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THEMA: Mikroskopie und Tschernobyl

Mikroskopie und Tschernobyl 17 Feb 2016 16:14 #2829

ich hab mich gestern mal wieder ans mikroskop gesetzt, weil ich ein paar aufnahmen der euglena brauchte.
zu diesem zweck hatte ich mir mit einer teleskopstange etwas schlamm aus der spree gefisch (berlin mitte - jannowitzbrücke).
da fielen mir in allen farben schillernde kügelchen auf. die umgebung blieb scharf, nur die kügelchen trieben nach unten und man musste nachstellen.

nachdem der tropfen getrocknet war hab ich einen magnetversuch gemacht und bingo.
offenbar liegen tief im schlamm der spree immer noch kernbrennstoffkügelchen, die offenbar vom fallout aus tschernobyl stammen.
zugegeben, in der menge sind diese transurane nicht besonders gefährlich aber mulmig ist einem da schon.
(zumal ich wegen tschernobyl und meiner dummbratzmutter einen krassen zonk gezogen habe, dass ich irgendwann an blutkrebs erkranke ist schon sicher)

ich werde in meinem urlaub nächste woche in ganz berlin ein paar proben nehmen und euch gerne auf dem laufenden halten.
dachte nur das könnte euch auch interessieren.

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Betreff des ThemasRelevanzDatum des letzten Beitrages
Tschernobyl7.03Mittwoch, 04 Mai 2016

Mikroskopie und Tschernobyl 17 Feb 2016 19:34 #2836

Ferdi Runge schrieb: zumal ich wegen tschernobyl und meiner dummbratzmutter einen krassen zonk gezogen habe, dass ich irgendwann an blutkrebs erkranke ist schon sicher


Das hört sich ja schrecklich an, alles Gute!

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Mikroskopie und Tschernobyl 18 Feb 2016 18:19 #2867

ja, wird schon, ich habe einen bruder, der als spender in betracht kommt, also alles easy.
durch das leben nimmt man den tod eh billigend in kauf! ;D

naja, meine mutter war halt so dumm - mit mir schwanger - ein jahr nach tschernobyl wie gewohnt weiterhin fleißig pilze für die pfanne zu sammeln.
und wer nur ein bischen was von mykologie versteht weiß, dass die dinger alles aufnehmen was natrium, phosphor oder kalium gleicht.
und man könnte jetzt behaupten es geschah in unwissenheit, dem ist nicht der fall.
im beckenbereich sind jedenfalls in muskelgewebe und knochenmark stontium90 und cäsium137 gefunden worden, das hat bisher nur dermatologische auswirkungen, die der grund der untersuchung waren.

wie dem auch sei, es ist hier in der spree wahrscheinlich nucht so wie in tespe, nahe der GKSS.
ich werde auf jeden fall dranbleiben, wollte nur mal erklären, warum mich das interessiert.
ich werde müggelsee, orankesee und die rieselfelder in falkenberg untersuchen und hab auch schon ein paar gebiete für erdproben historisch erfasst, die ich vielleicht auch unters cope nehme.
wenn ich damit durch bin mach ich vielleicht ein video mit aufnahmen der brennstoffkügelchen.
hier ein mal ein foto, wie solche kügelchen aussehen:



mal gespannt, ob ich da noch mehr finde.

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Mikroskopie und Tschernobyl 20 Feb 2016 20:00 #2944

Für so weit durch die Atmosphäre transportierte Falloutpartikel kommen mir diese Kugeln reichlich riesig vor. Das ist doch die Spitze einer Präpariernadel im Bild, richtig? Wenn das Brennstoffschmelze ist, dann sind die Dinger so schwer, die hält kein Aufwind lange oben.

Ich kenne so Dinger aus allerlei Verhüttungsprozessen oder viel einfacher: vom Schweißen.

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Mikroskopie und Tschernobyl 21 Feb 2016 17:31 #2981

das ist richtig, jedoch sind seit dem viele jahre vergangen und die winde könnten im sommer getrockneten staub hierher getragen haben.
das ist garnicht so abwägig.
andererseits kommt natürlich auch ein ereignis in deutschland dafür in betracht, das kann aber nur ein labor feststellen.
die kügelchen können auch von den atombombentests sein, das zeug liegt global verteilt herum und die größe der kügelchen spielt nach jahrzehnten keine rolle mehr, sie werden verweht.

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Mikroskopie und Tschernobyl 23 Feb 2016 12:53 #3064

Noch einmal: Wenn das Kernbrennstoff-Schlacke ist, dann hat sie eine deutlich höhere Dichte als Sand- oder Staubpartikel gleicher Größe. Selbst wenn es nur zum Teil aus schweren Metallen besteht, reden wir von einem Faktor 2 bis 3 mindestens im Vergleich zu normalen Silikaten wie Quarz oder Tonmineralen. Diese Dinger, einmal heruntergefallen, sind nicht so leicht wieder zu verdriften. Weil das so ist, entstehen Erz- (Zink, etc) und Schwermineral-Lagerstätten (Zirkon, Diamant), die in der Geologie "Seifen" genannt werden. Material höherer Dichte reichert sich an, während leichtere Partikel weggespült, bzw. weggeweht werden.

Metallkügelchen, Metalloxidkügelchen oder Schlackekügelchen dieser Art entstehen laufend und zuhauf beim Schweißen, beim Hochofenanstich, beim Flexen usw usf. Hier mal ein wundervolles REM-Bild so eines Schweißperlchens:

metassoc.com/site/2013/04/weld-splatter-...s-to-a-transmission/

Selbst das Schillern ist nicht ungewöhnlich und entsteht durch die Verglasung von silikatischen Verunreinigungen beim Schmelzprozess oder durch die Beimengung von Flußmitteln aller Art. Das mit Abstand wahrscheinlichere "Ereignis" sind in diesem Fall Schweißarbeiten an Brücken, Schiffen, Eisenbahnschienen oder sonstigen Dingen.

Die Fallout-Hypothese ist ja schnell zu falsifizieren. Ein Geigerzähler (dafür benötigt es eine ausreichen große Menge von den Kügelchen, um ein signifikantes Ergebnis zu bekommen) oder besser eine RFA-Analyse und gut is. Dann weiß man Bescheid. Kannst ja mal bei den Geologen in Berlin oder Potsdam fragen, die helfen vielleicht. Meine Vorhersage ist: Mischung aus Eisen, Eisenoxid und ein paar Silikaten.
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