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THEMA: Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution

Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 18 Nov 2017 23:40 #22616

Hallo zusammen,

ich habe zwei Fragen bzgl. der Entwicklung unseres Gehirns. Ich sollte vorab erwähnen, die Fragen sind eher über Biologie als Physik. Jedoch möchte ich eure Meinung dazu wissen.

1- War bzw. ist immer noch das menschliche Gehirn überdimensioniert?
Ich würde meinen, im Vergleich zum Mensch von vor 5000 Jahren nutzen wir heutzutage unser Gehirn viel mehr. Dafür kann es zwei Erklärungen geben: a) Das menschliche Gehirn hat sich entsprechend über die Zeit weiterentwickelt. Oder b) Das menschliche Gehirn war vor 5000 für seine damalige Funktion überdimensioniert. Falls die Variante b richtig ist, wird die zweite Frage interessant.

2- Wie konnte unser Gehirn durch die Evolution diesen überdimensionierten Zustand erreicht haben?
Normalerweise ist ja die Evolution mit der Entwicklung der Organe bzw. Eigenschaften sehr sparsam. Es sei denn, diese Organe bzw. Eigenschaften waren in Vergangenheit notwendig und sind für jetzige Zeit scheinbar überdimensioniert bzw. überflüssig. Mit anderen Worten, ein überdimensioniertes Gehirn vor 5000 Jahren bedeutet eine stärkere Gehirn-Nutzung der Vorfahren damaliger Menschen! Aber soweit ich weiß, das war nicht der Fall!

Vielen Dank im Voraus
Kaveh : )

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Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 18 Nov 2017 23:56 #22619

Hallo Kaveh,
wie meinst du das? meinst du die intellektuelle, also erkenntisfähige Leistung des Gehirns oder das Volumen im Vergleich zu Körper?

VG
Thomas

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Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 19 Nov 2017 00:03 #22620

Hallo Thomas,

ich dachte, beides hängt irgendwie zusammen. Deshalb würde ich deine Frage mit „BEIDES“ beantworten.

LG, Kaveh

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Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 19 Nov 2017 00:42 #22624

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Bin nicht sicher, ob ich dich verstand. ↓

Ad 1)
Neurologen, Anthropologen, Zoologen sagen...
Unsere Ahnen vor 5000 Jahren waren wie wir. -
Heute liegen wir mit Bildung, Brain Food, Gesundheitsfürsorge, Lebensalter ↑ und Informationsverarbeitung, Ø wenig leichte Arbeit und Begabtenförderung (u.a.) natürlich in einer GANZ anderen Liga.
Es werden verschiedene Intelligenztypen berücksichtigt.
NICHT das Gewicht macht das Gehirn eines – heutigen - Menschen zu einem Einstein, sondern die Anzahl der Verknüpfungen (Synapsen) und Windungen. (Beim Mikro-Chip kam es AUCH NICHT zu der Entwicklung: je größer, desto mehr Speicher.)

Ad 2)
Der lange Hals der Giraffe, Anpassung, Selektionsdruck, Auslese... du weißt schon, Evolution.
Weshalb wir unser riesiges Gehirn bekamen?
„Normalerweise“ geht die Evolution eher nicht ENERGIEVERSCHWENDERISCH um und der „Grips“ frisst 20% vom Input…
Zufall? Mmh, daran glaube ich nicht so recht. Stichwort positive und negative feedbackschleifen! Evolution halt.
Ich schätze, „es war NÖTIG“ - in einem übertragenden selbstorganisatorischen Sinn - UND, seit der „Feuerbeherrschung“, nahrhafterem Essen (Aminosäuren) einerseits, Eiszeiten andererseits, wuchs das Gehirn der Humanoide in "Quantensprüngen" ...je schwerer die Anpassung, je härter des Leben, desto mehr „Grips“ braucht man zum Überleben … sagen die einen.

Chalawan

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Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 19 Nov 2017 12:20 #22633

Kaveh_Malekian schrieb: Hallo Thomas,

ich dachte, beides hängt irgendwie zusammen. Deshalb würde ich deine Frage mit „BEIDES“ beantworten.

LG, Kaveh


Nein, SO einfach ist es leider nicht, die Gehirngröße mit Intelligenz gleich zu setzen.

Es kommt auch auf die "Konstruktion" dieses wichtigen Teils eines Körpers an, so hat man festgestellt, dass z. B. Vögel je nach Art ein zwar nur sehr kleines, jedoch überaus leistungsfähiges Gehirn besitzen, weil es "dichter gepackt" ist.

Einige Vogelarten sind sehr intelligent und können im Experiment komplizierte Aufgaben lösen, siehe der neuseeländische Kea. Und der hat nur ein "Spatzenhirn".

Wer mehr darüber wissen möchte: de.wikipedia.org/wiki/Kea_(Vogelart)


Grüße
Udo

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Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 19 Nov 2017 14:24 #22647

Das Gehirn kann wesentlich mehr leisten, als man zum Überleben braucht. Das ist eine klare Tatsache. Nicht so einfach ist die Frage, ob es einfacher hätte sein können und doch zum Überleben alles Nötige hat.
Es ist aber immer bei der Evolution zu beobachten, dass eine erreichte Stufe mehr Möglichkeiten in sich trägt, als aktuell zum Überleben notwendig sind. Dies ist beiie mir ein Bauchgefühl. Ich weiß nicht, ob es dazu Untersuchungen gibt, ob das evtl. sogar ein "Naturgesetz" ist, denn ohne das wäre die Evolution nicht so erfolgreich verlaufen.
Vielleicht kennt sich ja jemand aus.

Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
1. Brief des Paulus an die Korinther 8, 2

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Wer meint, er habe etwas erkannt, der weiß noch nicht, wie man erkennen soll.
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Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 20 Nov 2017 08:34 #22695

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Genau, Udo, manche Elstern sind reine Ingenieure, die komplex denken können müssen. Ähnlich Elefanten, Delphine, Menschenaffen. –
Die Evolution ist nie abgeschlossen, der Hals der Giraffe wird länger oder vielmehr sterben die großen Säuger aus. (statistisch, wegen der Menschen einerseits und der "Rinderländer-für-Hamburger in der USA wegen, anderseits. Ähnlich Insekten, Bienen. –
Ob ein Naturgesetz, Martin-O, weiß ich nicht, die Hebel der Evolution sind bekannt und der Mensch der Feind von allen Lebewesen – „böse“ gesagt und nicht „total“ gemeint.
Die Evolution „probierte“ größere Gehirne aus – Neandertaler - aber alles hat seine Grenzen, sonst können Frauen irgendwann nicht mehr gebären (oder ihr "Format" muss sich ändern - wird man sehen, wie die Evolution langfristig "vorgeht) oder die Babys müssen zu-zu früh geboren werden. Also Windungen, Synapsen Wachstum beim Lernen bis ins hohe Alter. Andererseits ist die Vielfalt in der Natur (NOCH) so groß und (bis jetzt) die Zeit für Anpassungsprozesse (wohl in der Regel) ausreichend, dass es nicht vorhersehbar ist, jedenfalls nicht mit absoluter Sicherheit, wohin sich die Evolution wendet…Siehe auch Mikrochips: seit Jahren werden sie nicht größer, sondern im Gegenteil, kleiner und kleiner bei höheren Speichermöglichkeiten (obwohl das auch nicht „ewig“ so weitergehen wird, irgendwann gibt es Stagnation und dann (?) Zusammenbruch und „Neu-Mischung der Karten der Evolution. So in etwa, sehe ich das. Vielleicht ist das ein „Naturgesetz“?





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Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 20 Nov 2017 10:24 #22697

Nochmal um das ganz klar zu deiner ersten Frage zu formulieren: Vor 5.000 Jahren hatten die Menschen keinerlei signifikante Unterschiede im Gehirn zu den unsrigen aufzuweisen. Das geht bis in die 150.000 Jahre zurück, so lange ist unser Gehirn schon relativ gleich geblieben. Das erste signifikant 'andere' Gehirn in unserer Ahnenlinie ist dann beim Neandertaler zu finden.

Die zweite Frage ist auch wiederum recht einfach zu beantworten: Die Menschenaffen, deren Gehirn "überdimensioniert" war, hatten dadurch Vorteile die sich auf ihre Fortpflanzungsrate positiv auswirkten. Sie waren dadurch in der Lage in Zeiten des Nahrungsmangel zu überleben, wo andere ausstarben oder signifikant dezimiert wurden.

Du kannst das besser erfassen, wenn du dich von Formulierungen wie "Die Evolution erschafft...." oder die "Natur erschafft..." frei machst. Um die Evolution zu begreifen muss dir einfach nur klar werden, dass eine Mutation und sei sie noch so klein und unscheinbar sich dann durchsetzt wenn sie einen Fortpflanzungsvorteil bietet. Das kann zum einen ein Überlebensvorteil (Tarnung, Nahrungssuche, Jagd/Flucht Vorteile) sein, aber auch Vorteile bei der Partnersuche (Geweih, Stärke, buntes Gefieder, toller Nestbau, usw).

In der Evolution gilt: Jedes Jungtier ist von der selben Art wie sein Muttertier, es ensteht keine neue Art durch eine Geburt. Neue unterschiedliche Arten entstehen von einem Individuum aus gesehen erst in den Linien der Generationen unten drunter, so dass nach ein paar Generationen die Cousins der untersten Ebene soweit auseinandergedriftet sind, dass sie nicht mehr zueinander kompatibel sind (zeugungsunfähig oder zeugungsunfähiger Nachwuchs (Liger, Maultier)). Die Art kann über zig Millionen Jahre unverändert fortbestehen (Quastenflosser), oder es kann sich innerhalb weniger Generationen aus ihr eine neue Art herausbilden (Darwin-Finken, Autobahnschwalben)

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Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 20 Nov 2017 10:28 #22698

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Genau, wie ich in # 22624 schrieb.
Gab es ein Mißverständnis oder weshalb unterstreichst du deine Aussage?

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Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 20 Nov 2017 10:37 #22699

Ich wollte deine Aussage bestätigen :)

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Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 20 Nov 2017 19:51 #22733

Martin-O schrieb: Das Gehirn kann wesentlich mehr leisten, als man zum Überleben braucht. Das ist eine klare Tatsache.


Kannst du diese Aussage belegen?


Es ist aber immer bei der Evolution zu beobachten, dass eine erreichte Stufe mehr Möglichkeiten in sich trägt, als aktuell zum Überleben notwendig sind. Dies ist beiie mir ein Bauchgefühl. Ich weiß nicht, ob es dazu Untersuchungen gibt, ob das evtl. sogar ein "Naturgesetz" ist, denn ohne das wäre die Evolution nicht so erfolgreich verlaufen.


Meines Wissens nach stimmt das nicht so pauschal, es gibt sicherlich genügend sehr erfolgreiche Tierarten, die ihr Gehirn ununterbrochen zu 100% beanspruchen müssen, sofern man das, was sie da haben, überhaupt als Gehirn ansehen kann, ich denke da an Regenwürmer, die allermeisten Insekten, viele Fische, die nur wenige Dinge beherrschen: Sich fortbewegen, entweder in Richtung Futterquellen oder in der Paarungszeit zum anderen Geschlecht, Fressen, Verdauen, Schlafen, Fortpflanzung.

Ich glaube nicht, dass das winzige Zentralnervengeflecht, das bei einem Regenwurm die Tätigkeit eines Gehirns übernimmt, noch anderweitige, große Denkkapazitäten zur Verfügung hat, die nie genutzt werden.

Auch bin ich mir da beim Menschen keineswegs sicher, ob da bei jedem ungenutzte Überkapazitäten vorhanden sind, die diesbezügliche Gehirnforschung steckt da noch in den Kinderschuhen, man kann nur bei diesen tollen Magnetresonanzaufnahmen eines arbeitenden Gehirns ganz gut erkennen, dass es je nachdem, was gerade "gedacht" wird, meist ganz gut beschäftigt ist, an diversen Stellen, an den Zentren so mancher Triebe oder Denktätigkeiten leuchtet das zeitweilig ganz schön auf.

"Leere Bereiche", die noch total ungenutzt sind, hat man wohl noch nicht so recht gefunden, alles ist im Gehirn auf irgendeine Art und Weise miteinander verflochten.


Grüße
Udo

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Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 20 Nov 2017 20:44 #22737

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Das Gehirn ist überaus anpassungsfähig, besonders bei jungen Menschen. Auch wenn es grundsätzlich eine „strenge Aufgabenverteilung“ für beide Hirnhälften gibt, stimmt das nur bedingt.
Epileptikern, denen Teile ihres Gehirns – sogar ein halbes – entfernt wurden, leiden in heutiger Zeit und modernster Neuro- Hirn-Chirurgie, nicht unbedingt unter „Ausfallerscheinungen“, sondern andere Teile des Gehirns oder „die restliche Hälfte“ übernehmen alle Tätigkeiten oder einen Teil. Ähnlich die „Umverlagerung auf verbliebene Bereiche“ bei Amputationen.
TROTZDEM heißt das nicht, die Bereiche die Aufgaben übernehmen, wären vorher „leer“ gewesen! Somit sind solche OPs auch nicht das erste Mittel zur Wahl, sondern im Gegenteil, wenn nichts mehr geht, ununterbrochen Anfälle die Betroffenen quälen, zieht man diesen Schritt in Erwägung. Natürlich kann eine Menge schief gehen. www.welt.de/gesundheit/article2879709/Wu...ung-des-Gehirns.html

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Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 20 Nov 2017 20:50 #22738

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udogigahertz schrieb: Martin-O schrieb: Das Gehirn kann wesentlich mehr leisten, als man zum Überleben braucht. Das ist eine klare Tatsache.


Kannst du diese Aussage belegen?
>>>
Beim Menschen stimmt das sicherlich. Zum Mond fliegen, Musik schreiben etc. KULTUR will keiner entbehren und SOLLEN auch KEINESWEGS fehlen – nicht das jemand denkt, ich wäre für grundsätzliche finanzielle Allein-Haushaltung von Theater und Oper…
Aber auch wenn ich HOFFE, keine Kontra-Diskussion zu wecken, zum reinen Überleben brauchen wir sie nicht.

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Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 20 Nov 2017 22:19 #22743

Ich sehe das auch so, unser Gehirn kann deutlich mehr als wir zum Überleben brauchen. Es bestand keine Notwendigkeit, dass der Mensch sich zu dem Entwickelt hat was er ist, wir sind tatsächlich über den Selektionsdruck hinaus gewachsen. Ohne diese Entwicklung gäbe es jedoch keine Kultur, wir lebten vermutlich immer noch wie Orang Utans, Schimpansen oder Gorillas.

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Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 20 Nov 2017 22:55 #22749

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Ja. Genau.

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Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 21 Nov 2017 21:27 #22804

In meiner Vorstellung wurde das Gehirn so groß, als der Mensch bewußt wurde. Die "Zündung" des Bewußtseins blähte den Denkapparat ähnlich auf, wie ein Stern sich bläht, wenn die Kernfusion zündet.

"`Oh dear,' says God, `I hadn't thought of that,' and promptly vanished in a puff of logic.

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Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 21 Nov 2017 21:43 #22806

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Hi!

Ich glaube auch nicht, dass wir unser "schweres" Hirn einer bloßen Laune der Natur zu verdanken haben. -
Was glaubst du wie das Bewusstsein entstand, westermann? -
Ich denke, dass das Wesentliche, was uns von anderen Humanoiden/Menschenaffen unterscheidet, der Gebrauch des Feuers,
Zubereitung nahrhafterer Speisen (Aminosäuren), war.
Andererseits sind auch andere Säuger sich ihrer selbst bewusst...

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Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 21 Nov 2017 23:38 #22815

.

Madouc99 schrieb: Ich sehe das auch so, unser Gehirn kann deutlich mehr als wir zum Überleben brauchen.

Je mehr das Hirn an können zunimmt, was wir nicht zum Überleben brauchen, desto mehr verliert das Hirn an dem können, was wir zum Überleben brauchen. (Komplementarität: Alles trägt das gegenteil in sich) Weltweit beobachtbar.
.

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 22 Nov 2017 03:08 #22821

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Hi badhofer!

Das ist selektiv gedacht, obwohl - natürlich - wir alle selektieren gedanklich, aber darf ich etwas sagen?

Ich muss (um zu überleben) nicht mehr „jagen und sammeln“, obwohl ich es abgewandelt, unbewusst / oder bewusst, immer noch tue bzw. ausgiebig als Kind tat. Die Speicher der Evolution *„ließen es mich tun“, die Menschheitsgeschichte im Zeitraffer. *
(Echte oder abgewandelte Jagd- und Sammelinstinkte sehe ich aber auch bei älteren Menschen, es gehört einfach ZUM MENSCHSEIN) –
(Für "Kultur" haben wir genug Zeit, aber ich kann auch ohne Benzin und Feuerzeug ein Feuer entfachen und Brot backen...)

Dein Chalawan

* So wie die 9 Monate im Mutterleib in einem Zeitraffer die Entwicklung des Lebens von "einer Zelle zu zwei Zellen zu ... zu ...zu usw. usf. durchführt! -
In einem Schwall Wasser kam meine Nichte auf die Welt - Ich fühlte, w u s s t e instinktiv: unsere Vor-vorfahren kamen aus dem Wasser...!

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Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 22 Nov 2017 10:04 #22831

.

Chalawan2000 schrieb: Ich muss (um zu überleben) nicht mehr „jagen und sammeln“

Du musst deshalb nicht mehr "jagen und sammeln", weil das schon längst andere für dich tun. Machen es die anderen nicht mehr,musst du es wieder selbst machen. Weißt du noch, wie das geht? Hobbymäßig wirst du es sicher noch wissen, aber professionell um überleben zu können?

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Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 22 Nov 2017 15:23 #22875

badhofer schrieb: .

Chalawan2000 schrieb: Ich muss (um zu überleben) nicht mehr „jagen und sammeln“

Du musst deshalb nicht mehr "jagen und sammeln", weil das schon längst andere für dich tun. Machen es die anderen nicht mehr,musst du es wieder selbst machen. Weißt du noch, wie das geht? Hobbymäßig wirst du es sicher noch wissen, aber professionell um überleben zu können?


In diesem Szenario wäre die gesamte Menschheit wieder sofort dem vollen evolutionären Selektionsdruck ausgesetzt. Nur wer sich ernähren und am Leben halten kann (mit welchen Mitteln auch immer) wird in der Lage sein Nachwuchs zu zeugen und seine Gene weiter zu geben.

Wir sind nicht weit von diesen Szenarien entfernt, die sind wie ein Damoklesschwert ständig über unseren Köpfen am seidenen Faden hängend. Uns wird das auch hin und wieder mal deutlich vor Augen geführt, wenn die Zivilisation kurzfristig ausgesetzt ist wie in Kriegen oder urbanen Unruhen in denen Recht und Polizeigewalt aufgehoben sind.

Ohne unsere Zivilisation, die dafür sorgt, dass auch schwächste Mitglieder der Gesellschaft mitgetragen werden und überleben, würden am Ende nicht nur die körperlich fitten, sondern auch die moralisch eher skrupellosen sich durchsetzen, denn man muss sich nicht nur gegen die Natur behaupten und sich ernähren und kalte Winter überleben, sondern sich vor allem gegen die Konkurrenz (hier: andere Menschen) durchsetzen.

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Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 22 Nov 2017 16:48 #22906

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'n Abend, badhofer!

Das kommt natürlich auf die Bedingungen an.
Gibt es noch Saatgut? Wie ist das Wetter? Radioaktivität ja/nein? Was habe ich zur Verfügung?
Und wieviele Menschen leben noch und sind sie friedlich oder nicht usw. und wie sich die neue "Restgesellschaft" bildet,
ob Krieg herrscht...
ODER ICH IN EINER HÄNGEMATTE AUF BALI LIEGE...hihi
Ich habe ein Überlebendscamp besucht, wo man huhu alles mögliche gelernt hat.

Gruß,
Chalawan

PS: Es ist sehr schwer zu beurteilen, ob ich oder "die restliche Menschheit" überleben würde und wenn, für wie lange?
Die Wahrscheinlichkeit möchte von den "Lebensbedingungen" abhängig machen, sagen wir: fifty fifty!

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Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 25 Nov 2017 21:55 #23157

Vom Genom dachte man auch langer Zeit, dass nur ein kleiner Teil codierend ist und der Rest wäre nutzloser Müll.
Das wird jetzt allerdings kontrovers diskutiert:
www.wissensschau.de/genom/nicht_codierende_dna.php
www.wissensschau.de/genom/encode_genom_funktion.php

Das kann beim Gehirn auch gut sein, dass das genau so "richtig" ist, wie es ist.

Was nützt einem ein schneller Hochleistungs-Chip, der nach 2 s durchbrennt?
Was nützt einem ein riesiges Gedächtnis, wenn man zehn Jahre lang suchen muss?

Ein Beispiel: Wenn der "Stress" immer größer wird und sich alles nur noch beschleunigt, sowie z.B. auch kollektives Arbeiten und die Gesellschaft immer wichtiger wird, dann könnte es für das Überleben des Individuums möglicherweise von Vorteil sein, ein "langsames oder kleineres Gehirn" zu haben. Was wird sich dann wohl durchsetzen?
Wird z.B. ein Mensch mit Synästhesie zu vielen Reizen ausgesetzt kann das durchaus sehr schnell zur Überreizung führen.

Mein Beitrag zur Rebellion gegen bestehende Verhältnisse? Ich gehe ständig zu spät zum Frühsör!

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Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 26 Nov 2017 19:49 #23216

Hallo Kaveh,

Bezüglich der 1. Ausgangsfrage

Kaveh_Malekian schrieb: War bzw. ist immer noch das menschliche Gehirn überdimensioniert?


Ich bin mir nicht sicher ob unser Gehirn wirklich überdimensioniert ist.
Eine Möglichkeit Gehirnfunktionen zu modellieren stellen sogenannte Assoziativspeicher dar.
Bei dieser Art Speicher besteht die Gefahr das man ihn übertrainiert, das man versucht mehr Information einzuspeichern als dieser vertragen kann. Das hat dann die Konsequenz das plötzlich auch unsinnige Verknüpfungen hersestellt werden die eigentlich falsch sind.

Man kennt so etwas auch vom menschlichen Gehirn; zum Beispiel bei Sinneseindrücken die nicht klar voneinander getrennt werden. Dann riecht eine Blume vieleicht grün, ein Minuett von Mozart schmeckt wie wie ein Stück Erdbeertorte und der Anblick einer schönen Frau fühlt sich an wie kochend heißes Wasser^^
Vieleicht ist es so das unser Hirn die Kapazität braucht um seine kognitiven, z.T. weit vorausplanenden Fähigkeiten zu entfalten?
Vieleicht wäre es sogar schädlich wenn weniger Nervenzellen dafür stärker vernetzt wären; Eine Verbindung die garnicht existiert kann auch nicht aus Versehen feuern.

assume good faith

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assume good faith

Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 14 Dez 2017 05:53 #24384

Anbei die wichtigsten Erkenntnisse in der Gehirnforschung, die in den letzen Jahren deutlich wurde -
Sehr verständlich vorgetragen vom Neurobiologen Prof. Dr. Hüther :


Viele beste Grüße.

Es gibt keine schlechten neuen Entdeckungen, nur deren unangemessene Verwendung.

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Es gibt keine schlechten neuen Entdeckungen, nur deren unangemessene Verwendung.

Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 14 Dez 2017 11:21 #24393

Ich empfehle dazu noch immer wieder gerne Nils Birbaumer tolle Bücher, interessante Vorträge, vor allem zu "Locked-In_Patienten" (Wachkoma) und den derzeitigen technischen Möglichkeiten.

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Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 18 Dez 2017 11:56 #24721

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Hi Merilix,

Merilix schrieb:

Kaveh_Malekian schrieb: War bzw. ist immer noch das menschliche Gehirn überdimensioniert?


Ich bin mir nicht sicher ob unser Gehirn wirklich überdimensioniert ist.


Naja, vielleicht so:

Bezogen auf unsere Tierheit ist es überdimensioniert,
bezogen auf unsere Menschlichkeit ist es unterdimensioniert.

Deshalb pendeln wir immer dazwischen herum ..... :)


mvg Philzer

Das Unverzichtbare ist nutzlos - F.J.Hinkelammert

Außerinstrumentelle Denker sind die liebenswerten Verrückten - Philzer

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Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 18 Dez 2017 20:14 #24804

an der stllee sei vilelihct ewränht, dass usner ghiren sher veil wieter entwickelt ist, weil wir unsere nahrung kcohen!
usnere nharnug so efefkitv zu vreduaen ist tiel unsreer hrinetnwciklnug.
usner hrin ist wrilkcih esrtuanlcih, was das lsöen von eniafchen afugbaen agneht.
das ist hlat so und wir msüsen lrenen uns zu knortolileern, was usnree asnpürhce an jdees anedre gherin in deisem uinervusm aneght.

live must be a preperation for the transition to another dimension.

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live must be a preperation for the transition to another dimension.

Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 18 Dez 2017 21:24 #24816

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Hi Philzer!
"Naja, vielleicht so:

Bezogen auf unsere Tierheit ist es überdimensioniert,
bezogen auf unsere Menschlichkeit ist es unterdimensioniert."

Dazu muss man sich nur den Aufbau unserer Gehirne, muss es ja eigentlich heißen, ansehen, oder "Teilgehirne":
www.digitalefolien.de/biologie/mensch/sinne/gehirn2.html
Gruß,
Chalawan

@Ferdi Runge
Eigentlich kann das Gehirn solche Sätze richtig lesen, ein paar Mal stutzte meines ... warum bloß? Wahrscheinlich, weil es sich bei den Rechtschreibefehlern oft um Buchstabendreher handelt, wie es Legisteniker tun, obwohl sie insgesamt aber phonetisch schreiben.
lieben Gruß,
Chalawan

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Entwicklung unseres Gehirns durch Evolution 18 Dez 2017 21:32 #24818

Eine rein mechanistische Betrachtung der Evolution, führt meines Erachtens nicht zu einer adäquaten Erklärung, wie diese vonstatten gegangen sein kann. Wenn nicht das Bewußtsein an sich so eine Art fundamentale Eigenschaft ist, ähnlich der Gravitation, dann ist die Entstehung des Lebens zu unwahrscheilich.

"`Oh dear,' says God, `I hadn't thought of that,' and promptly vanished in a puff of logic.

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