, spielt keine Rolle.

Vielleicht solltest du mal gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse als gegeben hinnehmen?


Grüße
Udo

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Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 14 Mär 2016 13:40 #3780

Fazit:
Quantenmechanik ist anders.
Wie anders, darüber kann man debattieren.


Viele Grüße,
Nirusu

"Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
Den Vorhang zu und alle Fragen offen"
- Berthold Brecht, Der Gute Mensch von Sezuan

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Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 14 Mär 2016 17:20 #3798

udogigahertz schrieb: Nein, so ist es gerade NICHT, Wikipedia sagt dazu folgendes:

Versucht man, durch eine beliebige Apparatur (einen sog. Quantenradierer) herauszufinden, welchen Weg ein bestimmtes Teilchen genommen hat (durch Spalt 1 oder Spalt 2), verschwindet das Interferenzmuster.

...
Es ist so in der Quantenwelt: Allein eine Messung, die den Messaufbau und das Experiment NICHT behindert, verursacht ein vollkommen anderes Verhalten einzelner Quanten, ob dir das gefällt oder nicht, spielt keine Rolle.

Vielleicht solltest du mal gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse als gegeben hinnehmen?

Ich nehme gar nix als gegeben hin, dann müsste ich an Gott glauben. Ich habe ein Hirn um die Dinge in Kategorien wie plausibel - unplausibel - ungeklärt einzuordnen (mit Abstufungen). Bei "ungeklärt" versuche ich Antworten zu finden was manchmal auch dazu führt das Dinge aus anderen Kategorien neu eingeordnet werden.

"Quantenradierer" Ja klar, den Versuchsaufbau sollte man mal genauer untersuchen... da wird irgendwas mit irgendwelchen Kristallen gemacht. Wenn das keine Wechselwirkungen sind dann weis ich auch nicht. Grundsätzlich glaube ich nicht das es irgend einen Messaufbau geben kann der das Experiment nicht beeinflusst. Messe ich etwas dann hat es eine Wechselwirkung gegeben. PUNKT. Wenn man dann das gemessene wieder so herstellt wie man glaubt das es vorher war muss dieser Glaube auch irgendwie begründet werden.
Nachtrag:
Man muss sich auch darüber im klaren sein das jede Wechselwirkung Eigenschaften des Messobjekts zerstört haben "könnte" von denen man noch nix weis oder die man gar nicht im Fokus hatte. Ich behaupte jetzt nicht das es solche Eigenschaften gäbe, nur das man es nicht gänzlich ausschließen kann.

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Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 14 Mär 2016 17:31 #3799

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Nirusu schrieb: Fazit:
Quantenmechanik ist anders.
Wie anders, darüber kann man debattieren.


Viele Grüße,
Nirusu

Jup. Ich denke, ein gravierender Unterschied könnte sein, dass die klassische Physik doch ziemlich auf Kausalität beruht, die Quantenwelt scheinbar nicht.

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Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 15 Mär 2016 17:08 #3831

Merilix schrieb: Ich nehme gar nix als gegeben hin, dann müsste ich an Gott glauben.


Was soll das denn jetzt? Wo habe ich denn verlangt, dass du an Gott glauben sollst?

Ich hasse es, wenn man unsachlich wird, weil einem die Argumente ausgehen.

Wenn du in der Wissenschaft vorankommen willst, wirst du irgendwann mal gemachte Erkenntnisse als gegeben hinnehmen müssen und nicht alles in Frage stellen, ansonsten wirst du immer wieder bei Null anfangen müssen.

Z. B. kannst du auf die Richtigkeit der Rechnung: Eins plus eins gleich Zwei vertrauen, das stimmt, musst du nicht überprüfen, oder wenn du die Zahl Pi wissen willst, irgendwo steht diese Zahl bis auf soundsoviele Nachkommastellen bereits aufgeschrieben und mehrfach überprüft, du musst das nicht neu ausrechnen.

Und wenn es jetzt zahlreiche Experimente namhafter Wissenschaftler in aller Welt gibt, die bei ihren diversen Versuchen und Überprüfungen hinsichtlich des Doppelspaltexperiments zu immer den gleichen verblüffenden Erkenntnissen gekommen sind, wenn diese Ergebnisse in zahlreichen seriösen Publikationen unwidersprochen veröffentlicht wurden, dann kannst du die Resultate sehr wohl als gegeben hinnehmen.

Wenn du es nicht willst ........ ist dein Recht, damit jedoch stehst du auf Seiten der Verschwörungstheoretiker, der Leugner von Fakten usw.


Grüße
Udo

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Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 15 Mär 2016 20:02 #3835

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udogigahertz schrieb: Es ist so in der Quantenwelt: Allein eine Messung, die den Messaufbau und das Experiment NICHT behindert, verursacht ein vollkommen anderes Verhalten einzelner Quanten, ob dir das gefällt oder nicht, spielt keine Rolle.


Aber die Messung behindert doch eben den Versuch und das Ergebnis. Ist das nicht gerade das was anders ist an der Quantenmechanik? (Obwohl ich ursprünglich eigentlich was anderes meinte ;)

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Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 15 Mär 2016 20:08 #3837

Gudii schrieb: Aber die Messung behindert doch eben den Versuch und das Ergebnis. Ist das nicht gerade das was anders ist an der Quantenmechanik? (Obwohl ich ursprünglich eigentlich was anderes meinte ;)


Nein, eben genau NICHT! Das Photon selbst bekommt von der Messung nichts mit, der Messaufbau ist schon so ausgeklügelt, dass die Messung eben NICHT vom Photon "gemerkt" werden kann!

Ansonsten wären diese Versuche ja Kinderkram, dann bräuchten wir nicht weiter darüber reden, dann gäbe es auch keinen Wikipedia-Eintrag dazu.

Lies dir doch noch mal den Wikipedia-Artikel dazu sorgfältig durch.

Grüße
Udo

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Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 15 Mär 2016 20:33 #3838

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Hallo,

wenn das Ergebnis aber anders ist bekommen die Photonen davon etwas mit. Und ich glaube das ist auch kein Widerspruch zur Quantenmechanik.

Gruss,
Guido

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Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 19 Mär 2016 02:43 #3985

udogigahertz schrieb:

Merilix schrieb:

udogigahertz schrieb: Vielleicht solltest du mal gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse als gegeben hinnehmen?

Ich nehme gar nix als gegeben hin, dann müsste ich an Gott glauben.


Was soll das denn jetzt? Wo habe ich denn verlangt, dass du an Gott glauben sollst?

Ich hasse es, wenn man unsachlich wird, weil einem die Argumente ausgehen.

Wer wird denn hier unsachlich? Du solltes meine Antwort schon vorher lesen bevor du sie verdrehst.
Meine Antwort bezog sich auf deine Aufforderung etwas einfach als gegeben hinzunehmen. Eine solche Aufforderung hat mit Wissenschaft nichts zu tun sondern ist vielmehr ein Merkmal von Religionen.

Argumente habe ich genannt.
Im übrigen habe ich keinesfalls die verblüffenden Ergebnisse der Doppelspaltexperimente bestritten! Tut mir leid wenn dir das nicht aufgefallen ist.
Allerdings halte ich es für legitim sowohl über die Versuchsanordnung als auch über die Interpretation der Ergebnisse nachzudenken. Ich war bisher immer der Meinung das sei Teil wissenschaftlichen Vorgehens.

Gruß Merilix

Nachtrag:
Im übrigen widersprichst du dir selbst:

udogigahertz schrieb: Nein, eben genau NICHT! Das Photon selbst bekommt von der Messung nichts mit, der Messaufbau ist schon so ausgeklügelt, dass die Messung eben NICHT vom Photon "gemerkt" werden kann!

Wenn sich das Photon durch die Messung anders verhält dann hat es die Messung bemerkt. Wie kannst du etwas anderes behaupten? Das macht keinen Sinn!

, ob dir das gefällt oder nicht, spielt keine Rolle.

Ich möchte dich bitten dir einen anderen Ton anzugewöhnen.

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Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 19 Mär 2016 03:00 #3987

Hey,
hier mal kurz ein Aufruf an alle, der nicht wirklich viel mit dem Thema zu tun hat.

Die Stimmung hier ist in letzter Zeit, unter anderem durch "Heidi" und "Rene", etwas angespannt. Da regt man dann dazu, bei kontroversen Themen schnell etwas über zu reagieren und dann eskaliert die Konversation leicht (Siehe "Merilix" und "udogigahertz", nur als Beispiel).
Trotzdem wäre es nett, wenn wir alle wieder zurück auf den Boden der Tatsachen kommen könnten, und statt persönlichen Angriffen Argumente benutzen können.
Vor wenigen Tagen hat das Forum heir so viel Spaß gemacht, vielleicht können wir uns alle beherrschen und normal miteinander umgehen.
Das wäre wirklich toll!


So, und jetzt zum Thema:
Es gibt bei der Quantenmechanik ein paar Aspekte (Selbstinterferenz von Teilchen, Wellenfunktionen, "Quantum Entanglement"), die lassen sich mit "rational Denken" nicht erklären. Diese Teile widersprechen auch der klassischen Physik (und Einstein). Nichtsdestotrotz muss sowohl die Quantenmechanik als auch Einstein richtig seien. Um die beiden, die sich anscheinend grundsätzlich widersprechen, zu vereinigen, muss och einiges geschehen.

Ich habe es schon einmal gesagt, und ich sage es gerne wieder:
Fazit:
Die Quantenmechanik ist deutlich anders als die klassische Physik, und "counter intuitive" (wie immer man das ins Deutsche übersetzt)

So, ich hoffe, meine Worte fallen auf fruchtbaren Boden,
Viele Grüße,
Nirusu

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Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 19 Mär 2016 11:35 #3991

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Hallo, und ein schönes Wochenende im voraus ;)

Sagt aber nicht das Ehrenfest Theorem dass sie sich eben nicht widersprechen? Also Quantenmechanik und Klassische Mechanik? Ich glaube eben im Moment das Physik nichts mit Anschaulichkeit zu tun hat.

Grüsse,
Guido

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Ist Quantenmechanik überhaupt "anders" 19 Mär 2016 12:24 #3992

Gudii schrieb: Sagt aber nicht das Ehrenfest Theorem dass sie sich eben nicht widersprechen? Also Quantenmechanik und Klassische Mechanik? Ich glaube eben im Moment das Physik nichts mit Anschaulichkeit zu tun hat.


Genau, unterschiedliche Resultate können beide nicht liefern, sonst wäre eine der beiden ja falsifiziert. Die klassische Mechanik muss sich statistisch aus der Quantenmechanik ergeben, was sie laut dem Ehrenfest Theorem ja auch tut.

Einige Grundprinzipien sind unterschiedlich, etwa die Unschärferelation oder das Zufallsprinzip spielen makroskopisch keine Rolle.

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