Willkommen, Gast
Benutzername: Passwort: Angemeldet bleiben:
  • Seite:
  • 1

THEMA: Das Auto: Primärenergie vs. Verbrauch

Das Auto: Primärenergie vs. Verbrauch 16 Nov 2016 17:03 #9597

Ein herzliches Hallo von jemandem, der Eure / Ihre Videos, Bücher & Sendungen seit Jahren regelmäßig verfolgt.

Angeregt durch Harald Leschs Buch "Die Menschheit schafft sich ab" haben wir im Familienkreis überlegt, was denn nun sinnvoller wäre:

Ein neues Auto anzuschaffen, mit sehr niedrigem Verbrauch, dafür (im Fall eines Tesla oder eines BMW i3) vollgepackt mit Li-Ionen-Akkus und Schaltkreisen voller "Seltener Erden", mit einem ökologischen Rucksack für den man schnell einen 48-Tonner LKW benötigen würde.

Oder lieber den 10-12Liter Verbrauch des schon produzierten Autos in Kauf nehmen, denn der Primärenergieverbrauch bei dessen Produktion liegt schon Jahre zurück.

Genau diese - aber doch entscheidende - Fragestellung wird nicht und nirgends beantwortet.
Sicher, das mag davon abhängen welches Auto (Gewicht, Materialzusammensetzung, etc) man hat bzw. kaufen will, wieviele Fahrkilometer anfallen etc.
Dennoch wäre so ein "Ressourcen-Rechner", allgemein verfügbar, doch eine extrem wertvolle Entscheidungshilfe für vielerlei Konsumentscheidungen.

Was tun, sprach Zeus? Alt oder neu? Worüber freut sich Mutter Erde eher, wenn schon gefahren werden muß?
Folgende Benutzer bedankten sich: flomme84

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Verwandte Themen

Betreff des ThemasRelevanzDatum des letzten Beitrages
SpaceX und ein Auto im Weltraum | Josef M. Gaßner6.7Montag, 23 April 2018

Das Auto: Primärenergie vs. Verbrauch 16 Nov 2016 20:26 #9613

Eine klimaneutrale.

"`Oh dear,' says God, `I hadn't thought of that,' and promptly vanished in a puff of logic.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

"`Oh dear,' says God, `I hadn't thought of that,' and promptly vanished in a puff of logic.

Das Auto: Primärenergie vs. Verbrauch 16 Nov 2016 21:08 #9621

  • Pilotpirx
  • Pilotpirxs Avatar
  • Besucher
  • Besucher
... und wenn man bedenkt, dass diese "Wunderwerke der Ingenieurkunst" fuer 6-7 Monate Betriebszeit ausgelegt sind ... .

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Das Auto: Primärenergie vs. Verbrauch 09 Dez 2016 18:26 #10328

Der Gebrauchtwagen existiert zwar schon, aber betrachten wir das im großen Stil, beeinflusst die Nachfrage nach Gebrauchtwagen auch die Nachfrage nach Neuwagen. Sprich: Ich kaufe mir eher einen Neuwagen, wenn ich weiß, dass ich ihn nach ein paar Jahren wieder ganz leicht verkaufen kann. weil eine große Nachfrage besteht. Um mir dann gleich den nächsten Neuwagen zu kaufen ;)

Die Nachfrage nach Elektroautos wird dahingegen deren Entwicklung beschleunigen. Mich würde aber auch interessieren, wie umweltfreundlich die Akkus sind. Deren Lebensdauer beträgt ja nur 500 Ladezyklen (soweit ich weiß). Nicht gerade viel!

Kann man diese Akkus recyclen? Die Hersteller machen daraus ein großes Geheimnis und die Presse ist generell recherchefaul....

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Das Auto: Primärenergie vs. Verbrauch 09 Dez 2016 18:32 #10329

Auch preislich ist das wichtig: Bekanntlich sind Elektroautos viel energieeffizienter und somit der Strom viel günstiger als Diesel oder Benzin zu kaufen. Aber: Wenn der Akku nur 500 Ladungen überlebt, kann man dessen Preis gleich obendrauf rechnen. Und dann wird es eventuell sogar billiger, die Äquivalenz dieser 500-Aufladungen-Strecke mit einem Verbrenner zu fahren. Und seltener tanken muss man außerdem....

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Das Auto: Primärenergie vs. Verbrauch 09 Dez 2016 20:12 #10332

Vespasian schrieb: Was tun, sprach Zeus? Alt oder neu? Worüber freut sich Mutter Erde eher, wenn schon gefahren werden muß?


Geht zu Fuss oder fahrt mit dem Fahrrad oder benutzt öffentliche Transportmittel, noch besser: zu Hause bleiben, Fahrten auf das notwendigste beschränken.

Grundsätzlich ist es immer am umweltfreundlichsten, wenn man das einmal hergestellte Auto auch bis zum Ende (sparsam) benutzt, denn für die Herstellung eines neuen Automobils müssen vergleichsweise viel Ressourcen aufgewendet werden, auch für ein E-Auto.

Ob ein reines E-Auto alles in allem umweltfreundlicher ist als ein herkömmliches Verbrennerauto ist auch so ne Sache, wenn man alles hin- und herrechnet wohl eher nicht, der einzige Vorteil ist, dass keine lokalen Abgasemissionen mehr auftreten, dafür aber dann eben dort, wo der Strom produziert wird und dort eben gehäuft. Man verlagert also das Abgasproblem nur.

Leider ist der Strom im Netz ja ein Mix aus allen möglichen Quellen, da ist dann immer auch Atomstrom dabei, natürlich auch viel Braunkohlestrom und etwas Wasserkraft sowie jahreszeitlich und wetterabhängig bedingt mehr oder weniger regenerative Energie, auch der, der einen sogenannten Ökostromtarif hat, bekommt den ganz normalen Strommix, eine Trennung des Stromes ja nach Vertragsart ist nicht möglich, Ökostrom heißt nur, dass der Anbieter dafür Sorge tragen muss, dass irgendwann und irgendwo der verbrauchte Strom des Kunden in Form von regenerativer Energie mal produziert wurde.

Hinzu kommt die Akku-Problematik, wobei die Materialien dazu ausschließlich irgendwo in China gefertigt wurden in Gegenden, die Ausländer nicht betreten dürfen, warum wohl? Da soll es Flüsse geben, die so viel aggressive Substanzen enthalten, dass man darin einen Film entwickeln könnte.

Sinnvoll recyclen kann man LiPo-Akkus nicht, die bestehen ja nur aus hauchdünnen Trägermaterialien und den hoch-reaktiven Substanzen, die zudem noch dicht gepackt sind, kaputte Akkus sind Sondermüll.

Auch aus rein finanzieller Sicht dürften sich E-Autos kaum rechnen, wird nach Ablauf der Garantiezeit oder nach meinetwegen 100.000 Kilometern der Akku fällig, ist das betreffende Auto ein wirtschaftlicher Totalschaden, denn so ein großer Akkupack kostet mindestens 10.000 Euro.

Ein E-Auto nach Ablauf der Batterie-Lebensdauer-Garantie des Herstellers dürfte nur äußerst schwer wieder verkäuflich sein.

Bei immer mehr E-Autos wird auch der Strompreis nochmals kräftig anziehen.

Eine interessante Brückentechnologie dürften die Plug-in-Hybride sein, die kann man auch rein elektrisch fahren, allerdings nur kleine Strecken, wo es aber viel Sinn macht, diese abgasfrei zu fahren, der Akkupack ist nicht so groß, schwer und teuer und man kann damit ganz wie bisher mit dem Verbrennermotor lange Strecken fahren.


Grüße
Udo

Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert
Folgende Benutzer bedankten sich: ClausS

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert

Das Auto: Primärenergie vs. Verbrauch 26 Dez 2016 18:19 #10777

Also ich muss hier mal einigen Aussagen widersprechen, angefangen mit meiner eigenen:

Hesse schrieb: Wenn der Akku nur 500 Ladungen überlebt...


Keine Ahnung, woher ich diese Zahl hatte. Dieser Artikel von Geo geht von "mehreren tausend Ladezyklen" aus, allerdings nur bei idealen Bedingungen, was dann wahrscheinlich - wie die ideale Reichweite - wenig mit der Realität zu tun hat. Zumindest sollte es deutlich mehr als 500 mal sein!

udogigahertz schrieb: Leider ist der Strom im Netz ja ein Mix aus allen möglichen Quellen, da ist dann immer auch Atomstrom dabei, natürlich auch viel Braunkohlestrom und etwas Wasserkraft sowie jahreszeitlich und wetterabhängig bedingt mehr oder weniger regenerative Energie, auch der, der einen sogenannten Ökostromtarif hat, bekommt den ganz normalen Strommix, eine Trennung des Stromes ja nach Vertragsart ist nicht möglich, Ökostrom heißt nur, dass der Anbieter dafür Sorge tragen muss, dass irgendwann und irgendwo der verbrauchte Strom des Kunden in Form von regenerativer Energie mal produziert wurde.


Also wer mit Ökostromtarif tankt, sorgt zumindest dafür, dass genug Ökostrom existiert! Und selbst wenn nicht, ist ein Elektroauto immer noch energieeffizienter als ein Verbrenner! Mit den Elektroautos haben wir schonmal die Hälfte der regenerativen Infrastruktur abgedeckt! Die regenerative Energie ist dann die nächste Hälfte, aber daran wird gearbeitet!

udogigahertz schrieb: Hinzu kommt die Akku-Problematik, wobei die Materialien dazu ausschließlich irgendwo in China gefertigt wurden in Gegenden, die Ausländer nicht betreten dürfen, warum wohl? Da soll es Flüsse geben, die so viel aggressive Substanzen enthalten, dass man darin einen Film entwickeln könnte.

Sinnvoll recyclen kann man LiPo-Akkus nicht, die bestehen ja nur aus hauchdünnen Trägermaterialien und den hoch-reaktiven Substanzen, die zudem noch dicht gepackt sind, kaputte Akkus sind Sondermüll.


Das stimmt nicht! Hier erklärt die Zeit, dass sich die Akkus ziemlich gut recyclen lassen! Lediglich für das "billige" Lithium lohnt es sich nicht, es herauszufiltern, es wird dann im Gemisch mit anderen Materialien als Baustoff verwendet. Natürlich kostet so ein Recycling nochmal Energie, aber die seltenen Erden gehen nicht verloren!
Und gefördert werden die nicht nur in China, aber hauptsächlich. Doch mit dem wachsenden Wohlstand der chinesischen Bevölkerung wächst auch deren Umweltbewusstsein! Ist ja immerhin ihr eigenes Land, das sie da verseuchen. Ich hoffe nur, deren Bewusstsein wächst schnell genug!


udogigahertz schrieb: Eine interessante Brückentechnologie dürften die Plug-in-Hybride sein, die kann man auch rein elektrisch fahren, allerdings nur kleine Strecken, wo es aber viel Sinn macht, diese abgasfrei zu fahren, der Akkupack ist nicht so groß, schwer und teuer und man kann damit ganz wie bisher mit dem Verbrennermotor lange Strecken fahren.


Das stimmt! Dennoch ist es schade, da der Witz an Elektroautos eigentlich der Verzicht auf ein rollendes Kraftwerk sein sollte. In einem Elektroauto gibt es nur wenige bewegliche Teile, der Motor ist klein und kompakt, leise außerdem, Abgase gibt es höchstens bei der Stromerzeugung! Elon Musk von Tesla ist zuversichtlich, dass wir die Probleme mit der Energiespeicherung in den Griff bekommen werden. Ich bin gespannt!

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Das Auto: Primärenergie vs. Verbrauch 27 Dez 2016 05:38 #10781

Hierzu will ich kurz meine Meinung äußern:
Nicht die Technik ist das Problem, sondern die Gesellschaft - „Zuviel kaufen ist nicht genug“. Die Gier immer mehr äußeres, materielles haben zu müssen, weil eine innere Zufriedenheit fehlt oder verloren geht.
Ständig muss ein neues Produkt gekauft werden, weil das neue alte einen ja nun nicht mehr „glücklich“ macht; Dies wird das neue aber auch nicht lange können, da es ja eine „Ersatzbefriedung“ darstellt.
Für jedes Fahrzeug das hergestellt wird, wird etwa so viel Energie benötigt, wie es während seiner Betriebszeit verbrauchen wird, wurde mir mal erklärt.
Es wird Zeit dass wir uns besinnen und uns an den Werten und Schätzen erfreuen die in uns stecken, z. B. unseren Ideen, Talenten, Begabungen, der Kreativität und unser Wissen mit dem wir uns gegenseitig helfen können, anstatt uns gegenseitig auszubeuten.
Das wird uns sicher glücklicher machen, und ein glücklicher Mensch braucht kein ständig neustes äusseres Design.
Zudem lässt sich auch ein Fahrzeugmotor austauschen ohne dass ein komplett neues Fahrzeug hergestellt werden muss.
Nach dem aktuellen Stand der Akkumulatoren-Technologie würde ich E-Autos nicht als das Konzept der Zukunft sehen, interessanter wäre es vielleicht einen möglichst ungefährlichen Antrieb mit Wasserstoff zu realisieren, - Wasser zu tanken wäre nicht schlecht..Ist aber nur meine Meinung dazu.

Liebe Grüße.

Es gibt keine schlechten neuen Entdeckungen, nur deren unangemessene Verwendung.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Es gibt keine schlechten neuen Entdeckungen, nur deren unangemessene Verwendung.

Das Auto: Primärenergie vs. Verbrauch 27 Dez 2016 12:24 #10783

Hesse schrieb:
Also wer mit Ökostromtarif tankt, sorgt zumindest dafür, dass genug Ökostrom existiert!


Nein, das ist vollkommener Unsinn!

Ökostrom wird so oder so produziert, dafür hat ja der Gesetzgeber durch entsprechende Gesetze und Verordnungen gesorgt, dass die Installation von Solardächern oder/und die Errichtung von Windrädern und/oder Güllekraftwerken subventioniert wird, finanziert von den übrigen Stromkunden, die dafür einen der weltweit höchsten Stromtarife bezahlen müssen. Für Millionen Haushalte, die inzwischen in Deutschland als "prekär beschäftigt" gelten, eine hohe finanzielle Belastung! Für die ist der Bezug von Strom dadurch so etwas wie ein Luxusgut geworden.

Es ist also vollkommen Schnuppe, wie viele "Ökostrombezieher" es gibt, der Ökostrom wird sowieso produziert ............... oder eben nicht, wenn die Wetterlage nicht danach ist.

Es wäre mal schön, wenn sich gewisse Leute von ihren sozialromantischen Träumereien befreien könnten und die Welt so wahrnehmen würden, wie sie tatsächlich ist, aber das ist wohl Wunschdenken.

Und selbst wenn nicht, ist ein Elektroauto immer noch energieeffizienter als ein Verbrenner!



Nein, ist es nicht!

Erstmal muss man Energie aufwenden, um ein neues Auto zu bauen, auch ein E-Auto verschlingt in der Herstellung sehr viel Energie, es wäre also am umweltfreundlichsten, die vorhandenen Autos so lange zu nutzen wie es nur irgendwie geht, das spart Ressourcen an Energie und Material.

Dann muss der Strom dafür ja auch produziert werden und dazu muss man alle Arten von Kraftwerken vorhalten, ist leider so.

Wie willst du denn die E-Akkus im Winter bei Flaute (Inversionswetterlage, kommt schon mal für Wochen vor) und vollständiger Bedeckung mit Ökostrom laden?

Geht nicht, also muss man auf Kohlekraftwerke oder den guten alten Atomstrom zurückgreifen, der uns ja von den Vorgängern von Herrn Dr. Lesch und Co. in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts als DIE moderne, billige, saubere und CO²-neutrale und sichere neue Energiequelle angepriesen wurde. Hätten damals die massgebenden Wissenschaftler uns eindringlich vor den Langzeitfolgen der Nutzung der Kernkraft gewarnt so wie heute vor den Folgen einer drohenden menschengemachten Klimakatastrophe, so hätte die Menschheit diesen schweren Fehler der Atomkraft wohl vermeiden können. Aber damals wusste man das wohl noch nicht besser. Aber heute schon.


Also: Wie kann unter diesen Umständen ein E-Auto umweltfreundlicher sein?

Mit den Elektroautos haben wir schonmal die Hälfte der regenerativen Infrastruktur abgedeckt! Die regenerative Energie ist dann die nächste Hälfte, aber daran wird gearbeitet!



Diese beiden Sätze verstehe ich nicht.

Das stimmt nicht! Hier erklärt die Zeit, dass sich die Akkus ziemlich gut recyclen lassen! Lediglich für das "billige" Lithium lohnt es sich nicht, es herauszufiltern, es wird dann im Gemisch mit anderen Materialien als Baustoff verwendet. Natürlich kostet so ein Recycling nochmal Energie, aber die seltenen Erden gehen nicht verloren!



Erstens ist Papier geduldig, jeder Sensationsjournalist kann nach seinem Guste etwas schreiben, zweitens, selbst wenn das stimmen sollte: Warum gibts denn außer kleinen Pilotanlagen keine Recyclinganlagen für Lithium-Akkus in großem Stil?

Antwort: Weil es finanziell keinen Sinn macht, mit ungeheurem Aufwand die Materialien zu trennen und neu aufzubereiten, es ist viel billiger, aus Rohstoffen neue Akkuzellen herzustellen als aus recycleten.


Das gleiche wie bei den Milchtüten, bei denen uns erzählt wird, man würde die recyclen, wenn wir sie in den gelben Sack/gelbe Tonne werfen, was ebenfalls ein Märchen ist, denn man kann zwar diese Milchtüten-Materialien trennen und sodann wieder verwenden, dieses Verfahren ist jedoch insgesamt teurer als aus neuen Rohstoffen diese Milchtüten zu fertigen, also macht das niemand. Die Milchtüten werden allesamt entweder deponiert oder verbrannt, entweder hier oder im Ausland.

Fazit: Ein theoretisch mögliches Aufbereitungsverfahren für Lithium-Akkus nützt doch rein gar nichts, wenns niemand macht, weil zu teuer.


Grüße
Udo

Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert

Das Auto: Primärenergie vs. Verbrauch 01 Jan 2017 18:36 #10901

Das Elektroauto ergibt nur dann ökologisch Sinn, wenn die Energie dezentral erzeugt wird, also mit der Solaranlage auf dem Dach, oder dem Windrad im Garten.

"`Oh dear,' says God, `I hadn't thought of that,' and promptly vanished in a puff of logic.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

"`Oh dear,' says God, `I hadn't thought of that,' and promptly vanished in a puff of logic.

Das Auto: Primärenergie vs. Verbrauch 02 Jan 2017 19:00 #10912

derwestermann schrieb: Das Elektroauto ergibt nur dann ökologisch Sinn, wenn die Energie dezentral erzeugt wird, also mit der Solaranlage auf dem Dach, oder dem Windrad im Garten.


Oder durch aus anderen Quellen stammende regenerative Energie. Im Sommer bei günstiger Windlage produziert Deutschland, obwohl klimatisch äußerst ungünstig gelegen, mehr als 100% der benötigten elektrischen Energie allein aus regenerativen Quellen, was gleichzeitig auch ein großes Problem ist, denn Strom muss umgehend verbraucht werden, sozusagen im Augenblick der Erzeugung.

Könnte man nun diesen überschüssigen Strom kostengünstig so lange zwischenspeichern, bis man ihn braucht, wären wir in dieser Richtung schon ein großes Stück weiter. Leider wird an dieser Technologie so gut wie kaum geforscht, außer ein paar Pilotanlagen gibts da nix.

Oder man installiert große Solarkraftwerke in der Sahara in Afrika, Platz genug ist da vorhanden und Fernleitungen für Strom lassen sich auch bauen.


Grüße
Udo

Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert

Das Auto: Primärenergie vs. Verbrauch 03 Jan 2017 22:15 #10942

udogigahertz schrieb: Leider wird an dieser Technologie so gut wie kaum geforscht, außer ein paar Pilotanlagen gibts da nix.


Die DLR-Anlage, die ich die Ehre zu programmieren im letzten Jahr hatte, soll marktreife Speichertechnologien auf der Basis von Flüssigsalzen erbringen.
Also kaum geforscht, nenne ich das nicht.
www.industr.com/Energy20-Magazin/de_DE/n...rgiespeicher-1781097
und noch
www.pro-physik.de/details/news/6606471/F...metraegermedium.html
www.engerati.com/article/new-direct-molt...increase-power-yield
www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1876610215004300

"`Oh dear,' says God, `I hadn't thought of that,' and promptly vanished in a puff of logic.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

"`Oh dear,' says God, `I hadn't thought of that,' and promptly vanished in a puff of logic.

Das Auto: Primärenergie vs. Verbrauch 04 Jan 2017 17:14 #10961

derwestermann schrieb:

udogigahertz schrieb: Leider wird an dieser Technologie so gut wie kaum geforscht, außer ein paar Pilotanlagen gibts da nix.


Die DLR-Anlage, die ich die Ehre zu programmieren im letzten Jahr hatte, soll marktreife Speichertechnologien auf der Basis von Flüssigsalzen erbringen.
Also kaum geforscht, nenne ich das nicht.
www.industr.com/Energy20-Magazin/de_DE/n...rgiespeicher-1781097
und noch
www.pro-physik.de/details/news/6606471/F...metraegermedium.html
www.engerati.com/article/new-direct-molt...increase-power-yield
www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1876610215004300



Doch, das nenne ich "kaum geforscht" wenn man die Gelder, die die Weltgemeinschaft beispielsweise in den "ITER" steckt (das sind zig-Milliarden) mit den paar Millionen vergleicht, die in die Forschung dieser Speichertechnologien investiert werden.

Auch in die Kernkraft wurden und werden auch in Zukunft ungeheure Mengen an Milliarden Euronen versenkt.

Grüße
Udo

Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert

Das Auto: Primärenergie vs. Verbrauch 22 Jan 2017 19:53 #11466

Das Auto ist das größte Hindernis für gesellschaftliche Weiterentwicklung . Die Herstellung bindet hochqualifizierte Fachkräfte , das soziale und wirtschaftliche leben wird dem Auto angepasst . Ein Autofreier Städteneubau würde viele Probleme lösen und wäre ein Segen für die Menschen .

Wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber es haben nicht alle den gleichen Horizont.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber es haben nicht alle den gleichen Horizont.

Das Auto: Primärenergie vs. Verbrauch 24 Jan 2017 14:36 #11489

heinzendres schrieb: Das Auto ist das größte Hindernis für gesellschaftliche Weiterentwicklung .


Ich respektiere deine Meinung, teile sie aber nicht. Im übrigen ist sie objektiv falsch, denn gerade in Deutschland hängt jeder 7. Arbeitsplatz entweder direkt oder indirekt von der Automobilindustrie ab, diese deutsche Autoindustrie ist im übrigen für den Großteil der Exporterlöse verantwortlich, deutsche Autos gelten im Rest der Welt als begehrenswert, deshalb lassen sie sich trotz hoher Preise gut verkaufen.

Die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland hat der Autoindustrie viel zu verdanken, ohne sie stünden wir heute kaum in der Welt so gut da.

Die Herstellung bindet hochqualifizierte Fachkräfte


Gottseidank ist das so, wo sonst sollten diese hochqualifizierten Fachkräfte denn sonst ihr Geld verdienen? Die Autoindustrie "bindet" nicht nur diese Fachkräfte, sondern bildet sie auch teilweise oder ganz selbst aus.

Vom Funktionieren eines Wirtschaftskreislaufes hast du scheinbar nicht viel Ahnung, macht ja auch nichts, nicht jeder kann alles wissen.

das soziale und wirtschaftliche leben wird dem Auto angepasst .


Nun ja, das ist so, wer heute nicht mobil ist und ein eigenes Auto besitzt, bekommt bestimmte Jobs nicht, manche Arbeitgeber machen den Besitz eines Autos zur Auflage. Ich verurteile das ganz entschieden, dennoch ist es heute teilweise so.
Außerdem kann man manche Arbeitsplätze eben NUR mit dem eigenen Auto erreichen, wenn man selbst aus Umweltschutzgründen (eigenes Haus, eigene Solaranlage auf dem Dach, eigener Anbau von Gemüsepflanzen, eigene Verwertung des Bioabfalles usw.) "auf dem Land" wohnt und die Arbeitsstelle im übernächsten kleinen Ort und dort in einem abgelegenen, von keinem ÖPNV angefahrenen Industriegebiet liegt.

Ein Autofreier Städteneubau würde viele Probleme lösen und wäre ein Segen für die Menschen .


Und so eine "autofreie Stadt" wäre dann DIE Lösung für .......... welche Probleme genau?

Im Übrigen gibt es bereits zahlreiche "autofreie Innenstädte", schon seit langem. Und? Was hats gebracht? NIx.

Wer soll da denn wohnen? Wie teuer wäre dort das Wohnen in den zubetonierten Innenstädten? Wer soll das planen und ausführen und bezahlen?

Außerdem wäre so eine Betonburg, wo konzentriert jede Menge Menschen auf engstem Raum leben sollen, der Alptraum für Soziologen, das hatte man früher bereits in den Anfangszeiten der industriellen Revolution, das alte Berlin ist ein Paradebeispiel dafür, noch heute gibt es einige Hinterhofwohnblocks dort.

Unten in den Blocks in Straßennähe befanden sich Fabriken, Werkhallen, Geschäfte usw., in den Etagen darüber wohnten die höheren Angestellten, in den Hinterhöfen die Arbeiterschaft, ganze Großfamilien in einem Zimmer, Toilette im Hof, Wasser ebenso im Hof per Handpumpe.

Man benötigte kein Auto, man wurde dort geboren, ging um die Ecke zur Schule, dann im Erdgeschoß arbeiten und man starb jung im Hinterhof.

Ja, klasse war das.

Und du wünscht dir so etwas als "Version 2.0" zurück? Ja, dann ist die Welt besser, ganz bestimmt sogar.


Grüße
Udo

Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert

Das Auto: Primärenergie vs. Verbrauch 24 Jan 2017 17:03 #11493

udogigahertz schrieb:
Die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland hat der Autoindustrie viel zu verdanken, ohne sie stünden wir heute kaum in der Welt so gut da.


Stimmt ! Gilt aber auch für Textilindustrie, Kohlebergbau, Stahl kochen , Schiffsbau alles Dinge die uns zu einer bestimmten Zeit weiterbrachten und die wir dann mehr oder weniger selbst Schuld an die Wand gefahren haben.

Die Automobilindustrie war ein Innovationsmotor bis..... nach meiner Wahrnehmung 1970. Danach ist sie freundlich begleitet durch eine entsprechende Politik zunehmen zu der kriminellen Vereinigung geworden die sie heute ist. Diesel als Umweltalternative zum Elektroauto ganzseitig und in Video Clips beworben. Kälte-Abschaltvorrichtung der Schadstoff-Reduzierung sich selbst lobbyistisch ins EU Pflichtenheft schreiben. Als wenn Stuttgart bei Hitze von einem Feinstaub-Rekord in den anderen fällt. In der Flotte 30 und mehr Prozent der Produktion von Benzin auf Diesel umstellen. Ein Vierteljahrhundert staatliche Fördergelder für Brennstoffzellen-Entwicklung ausfassen. Ergebnis....nada. Längst kauf sich die deutsche Automobilindustrie Teslas nur damit sie auch mal eine Vision davon bekommen wie man so etwas macht.

Ich bin ein Auto Fan und ich liebe all die Freiheiten die einem ein individuelles Beförderungsmittel wie das Auto vermittelt. Aber die Deutschen Automobilhersteller einst leuchtendes Vorbild das sind heute die Ställe des Augias und es bedürfte eines Herkules um sie auszumisten. Da ich den nicht sehe nehme ich an es kommt nach dem Kohlepfennig der Automobileuro.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Das Auto: Primärenergie vs. Verbrauch 25 Jan 2017 08:33 #11514

@ udogigahertz : natürlich hast du damit vollkommen recht , ich persönlich wäre ohne Auto aufgeschmissen da unser Weiler nicht einmal eine Bushaltestelle hat . wir brauchen 2 Autos da ich in die Arbeit fahren muss und die Frau die Kinder in die schule ,

Es bringt auch nichts in Städte die ja alle für den Autoverkehr gebaut wurden die Autos auszusperren .
Es war ein Fehler von mir dinge die sich in den nächsten 50 Jahren ändern müssen auf 3 Zeilen zu quetschen :blush: .

Nur sollten wir uns den Ruhrpott anschauen , billige Kohle als Energieträger war für unseren aufstieg zur Industrienation verantwortlich . Ohne Arbeitsplätze die der Energieträger Kohle ermöglicht hat hätte das Auto auch keine Bedeutung erlangt . Nach dem ende der Kohleförderung , durch Billigkohle aus dem Ausland und anderer Energieträger , haben die Städte dort die höchste Verschuldung .

Wen wir keine bessere Verkehrskonzepte entwickeln machen es andere und wir werden abgehängt , Tesla ist da noch der harmloseste zukünftige Konkurrent .

Städte brauchen einen öffentlichen Individualverkehr , mit dem Aufzug zur Verkehrsebene wo Transportkapseln Bus Bahn und vielleicht ein Hyperloop für Nah und Fernverkehr bereitstehen .

Wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber es haben nicht alle den gleichen Horizont.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber es haben nicht alle den gleichen Horizont.

Das Auto: Primärenergie vs. Verbrauch 27 Jan 2017 19:01 #11588

heinzendres schrieb: Städte brauchen einen öffentlichen Individualverkehr , mit dem Aufzug zur Verkehrsebene wo Transportkapseln Bus Bahn und vielleicht ein Hyperloop für Nah und Fernverkehr bereitstehen .


Ich verstehe dich ja sehr gut und bin im Grunde gleicher Meinung, wenn allerorten ein umfassendes öffentliches Verkehrssystem existiert, das die Menschen, auch durchaus individuell, an ihr Ziel bringt, dann wären Autos, auch selbstfahrende (autonome) überflüssig.

In manchen großen Metropolen der Welt ist das ja auch schon so, z. B. hat kaum ein NewYorker ein eigenes Auto, wo sollte er das parken? Er nimmt sich halt eines von Tausenden Taxis oder benutzt die U-Bahn.

Wenn man jetzt noch diese Taxen elektrisch angetrieben autonom fahrend machen würde, gäbe es dort wiederum einige zig-Tausend Arbeitslose mehr, aber sauberere Luft, keine Unfälle und kaum noch Verkehrslärm.

Wie gesagt, in großen Metropolen ginge das alles, aber niemals flächendeckend, womit wir wieder beim Ausgangspunkt wären.

Es sei denn, man verordnet einfach eine Wohnpflicht in bestimmten Regionen, die man dann infrastrukturmäßig ausbaut, Voraussetzung ist natürlich, dass auch jeder Arbeitsplatz dort zu erreichen sein muss, alle Industrien und sonstige Betriebe müssten in solche Regionen angesiedelt werden, der "freie Teil" des Landes wird zum Naturschutzgebiet erklärt, Betreten verboten. Oder nur mit Führung erlaubt.

Um so etwas durchzusetzen, muss unser Grundgesetz abgeändert werden, dort steht nämlich drin, dass ein jeder sich seinen Wohnort frei wählen darf (Freizügigkeit), ansonsten kann man so etwas nicht durchsetzen, das würde ja die Zwangsenteignung von jetzigem, auf dem Land befindlichen Wohneigentum bedeuten.

In unserem Rechtsstaat nicht durchsetzbar (Gottseidank).

Grüße
Udo

Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Das Verzichtbare ist nutzlos. J.F. Hingeklammert
  • Seite:
  • 1
AUF Zug
Powered by Kunena Forum