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THEMA: Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg

Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 21 Dez 2017 12:26 #25005

In diesem Thread soll ein alternativer Rechenweg zur Ablenkung des Lichtes von der Sonne beschritten werden. Dabei gehe ich von einer durch Gravitation örtlich veränderlichen Lichtgeschwindigkeit aus. Hier noch einmal in Kurzform die bisherigen Rechenschritte :

1. Differentieller Ansatz:

Gleichungsansatz mit variabler Lichtgeschwindigkeit (1):
\[d\alpha \approx tan(d\alpha) = \frac{[c(x+dx, y)-c(x, y)]\cdot dt}{dx}=\frac{c(x+dx, y)-c(x, y)}{dx}\cdot dt\]
Wenn wir die Lichtablenkung in y-Richtung aufintegrieren möchten, müssen wir in Gleichung (1) das Zeitdifferential \(dt\) durch \(dy\) ersetzen. Wir können ansetzen:
\[dy=c_0 \cdot dt\]
und erhalten (2):
\[d\alpha=\frac{\partial c(x,y)}{\partial x} \cdot dt=\frac{\partial c(x,y)}{\partial x} \cdot \frac{1}{c_0} \cdot dy\]
Um in \(\alpha\)-Richtung aufzuintegrieren benutzen wir folgendes Integral (3):
\[\alpha,_{gesamt}=\int_{-\infty}^{+\infty}d\alpha=\int_{-\infty}^{+\infty}\frac{\partial c(x,y)}{\partial x} \cdot \frac{1}{c_0} \cdot dy\]
Was uns jetzt noch fehlt, ist die örtliche Änderung der Lichtgeschwindigkeit. Zu deren Herleitung gehen wir vom Lorentz-Faktor (4) aus:
\[\gamma=\frac{1}{\sqrt{1-\frac{v^2}{{c_0}^2}}}\]
In diesen Lorentz-Faktor müssen wir jetzt die Abhängigkeit von Masse/Gravitation hineinbringen, am besten über den Schwarzschildradius (5):
\[R_S=\frac{2GM}{{c_0}^2}\]
Wir müssen den Ausdruck \(\frac{v^2}{c^2}\) irgendwie durch den Schwarzschildradius ersetzen. Für kleine Fallgeschwindigkeiten entgegen der r-Richtung gilt (6):
\[E_{kin}=-E_{pot} \rightarrow \frac{1}{2}mv^2=\frac{GMm}{r} \rightarrow v^2=\frac{2GMm}{r}\]
Vernachlässigen wir \(m\) und teilen auf beiden Seiten durch \({c_0}^2\), dann erhalten wir (7):
\[\frac{v^2}{{c_0}^2}=\frac{2GM}{{c_0}^2r}=\frac{R_S}{r}\]
Somit erhalten wir für den Lorentz-Faktor (_8):
\[\gamma_G=\frac{1}{\sqrt{1-\frac{R_S}{r}}}\]
Bis jetzt haben wir lediglich den Ausdruck für den klassischen Lorentz-Faktor mathematisch umstrukturiert, um ihn für weitere Rechnungen zu benutzen. Dies hat allerdings physikalisch nichts mehr mit dem klassischen Lorentz-Faktor aus der SRT zu tun. Es ist ein rein mathematisches Konstrukt. Wir nennen ihn daher \(\gamma_G\). "G" für Gravitation.

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Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 21 Dez 2017 13:01 #25009

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Trash! :-)
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Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 21 Dez 2017 13:12 #25011

Ropp schrieb: Trash! :-)

Mal sehen...gibts mathematische Fehler?

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Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 21 Dez 2017 13:54 #25014

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Relativitätstheorie als Stille Post:
Michael D. erklärt Eckstein erklärt Epstein erklärt Einstein

www.relativity.li/de/epstein/lesen/i0_de/i2_de

Gruß,
Lulu
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Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 21 Dez 2017 14:00 #25015

@Lulu
Rischtisch! Gut recherchiert. Der Epstein erklärt das Ganze mit variabler Lichtgeschwindigkeit. Dieser Thread soll das nachvollziehen. Also kein Trash! Allerdings werde ich noch ein paar Leckereien in den Rechenweg mitreinbringen, wie \(\gamma_G\).

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.
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Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 22 Dez 2017 10:54 #25057

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Michael D. schrieb: @Lulu
Rischtisch! Gut recherchiert. Der Epstein erklärt das Ganze mit variabler Lichtgeschwindigkeit. Dieser Thread soll das nachvollziehen. Also kein Trash! Allerdings werde ich noch ein paar Leckereien in den Rechenweg mitreinbringen, wie \(\gamma_G\).


Hallo Michael D.,

zur mathematischen Richtigkeit gehört auch die deutliche Angabe der Annahmen, die gemacht werden. So habe ich das jedenfalls mal gelernt.
Bei Eckstein/Epstein ist das der Fall, in Deiner verkürzten und aus dem Kontext gerissenen Wiedergabe nicht.
Auch der Rechenweg von Eckstein/Epstein basiert auf dem von Josef Gaßner skizzierten Rechenweg. Für ein tieferes Verständnis ist der alternativlos.

Durch einschränkende Voraussetzungen, wie sie bei Eckstein/Epstein gemacht werden, kann man dann zu Vereinfachungen gelangen, die es ermöglichen, zumindest in einer guten Näherung erste qualitative und quantitative Ergebnisse allein mit Schulmathematik zu erzielen, also ohne auf den Tensorformalismus zurückgreifen zu müssen. In der Originalversion empfehlenswert und dem Verständnis förderlich ( gerade für die, die schon bei der Speziellen Relativitätstheorie große Verständnisprobleme hatten, wie z.Bsp. Michael D.), in Deiner Wiedergabe nicht.
Und Deine Ankündigung am Schluß läßt Schlimmes befürchten!

Gruß,
Lulu
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Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 23 Dez 2017 23:58 #25142

Gibt es denn Überlegungen, die eine variable Lichtgeschwindigkeit vorsehen? Ich beziehe mich hierbei auf die Photonen, welche masselos sein sollten, aber ggf. eine Masse besitzen könnten, wobei ich das bisher darauf bezogen habe verstanden zu haben, dass es eine Untergrenze gibt, unter welcher eine Masse möglich sein könnte, weil wir den experimentellen Nachweis nur bis zu dieser Grenze führen können.

"`Oh dear,' says God, `I hadn't thought of that,' and promptly vanished in a puff of logic.
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Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 24 Dez 2017 00:00 #25143

Wenn Michael D. allerdings mit γG meint, dass die Gravitationskonstante vielleicht gar nicht so konstant ist, bin dabei.

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Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 24 Dez 2017 11:39 #25154

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Hallo derwestermann,

Deine Beiträge zeigen, wie megairreführend Michael D.'s Begriffsbildung eines "Lorentzfaktors Gravitation" ist.
Die "variable Lichtgeschwindigkeit" ist leicht zu demystifizieren, indem man sie darauf zurückführt, dass große Massen wie eine lokale Erhöhung des Brechungsindex wirken. Ein vom Gravitationspotential abhängiger, also örtlich verschiedener Brechungsindex, führt zu ortsabhängigen Lichtgeschwindigkeiten (für einen außenstehenden Bobachter).
Das Postulat von der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit wird dadurch in keiner Weise in Frage gestellt.

Gruß,
Lulu
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Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 24 Dez 2017 12:25 #25156

Lulu schrieb: Ein vom Gravitationspotential abhängiger, also örtlich verschiedener Brechungsindex, führt zu ortsabhängigen Lichtgeschwindigkeiten (für einen außenstehenden Bobachter).

Also wie die Reduktion der Lichtgeschwindigkeit in einem Medium.

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Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 24 Dez 2017 12:44 #25158

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derwestermann schrieb:

Lulu schrieb: Ein vom Gravitationspotential abhängiger, also örtlich verschiedener Brechungsindex, führt zu ortsabhängigen Lichtgeschwindigkeiten (für einen außenstehenden Bobachter).

Also wie die Reduktion der Lichtgeschwindigkeit in einem Medium.

Nee, eher als würde man eine Flugreise von Frankfurt nach L.A. an flacher Landkarte planen. Man zeichnet den direkten Weg mit dem Lineal ein, kalkuliert eine spezifische Reisegeschwindigkeit X und somit Dauer des Fluges dem Maßstab entsprechend. Also gehts los, immer entlang der festgelegten Route. Der Tacho zeigt zeigt auch brav die kalkulierte Reisegeschwindigkeit X. Doch was muss man nun feststellen! Man kommt viel später in L.A. an, als man sich an der flachen Karte mit Lineal ausgerechnet hat. Und das nun wird man doch viel eher mit der Krümmung der Erdoberfläche in Verbindung bringen, als mit einer variablen Reisegeschwindigkeit X, die man ja während der Reise eingehalten hat.
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Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 24 Dez 2017 12:55 #25159

So sehe ich das auch, die variable Lichtgeschwindigkeit resultiert aus der Projektion aus dem gekrümmten Koordinatensystem nahe der Masse in unser flaches Koordinatensystem und ich denke genau so hat das auch Einstein in seiner Arbeit von 1911 gemeint. (dort noch um den Faktor 2 falsch)

Aber mal was anderes: ist der Term \(\sqrt{1-\frac{R_s}{r}}\) nicht bereits Ergebnis der Anwendung der Einsteinschen Feldgleichung und erspart einem weitere Rechnung mit Tensoren? Oder seh ich das da zu einfach?

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Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 24 Dez 2017 13:15 #25167

Ach so, aha!

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Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 24 Dez 2017 13:17 #25169

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Ropp schrieb:

derwestermann schrieb:

Lulu schrieb: Ein vom Gravitationspotential abhängiger, also örtlich verschiedener Brechungsindex, führt zu ortsabhängigen Lichtgeschwindigkeiten (für einen außenstehenden Bobachter).

Also wie die Reduktion der Lichtgeschwindigkeit in einem Medium.

Nee, eher als würde man eine Flugreise von Frankfurt nach L.A. an flacher Landkarte planen. Man zeichnet den direkten Weg mit dem Lineal ein, kalkuliert eine spezifische Reisegeschwindigkeit X und somit Dauer des Fluges dem Maßstab entsprechend. Also gehts los, immer entlang der festgelegten Route. Der Tacho zeigt zeigt auch brav die kalkulierte Reisegeschwindigkeit X. Doch was muss man nun feststellen! Man kommt viel später in L.A. an, als man sich an der flachen Karte mit Lineal ausgerechnet hat. Und das nun wird man doch viel eher mit der Krümmung der Erdoberfläche in Verbindung bringen, als mit einer variablen Reisegeschwindigkeit X, die man ja während der Reise eingehalten hat.


Den Vergleich mit der Ausbreitung von Licht in einem Medium kann man schon ziehen, solange man sich darüber im Klaren ist, dass es für einen außenstehenden Beobachter in der Ferne (im Off, wie Eckstein/Epstein das nennen) so aussieht.

Gruß,
Lulu
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Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 27 Dez 2017 12:29 #25264

Lulu schrieb: Hallo Michael D.,

zur mathematischen Richtigkeit gehört auch die deutliche Angabe der Annahmen, die gemacht werden. So habe ich das jedenfalls mal gelernt.

Die deutliche Annahme war, das die Lichtgeschwindigkeit von der Gravitation beeinflusst wird und somit variabel ist. Das ist der zu prüfende Ansatz.

Auch der Rechenweg von Eckstein/Epstein basiert auf dem von Josef Gaßner skizzierten Rechenweg. Für ein tieferes Verständnis ist der alternativlos.

Na ja, wenn dem so ist, werden wir das schon sehen.

Durch einschränkende Voraussetzungen, wie sie bei Eckstein/Epstein gemacht werden, kann man dann zu Vereinfachungen gelangen, die es ermöglichen, zumindest in einer guten Näherung erste qualitative und quantitative Ergebnisse allein mit Schulmathematik zu erzielen, also ohne auf den Tensorformalismus zurückgreifen zu müssen.

Wir werden genau herausarbeiten, worin die Vereinfachungen bestehen.

...gerade für die, die schon bei der Speziellen Relativitätstheorie große Verständnisprobleme hatten, wie z.Bsp. Michael D...

Also ich hatte keine Verständnisprobleme. Hab nur ein paar Widersprüche entdeckt. Dafür braucht man allerdings vertiefte Kenntnisse.

Und Deine Ankündigung am Schluß läßt Schlimmes befürchten!

Ach wo, wir wollen doch hier Forschung betreiben und breitgetrene Pfade verlassen.

...Ein vom Gravitationspotential abhängiger, also örtlich verschiedener Brechungsindex, führt zu ortsabhängigen Lichtgeschwindigkeiten (für einen außenstehenden Bobachter). Das Postulat von der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit wird dadurch in keiner Weise in Frage gestellt.

Na ja, ortsabhängige Lichtgeschwindigkeiten sind schon nicht so ganz konstant, wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf. Schon gar nicht in Relation zueinander, und zwar unabhängig vom aussenstehenden Beobachter.

Nachvollziehbare Mathematik ist notwendige Grundlage zur Beurteilung von physikalischen Modellen.
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Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 27 Dez 2017 12:35 #25266

derwestermann schrieb: Also wie die Reduktion der Lichtgeschwindigkeit in einem Medium.

Genauso kann man das sehen. Ein Indiz, dass der Raum ein Medium ist.

Merilix schrieb: So sehe ich das auch, die variable Lichtgeschwindigkeit resultiert aus der Projektion aus dem gekrümmten Koordinatensystem nahe der Masse in unser flaches Koordinatensystem und ich denke genau so hat das auch Einstein in seiner Arbeit von 1911 gemeint. (dort noch um den Faktor 2 falsch)

Ja schon, kann man aber auch anders sehen. Das wollen wir in diesem Thread zeigen.

Aber mal was anderes: ist der Term \(\sqrt{1-\frac{R_s}{r}}\) nicht bereits Ergebnis der Anwendung der Einsteinschen Feldgleichung und erspart einem weitere Rechnung mit Tensoren? Oder seh ich das da zu einfach?

Nein kurioser Weise nicht. Und das ist schon ein dickes Ding. Die Gleichungen (6) und (7) zeigen, dass man die ART nicht braucht, um auf den Schwarzschildradius zu kommen. Das Geheimnis steckt in dem Ansatz:
\[E_{kin}=-E_{pot}\]

Er bedeutet, dass das Gravitationspotential an jedem Radius \(r\) komplett in kinetische Energie umgewandelt wird. Eigentlich müsste es ein differentieller Ansatz sein, denn das Potential ändert sich ja nichtlinear mit dem Radius:
\[dE_{kin}=-dE_{pot}\]

Nur was beinhaltet dann die kinetische Energie? Es ist der Raum selbst. Der Ansatz bedeutet letztlich, dass sich der Raum am Schwarzschildradius mit Lichtgeschwindigkeit in Richtung Singularität bewegt. Und das in einer flachen Metrik. Denn es besteht folgende Äquivalenz:

Gekrümmter, statischer Raum (Schwarzschild-Koordinaten) / Flacher, dynamischer Raum (Freifall-Koordinaten)

Wenn man also den Raum als kompressibles, elastisches, viskoses und dennoch sehr hartes Medium auffasst, scheint man die ART nicht zu benötigen, weil man keinen gekrümmten Raum benötigt.

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Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 28 Dez 2017 09:53 #25290

Michael D. schrieb: Wenn man also den Raum als kompressibles, elastisches, viskoses und dennoch sehr hartes Medium auffasst, scheint man die ART nicht zu benötigen, weil man keinen gekrümmten Raum benötigt.

Wo ist der Unterschied? Du komprimierst den Raum lokal und was kommt dabei heraus? Am Ende wird das auch wieder eine Verbiegung von Koordinaten.

Ich denke man muss auch etwas vorsichtig sein und darf die ART nicht mit dem verwendeten Tensorformalismus gleichsetzen. Letzterer stellt doch eigentlich "nur" das mathematische Hilfsmittel (von Einstein selbst so bezeichnet) dar die Geometrie beliebig verbogener Räume ganz allgemein zu beschreiben. (+ähnlich wie man in 3-D Computeranimationen Transformationsmatrizen verwendet um Objektkoordinaten in Welt- oder Viewkoordinaten umzurechnen)

Was den Term \(\sqrt{1-\frac{R_S}{r}}\) angeht: ist das nicht nur der Spezialfall einer kugelsymmetrischen Verzerrung?

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Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 28 Dez 2017 10:42 #25292

Wie wär's wenn Michael D. einfach mal rechnet - sagen wir für einen Lichtstrahl der in 1 AE die Sonne passiert - und uns zeigt auf welche Abweichung in Millibogensekunden er mit seinem Ansatz kommt.

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S = k log W
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Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 28 Dez 2017 12:06 #25299

Merilix schrieb: Wo ist der Unterschied? Du komprimierst den Raum lokal und was kommt dabei heraus? Am Ende wird das auch wieder eine Verbiegung von Koordinaten.

Genau. Beides ist äquivalent. Entweder man wählt den Ansatz eines gekrümmten, absoluten Raumes oder man verdichtet den Raum so, dass er quasi-gekrümmt ist, jedoch eingebettet in eine flache Mannigfaltigkeit (siehe Skizze ).

Ich denke man muss auch etwas vorsichtig sein und darf die ART nicht mit dem verwendeten Tensorformalismus gleichsetzen.

Allerdings ist das eindeutig die Mathematik, die dahintersteckt.

Was den Term \(\sqrt{1-\frac{R_S}{r}}\) angeht: ist das nicht nur der Spezialfall einer kugelsymmetrischen Verzerrung?

Richtig.

Madouc99 schrieb: Wie wär's wenn Michael D. einfach mal rechnet - sagen wir für einen Lichtstrahl der in 1 AE die Sonne passiert - und uns zeigt auf welche Abweichung in Millibogensekunden er mit seinem Ansatz kommt.

Genau das werd ich machen. Und dann schaun mer mal.

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Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 28 Dez 2017 12:57 #25305

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\(\sqrt{1-\frac{R_{s}}{r}}\) hatte Hr. Gaßner ja bereits schön anschaulich im Video 19 zum Schwarzschildradius hergeleitet.
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Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 28 Dez 2017 13:30 #25307

Rupert schrieb: \(\sqrt{1-\frac{R_{s}}{r}}\) hatte Hr. Gaßner ja bereits schön anschaulich im Video 19 zum Schwarzschildradius hergeleitet.

Hat er nicht. Den Wurzelausdruck hätte er nur erhalten, wenn er wie er sagt "sauber" gerechnet hätte, d.h. mit dem ganzen Tensor-Overhead. Deswegen ist es umso verblüffender, dass wir mit dem Rechenweg in diesem Thread zu demselben exakten Ergebnis kommen, ohne eben diesen Tensor-Overhead.

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Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 28 Dez 2017 13:40 #25309

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Witzbold :D
Natürlich fängt er nicht an die Vorlesung über die ART im Gebiet theoretische Physik in einem 30 minütigen Video, das sich nicht an Physikstudenten richtet, runterzubeten.
Ist auch gar nicht notwendig, denn die Skripte zu diesen Vorlesungen und Übungen findet man zuhauf im web, falls man sie lesen will, und auch der Gang in einen Hörsaal steht ja jedem offen.
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Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 28 Dez 2017 14:16 #25310

Da steckt in der Tat ein gewisser Witz drin. Nochmal: Laut Hr. Gassner kann der Wurzelausdruck nur über die Tensoralgebra der Feldgleichungen ermittelt werden. Anscheinend ist das aber nicht notwendig, siehe Rechenweg oben. Hast Du den Witz jetzt kapiert?

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Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 28 Dez 2017 14:28 #25311

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Michael D. schrieb: Da steckt in der Tat ein gewisser Witz drin. Nochmal: Laut Hr. Gassner kann der Wurzelausdruck nur über die Tensoralgebra der Feldgleichungen ermittelt werden. Anscheinend ist das aber nicht notwendig, siehe Rechenweg oben. Hast Du den Witz jetzt kapiert?

Der Witz ist doch, dass du uns sowas hier hin schreibst und die Astronomie dato bereits tausende Gravitationslinsen beobachtet hat und diverse Gravitationswellen delektiert worden sind.
Du rechnest uns hier im Gestus von Wichtigkeit irgendeinen Firlefanz vor, der nichtmals aus deinem eigenen Gehirn stammt.
Was soll das bloß?
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Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 28 Dez 2017 14:34 #25313

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Wildes Formelgewerfe halt, das mit etwas Hilfe von wikipedia und google umformen und schon kommt *tatatataaaa* was dabei raus, was so ausschaut als ob's blitzsauber und gaaaaanz einfach selbst ersonnen wäre. Das entbehrt tatsächlich nicht einer gewissen Komik. :D
Es ist ja aber auch das "Alternative Weltbilder"-Unterforum von daher passt das schon. Sind eben alternative Fakten.
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Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 28 Dez 2017 14:48 #25314

Ja der Trollfaktor ist recht hoch hier.

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Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 28 Dez 2017 15:52 #25316

Ihr Lieben, bemüht Euch doch mal zur Abwechslung, einen Fehler beim rechnerischen Ansatz oder beim Umformen zu finden. Ich akzeptiere nur mathematische Einwände bzw. Einwände beim physikalischen Ansatz. Das ganze Krakelen drumherum hat allerdings einen gewissen Unterhaltungsfaktor für mich.

@Ropp
Die Gravitationslinsen sind doch durch beide Modelle (ART, Nicht-ART) zu erklären, da sie äquivalent sind. Es ist wie mit der SRT und der Lorentz'schen Äthertheorie. Mathematische Äquivalenz, unterschiedliche physikalische Ansätze.

Und jetzt der Hammer: Vielleicht kommt man ohne beide Relativitätstheorien aus, um die beobachteten Phänomene zu erklären.

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Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 28 Dez 2017 17:27 #25320

Hi Michael

nutzt doch die auf der Schwarzschild Metrik basierende Lösung der Einsteinschen Feldgleichungen:

c A=(1-Rs/r) c

bei Rs =r wird c A =0

auch nur eine alternative Betrachtung.

Denk doch noch einfacher: an das 2. Keplersche

dA/dt= 1/2 rv wenn bei Photonen v=c ist =konstant ist kann sich nur noch r ändern.

du musst bei diesen Raum als Medium Betrachtungen (denke mal die willst auch hierbei darauf hinaus) in eine ganz andere Richtung gehen. Da wirds aber noch ungemütlicher. :) Das Medium Raum lässt sich nämlich nicht so einfach wie das Medium Materie betrachten.

grüße

Mein Beitrag zur Rebellion gegen bestehende Verhältnisse? Ich gehe ständig zu spät zum Frühsör!
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Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 29 Dez 2017 10:08 #25351

seb110 schrieb: Das Medium Raum lässt sich nämlich nicht so einfach wie das Medium Materie betrachten.

Das ist mal klar. Das Medium Raum muss unglaubliche Eigenschaften haben. Wir werden sie hier zusammentragen.

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Lichtablenkung von der Sonne: Alternativer Rechenweg 29 Dez 2017 11:08 #25352

Michael D. schrieb:

seb110 schrieb: Das Medium Raum lässt sich nämlich nicht so einfach wie das Medium Materie betrachten.

Das ist mal klar. Das Medium Raum muss unglaubliche Eigenschaften haben. Wir werden sie hier zusammentragen.

Werden wir nicht.

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