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THEMA: Tunnel durch die Erde zum Antipol

Tunnel durch die Erde zum Antipol 31 Dez 2017 13:24 #25414

Vor kurzem wurde das Thema Antipol im SWR Rundfunk behandelt.
Es ist wohl so, dass sich unser Antipol wohl nicht wie oft fälschlicherweise gedacht in Neuseeland, sondern irgendwo im Meer befindet,.
Nun zu meiner Frage, die ich im Bekanntenkreis auch schon angesprochen habe und mir keiner schlüssig beantworten könnte.
Wenn wir von hier aus ein entsprechend grosses Loch bis zum Antipol herstellen würde (mal ungeachtet dem flüssigen Erdkern mit den damit verbundenen Widrigkeiten -stellen wir uns einfach eine homogene Masse vor)
und man treibt dieses Loch Richtung Erdmittelpunkt vor, was passiert am Erdmittelpunkt?
Ist man dann schwerelos -> irgendwann habe ich gelernt, die Materie unter meinen Füssen bestimmt meine "Schwere", oder verschiebt sich im "Loch" für diese Betrachtung "mein" Erdmittelpunkt immer weiter zur anderen Seite hin?
Oder ist es so, dass man ab Erdmittelpunkt quasi "über Kopf" arbeiten muss?
Fällt dann der Abraum Richtung Erdmittelpunkt?
Und abschließend die Frage, was passiert, wenn man dann durchsticht am Antipol, welcher ja irgendwo im Pazifik liegt, würde das Wasser dann in das Loch eindringen oder nicht? Und wenn ja, wie weit dringt es ein?
Vielleicht kann mir hier jemand eine schlüssige Antwort geben

Danke im Voraus
Heinzc

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Tunnel durch die Erde zum Antipol 31 Dez 2017 14:19 #25415

Hallo Heinzc,

Das Thema hatten wir kürzlich erst im Thread Schwerelos am Erdmittelpunkt .
Nach dem Newtonschen Gravitationsgesetz ist es tatsächlich so:
Innerhalb einer massiven homogenen Hohlkugel herrscht überall Schwerelosigkeit. Und das bedeutet es zählt nur die Masse der restlichen Kugel die man unter seinen Füßen hat. Innerhalb einer homogenen Kugel nimmt die Schwerkraft mit dem Abstand zum Zentrum linear ab. In der Realität sieht das natürlich etwas anders aus weil die Dichte zum Zentrum hin zum Teil sprunghaft zunimmt.

assume good faith

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Tunnel durch die Erde zum Antipol 31 Dez 2017 16:30 #25417

Falls jemand die "Thursday Next" - Buchreihe von Jasper Fforde kennt, äußerst lesenswert, dort gibt es die "GraviTube", wo genau das gemacht wird. In einem Vakuumrohr, läßt man eine Kapsel durch den Erdkern rauschen und kommt am Zielort ausgeschwungen an.

"`Oh dear,' says God, `I hadn't thought of that,' and promptly vanished in a puff of logic.

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Tunnel durch die Erde zum Antipol 31 Dez 2017 17:29 #25419

Danke für die Antwort und den Verweis.
Es erklärt meine Fragen aber nur zum Teil.
Wie ist die Situation wenn „ ich“ vom Erdmittelpunkt aus weiter grabe Richtung Antipol?
Fällt der Abraum Richtung Erdmittelpunkt und „ schwebt“ dort?
Und der Durchstich ins Meer von unten kommend ist auch unklar.
Vielleicht hat jemand Gedanken hierzu?

Heinz

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Tunnel durch die Erde zum Antipol 31 Dez 2017 17:42 #25420

Ein Körper, der im Abstand r zum Erdmittelpunkt den Tunnel betritt und dann nicht wechselwirkt (Vakuum, keine weiteren Körper) fliegt durch den Erdmittelpunkt hindurch bis er auf der anderen Seite im Abstand r zum Erdmittelpunkt auf 0 abgebremst wird - und oszilliert so hin und her.

Würde der Tunnel auf der einen Seite den Ozean anbohren, würde der Tunnel voll laufen (mit Ausnahme der obersten Meter auf der anderen Seite).

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Tunnel durch die Erde zum Antipol 31 Dez 2017 17:58 #25422

ja, so seh ich das auch.

im Vakuum würde der Abraum wie ein Pendel hin und her schwingen, und zwar mit Ausschlag zur anderen Seite des Erdmittelpunktes, der genau dem Abstand entspricht, wie der Höhe von der aus er fallen gelassen wurde.

Real würde der Abraum aber wohl, wenn ständig neuer nach kommt durch Reibung abgebremst und dann den Tunnel wieder füllen.
Ich denke , er würde eine Säule bilden, welche vom Erdmittelpunkt aus gleich weit in beide Seiten des Schachtes reicht.

mit dem Wasser des Ozeans würde das gleiche geschehen, wenn man den Schacht nicht komplett volllaufen lässt, sondern die Wasserzufuhr früher stoppt.

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Tunnel durch die Erde zum Antipol 31 Dez 2017 20:07 #25428

ich sehe das genau wie claus, denn einiges wird bei der schwereempfindung immer wieder vergessen:
schwerelos bedeutet fall! ein freier fall auf eine masse. und ja,
wir würden - wenn es keinen widerstand durch die dichte materie gäbe (tunnelschacht) - durch die erde durchfliegen und einen umkehrpunkt erfahren.
an diesen umkehrpunkten jedoch empfinden wir wieder eine schwere, denn wir erfahren eine negative (abbremsende) beschleunigung.

an der stelle noch mal mein beispiel mit der ISS:
die ISS fällt permanent auf die erde, nur weil sie sich mit einer geschwindigkeit v vorwärtsbewegt fällt sie nicht wirklich sondern bewegt sich in einem orbit.
da dieser orbit im grunde linear ist (der raum ist gekrümmt) erfahren die insassen keine schwerkraft.
es ist die massenträgheit, die hier ausgeschaltet ist, das ist ganz wichtig.
hier wirkt keine kraft, es ist die krümmung des raumes, die diese kraft erscheinen lässt.

live must be a preperation for the transition to another dimension.

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Tunnel durch die Erde zum Antipol 01 Jan 2018 11:31 #25434

Danke allen für die Antworten

Heinz

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