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THEMA: Ist Unsterblichkeit eine illusion?

Ist Unsterblichkeit eine illusion? 14 Dez 2016 03:08 #10438

Hallo Leute, ich habe bei einem anderen Thema gelesen, dass man Unsterblich werden könnte, wenn man es schafft sein Bewusstsein digital hochladen zu können, da man ja dann quasi Unsterblich werden würde. Aber ein Restrisiko bestünde ja immer noch, wenn die Server z.B. ausfallen würden, plump gesagt. Aber gehen wir mal rein hypothetisch davon aus, dass wir nicht mehr an Altersschwäche sterben könnten und jegliche Krankheiten geheilt werden könnten, bestünde immer noch ein Restrisiko; Mord beispielsweise. Oder wir könnten uns zig mal klonen und jeder Klon würde auf einem anderen Planeten leben, wären wir dann Unsterblich oder wären wir nur die eine Person, die geklont wurde. Also denkt ihr, dass es immer ein Restrisiko geben wird oder wird es mal irgendwann mal wirklich möglich sein, vollkommen Unsterblich zu sein. Wenn ja, dann wie. Dann gibt es noch das kosmologische Ende, wenn die dunkle Energie oder die Gravitation endgültig obsiegt. Mir scheint es so, es muss ein Ende geben, ob nun nach 70 Jahren oder nach Milliarden.

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Ist Unsterblichkeit eine illusion? 14 Dez 2016 05:02 #10440

Man sollte bedenken: beim klonen oder auch beim digitalen hochladen entstehen zwei Persönlichkeiten die fortan ihr eigenes "Leben" führen.

Die eine wird denken: "scheiße, jetzt muss ich doch mit dem alten Körper weiterleben :("
die andere wird denken: "Na prima, das hat ja wunderbar geklappt. Auf ein neues :)"

Gruß
Merilix

PS: ein anschauliches Beispiel für die Problematik sind Wiliam und Thomas Riker in Startrek TNG.

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Ist Unsterblichkeit eine illusion? 14 Dez 2016 10:02 #10441

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Ich denke, das ist eine doppelte Illusion. Auf gaaaaanz lange Sicht ist Unsterblichkeit illusorisch. Aber auch die Idee, ein existierendes Bewusstsein (also nicht nur die Gehirnfunktionen) zu digitalisieren, ist illusorisch.

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Ist Unsterblichkeit eine illusion? 14 Dez 2016 10:58 #10444

stm schrieb: Ich denke, das ist eine doppelte Illusion. Auf gaaaaanz lange Sicht ist Unsterblichkeit illusorisch. Aber auch die Idee, ein existierendes Bewusstsein (also nicht nur die Gehirnfunktionen) zu digitalisieren, ist illusorisch.


Denke ich nicht. Ich halte das sogar für wahrscheinlicher als eine KI zu programmieren. Natürlich nicht sofort von 0 auf 100 sozusagen, aber ich denke es wird bald erste "Gehirnprothesen" geben, die dann erste simple Körperfunktionen übernehmen können oder mit denen in unfähigen Körpern gefangene gesunde Geister (wie S. Hawking) dann doch noch mit der Außenwelt interagieren können.

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Ist Unsterblichkeit eine illusion? 14 Dez 2016 16:28 #10451

stm schrieb: Ich denke, das ist eine doppelte Illusion. Auf gaaaaanz lange Sicht ist Unsterblichkeit illusorisch.


Ich fürchte, du hast Unrecht.

Ein digitales Bewusstsein lässt mich schaudern, auch gerade die daraus bedingte Unsterblichkeit ............... wäre das denn wirklich erstrebenswert?

Denkt das doch mal zu Ende, das mit der Unsterblichkeit, existieren bis zum Ende des Universums? Völlig allein zum Schluss oder mit anderen Bewusstseinen vereint, die man vielleicht gar nicht mehr so mag?

Grüße
Udo

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Ist Unsterblichkeit eine illusion? 14 Dez 2016 16:52 #10452

udogigahertz schrieb: wäre das denn wirklich erstrebenswert?


Ich würd mich drauf einlassen,wenn ich genug von mir hätte könnte ich mich ja löschen.

Aber stell dir doch mal vor dein Geist wäre digitalisierbar, du könntest dich auf immer bessere Roboter/Avatare übertragen, am Anfang bist du vielleicht ein rudimentäres Püppchen aber im Laufe der Jahrhunderte sollten die Avatare immer besser werden. Du könntest alles lernen, jeden Studiengang durchziehen und würdest dabei nichts mehr vergessen, und das alles bei vollem Bewusstsein.

Ich würde mich ganz sicher darauf einlassen.

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Ist Unsterblichkeit eine illusion? 14 Dez 2016 17:30 #10454

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Jeder hält an seinem Leben fest. Aber was bedeutet das schon?

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Ist Unsterblichkeit eine illusion? 14 Dez 2016 18:01 #10456

Auf ganz langer Sicht (viele Milliarden Jahre) wird (nach dem aus meiner Sicht wahrscheinlichsten Szenario) dem Universum jede nutzbare Energie ausgehen. Da jedes Lebewesen / jede Intelligenz (biologisch wie KI) für seine Existenz Energiezufuhr braucht, wird jedes Lebewesen / jede Intelligenz irgendwann aufhören zu existieren.

Daher halte ich (für uns unvorstellbare) Lebenszeiten von ein paar Milliarden Jahren theoretisch für möglich, echte Unsterblichkeit aber nicht.

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Ist Unsterblichkeit eine illusion? 14 Dez 2016 18:08 #10457

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Solange bis wieder mal eine Quantenfluktuation ein neues 3 dimensionales Universum beschert in dem dann ein Forum wieder eine solche Frage behandelt es lebe die Unendlichkeit.

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Ist Unsterblichkeit eine illusion? 14 Dez 2016 18:28 #10458

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Also das Ende der Energie gleich dem Ende einer oder mehrerer hoch entwickelten biologischen oder technischen Zivilisation?
Bis dahin gibt es noch einiges zu entdecken.
Wir sind ja noch so ahnungslos.

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Ist Unsterblichkeit eine illusion? 14 Dez 2016 22:05 #10462

Wenn das Universum aus dem sogenannten fluktuierendem Quantenvakuum hervorgegangen ist, das man sich wohl grenzenlos und unendlich vorstellen muss (denn was wäre jenseits davon oder ausserhalb ?), dann muss es doch ständig und immer Urknalle geben, also unendlich viele in jedem "Augenblick", oder nicht? Wer schließlich unendliche Male Lotto spielen könnte, würde auch unendliche Male Sechser haben. D.h., es gibt unendlich viele Universum wie das unsere und davon wiederum unendlich viele, die sich auf den Punkt genau so entwickeln wie das unsere. Während ich diese Zeilen tippe, schreiben unendlich viele Doppelgänger von mir in unendlich vielen Universen die selben Zeilen. Selbst in unserem Universum, so es denn unendlich ist, was eine offene Frage ist, gibt es dann schon unendlich viele Duplikate von uns. Wird unser Universum einst vergehen, wird es parallel dazu unendliche viele geben, die auf den Punkt genau die gleiche Entwicklung nehmen und ihm haargenau in seiner Entwicklung gleichen werden....und so fort in alle Ewigkeit. Das ist das Ungeheure an der Unendlichkeit. So gesehen gibt es indirekt ohnehin die Unsterblichkeit.

Wie schon mehrfach in anderen Threads gepostet, geht z.B. der russische Milliardär Dmitry Itzkov ohnehin davon aus, dass sein Bewusstsein noch Jahrtausende existieren wird: Dmitry Itzkov und sein Project_2045

Dass in den nächsten Jahrzehnten Gehirnemulationen, neuromorphe KI oder synthetische KI realisiert werden, davon gehe ich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit aus. Wer heute noch relativ jung ist und schon mal zu sparen anfängt, der kann sich einige Jahrhunderte oder gar Jahrtausende erkaufen. Das ist meine Prognose. Je größer die theor. Lebenserwartung künftiger wie auch immer gearteter Entitäten sein wird, um so mehr müssen sie sich auch Gedanken machen über Risiken, die wir aufgrund ihrer geringen Wahrscheinlichkeit während einer Lebenszeit von unter 100 Jahren als weniger relevant ansehen (Supervulkane, Asterioden, Gammablitze aus dem All etc). Eine kommende Superintelligenz (KI) wird bezüglich dieser sog. Zustandsrisiken wohl ein besseres und effektiveres Krisenmanagement betreiben können als wir Menschen. Insofern wäre es sogar gut, wenn wir oder zumindest jene von uns, die sich transhumanistischen Veränderungen verweigern, nicht mehr den Primus auf diesem Planeten spielen müssten, sprich weil das dann Schlauere oder etwas Schlaueres als wir machen werden.
Der Übergang zur KI und der damit verbundene Weitergang der Geschichte oder auch Evolution, sprich der Eintritt in ein quasi postbiologisches Zeitalter werden natürlich ein Situationsrisiko darstellen. Da werden sich auch viele Gelegenheiten für Pannen auftun u. die Sache kann auch ordentlich in die Hose gehen. Je sicherer wir uns sein können, dass die obigen Zustandsrisiken klein bleiben, um so länger könnten wir - wenn wir rational im Sinne eines anthropozentrischen Standpunktes handeln würden (was wir aber als Kollektiv nicht können) - das Situationsrisiko des Übergangs hinauszögern oder es nicht eingehen.
Andererseits ist ohnehin die Frage aus der Warte einer Metamoral oder -ethik jenseits unserer anthropozentrischen Sicht auf die Welt, ob nicht die Welt besser und weniger Leid behaftet wäre, wenn es uns Menschen nicht gäbe, ja wenn es generell kein biologisches Leben gäbe, sondern nur KI. Wer weiß das schon?
Während ich diesen Satz schreibe, werden unzählige Lebewesen bei lebendigem Leibe in der Natur aufgefressen, sterben qualvoll an Hunger, Schwäche oder parasitärem Befall.
Menschen leiden an Hunger, Bürgerkrieg und Armut. In den Wohlstandsländern machen sich viele durch ein hektisches Leben psychischen Stress. Unzählige Tiere werden unter entsetzlichen Bedingungen in der Massentierhaltung gehalten, transportiert und geschlachtet. Vicotor Hugos Satz hatte zu allen Zeiten Bestand: "Die Natur ist ein Rad, das sich nicht drehen kann, ohne zu zerstören."
Ich kann es nicht belegen, aber intuitiv bin ich der Meinung, dass die schönen und glücklichen Momente der Lebewesen all ihr Leid nicht aufwiegen, wenn man eine fiktive Bilanz über alle Kreaturen machen würde. Deshalb heißt wohl die erste goldene Wahrheit des Buddhismus: "Leben heißt in erster Linie leiden." Und A. Schopenhauer hat es auf seine unnachahmliche Weise auf den Punkt gebracht: "Das Leben ist ein Geschäft, das die Kosten letztlich nicht trägt."

Daraus leiten die Extropianer wiederum für sich Folgendes ab: Da unsere Gesamtsituation nicht allzu rosig ist, lasst uns nach vorne schauen und den Status quo überwinden. Einer ihrer bekanntesten Vordenker ist Max More.

Max Mores Kampf richtet sich daher zuvorderst gegen das Versickern des ursprünglichen Elans aller Zivilisationen, gegen Dekadenz und Resignation sowie gegen das Versinken jugendlichen Lebens in Verkalkung, Alter, Tod.

(Zitat aus dem Link unten)

Die Avantgarde der Evolution

Extropianism im engl. Wiki

Aber sicher, am Ende aller Tage wird wohl schon die Entropie am längeren Hebel sitzen, frei nach einem Satz in Carl Zuckmayers Stück "Der Hauptmann von Köpenick": "....'mal kneift jeder den Arsch zu." Sogar Universen, möchte man anmerken. Aber wer weiß, vielleicht irren wir uns ja da. Und falls es wirklich so ist und Madame Entropie das große Sagen hat: So viele Universen kann sie gar nicht einstampfen, wie aus dem fluktuierendem Quantenvakuum wieder entschlüpfen. Die meisten wohl bizarr und ohne Leben, aber in einigen wenigen davon gibt es so Gesellen wie uns, die sich darüber den Kopf zerbrechen.....und insgesamt immer und ewig unendlich viele. Und da könnte einem schon schwindelig werden.

Grüße Cyborg

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

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Ist Unsterblichkeit eine illusion? 15 Dez 2016 12:33 #10475

Cyborg schrieb: Wenn das Universum aus dem sogenannten fluktuierendem Quantenvakuum hervorgegangen ist, das man sich wohl grenzenlos und unendlich vorstellen muss (denn was wäre jenseits davon oder ausserhalb ?),..................................

Grüße Cyborg


Das ist eine falsche Vorstellung vom Universum, die du da hast, da das Universum aus einem einmaligen Ereignis (dem Urknall) hervorgegangen ist, kann es nicht unendlich sein, es ist endlich, aber grenzenlos. Es hat auch keine wie auch immer geartete geometrische Form oder Gestalt, es ist ja flach, es ist also keine Kugel.

Und: Es gibt kein "Außerhalb" des Universums, das Universum ist "alles, was ist".

Vorstellen kann ich mir das nicht, dennoch weisen alle anerkannten Forschungsergebnisse darauf hin, dass es genauso ist.


Grüße
Udo

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Ist Unsterblichkeit eine illusion? 15 Dez 2016 12:54 #10476

Madouc99 schrieb:

udogigahertz schrieb: wäre das denn wirklich erstrebenswert?


Ich würd mich drauf einlassen,wenn ich genug von mir hätte könnte ich mich ja löschen.

Aber stell dir doch mal vor dein Geist wäre digitalisierbar, du könntest dich auf immer bessere Roboter/Avatare übertragen, am Anfang bist du vielleicht ein rudimentäres Püppchen aber im Laufe der Jahrhunderte sollten die Avatare immer besser werden. Du könntest alles lernen, jeden Studiengang durchziehen und würdest dabei nichts mehr vergessen, und das alles bei vollem Bewusstsein.

Ich würde mich ganz sicher darauf einlassen.


Ich bewundere deinen Optimismus in dieser Hinsicht, oder hast du etwa nicht alle Aspekte bedacht?

Da wäre zum einen die Frage, in welcher Form so ein "digitales Bewusstsein" existieren würde, also etwas als im gesamten Netz aufgeteilte Gedankensplitter oder als "ortsansässig" in einem lokal begrenzten Bereich? Wie groß wäre so ein künstlicher Gehirnnachbau? Selbst mit einer super-Miniaturisierung heute bekannter Chips müsste eine solche Struktur sehr groß sein und dabei sehr viel Energie verbrauchen, was zur Aufheizung führt, die wiederum aufwändig gekühlt werden müsste, was das ganze Konstrukt dann noch viel größer macht.

Außerdem wären die Befehlswege sehr lang, deine Gedanken würden sehr zäh sein, Spontanität kannst du vergessen, bevor du was zu Ende gedacht hast, haben sich die entsprechenden Gedanken im System verflüchtigt.

Mit anderen Worten: Das wird nix mit herkömmlicher Technik, allenfalls mit Quantencomputern könnte man da weiterkommen. Aber da sieht es noch sehr düster aus, ob überhaupt und wenn ja, wann man über wirklich nutzbare Quantencomputer verfügen wird, weiß zur Zeit niemand, das kann dauern.

Das andere Momentum ist, wer entscheidet darüber, welcher Geist es wert wäre, digital konserviert zu werden? Eine Ethik-Kommission? Oder Geld? Oder Macht? Was für eine Horror-Vorstellung, wenn die Digitalisierung eines menschlichen Bewusstseins möglich wäre und ein schlimmer Diktator wie der nordkoreanische z. B. lässt sich hochladen und wird unsterblich, weil er die Macht dazu hat.

Ich will das nicht, wirklich nicht, ihr aber schon? Denn eines ist doch klar: Sobald etwas technisch möglich wird, wird es auch für schlimme Dinge genutzt, siehe Atombombe.

Es könnte aber auch genau andersrum kommen: Menschliche Bewusstseine werden in dafür geeignete Computer hochgeladen (auch gegen ihren Willen!), um dort sozusagen "elektronische Sklavenarbeit" für den erhabenen biologisch lebenden Rest der Menschheit auszuüben, man hätte auf diese Weise sich die aufwändige Konstruktion von künstlicher Intelligenz gespart, da man "echte" Intelligenz verwendet. Natürlich würde beim Hochladen die Persönlichkeit des Opfers "vergessen" werden, diese ebenfalls mit hochzuladen. Bei einigen bedauernswerten Opfern könnte diese Auslöschung des eigenen Ichs nicht funktionieren, sie sind sich dann ihrer Lage bewusst .......... und natürlich können sie sich nicht selbst abschalten.

Also DAS will ich auch nicht, ihr aber schon?


Grüße
Udo

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Ist Unsterblichkeit eine illusion? 15 Dez 2016 14:52 #10477

Was mich ausmacht sind in meinen Augen meine Gedanken und Erinnerungen. Wenn mein Körper nicht mehr kann, ich jedoch meinen Denkapparat mitsamt allen Erinnerungen in ein dazu fähiges maschinelles Konstrukt übertragen könnte, würde ich das tun, klares JA. Größe, Form, Leistung, Wärme, Kühlung... das alles wäre mir erst einmal egal solange es funktioniert.

und ein schlimmer Diktator wie der nordkoreanische z. B.

Glaub mir, du bist zu genau den selben Taten ,Verhalten und Gedanken fähig wie dieser Kim oder auch Hitler oder Stalin und alle anderen, die wiederum genau so hätten werden können wie du heute bist

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Ist Unsterblichkeit eine illusion? 15 Dez 2016 16:18 #10479

Udo schrieb:

Cyborg schrieb:
Wenn das Universum aus dem sogenannten fluktuierendem Quantenvakuum hervorgegangen ist, das man sich wohl grenzenlos und unendlich vorstellen muss (denn was wäre jenseits davon oder ausserhalb ?)
Grüße Cyborg
Das ist eine falsche Vorstellung vom Universum, die du da hast, da das Universum aus einem einmaligen Ereignis (dem Urknall) hervorgegangen ist, kann es nicht unendlich sein, es ist endlich, aber grenzenlos. Es hat auch keine wie auch immer geartete geometrische Form oder Gestalt, es ist ja flach, es ist also keine Kugel.


Da hast du mich missverstanden. Meine Bemerkung bezog sich auf das fluktuierende Quantenvakuum, das ich mir grenzenlos, zeitlos, ewig und unendlich vorstelle. Und ich glaube auch, dass es ausserhalb unseres Universums exisistiert. In diesem Zusammenhang finde ich die Überlegungen von Max Tegmark in seinem Buch "Unser mathematisches Universum" sehr interessant, der auch von einem Multiversum ausgeht.
Daraus folgt: Wenn es den Urknall wirklich gab und er quasi sein, wenn man so will, Fundament im fluktuierendem Quantenvakuum hat, dann ist es für mich naheliegend, dass es nicht nur unser Universum gibt, sondern eben unendlich viele. Denn warum soll etwas, das einmal möglich war, sich nicht unter den Bedigungungen der Unendlichkeit unendliche Male wiederholen. Aber das habe ich ja im Beitrag ausgeführt.
Und zu unserem eigenen Universum: Ich sage dir nun zum schon x-ten Male, dass es völlig offen ist, ob unser Universum endlich oder unendlich ist. Das kannst du in jedem seriösen Artikel zu dieser Frage nachlesen. Dein Fehler besteht wohl darin, dass du dir wohl unbewusst immer den Urknall als einen winzig kleinen, aber ungeheuer kompakten Energiepunkt vorstellst, der dann quasi wie eine Explosion in einen Hyperraum hineinspritzte und sich seitdem vergrößert. Klar, dann könnte es nach ca. 14 Milliarden Jahren nur endlich groß sein, das All. Wenn aber das All mit seinen Bedingungen im Urknall bereits unendlich groß war, dann expandiert seither eben ein unendlich großes All. Etwas, das unendlich groß war, kannst du vergrößern oder verkleinern wie du willst, es bleibt immer unendlich groß.
Ein Beispiel aus der Mengenlehre: Die Menge der Quadratzahlen der natürlichen Zahlen ist eine Teilmenge aller natürlichen Zahlen. Beide Mengen (natürliche Zahlen und zugehörige Quadratzahlen) haben aber die gleiche Mächtigkeit und sind unendlich.
Ein unendlich großes hypothetisches Gummituch kannst du stauchen und dehnen wie du willst. Einmal wird es größer und einmal kleiner, aber es bleibt immer unendlich groß.
Das kann ich mir auch nicht bildlich vorstellen, aber es ist logisch.

Vorstellen kann ich mir das nicht, dennoch weisen alle anerkannten Forschungsergebnisse darauf hin, dass es genauso ist.

Nenne mir bitte eine einzige seriöse Stelle, die behauptet, dass wir von einem endlichen Universum ausgehen müssen. Ich kenne nur solche, die diese Frage offen lassen bzw. als noch nicht entscheidbar sehen.

Grüße Cyborg

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

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Ist Unsterblichkeit eine illusion? 15 Dez 2016 16:44 #10481

Folgendes ließe sich bewusst ganz rational nüchtern im Sinne einer langfristigen Utopie denken. Man verzeihe mir bitte die Kälte der Sprache, aber bei diesem Thema versuche ich (auf wohl klägliche Weise) die Dinge von einer gewissen Metaebene aus jenseits anthropozentrischer Vorstellungen zu sehen:

Vielleicht ist eigentlich nur wichtig, dass die kommende Entwicklung, bei der die Menschheit und das Ökosystem der Erde stark Federn lassen müssen, eben völlig neue Entitäten hervorbringt (Cyborgs, digitale Gerhirnemulationen, neuromorphe Künstliche Intelligenz (KI) oder synthetische KI), die von ihrer Gebärmutter aus, der Erde, dann die Kolonialisierung der gesamten Galaxis in Angriff nehmen können. Die Ressourcen in den Weiten des Alls sind schier unbegrenzt.
Die primäre Energiequelle dieser superintelligenten Entitäten wird das Licht der Sterne sein (siehe dazu Begriffe wie Dyson Sphäre und Typ III der Kardaschow-Skala ), das noch viele Milliarden Jahre zur Verfügung stehen wird.
Der Sprung der Evolution von der biologischen auf eine postbiologische Ebene (KI) ist womöglich auch zu begrüßen, wenn dadurch das Leid reduziert und die Wohlfahrt vermehrt wird, und zwar im Sinne einer konsequenzionalistischen, nicht-anthropozentrischen und nicht-anthropomorphen und damit posthumanen Metamoral, die von uns Menschen nur schwer oder gar nicht zu definieren, allenfalls zu erahnen ist.
Hier kommt auch wieder der Begriff eines konvergenten extrapolierten Willens oder Zieles eines superintelligenten Bewusstseins ins Spiel. In Bezug auf die Menschheit könnte man diese Fragestellung auch vereinfachen zu: Was würden wir wollen, wenn wir klüger wären, mehr wüssten, moralisch besser und ehrlicher mit uns selber und zu anderen wären, eine effizientere Kommunikation pflegen würden etc (es dient übrigens der Lebensorientierung, wenn man sich diese zugegeben sehr abstrakte Frage auch in Bezug auf das eigene individuelle Leben stellt, was aber wohl erst ab einem gewissen intellektuellen und kognitiven Reifegrad an Sinn macht)?
In Bezug auf ein superintelligentes Bewusstsein (KI) können wir die Frage natürlich nicht beantworten und die Antwort der KI somit auch nicht vorgeben. Aber unsere Aufgabe wird sein, einer künftigen Saat-KI die nötigen Prämissen vorzugeben, damit sie die Aufgabe in einem reifen Entwicklungsstand, nachdem sie sich selber weiter optimiert hat, bewältigen kann. Dabei wird eine Herkulesaufgabe darin bestehen, die Saat-KI so zu parametrieren, dass sie im ausgewachsenen Stadium und nach Erlangung deutlicher strategischer Vorteile gegenüber der Menschheit mit uns und dem ganzen Biosystem der Erde gnädig verfährt, quasi uns ein Gnadenbrot gewährt, denn es ist auch unser absolut legitimes Recht, in Bezug auf unsere eigene Existenz herkömmlich tradierte anthropozentrische und humanistische Moralmaßstäbe anzulegen. Bei diesem Gedankengang gehe freilich davon aus, dass der freiwillige Verzicht der Realisierung einer KI illusorisch sein wird, da alles, was gemäß den Naturgesetzen möglich ist, auch kommen wird. Das ist nur eine Frage der Zeit und irgendwer wird den sprichwörtlichen Knopf drücken.
Anders formuliert oder im Klartext heißt es somit: Die KI muss nicht, könnte aber dann womöglich aufgrund des oben Gesagten Maßnahmen einleiten, die das uns bekannte biologische Dasein allmählich und sanft auslaufen lassen. Freilich könnte nicht ganz ausgeschlossen werden, dass sie biologische Entitäten (also auch uns) sogar abrupt aus der Welt schaffen wird, wenn langfristige konsequentionalistische Motive einer posthumanen Metamoral (siehe obige Überlegungen) ihr das nahe legen. Dann hätten wir bei der Parametrierung der Saat-KI durch die Brille unserer anthropozentrischen und biologisch geprägten axiologischen Vorstellungen und Erwartungen einen Fehler begangen, den man durchaus als scheußlich bezeichnen könnte, zwar nicht aus kosmischer Sicht, aber eben doch aus der des zitierenden lebenden Fleisches und des daraus emergierenden Bewusstseins, das um seine Existenz fürchtet.

PS: Da dieser Beitrag auch im anderen Thread zur Frage nach dem Begriff der Intelligenz gut passt (fast noch besser), verlinke ich ihn dort auch.
Grüße Cyborg

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Letzte Änderung: von Cyborg. Begründung: Korrekturen (Notfallmeldung) an den Administrator

Ist Unsterblichkeit eine illusion? 16 Dez 2016 00:49 #10488

Dann habe ich noch eine Frage, was kann man denn gegen einer uns deutlich überlegenen KI denn entgegensetzen, wenn sie uns auslöschen will? Mein Gedankengang wäre folgender; wenn wir eine KI haben, die uns auslöschen will, können wir sie nur noch bekämpfen, indem wir genauso intelligent wie sie sind, bzw. werden. Also heißt das, wir müssen uns zwangsläufig ins postbiologische Zeitalter hineinstürzen, nur um überleben zu können, also nur wenn wir selber zu "Maschine" werden. Was sagt ihr dazu?

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Ist Unsterblichkeit eine illusion? 16 Dez 2016 10:58 #10489

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ja exutor62 entweder wir werden keine Menschen mehr um diesem zu entkommen, oder ein EMP auslösen um das Problem zu beheben.

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
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Ist Unsterblichkeit eine illusion? 16 Dez 2016 11:15 #10490

exutor62 schrieb: Dann habe ich noch eine Frage, was kann man denn gegen einer uns deutlich überlegenen KI denn entgegensetzen, wenn sie uns auslöschen will? Mein Gedankengang wäre folgender; wenn wir eine KI haben, die uns auslöschen will, können wir sie nur noch bekämpfen, indem wir genauso intelligent wie sie sind, bzw. werden. Also heißt das, wir müssen uns zwangsläufig ins postbiologische Zeitalter hineinstürzen, nur um überleben zu können, also nur wenn wir selber zu "Maschine" werden. Was sagt ihr dazu?


Alles eine Frage der Perspektive. Mal angenommen wir plündern und zerstören den Planeten immer weiter, dann kommt zwangsläufig irgendwann der Punkt wo wir in biologischer Form nicht mehr weiter existieren können. Stell dir weiterhin vor ein paar restliche Überlebende haben den letzten Schritt geschafft und können ihr Bewusstsein, ihr Wesen, ihre Erinnerungen und Gedanken in ein Computersystem hochladen bevor sie verdursten würden. Als KI steuern sie vernetzt alle Geräte auf der Erde, produzieren Energie (=Nahrung) und entwickeln sich weiter.

Jetzt ist so eine KI plötzlich kein bösartiges Schreckgespenst, welches die Menschheit vernichten wird, jetzt ist sie auf einmal das Rettungsboot indem wir (unsere Spezies) sitzen.

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Ist Unsterblichkeit eine illusion? 16 Dez 2016 15:01 #10499

Cyborg schrieb: Nenne mir bitte eine einzige seriöse Stelle, die behauptet, dass wir von einem endlichen Universum ausgehen müssen. Ich kenne nur solche, die diese Frage offen lassen bzw. als noch nicht entscheidbar sehen.

Grüße Cyborg


Die Behauptung vom endlichen aber grenzenlosen Universum findet sich in vielen Video-Beiträgen, die hier auf der Webseite verlinkt sind, unter anderem hat Herr Dr. Gassner diese Meinung des öfteren geäußert. Außerdem wurde darüber in diesem Forum bereits an anderer Stelle ausführlich dazu Stellung genommen, ich werde das alles jetzt hier nicht wiederholen, vor allem auch deshalb, weil es nicht zum Thema des Threads gehört.


Grüße
Udo

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Ist Unsterblichkeit eine illusion? 16 Dez 2016 15:22 #10501

Madouc99 schrieb: Jetzt ist so eine KI plötzlich kein bösartiges Schreckgespenst, welches die Menschheit vernichten wird, jetzt ist sie auf einmal das Rettungsboot indem wir (unsere Spezies) sitzen.


Du wunderst dich darüber, dass man eine Technologie so und so und auch ganz anders verwenden kann? Ich nicht, als man die Möglichkeit fand, das Uranatom 235 zu spalten, baute man sowohl die Atombombe als auch Kraftwerke, wobei wir heute wissen, dass auch die Kernkraftwerke jetzt nicht wirklich soo toll sind.

Übrigens betrachte ich die Unsterblichkeit nicht als solche, wenn sie darin besteht, dass man ein Bewusstsein digitalisiert und hochlädt, das ist schon eine Transformation in eine andere Lebensform, wie ich finde.

Wobei es dabei ja auch enorme Unterschiede geben mag, einmal könnte man sich die digitale Existenz in einem beliebigen Computer-Netzwerksystem vorstellen, vielleicht auch mit anderen Bewusstseinen zusammen, um dort bestimmte Funktionen auszuüben, ein Computersystem "menschlich" zu gestalten oder auch um andere biologische, somit rückständige Lebensformen zu drangsalieren, dann könnte man sich ja auch vorstellen, dass man das Bewusstsein nur in einen räumlich separaten, mit anderen Computern nicht dauernd vernetzten Kleincomputer überträgt, der wiederum Teil eines wie auch immer gearteten mechanischen Körpers sein könnte, dann hätte man das, was man als "Cyborg" bezeichnen könnte, eine Maschine mit einem Computer, dessen Software biologisch war/ist und über eine eigene Persönlichkeit verfügt.

Daneben könnte es echte künstliche Intelligenz geben, wenn man es schafft, die Struktur und Arbeitsweise des menschlichen Gehirns vollständig elektronisch zu imitieren, dann hätte man eine Maschine, die irgendwann eventuell ein eigenes Selbstbewusstsein entwickelt, siehe den fiktiven Charakter "Data" aus Star-Trek, the next generation.


Unsterblichkeit könnte ich mir aber auch rein als biologisch lebendes Wesen vorstellen, auch in dieser Richtung wird ja eifrig geforscht, es gibt ja diverse Mechanismen, die bei biologischen Lebensformen das Absterben sozusagen steuern, ich könnte mir vorstellen, dass die Medizin eines Tages diese Mechanismen abschalten kann. Dann altern wir nicht mehr, bleiben immer jung und schön (wobei speziell ich nie schön war) und weiterhin voll zeugungsfähig, was dann wiederum zu gewaltigen Problemen führen dürfte.

Übrigens ist in allen denkbaren Fällen eine echte Unsterblichkeit nicht gegeben, durch tödliche, unheilbare Krankheiten oder durch Gewalteinwirkung kann sowohl eine biologische Existenz als auch eine KI schnell ums Leben kommen, eine KI kann man sogar einfach durch Trennung von der Energiezufuhr (Stecker ziehen) ins Nirwana befördern.


Grüße
Udo

Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert

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Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert

Ist Unsterblichkeit eine illusion? 16 Dez 2016 18:12 #10505

Udo,
ich antworte im Thread zur Große des Universums auf deinen Post
Grüße Cyborg

Das größte Glück und den tiefsten Sinn erfahren wir, wenn unser Sehnen, Suchen und Finden in einem einzigen Augenblick zeitgleich präsent sind. Der nächste Augenblick ist dann nur noch schnödes Haben. (Cyborg, am Innufer, 14. April 2018)

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