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THEMA: Philosophische Betrachtungen

Philosophische Betrachtungen 20 Nov 2015 12:28 #1333

Ich bin mir nicht sicher, inwieweit es gut ist meine Gedanken, Ideen in einem Forum zu veröffentlichen. Nicht, dass ich das nicht wollte, aber ich weiss nicht, ob meine Ideen nicht einfach mit einem Schulterzucken abgetan werden und vielleicht sogar als Spinnereien, wie sie in Foren öfters auftauchen, abgetan werden.
Auch sind in diesem Forum ständig irgendwelche Luftballons unterwegs, sind wohl vom letzten Kindergeburtstag übrig geblieben.
Ich stehe mit dem Ganzen ziemlich alleine da, mir fehlt da irgendwie die formale Autorität, um Andere um Unterstützung zu bitten. Irgendwie schade.



Ich fasse mal kurz zusammen:
1. "Alles bewegt sich".
2. Es scheint unmöglich zu sein, einen Ort im Universum zu finden, der sich als "absolutes Ruhesystem" definieren lässt, ein Bezugssystem, dass sich in Bezug zu allen anderen Bezugssystemen in Ruhe (vabsolut = 0) befindet.

An dieser Stelle ist es interessant uns bewusst zu machen, welchen Standort wir als Beobachter einnehmen, um diese Aussagen zu machen.
Im ersten Fall scheinen wir einen Gesamtblick auf das Universum zu haben und sehen, dass sich alle Körper "unter uns" bewegen. "Von oben herab" sehen wir uns selbst auf der Erde, die sich dreht, um die Sonne kreist, unser ganzes Sonnensystem bewegt sich usw. Alles ist in Bewegung. Von oben sehen wir uns selbst immer in einem sich bewegenden Bezugssystem, dass sich zu allen Anderen keineswegs auszeichnet.
Es scheint unmöglich ein absolut ruhendes Bezugssystem anzugeben. Wechseln wir aber den Standort und "bringen uns ein".
Es ist merkwürdig, aber dieser Perspektivenwechsel bringt es mit sich, dass wir uns in Ruhe befinden. Jedenfalls solange wie wir uns mit unserem Bezugssystem zufrieden gäben. Sobald wir es in Bezug, in Relation zu anderen Bezugssystemen bringen, verlieren wir den "absoluten Ort" und haben kein ausgezeichnetes Bezugssystem.
Solange wir uns selbst in Ruhe befinden, "dreht sich alles um uns".
Das bringt mich zum dritten Punkt:
3. Länge und Zeit sind getrennte Entitäten. Sie sind fundamentale Basisgrössen im formalen System der Physik und als solche unabhängig voneinander definiert. Wären diese nicht "teilerfremd", scharf abgegrenzt, voneinander definiert, würden sich im formalen System der Physik früher oder später Widersprüche ergeben.
Erst durch den Geschwindigkeitsbegriff komme ich auf eine "Synthesis" von den Gegenpolen Länge <-> Zeit. Und da Länge immer einen Raum indiziert, innerhalb dessen eine Länge definiert, gemessen wird, auch zur "Synthesis" von Raum <-> Zeit. Die Relativitätstheorie beschreibt genau die Auswirkungen und Eigenschaften, die diese Synthese = RaumZeit hat, aber gebildet wird die RaumZeit schon beim Geschwindigkeitsbegriff. Ganz analog zu der Menge der Brüche, die als Quotienten von zwei natürlichen Zahlen definiert sind und neue Eigenschaften aufweisen.
Da alle Körper sich bewegen, sind alle in der RaumZeit.
Jetzt wird das auch klarer mit dem "absoluten Ort", denn der "Abstand" zu anderen Objekten wird nicht allein durch den Raum definiert, sondern durch die RaumZeit, d.h. durch die Geschwindigkeit. Solange ich mich selbst als in Ruhe definiere "dreht sich alles um mich", also bewegt sich. Und: je grösser der Abstand, umso grösser die RaumZeit, umso grösser die Geschwindigkeit.

Das nächste Naheliegende ist, nicht der Impuls, sondern die Beschleunigung.
Dies bringt Länge, bzw. den Weg und die Zeit auf eine andere Weise zusammen.
Ich denke, es ist sinnvoll, von einer zweiten Art von RaumZeit zu sprechen. Man könnte von "nicht-lineare RaumZeit" sprechen.
Die Frage ist, ob es im Universum vielleicht tatsächlich nur beschleunigte oder rotierende Bezugssysteme gibt. Ausser dem Licht, dies scheint sich gleichförmig zu bewegen (= Inertialsystem). Gibt es natürliche Phänomene, die sich konstant gleichförmig bewegen? Ein künstliches Objekt wie ein Raumschiff vielleicht. Ich weiss es nicht.
Gleichungen:
(delta) s = v * (delta) t <=> (delta) s ~ (delta) t ; der Weg ist proportional zur Zeit mit dem Proportionalitätsfaktor v (= lineare RaumZeit)
(delta) s = ( 1/2 ) a * (delta) t² <=> (delta) s ~ (delta) t² ; der Weg ist proportional zum Quadrat der Zeit mit dem Proportionalitätsfaktor ( 1/2 ) *a (0 nicht-lineare RaumZeit).
(Diese deltas sind sehr wichtig).

Ein Gedankenexperiment:
Angenommen, ich befinde mich in einem konstant beschleunigten (konstant in eine Richtung) Raumschiff. Es wirkt eine Beschleunigungskraft, genau in die Gegenrichtung.
Nun sende ich einen Lichtstrahl genau parallel zur Flugrichtung. Auf diesen Lichtstrahl wirkt auch die Beschleunigungskraft.
Eigentlich müsste dieser Lichtstrahl gestaucht werden und ein Lichtstrahl entgegen der Flugrichtung gedehnt werden.
Wenn ich nun immer mehr beschleunige, müsste der Lichtstrahl immer mehr gestaucht werden, immer mehr, bis er zum Stillstand kommen müsste.
Ich weiss nicht, ob das richtig ist. Aber vielleicht weiss das jemand.

Ich stoppe hier erstmal. Wie geschrieben, ich weiss nicht, ob ein Forum der richtige Ort für meine Gedanken ist.

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Philosophische Betrachtungen 20 Nov 2015 13:06 #1336

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Andique schrieb: Auch sind in diesem Forum ständig irgendwelche Luftballons unterwegs, sind wohl vom letzten Kindergeburtstag übrig geblieben.


You just made my day. :cheer: :silly: Ich finde das aber nicht schlimm.

Andique schrieb: Es scheint unmöglich zu sein, einen Ort im Universum zu finden, der sich als "absolutes Ruhesystem" definieren lässt


Andersrum: Kann jemand beweisen, dass sich nicht sogar unser ganzes Universum mit irgendeiner Geschwindigkeit bewegt? Vielleicht können wir sogar annehmen, dass es so ist?

Andique schrieb: dieser Perspektivenwechsel bringt es mit sich, dass wir uns in Ruhe befinden.


Was spricht dagegen, uns als Betrachter (Inertialsystem) als "in Ruhe befindlich" anzunehmen? Es ist eh alles Relativ (Einstein), daher ist es egal, wer oder was sich in Ruhe befindet, und was sich bewegt. Das Ergebnis ist immer das Gleiche.

Andique schrieb: Man könnte von "nicht-lineare RaumZeit" sprechen. (...) Auf diesen Lichtstrahl wirkt auch die Beschleunigungskraft.


Warum? Was meinst Du mit der Nicht-Linearität von RaumZeit? Und wie soll eine Beschleunigungskraft auf masseloses Licht wirken? Der Gravitationslinsen-Effekt z.B. beruht auf Raumkrümmung. Es ist keine "Anziehungskraft" dahinter.

Andique schrieb: Eigentlich müsste dieser Lichtstrahl gestaucht werden und ein Lichtstrahl entgegen der Flugrichtung gedehnt werden.
Wenn ich nun immer mehr beschleunige, müsste der Lichtstrahl immer mehr gestaucht werden, immer mehr, bis er zum Stillstand kommen müsste.
Ich weiss nicht, ob das richtig ist. Aber vielleicht weiss das jemand.


Meines Erachtens (m.E.) beobachten wir genau so eine Dehnung entgegen der Flugrichtung bei der Rotverschiebung der sich entfernenden Sterne (Sonnen). Also müsste es m.E. richtig sein.

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Philosophische Betrachtungen 20 Nov 2015 21:36 #1342

Andique schrieb: 1. "Alles bewegt sich".
2. Es scheint unmöglich zu sein, einen Ort im Universum zu finden, der sich als "absolutes Ruhesystem" definieren lässt, ein Bezugssystem, dass sich in Bezug zu allen anderen Bezugssystemen in Ruhe (vabsolut = 0) befindet.


Ob sich ein nicht beschleunigter Körper bewegt oder ruht, hängt einzig von dem Bezugssystem ab, von dem aus man ihn betrachtet.

An jedem Punkt des Raumes bzw. der Raumzeit gibt es ein ausgezeichnetes Bezugssystem, das man als Ruhesystem interpretieren könnte. Das ist das System, in dem die kosmische Hintergrundstrahlung keine durch Eigenbewegung verursachte Rot-/Blau-Verschiebung erfährt. Aufgrund der Expansion des Universums unterscheiden sich die Ruhesyteme von zwei Punkten, wenn diese beiden Punkte weit genug voneinander entfernt sind.

--> Man kann für jeden Punkt ein Ruhesystem finden, es gibt aber kein universelles Ruhesystem.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.

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Philosophische Betrachtungen 21 Nov 2015 13:15 #1349

Andique schrieb: Es scheint unmöglich zu sein, einen Ort im Universum zu finden, der sich als "absolutes Ruhesystem" definieren lässt

Torsten C schrieb:
Andersrum: Kann jemand beweisen, dass sich nicht sogar unser ganzes Universum mit irgendeiner Geschwindigkeit bewegt? Vielleicht können wir sogar annehmen, dass es so ist?


Den Gedanken hatte ich auch schon, allerdings mehr im Hinblick auf die Ursingularität. Was dann allerdings auf unser heutiges Universum übertragbar wäre.
Wenn sich die Ursingularität bewegt hat, dann bewegt sich auch unser Universum, da es ja daraus entstanden ist.
Die Frage ist allerdings wie wir Bewegung bei der Ursingularität definieren wollen. Es gibt ja keinen Bezugspunkt. Das heisst, die Ursingularität kann sich bewegt haben oder auch nicht, es ist nicht feststellbar.
Ich überlege mir auch, ob es möglich wäre, dass die Ursingularität sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegt haben könnte. Die Ursingularität war dann selbst masselos, könnte aber durch Verlangsamung beliebig viel Masse erzeugt haben. Rein theoretisch, rein formal wird die Masse eines Körpers unendlich gross, wenn der Körper sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegt. Umgekehrt gesehen könnte ich durch Verringerung der Lichtgeschwindigkeit beliebig viele Massekörper erzeugen.
Wenn es so wäre, dann würden sich sofort relativistische Effekte bemerkbar machen. Bei Körpern mit grösseren Geschwindigkeiten würde die Zeit langsamer verlaufen, bei Körpern mit kleineren Geschwindigkeit die Zeit schneller.
Das Ganze sähe dann so aus, als würde man sich vom Zentrum eines Black Holes nach Draussen bewegen.

Andique schrieb: dieser Perspektivenwechsel bringt es mit sich, dass wir uns in Ruhe befinden.

Torsten C schrieb: Was spricht dagegen, uns als Betrachter (Inertialsystem) als "in Ruhe befindlich" anzunehmen? Es ist eh alles Relativ (Einstein), daher ist es egal, wer oder was sich in Ruhe befindet, und was sich bewegt. Das Ergebnis ist immer das Gleiche.


"Es ist alles relativ."
Mir geht es doch gerade darum, ein absolutes Ruhesystem zu definieren. Ich möchte dies ganz genauso wie bei der absoluten Geschwindigkeit v = c, bei der Lichtgeschwindigkeit. Diese ist die oberste Grenze und in allen Inertialsystemen die Gleiche.
Ich möchte die unterste Grenze mit vabsolut = 0 und sie soll in allen Inertialsystemen = 0 sein, also in allen Inertialsystemen in Ruhe sein.
Ich habe dann zwei Geschwindigkeitsgrenzen, innerhalb derer sich alle Körper, die Masse haben, bewegen
0 < v < c;
Man beachte, dass es nur kleiner als hier gibt und nicht kleiner gleich als. Die Grenzen gehören nicht dazu.

Andique schrieb: Man könnte von "nicht-lineare RaumZeit" sprechen. (...) Auf diesen Lichtstrahl wirkt auch die Beschleunigungskraft.

Torsten C schrieb: Warum? Was meinst Du mit der Nicht-Linearität von RaumZeit? Und wie soll eine Beschleunigungskraft auf masseloses Licht wirken? Der Gravitationslinsen-Effekt z.B. beruht auf Raumkrümmung. Es ist keine "Anziehungskraft" dahinter.


Wenn du (?) erklären müsstest, was ist ein Raum-Zeit- Kontinuum, würdest du wahrscheinlich auf die spezielle Relativitätstheorie hinweisen und sagen, dass man innerhalb der Relativitätstheorie festgestellt hat, dass Raum, Zeit und Masse miteinander verbunden, verknüpft sind (eigentlich müsste man sogar von einem "Raum-Zeit-Masse-Kontinuum" sprechen). Man kann das sogar genau berechnen, wie stark die Elemente miteinander verknüpft sind. In den vielen Dokus, die es mittlerweile gibt, wird das ja auch immer so gemacht.
Ich sage, dass diese Erkenntnis trivial ist, da man bei der Geschwindigkeit, die ja fundamental für die Relativitätstheorie ist, schon in den Prämissen eine Verknüpfung von Raum und Zeit getätigt hat. Geschwindigkeit ist der Quotient von Länge, bzw. Weg durch Zeit. Man dividiert also Raum (in Form der Länge) durch Zeit. Man kann mit dem Geschwindigkeitsbegriff schon eine "RaumZeit" definieren.
Es gibt aber nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die Beschleunigung. Hier hat man den Quotienten von Länge, bzw. Weg durch das Quadrat der Zeit. Man dividiert also Raum (in Form der Länge) durch das Quadrat der Zeit. Man kann mit dem Beschleunigungsbegriff auch eine "RaumZeit" definieren, die aber anders ist als die "RaumZeit", die ich vom Geschwindigkeitsbegriff gewonnen habe, eben durch das Quadrat der Zeit (= nicht-linear).
Geschwindigkeit = s/t -> "lineare RaumZeit" oder "RaumZeit erster Ordnung" oder einfach nur "RaumZeit"
Beschleunigung = s/t² -> "nicht-lineare RaumZeit" oder "RaumZeit zweiter Ordnung"

Andique schrieb: Eigentlich müsste dieser Lichtstrahl gestaucht werden und ein Lichtstrahl entgegen der Flugrichtung gedehnt werden.
Wenn ich nun immer mehr beschleunige, müsste der Lichtstrahl immer mehr gestaucht werden, immer mehr, bis er zum Stillstand kommen müsste.
Ich weiss nicht, ob das richtig ist. Aber vielleicht weiss das jemand.

Torsten C schrieb: Meines Erachtens (m.E.) beobachten wir genau so eine Dehnung entgegen der Flugrichtung bei der Rotverschiebung der sich entfernenden Sterne (Sonnen). Also müsste es m.E. richtig sein.


Das bringt aber ein Problem mit sich:
Wenn ich in einem Raumschiff sitze, dass so stark beschleunigt, dass das Licht gestaucht wird, so stark, dass das Licht sogar stillsteht, dann würde sich das Raumschiff mit einer Momentangeschwindigkeit bewegen, die der Lichtgeschwindigkeit entspricht.
Würde ich das Raumschiff dann noch stärker beschleunigen, wäre die Momentangeschwindigkeit dann so gross, dass diese die Lichtgeschwindigkeit übertrifft.
Wichtig ist, dass das keine reale Geschwindigkeit ist, sondern nur eine Momentangeschwindigkeit. Eine Geschwindigkeit, die an einen Zeitpunkt ( (delta) t = 0 )gebunden ist. Physikalische Prozesse sind aber nur mit Hilfe einer Zeitspanne ( (delta) t > 0 ) beschreibbar.
Dies würde die kosmologische Inflation erklären, denn beim Urknall müssen die auftretenden Beschleunigungskräfte dermassen hypergigantisch, ultramässig hoch gewesen sein, dass diese die Massen derart beschleunigt haben, dass sie schliesslich eine Momentangeschwindigkeit erreichten, die deutlich über der Lichtgeschwindigkeit lag.

Das Leben ist kein Problem, dass man lösen muss, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.

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Letzte Änderung: von Andique. Begründung: Rechtschreibung (Notfallmeldung) an den Administrator

Philosophische Betrachtungen 21 Nov 2015 20:22 #1356

ClausS schrieb:

Andique schrieb: 1. "Alles bewegt sich".
2. Es scheint unmöglich zu sein, einen Ort im Universum zu finden, der sich als "absolutes Ruhesystem" definieren lässt, ein Bezugssystem, dass sich in Bezug zu allen anderen Bezugssystemen in Ruhe (vabsolut = 0) befindet.


Ob sich ein nicht beschleunigter Körper bewegt oder ruht, hängt einzig von dem Bezugssystem ab, von dem aus man ihn betrachtet.

An jedem Punkt des Raumes bzw. der Raumzeit gibt es ein ausgezeichnetes Bezugssystem, das man als Ruhesystem interpretieren könnte. Das ist das System, in dem die kosmische Hintergrundstrahlung keine durch Eigenbewegung verursachte Rot-/Blau-Verschiebung erfährt. Aufgrund der Expansion des Universums unterscheiden sich die Ruhesyteme von zwei Punkten, wenn diese beiden Punkte weit genug voneinander entfernt sind.

--> Man kann für jeden Punkt ein Ruhesystem finden, es gibt aber kein universelles Ruhesystem.

Hallo ClausS,
ich würde dir gerne antworten, weiss aber zur Zeit noch nicht so recht, wie. Ich brauche noch etwas Zeit, um darüber nachzudenken.
Ich würde so sagen, dass im Raum jeder Punkt ein absolutes Ruhesystem darstellen kann, da der Raum keine Zeitkomponente hat und folglich sich nichts bewegt. In der RaumZeit gibt es nur ein absolutes Ruhesystem und das ist der Punkt, an dem ich mich (ein Beobachter) befinde. Letzteres zu begründen fällt mir aber noch schwer, darum btte ich um Geduld.

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Letzte Änderung: von Andique. Begründung: Zusatz (Notfallmeldung) an den Administrator

Philosophische Betrachtungen 23 Nov 2015 12:44 #1371

Andique schrieb:

Ich fasse mal kurz zusammen:
1. "Alles bewegt sich".
2. Es scheint unmöglich zu sein, einen Ort im Universum zu finden, der sich als "absolutes Ruhesystem" definieren lässt, ein Bezugssystem, dass sich in Bezug zu allen anderen Bezugssystemen in Ruhe (vabsolut = 0) befindet.


Es scheint nicht nur so zu sein, es IST auch so.

Einen absoluten Ruhepunkt gibt es nicht, da ja unser Universum sich immer noch ausdehnt, expandiert, da heißt, auch ein lokal betrachteter Punkt bewegt sich, obwohl er sich nicht verändert, weil ja alles ständig expandiert.

Da diese Expansion nicht nur andauert, sondern sich auch noch zunehmend beschleunigt (der "Dunklen Energie" sei Dank) und alle Teile dieses Universums gleichmäßig erfasst (ansonsten müsste es doch zu lokalen Verwerfungen der Raum-Zeit kommen, zu Inhomogenitäten), strebt mit der Expansion jeder Punkt vom anderen fort.

Dies gilt natürlich nur für die großen Leerräume außerhalb der Galaxien, innerhalb davon wirken andere Kräfte, wie die Dunkle Materie und die Schwerkraft der Galaxien selber dem entgegen, wir merken, eingebettet im Schwerefeld einer Galaxie, davon nichts.

Dennoch müsste es doch eine Möglichkeit geben, die absolute Bewegung ziemlich exakt zu messen, denn wir haben ja mit der unveränderlichen Lichtgeschwindigkeit im Vakuum eine Eichmöglichkeit.

Grüße
Udo

Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert

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Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert

Philosophische Betrachtungen 24 Nov 2015 17:00 #1379

"Was spricht dagegen, uns als Betrachter (Inertialsystem) als "in Ruhe befindlich" anzunehmen? Es ist eh alles Relativ (Einstein), daher ist es egal, wer oder was sich in Ruhe befindet, und was sich bewegt. Das Ergebnis ist immer das Gleiche."

da spricht nichts gegen, es ist so! ;>
jedes objekt im kosmos ist für sich in ruhe und der mittelpunkt.
egal von welchem stern aus ich schauen würde, es fliegt alles von mir weg.
und da muss man etwas größer denken, natürlich kommt afrika nach europa gesurft, und natürlich bekommen wir ferner besuch von andromeda, aber im grunde ist es so.
ich meine auf dem kanal schon einmal eine animation gesehen zu haben, wo sie 2 bilder übereinander legen, was diese tatsache ganz gut darstellt.

live must be a preperation for the transition to another dimension.

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