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THEMA: Die Überwindung des Todes

Die Überwindung des Todes 14 Nov 2016 15:02 #9536

www.spektrum.de/kolumne/die-ueberwindung-des-todes/1429164

Von Vince Ebert.

Viel Spaß beim Lesen.

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Die Überwindung des Todes 14 Nov 2016 18:11 #9542

In diesem medizinischen Bereich scheint sich etwas zu tun, was meint Ihr zu diesem Bericht?
www.focus.de/gesundheit/videos/ewiges-le...chen_id_4230986.html
Kann es passieren, das wir selbst einmal zu "unsterblichen", sich immer wieder regenerierenden Lebewesen evolvieren, und auf dem Weg dorthin sind?
Vielleicht existieren da draußen auf anderen Erden bereits solche Lebensformen.
Zur Lösung unserer Probleme sehe ich Wissenschaft und guten Umgang miteinander, die aktuelle Gesellschaft muss sich ändern, nur wenn wir glücklich sind, wollen wir ewig leben. :) Hoffnung bleibt!

Es gibt keine schlechten neuen Entdeckungen, nur deren unangemessene Verwendung.

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Die Überwindung des Todes 14 Nov 2016 22:43 #9551

Diese Endkappen, die so genannten Telomere, werden dadurch immer kürzer. Und wenn sie ganz weg sind, kann nichts mehr kopiert werden. Die Zelle ist tot. Und diesem Verfall ist absolut jedes lebende System ausgesetzt.

Da das mit den Telomeren zum Glück nicht für alle Lebensformen stimmt ist ein Molekül das sich vor Mrd. von Jahren ins Leben gestürzt hat bis heute nicht gestorben und lebt in uns und allem anderen Leben weiter.

Aber ich denke diese Art Unsterblichkeit ist nicht gemeint ;)

Klar, der eigene Tod ist für die allermeisten Menschen keine allzu erfreuliche Perspektive aber wie Langweilig wäre eine Welt ohne Kinder, ohne junge Heißsporne die losstürmen um die Welt mit neuen Ideen zu verändern... nur noch alte Weiße die alle paar Jahre mal eine neue Ideen hervorbringen um von den anderen ein paar Jahre später eine wohl überlegte Antwort zu bekommen...

Im Ernst, Unsterblichkeit bedeutet Stillstand und das ist auch eine Art Tod.

Gruß
Merilix

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Die Überwindung des Todes 14 Nov 2016 23:50 #9554

Liebe Leute,
Die Evolution hat mit der Zweigeschlechtligkeit auch den Tod erfunden. Warum? Naja, ganz einfach, weil mit der dadurch verbundenen schnelleren Generationenfolge auch eine schnellere Anpassung an sich verändernde Umweltbedingungen möglich wurde. Lebewesen, die sehr lange leben, bräuchten eine enorm hohe Reproduktioszahl, da sie durch Umwelteinflüsse auch immer wieder in großer Zahl vernichtet werden. Die gibt es auch heute noch, die s.g. Eukaryonten (Einzeller). Was die Natur einmal erfunden hat, scheint sie nicht mehr herzugeben. Sie versuchten der Umweltveränderungen durch ihre schiere Anzahl Herr zu werden. Dann gab es bald die Mehrzeller (Prokaryonten). Sie kannten bereits Arbeitsteilung. Du sorgst für die Energieversorgung und ich für den Stoffwechsel. Viel später in der Erdgeschichte erfand die Natur dann die Zweigeschlechtigkeit , weil eine schnelle Anpassungsfähigkeit an eine sich verändernde Umwelt große Vorteile mit sich brachte. ZweigeschlechtigeLebewesen gehen nämlich sorgsamer mit den Resoursen um. Sie müssen nicht mehr in so hoher Anzahl entstehen, dafür können sie aber Mehrzelligkeit ausbilden. Die Mehrzelligkeit und die Zweigeschlechtigkeit bedingten also zwangsläufig den Tod des Individuums, aber beförderten die Überlebenstüchtigkeit der Arten.
Es ist schon ein schwer zu verstehender Stoff, die Mechanismen der Evolution .
Grüße
Thomas

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Die Überwindung des Todes 14 Nov 2016 23:51 #9555

Stimmt, Leben, ohne zu sterben, hieße, dass die Anzahl derer, die alt sind und keinen jugendlichen Elan an der Tag legen, immer größer würde. Stellt euch vor, ihr kommt in solch einer Gesellschaft zur Welt.
Ihr habt sofort das Gefühl, im Altersheim geboren zu sein und dort zu leben - dort zu leben, bis es einen Sinn macht dort zu leben :)
In der Evolution macht es schon Sinn, allen lebenden Zellen ein Verfallsdatum zu verpassen - sonst wäre es keine Evolution.

Gäbe es diesen vernünftigen Prozess der Evolution nicht, würden wir uns die Frage der "Überwindung des Todes" gar nicht stellen (können).

Die Spezies, die es schafft, ewiges Leben zu realisieren, wird über Kurz oder Lang dafür sorgen, dass die Nachkommen nichts mehr zu melden haben. Ja, und das wäre Stillstand - der Tod der Evolution.

Lustig, sich vorzustellen, dass solche Ewiglebende sich irgendwann danach sehnen, zu sterben - in einer Zeit, in der Sterben moralisch und gesetzlich verboten wäre. Hi hi - das haben sie davon :)

Vielen Dank, Sie haben eine einfache Tür sehr glücklich gemacht

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Die Überwindung des Todes 15 Nov 2016 07:14 #9557

Ich kann das Buch "Die Physik der Zukunft" von Michio Kaku sehr empfehlen.
In einem Abschnitt bespricht er eben dieses Problem, und seine Vorhersage ist, dass die Lebenserwartung eines 2030 geborenen Menschen bei 170 Jahren liegen wird, die bei eines 2100 geborenen Menschen bei 250 (Mal angenommen, gewisse Personengruppen haben durch das Negieren des Klimawandels nicht alles ruiniert). Warum?
-> Stammzellenforschung ist so weit, dass man sich eigene Organe nachmachen kann.
-> Der Abbau von Telomeren wurde verlangsamt
-> Durch Nanoroboter im Körper gibt es keine gefährliche Krankheit mehr

Das ewige Leben wird kommen, falls es denn möglich ist: Wir Menschen haben aus evolutionstechnischer Sicht eine unerlässliche Angst vor dem Tod (sonst würde man ja nicht überleben wollen). Das bestätigen auch die zahlreichen Religion, die alle Leben nach dem Tod versprechen. Der Mensch wird sich also in genau dem Moment wie ein Gott fühlen, in dem wir den Tod überwunden haben.
Und selbst wenn dankenswerterweise viele hier erkannt haben, dass ewiges Leben sehr viele Nachteile mit sich bringt, wird sich wohl die Mehrheit der Menschen für das Leben entscheiden.
Ich würde, wenn ich die Wahl hätte, mich vmtl. auch für das Leben entscheiden, mit der Ausrede, ich könnte später ja immer noch sterben.

Viele Grüße,
Nirusu

PS: Danke an Madouc, Merilix und Ultrafox. Ich habe mehrmals laut auflachen müssen beim Lesen eurer Kommentare

"Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
Den Vorhang zu und alle Fragen offen"
- Berthold Brecht, Der Gute Mensch von Sezuan

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Die Überwindung des Todes 15 Nov 2016 13:41 #9562

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Das ewige Leben wird kommen, so sagt Nirusu

Hoffentlich ist daran nicht in irgendeiner Form ein materieller Wert gekoppelt. Oder anders ausgedrückt: Reiche können sich das leisten, Arme nicht.
Das Lebensalter ist in den letzten Jahrzehnten enorm angestiegen. Das ist gut so.
Mach nun endlich Platz für den Nächsten!
Ja, es ist Zeit zu gehen.
Eine schöne Passage aus einem alten SF Film der 70er- Soylent green- der alte Mann beschließt zu sterben. So schön mit an die Wände projizierten Bildern und der Sohn ist dabei, wenn der Vater seinen "Wein" trinkt und langsam einschläft.
Ich glaube nicht, dass es ein Leben ohne Tod geben wird. Es wäre auch nicht gut.

Ich habe ein Gehirn von der Größe eines Planeten, aber ich muss Türen öffnen!

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Die Überwindung des Todes 15 Nov 2016 14:01 #9563

Ewiges Leben wird es faktisch nicht geben. Die Wahrscheinlichkeit, bei einem Unfall zu sterben, wird mit höherem Lebensalter immer wahrscheinlicher. Unendlich lange leben ist quasi unmöglich, lehrt uns die Stochastik.
Ob das ewige Leben gut ist oder nicht, soll hier erst mal gar nicht die Frage sein.

Hoffentlich ist daran nicht in irgendeiner Form ein materieller Wert gekoppelt.

Egal welche Entwicklung wir betrachten, es waren immer zu erst die Reichen, die sie sich leisten konnten.
Philosophen in der Antike waren stinkreich, Seneca einer der reichsten Männer überhaupt!
Autos kauften sich zuerst die Reichen. Elektroautos sind Luxusgüter.
Computer war zuerst eine Frage des Wohlstandes.
Auch das ewige Leben wird einmal Frage des Wohlstandes sein, wenn sich nicht unsere Gesellschaft bis dahin drastisch verändert.

Die Spezies, die es schafft, ewiges Leben zu realisieren, wird über Kurz oder Lang dafür sorgen, dass die Nachkommen nichts mehr zu melden haben.

Sicher hat/hatte jeder von unseren Forenmitgliedern einmal Großeltern, oder ist selber Opa/Oma. Man beobachte einmal wie sich ältere Leute in der Nähe von (Klein-)Kindern verhalten: Auf einmal zählt nichts mehr als der Enkel. Ich glaube kaum, dass Nachkommen nichts mehr zu melden haben werden. Zusammen mit der sinkenden Geburtenanzahl wird ewiges Leben eher einen entgegengesetzten Effekt haben:
Junges Leben wird beeindruckender, bekommt fast einen "Heiligenstatus", wie es bei uns jetzt nur wenige Tage alte Babys haben. In der Fantasy sind Elfen das Beste Beispiel: Sie leben sehr lang, die Geburtenrate ist niedrig. Auch dort werden die Jüngeren nahezu verehrt...

Mach nun endlich Platz für den Nächsten!

Mal ganz ehrlich: Wer wird das nicht? In fast allen Büchern sterben die uralten Meister, entweder weil sie sich es so wünschen, oder weil sie durch einen Unfall umkommen. Bei unserer alternden Gesellschaft, für welchen Nächsten, den es nicht gibt, soll man Platz machen?
Irgendwann wird einem das Leben nicht mehr abenteuerlich genug. Langweile 2.0, wie Vince Ebert sagte. Was kommt dann? Der Entschluss, dem Eintritt des nächsten Abenteuers etwas nachzuhelfen...

Ich glaube nicht, dass es ein Leben ohne Tod geben wird. Es wäre auch nicht gut.

Das glaube ich auch nicht. Die Stochastik ist dagegen. Aber Leben ohne natürlichen Tod, ich bedaure, dass es [das Leben ohne Tod] vermutlich sehr bald schon eintreten wird. Ich behaupte nicht, dass das gut sei.
Es ist aber unumgehbar. Es liegt in der menschlichen Natur, alle Angst nicht nur zu überwinden, sondern sie auch zu bezwingen.

Nirusu

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Die Überwindung des Todes 15 Nov 2016 16:06 #9569

Die spannende Frage bleibt: Was wird zuerst das Rennen machen? Die biologische Lebensverlängerung hin zur "Unsterblichkeit" (präziser: strebt gegen unsterblich) im Sinne von "Überwindung des Alterungsprozesses" oder die technische "Unsterblichkeit" durch Konservierung unseres Wesens in einem System aus Prozessoren und Speicher?

Letzteres ist ein spannender Aspekt in der Genesis Reihe von Thariot, eine Science Fiction Trilogie die ich sehr empfehlen kann.

S = k log W

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Die Überwindung des Todes 15 Nov 2016 16:56 #9570

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Hi Nirusu

Was genau meinst Du mit:

Aber Leben ohne natürlichen Tod, ich bedaure, dass es vermutlich sehr bald schon eintreten wird

Das geplante Ende? Hoffentlich nicht. Es ist wohl einer der wichtigsten Sachen im Leben, dass mein sein Ende nicht vorausschauen kann.

Hallo Madouc

Ich bin ja immer noch der Meinung, dass Technik einen menschlichen, biologischen Körper ersetzt, ist in absehbarer Zeit nicht möglich. Eine Konservierung unseres Lebens mittels technischen Mitteln liegt wohl noch sehr weit in der Ferne.
Ich glaube, das wird nie passieren. Es sind einfach zu viele Prozesse, welche unser Leben bedeuten und steuern. Eine Entwicklung von der Eizelle bis zum fertigen Organismus, mit all den Erfahrungen und Lernprozessen, das "gewachsene" Gehirn. Nimmt man den momentanen Zustand der Gesamtheit der Zellen, Moleküle und eben auch Prozesse, dann ist das höchstens wie ein Bild zu vergleichen, was man in diesem Augenblick macht. Es hat aber nichts mit unserem Ich zu tun. Es muss funktionieren, und nicht nur ein Abbild sein. Man kann kein menschliches Ich abspeichern und wiedererwecken. Und da kann man alle möglichen aufgenommenen Informationen versuchen abzuspeichern und auch Algorythmen laufen lassen, wie man will es wird nicht fkt.
Dann eben die Möglichkeit der Unsterblichkeit auf biologischer Basis, schon eher möglich.

Philosophen in der Antike waren stinkreich,

Der Reichtum als Grundlage für geistige Entwicklung. Das Mehrprodukt als Grundlage für die Freisetzung von geistigem Potenzial, für die welche sich gegenüber anderen durchsetzen konnten. Ist ja nicht so schlecht.

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Die Überwindung des Todes 15 Nov 2016 17:00 #9571

Ralf schrieb: Hi Nirusu
Was genau meinst Du mit: "Aber Leben ohne natürlichen Tod, ich bedaure, dass es vermutlich sehr bald schon eintreten wird"
Das geplante Ende? Hoffentlich nicht. Es ist wohl einer der wichtigsten Sachen im Leben, dass mein sein Ende nicht vorausschauen kann.

Nein, ich meine das Leben ohne Tod.

Der Reichtum als Grundlage für geistige Entwicklung. Das Mehrprodukt als Grundlage für die Freisetzung von geistigem Potenzial, für die welche sich gegenüber anderen durchsetzen konnten. Ist ja nicht so schlecht.

Und so kam auch: Reichtum als Grundlage für körperliche Gesundheit.
Und so wird auch kommen: Reichtum als Grundlage für ewige Gesundheit.
Das ist meine Prophezeiung, und ich bin des Wettens bereit! :D

Ich bin ja immer noch der Meinung, dass Technik einen menschlichen, biologischen Körper ersetzt, ist in absehbarer Zeit nicht möglich. Eine Konservierung unseres Lebens mittels technischen Mitteln liegt wohl noch sehr weit in der Ferne.

Ich auch. Des Weiteren, hätte ich die Wahl, würde ich meinen eigenen Körper vorziehen.

Nirusu

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Die Überwindung des Todes 15 Nov 2016 20:22 #9577

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Nirusu schrieb: Philosophen in der Antike waren stinkreich.

Um diese Behauptung zu stützen, reicht es nicht, ein einzelnes Beispiel anzuführen. Sokrates, vielleicht der bedeutendste Philosoph überhaupt, war nicht reich. Und vom sprichwörtlich gewordenen Diogenes in seiner Tonne kann man das wohl auch kaum behaupten.

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Die Überwindung des Todes 15 Nov 2016 20:46 #9578

Okay, ich rudere zurück.
Folgende Philosophen waren reich:
- Seneca
- Cicero
- Platon
- Aristoteles
- Demokrit

Philosophen aus bürgerlichen Verhältnissen:
- Sokrates
- Diogenes von Sinope

Unbekannt:
- Epikur

Dennoch, die Tendenz ist klar. Im Großen und Ganzen waren sehr viele der antiken Philosophen stinkreich. Und ob Sokrates bedeutender als Aristoteles, Begründer der Logik, oder Platon, Erfinder des pädagogischen Dialogs, auf den ja auch Hr. Lesch und Hr. Gaßner zurückgreifen, ist auch fraglich...

Quellen:
Seneca: Quelle
Cicero: Ein Konsul ist einfach reich. So ähnlich wie ein amerikanischer Präsident. Jemand anderes kann sich den Wahlkampf nicht leisten. Siehe z.B.: Titan, Robert Harris
Platon: Quelle
Aristoteles: Quelle
Demokrit: Quelle
Sokrates: Quelle
Diogenes: Quelle
Epikur: Bei meiner kurzen Recherche habe ich keine Quellen zu seiner Herkunft finden können...

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Die Überwindung des Todes 15 Nov 2016 21:06 #9579

Nachdem der Titel richtig lauten muesste: "Die vergebliche Ueberwindung des ewigen Lebens" schreibe ich hier lieber nichts. Es wuerde zu nichts fuehren :)

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Die Überwindung des Todes 16 Nov 2016 09:44 #9586

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Hey badhofer
du machst es richtig. Ich schließe mich an. Ich meine auch - der Titel ist total falsch - ja, kann ja mal passieren, ein falscher Titel. Deswegen schreibe ich hier auch nichts, nein gar nichts schreibe ich hier! Würde auch zu nichts führen!

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Die Überwindung des Todes 16 Nov 2016 13:38 #9591

Nach uns kommt die nächste Generation, dann die übernächste usw. So erscheint uns das. Doch der Schein trügt. Es gibt nämlich keine nächste Generation, auch keine übernächste und überübernächste. Wir selbst sind die nächste Generation, auch die danach und alle weiteren danach. So wie wir auch die vorhergehende Generation waren und die davor usw. Wir sind alles selbst, es gibt nämlich außer uns niemand anderen. Der Schein der Sterblichkeit trügt aufgrund dessen, weil sich der Pfad zu den Erinnerungen verschlossen hält. Der Pfad verhält sich nämlich genau nach dem Ur-Muster. Solange wir uns dieses Ur-Muster nicht bewusst geistig verinnerlichen, solange bleibt der Pfad unterbrochen und wir können uns an nichts erinnern, was vorher war.

Zugegebenermaßen eine sehr eigenartige Ansicht, denn solange sich der Pfad nicht öffnet, gibt es auch keinen Beweis für dessen Existenz. Ich habe jedoch sehr gute Gründe um anzunehmen, dass sich das alles so verhält, denn es gibt keine Perfektion und somit ist auch der Pfad nicht perfekt geschlossen. Um die Perfektion zu umgehen gibt es manchmal eine winzige Öffnung des Pfades. Jeder kennt solche Situationen, wo man plötzlich für kurze Zeit ein Bild vor sich fühlt. Man weiß nicht, was dieses Bild bedeuten soll, es kommt einem nur irgendwie vertraut vor. Es ist ein Blick in die Vergangenheit.

Ok, Esoterik-Schwachsinn werden sich jetzt viele denken. Meistens trifft das auch zu. Die selektive Wahrnehmung spielt uns leider auch in diesem Bereich sehr oft nur etwas vor.

badhofer schrieb:

Wir sind alles selbst, es gibt nämlich außer uns niemand anderen.

Eine Frage bleibt jedoch offen: „Wer sind wir?“
Diese Frage ist nicht zu beantworten. Leider.

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Die Überwindung des Todes 16 Nov 2016 15:25 #9595

badhofer schrieb: Nachdem der Titel richtig lauten muesste: "Die vergebliche Ueberwindung des ewigen Lebens" schreibe ich hier lieber nichts. Es wuerde zu nichts fuehren :)

Der Titel lautet so wie der Titel des verlinkten Artikels. Andeutungsschwangere aber inhaltsleere Postings wie "dazu sage ich lieber nichts" bleiben besser ungepostet.


weil sich der Pfad zu den Erinnerungen verschlossen hält. Der Pfad verhält sich nämlich genau nach dem Ur-Muster. Solange wir uns dieses Ur-Muster nicht bewusst geistig verinnerlichen, solange bleibt der Pfad unterbrochen und wir können uns an nichts erinnern, was vorher war.

Wäh?! :dry:


Ok, Esoterik-Schwachsinn

Achso... stell das doch bitte künftig voran :)

Eine Frage bleibt jedoch offen: „Wer sind wir?“
Diese Frage ist nicht zu beantworten. Leider.

Unsinn, diese Frage ist für jeden Menschen einfach zu beantworten. Sie als "nicht beantwortbar" zu deklarieren ist ebenfalls Esoterik-Schwachsinn und versucht eine Pseudo-Transzendenz zu schaffen wo keine ist.


Edit: Ist denn jedem hier klar, dass das der eingangs verlinkte ein satirischer Text ist?

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Die Überwindung des Todes 16 Nov 2016 17:13 #9598

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badhofer schrieb: Wir sind alles selbst, es gibt nämlich außer uns niemand anderen.

Konsequenterweise müsstest du eigentlich sagen: "Ich bin alles selbst, außer mir gibt es niemand anderen." - Aber mit wem unterhältst du dich dann hier?
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Die Überwindung des Todes 16 Nov 2016 17:40 #9600

badhofer schrieb: Eine Frage bleibt jedoch offen: „Wer sind wir?“
Diese Frage ist nicht zu beantworten. Leider.


Ich denke die Frage ist einfach zu beantworten: Niemand.
Niemand wird die Frage glaubhaft mit einem "Ich bin Wir" beantworten können...
:)

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Die Überwindung des Todes 16 Nov 2016 18:37 #9602

So viel zum Thema Überwindung des Todes...
Aber natürlich, wir können auch erst einmal definieren, was Tod ist, was Leben und wer ich bin.
Cogito ergo sum. Descartes
Der Spruch ist ja jetzt schon arg veraltet. Wie wär's mit:
Wer bin ich, und wenn ja, wie viele? Richard David Brecht
:)

Nachtrag: Ich wollte die Zitate keineswegs als meine eigenen Ideen angeben, ich hatte gedacht, sie seien so bekannt, dass eine Markierung als Zitat unnötig sei, mame erkannte sie ja auch sofort....

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Die Überwindung des Todes 16 Nov 2016 19:17 #9606

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Hey Nirusu
den letzten Satz hast du geklaut - also immer die Quelle mit angeben hier.
Meine eigene, wie ich natürlich finde viel fundamentalere Abwandlung des Spruches ist : Mich atmet, also ist Sein

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Die Überwindung des Todes 16 Nov 2016 19:26 #9607

stm schrieb:

Konsequenterweise müsstest du eigentlich sagen: "Ich bin alles selbst, außer mir gibt es niemand anderen." - Aber mit wem unterhältst du dich dann hier?

Nein, Ich bin nicht alles selbst, denn ich habe eine eigene Lebensgeschichte. Ich unterhalte mich nicht mit mir selbst, ich unterhalte mich mit einer anderen Lebensgeschichte des Lebens.


Merilix schrieb:

Niemand wird die Frage glaubhaft mit einem "Ich bin Wir" beantworten können...

Ich bin nicht Wir, denn wenn das so wäre, hätten alle dieselbe Lebensgeschichte wie ich.


Stell dir vor, ein sehr guter Jugendfreund, mit dem du viele Jugendjahre erlebt hast, ist gestorben. Nach 30 Jahren tauchen 2 Personen auf, die behaupten, sie sind dein wiederauferstandener Freund. Person A und Person B.

Person A sieht genauso aus, wie dein damaliger Jugendfreund, hat dieselben Fingerabdrücke wie er damals gehabt hat, die gleiche DNA usw. Es gibt keinen Unterschied zu deinem früheren Jugendfreund. Über Gemeinsamkeiten mit dir in seiner Jugendzeit kann er sich jedoch nicht im Geringsten erinnern. Er hat eine ganz andere Jugend gehabt als du. Er kann sich nicht erinnern, dich jemals gesehen zu haben. Eure gemeinsamen Jugenderlebnisse sind für ihn gänzlich nichtssagend und seine Jugenderlebnisse sind für dich gänzlich unbekannt.
Person B sieht komplett anders aus als dein verstorbener Freund, hat sogar ein anderes Geschlecht. Er (in dem Fall jetzt Sie) kann sich jedoch an alles erinnern, sogar die kleinsten und auch geheimsten Kleinigkeiten eurer Jugend-Gemeinsamkeiten sind ihr bestens vertraut. Sie weiß alles über eure gemeinsame Jugendzeit. Nicht die geringste Kleinigkeit ist ihr unbekannt. Wer ist nun dein auferstandener Freund? A oder B? Ich würde mal sagen, Person B

Das bedeutet, der Körper spielt für das Leben keine Rolle, der Körper ist nur ein beliebig austauchbares Werkzeug für das Leben, um verschiedene Lebensgeschichten durch-zu-leben.

Wir wissen nicht und werden auch nie wissen, was Leben grundsätzlich ist. Ins letzte Fenster können wir nicht hineinschauen. Eine letzte Antwort gibt es nicht. Deshalb ist es auch so schwer, das Leben mit verschiedenen Lebensgeschichten als Einheit zu erkennen, denn man hat nicht die geringste Ahnung, wie das in der Praxis funktionieren könnte.

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Die Überwindung des Todes 16 Nov 2016 19:46 #9608

badhofer schrieb: Stell dir vor, ein sehr guter Jugendfreund, mit dem du viele Jugendjahre erlebt hast, ist gestorben. Nach 30 Jahren tauchen 2 Personen auf, die behaupten, sie sind dein wiederauferstandener Freund. Person A und Person B.

Und genau da hapert es: Du gehst von der unwahrscheinlichen Annahme aus, dass es 2 annähernd gleiche Personen gibt.
Diesen Beweis musst du erbringen, sonst ist deine Metapher nichtig:
Beispiel: Stell dir vor, dein Gehirn würde 2-gespalten werden, die Logik in dem einen Teil, der Trieb in dem anderen Teil. Wenn es um's bloße Überleben geht, ist allen die Logik lieber. Also ist die Logik von der Evolution bevorzugt q.e.d.
Das geht eben nicht, weil dass Gehirn nicht so aufgebaut ist, als dass man es spalten kann. Außerdem wird Logik gelernt, Triebe geerbt.

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Die Überwindung des Todes 16 Nov 2016 20:41 #9615

Thomas schrieb: Liebe Leute, die Evolution hat mit der Zweigeschlechtligkeit auch den Tod erfunden.

Eine Sonne, nachgerade unsere, ist ja auch irgendwann quasi tot. Warum sollte also erst die Evolution den Tod erfinden? Der ist ebenso eine kausale Notwendigkeit, wie jene die unabwendbar ist: Irgedwann ist der Brennstoff in der Sonne verfeuert und dann beginnt das Ende. Gleichwohl bleibt ja zumindest ein Neutronenstern, oder so was. Vielleicht ist es mit dem Bewußtsein auch so. Ein Rest bleibt halt. Woher kommen sonst Nirwana und Ahnenverehrungen?

"`Oh dear,' says God, `I hadn't thought of that,' and promptly vanished in a puff of logic.
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Die Überwindung des Todes 16 Nov 2016 20:54 #9617

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Liebe derwestermann

Ich kann Deine Meinung voll unterstüzten. Ich sehe das genauso. Ein Rest bleibt- vielleicht hängt das auch mit der QM zusammen- spukhafte Fernwirkung, welche vielleicht das Bewusßtsein zum Teil verteilen, erhalten?

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Die Überwindung des Todes 16 Nov 2016 21:01 #9619

Nirusu, du hast recht, der Vergleich hinkt zu sehr. So kann man dem Leben sein Geheimnis nicht entlocken.

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Die Überwindung des Todes 16 Nov 2016 21:12 #9623

Ralf schrieb: Liebe derwestermann

Ich kann Deine Meinung voll unterstüzten. Ich sehe das genauso. Ein Rest bleibt- vielleicht hängt das auch mit der QM zusammen- spukhafte Fernwirkung, welche vielleicht das Bewusßtsein zum Teil verteilen, erhalten?


Oder eben, dass es drei grundsätzliche Triebfedern für das Universum gibt: Nichts, Sein und Bewußtsein. Dabei ist Bewußtsein so was grundsätzliches, wie Gravitation. Gravitiation bringt Teilchen so stark zusammen, dass sie neue Teilchen erbrüten. Bewußtsein drängt so viele Bewußtseinsquanten auf einen Punkt, dass dieses von selbst bewußt wird. Das ganze geht einher mit den physikalisch meßbaren Wechselwirkungen mit dem Sein, der meßbaren Welt.

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Die Überwindung des Todes 16 Nov 2016 22:19 #9628

badhofer, Ich denke ich habe dich etwas anders verstanden als Nirusu, und ich gebe dir soweit recht. Das Ich ist das Bewusstsein, die Information die in einem Gehirn gespeichert ist. Allerdings ist dieses Bewusstsein untrennbar mit der Gehirnstruktur verbunden. Wäre deine Person A körperlich identisch mit dem früheren Freund würde dies auch die Struktur des Gehirns mit einschließen. Ansonsten ist es nur äußerliche Ähnlichkeit -- also nur ein Abbild.
Gelänge es die im Gehirn gespeicherte Information zu extrahieren hätte man einen Klon der Person der ab dem Moment sein Eigenleben führt.

Interessante Frage in dem Zusammenhang: was ist mit Menschen mit Amnesie aufgrund eines Schädel-Hirn Traumas durch Unfall? Ist die alte Person bei dem Unfall gestorben und es gibt eine neue Person? Kann die neue Person noch verantwortlich gemacht werden für Taten der alten?

Was ist bei Durchtrennung des Balkens der linke und rechte Hälfte verbindet? Haben wir dann zwei Personen? Das entspricht dann wohl am ehesten dem oben angesprochenen klonen des Bewusstseins oder?

Gruß
Merilix

PS: Ich kann Dr. Pulaski gut verstehen das sie lieber ein Shuttle statt den Transporter der Enterprise benutzt hat ;)

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Die Überwindung des Todes 16 Nov 2016 22:25 #9629

Merilix schrieb: Interessante Frage in dem Zusammenhang: was ist mit Menschen mit Amnesie aufgrund eines Schädel-Hirn Traumas durch Unfall? Ist die alte Person bei dem Unfall gestorben und es gibt eine neue Person? Kann die neue Person noch verantwortlich gemacht werden für Taten der alten?

Ich persönlich würde mich als gestorben betrachten, wenn ich meine Erinnerung komplett verliere, und nein, ich sollte nicht verantwortlich gemacht werden können.

Was ist bei Durchtrennung des Balkens der linke und rechte Hälfte verbindet? Haben wir dann zwei Personen? Das entspricht dann wohl am ehesten dem oben angesprochenen klonen des Bewusstseins oder?

Vorausgesetzt, es gibt einen solche Balken. Ich vermute, dass beide Hälften viel dichter vernetzt sind und das Trennen zwangsläufig zum Tod (aber diesmal richtiger Tod) führen würde. Ups, es gibt einen solchen Balken, und man stirbt nicht. Siehe Merilix' Recherchen.

Gruß
Merilix

Grüße zurück :)

"Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
Den Vorhang zu und alle Fragen offen"
- Berthold Brecht, Der Gute Mensch von Sezuan

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Letzte Änderung: von Nirusu. Begründung: Korrektur (Notfallmeldung) an den Administrator

Die Überwindung des Todes 16 Nov 2016 22:50 #9630

gerade gefunden...
Die geteilten Gehirne
Hätte nicht gedacht das dies sogar als Operation bei schwerer Epilepsie gemacht wird. :o

hier ist noch ein anderer Artikel " Rechtes und linkes Gehirn: Split-Brain und Bewußtsein " der die Auswirkungen etwas besser als der erste beschreibt, allerdings ebenfalls mehr aus Sicht des Forscheers denn aus Sicht der beiden Patienten.

Gruß
Merilix

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