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THEMA: Hollywood und Physik

Hollywood und Physik 25 Feb 2016 14:19 #3187

Hallo Community,
in letzter Zeit werden in Hollywood sehr viele kommerziell erfolgreiche Actionfilme produziert (Fast & Furious, Avengers, Mad Max, etc.), von denen viele physikalisch unmögliche Stunts enthalten. Manche Filme vernachlässigen spontan mal Reibung und Erdanziehung, oder erfinden ein Perpetuum Mobile, andere schlagen vor, dass ein einziges Auto einen tonnenschweren Tresorraum aus der Wand ziehen und damit schneller als die Polizei (erlaubt) auf der Autobahn fahren.
Ich persönlich habe ein bisschen Angst, dass wenn man auf der einen Seite hört, das gewisse Schauspieler ihre Stunts selbst durchführen (=> suggeriert Echtheit der Stunts), man aber weiß, das der Stunt so nicht durchführbar ist und ein bisschen getrickst wird, manche (vor allem junge) Zuschauer ein falsches Gefühl für physikalische Grundregeln kennen. Jedes Kind weiß, dass wenn ein Auto von der Brücke fährt, es zwangsläufig nach unten fällt. Wenn jetzt aber so ein Stunt sehr real wirkt, könnten die Kinder Bauchgefühl für Physik verlieren, dabei ist es ja gerade dieses Bauchgefühl, dass vielen unter anderem im Unterricht oder im "echten Leben" hilft, falsche Lösungen sehr schnell zu identifizieren...
Ich gebe zu, als Nerd bin ich da etwas einseitig und parteiisch und bin eh der Meinung, dass alle nicht Science-Fiction Filme auch real passieren können müssten.
Aber wie seht ihr das denn? Hyperventiliere ich hier total, oder ist an der Kritik etwas Wahres dran?
Viele Grüße,
Nirusu

"Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
Den Vorhang zu und alle Fragen offen"
- Berthold Brecht, Der Gute Mensch von Sezuan

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Hollywood und Physik 25 Feb 2016 15:09 #3188

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Ganz einfach: Weg von der Glotze und ab nach draußen! :P

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Hollywood und Physik 25 Feb 2016 19:01 #3189

Nirusu, hier bin ich von Anfang an voll bei dir.
Bilder wirken. Egal ob man nun weis das es nicht real ist oder nur der "künstlerischen" Phantasie der Macher entsprungen ist. Sie wirken erstmal. Und manchmal bedarf es schon ein gehöriges Maß an wissenschaftlicher Vorbildung um die Unmöglichkeit zu erkennen und die Spuren die die Bilder im Hirn hinterlassen haben wieder zu dämpfen und einzugrenzen.
Für besonders gefährlich (im Sinne von Verbreitung falscher Vorstellung über physikalische Regeln) halte ich Szenen bei denen auf Anhieb nicht ganz klar ist das es so nicht gehen kann. Ich denke da zum Beispiel an "Speed" als der Bus mal eben über ein Loch in der Straße gesprungen ist. oder an "The Core" der von vorn bis hinten totalen Blödsinn über physikalische Vorgänge erzählt hat.
Die meisten Zuschauer wollen wenn sie die Filme sehen sich nur entspannen, sich quasi berieseln lassen. Wollen in dem Moment eigentlich garnicht groß darüber nachdenken und schon haben solche Filme ihre Wirkung sowie du es beschreibst hinterlassen.
Kinder sind da natürlich noch mehr der Gefahr ausgesetzt falsche Vorstellungen zu entwickeln.

Die Lösung die du ck.Pinhead vorschlägst ist leider auch keine. Auf diese Lösung kommen nur solche Menschen die besser darüber reflektieren können was sie da vorgesetzt bekommen und für die stellen diese Filme eine geringere Gefahr dar.

Merilix

Nachtrag: Eine noch viel größere Gefahr scheinen mir einige Dokumentationen aus amerikanischer Produktion wenn nicht ganz klar unterschieden wird zwischen wissenschaftlichen Fakten und purer Spekulation. (manchmal kommen da noch Übersetzungsfehler dazu die das Gesagte noch zusätzlich verschmieren)

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Hollywood und Physik 25 Feb 2016 21:53 #3192

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Hi, ich meine nur Film ist Fiktion (besonders Hollywood) und es Pflicht der Eltern Ihre Kinder daranzuführen, wie bei allem in der Welt. So kann man auch bei einem dummen Action-Film nebenbei erklären, dass niemand mit einer Schusswunde umher rennt, weil der Körper unter Schock steht oder dass Autos nicht explodieren, wenn sie von der Straße abkommen, etc.

Ein Mensch der als Kind auf Bäume geklettert ist und sich als Jugendlicher sportlich betätigt, weiß wozu sein Körper physikalisch im Stande ist. Außerdem sollte man auch wissen, dass man nicht alles nachahmen sollte, was im Fernsehen gezeigt wird. Darüberhinaus ist ein Making-of oder der Besuch einer Stuntshow eventuell aufschlussreich.

Ernster ist da das Thema der Gewaltverherrlichung bei Kindern und Jugendlichen. Ich kann mich an ein Fall aus GB erinnern, wo zwei Kinder ein drittes totgeschlagen hatten, als sie Ninja Turtles spielten. Da hatte aber auch das Elternhaus versagt. Trotzdem werden viele Konflikte in Film und Fernsehen durch Gewalt "gelöst".

Bei den Dokus kann es teilweise schwierig sein. Da kann ich empfehlen die auftretenden oder zitierten Autoritäten zu googeln, den Abspann nach Quellen zu checken und zur Not renommierte Quellen zu suchen und zu lesen. Man sollte nicht alles schlucken, dann können selbst falsche Informationen interessant sein, wenn sie die richtigen Fragen aufwerfen und diese dann vielleicht sogar noch zu seriösen und fundierten Antworten führen. Übersetzungs- oder Umrechnungsfehler treten sehr oft bei Einheiten und Größen auf.

Nachtrag: Diese ganzen Sci-Fi-Blockbuster widersprechen sich im Gesamtkontext recht auffällig. Jules Verne wäre demnach viel gefährlicher, wo er doch "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde" so eindrucksvoll und realistisch beschrieben hatte. Ich hatte als Kind zumindest mit dem Gedanken gespielt in einen isländischen Vulkan zu klettern :P

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Hollywood und Physik 25 Feb 2016 22:25 #3193

@ck.Pinhead: Das mit Sci-Fi ist auch für mich kein so großes Problem. Sobald die Kinder Astrophysiker oder Physik 9. Klasse überstehen, sehen sie eh, was da für ein Unsinn verzapft wird. Ausserdem hat so etwas wenig mit "Bauchgefühl" zu tun.
@Merilix: Dokumentationen bringen immer eine große Gefahr. Zu oft wird des Forschers/Reporters Meinung als Fakt angesehen.

Ich habe aber auch gehört, dass dieses Problem mit Mathematikern noch schlimmer ist. Filme wie A Beautiful Mind erzählen a) totalen Stuss über Mathematik als solche und stellen b) Mathematiker als Schizophrener am Rande des mentalen Zusammenbruches und der geistigen Unzurechnungsfähigkeit. Wer will da schon Mathematik studieren? Ich weiss nicht, wie Stephen Hawking und physikalische Fakten in The Theory of Everything dargestellt werden, der Film sah mir zu sehr nach Romanze und Verherrlichung einer Person statt ihrer Entdeckungen aus...

Nirusu

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Hollywood und Physik 26 Feb 2016 14:23 #3216

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Ich fand "Interstellar" und "The Imitation Game" ganz okay, aber Hollywood will hauptsächlich Geld verdienen, das ist meist das Ziel vor allem anderen...

"Ende der Unschuld" ist ganz gut.

Ich mag "The beautiful Mind" auch nicht, aber John Forbes Nash Jr. war nunmal schizophren. Viele Genies die Ihrer Zeit voraus waren, galten als verrückt und waren es wahrscheinlich auch. Es gibt eben Leute, die sich in abstrakten Welten besser zurecht finden als in unserer alltäglichen und denen haben wir oft viel zu verdanken.

Nikolai Tesla behaupte bspw. in Kontakt mit Ausserirdischen zu stehen, erst heute verstehen wir dass er Radioteleskopie betrieb.

Aber, Hollywood's bester verrückter Wissenschaftler ist und bleibt Kubrick's Dr. Strangelove :P

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Hollywood und Physik 26 Feb 2016 14:41 #3217

Stimmt, Imitation Game habe ich irgendwie vergessen, aber der Film war echt brilliant.

Ansonsten habe ich erst vor kurzem Wild Wild West gesehen, und da sind alle physikalischen und historischen Fakten so falsch, dass ich den Film in der Mitte abgebrochen habe.
Ausserdem war die Geschichte scheisse.

Aber ich verstehe, dass Hollywood auf Profit aus ist, und ein Film über die geniale Riemann-Funktion und ihre Folgen wird weniger Zuschauer anziehen wie "Riemann: Man of Mystery"...

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Hollywood und Physik 26 Feb 2016 14:55 #3219

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Nirusu schrieb: Stimmt, Imitation Game habe ich irgendwie vergessen, aber der Film war echt brilliant.

Ansonsten habe ich erst vor kurzem Wild Wild West gesehen, und da sind alle physikalischen und historischen Fakten so falsch, dass ich den Film in der Mitte abgebrochen habe.
Ausserdem war die Geschichte scheisse.

Aber ich verstehe, dass Hollywood auf Profit aus ist, und ein Film über die geniale Riemann-Funktion und ihre Folgen wird weniger Zuschauer anziehen wie "Riemann: Man of Mystery"...

Wild Wild West ist aber auch eine (schlechte) Comic-Verfilmung, man muss solche Filme immer im Kontext betrachten, von daher hält er sich mehr oder weniger an die Vorlage. Kennst du die Serie noch? *nostalgisches Schwärmen* Die kann man sich aber heute auch nicht mehr angucken :sick:

Abseits von Hollywood gibt es (auch) sehr gute Filme, im letzten Jahr haben mir die historisch inspirierten Filme "Diplomatie" und "Bornholmer Straße" sehr zugesagt. "Kon-Tiki" von 2012 fand ich auch sehr gut, der Original-Doku-Film von 1950 ist aber besser.

Besonders schlimm empfinde ich derzeit die vielen schlechten Remakes guter Filme, aber solange es die Originale noch gibt...

Das Dümmste sind aber die amerikanischen Remakes aktueller ausländischer Produktionen. Die Amis sind so behindert, dass sie keinen Film oder keine Serie verstehen, die nicht im eigenen Land spielt :P

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Hollywood und Physik 26 Feb 2016 15:14 #3220

Behindert ist politisch inkorrekt. Ich betrachte mich als beleidigt :P
Nee, die Comics kenne ich nicht "mehr", bei meinen jungen Jahren kommt Nostalgie eher seltener vor...

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Hollywood und Physik 26 Feb 2016 15:20 #3222

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So ist das (leider) bei vielen Hollywood-Filmen: Sie spielen in einem Paralleluniversum. Manchmal wird es vorher erklärt, meist aber nicht. ;)

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Hollywood und Physik 27 Feb 2016 16:02 #3269

ck.Pinhead schrieb: So ist das (leider) bei vielen Hollywood-Filmen: Sie spielen in einem Paralleluniversum. Manchmal wird es vorher erklärt, meist aber nicht. ;)

Wenn das denn klar ist ist ja alles gut. Ich kann mich zum Beispiel recht gut damit abfinden das es im Startrekuniversum einen Subraum mit ganz eigenen Eigenschaften gibt. Es regt die Phantasie an ohne das man auf den Gedanken kommt das gleich auf die Realität zu übertragen.

Aber nach "TheCore" oder der pseudo-Doku "Wenn die Erde stillsteht" hatte ich tatsächlich etwas Mühe die Drehimpulserhaltung zu erklären.
Nicht jedem der schon seit Jahrzehnten keinen Physikunterricht hatte und/oder noch nie gesehen hat wie ein plötzlich gestoppter Motor durch die nächste Betonwand marschiert erschließt sich das auf Anhieb.

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Hollywood und Physik 27 Feb 2016 16:19 #3271

Die Doku "Wenn die Erde stillsteht" fand ich sehr interessant. An die Verformung der Erde aufgrund der Rotation hatte ich erstmal nicht gedacht.

Das ganze hat einen realen Hintergrund, wenn auch keinen so kurzfristigen. Die Erde gibt aufgrund der Gezeitenreibung permanent Drehimpuls an den Mond ab. Zum Glück geht dieser Effekt sehr sehr langsam, sonst würde das ziemlich viele Erdbeben verursachen, da sich die Form der Erde ja an die jeweilige Rotationsgeschwindigkeit anpassen müsste.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.

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Hollywood und Physik 27 Feb 2016 23:56 #3291

Dieser eine Aspekt (Verformung der Erde) mag ja interessant sein aber daraus gleich eine "Doku" von 45 min machen? In diesem Machwerk werden Szenarien gemalt die nur eintreten können wenn die Erde relativ plötzlich (waren das 5 Jahre? weis nicht mehr) ihre Drehung verliert. Mega Tzunamis wird es durch den Drehimpulsverlust an den Mond mit Gewissheit nicht geben. Und wenn ein Ereignis eintreten sollte das die Erdrotation schnell zum stehen bringt werden die daraus folgenden Effekte mit Sicherheit das kleinste Problem sein.

Man könnte jetzt nachrechnen ob es zu Lebzeiten der Erde noch zur Synchronisation mit dem Mond kommen kann, mein Bauchgefühl sagt nein denn der Effekt wird immer schwächer je weiter der Mond sich entfernt.

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Hollywood und Physik 28 Feb 2016 03:22 #3294

Ich habe mir gerade mal "Time" von Hans Zimmer auf Youtube angehört, und der erste Kommentar war folgender:

I doubt many will read this, but this song inspired me to write this.
Time is one of those strange things in life. It is constant. Always passing by you. An invisible force that in our world we can't see. Maybe one day we will be able to traverse time, like we can our other dimensions. Until then, live in the moment. Enjoy your moments you have with friends, family, strangers..[...]

Ich will die Schuld jetzt ja nicht auf Inception schieben, aber da hat einer einen (physikalisch gesehen) großen Schnitzer geschrieben.
Zeit ist nicht konstant. Einstein wurde in populärwissenschaftlichen Büchern/Sendungen doch so überschwänglich gelobt, dass eigentlich jeder Laie weiß, dass Zeit relativ ist, nur die Konsequenzen versteht er nicht.
"An invisible force", ich hoffe, dass das metaphorisch oder metaphysisch gemeint ist. Physikalisch macht das auch überhaupt keinen Sinn. a) ist Zeit keine Kraft und b) wann ist eine Kraft als solche bitte sichtbar? Nur die Auswirkungen sind sichtbar...
"Maybe we can transverse time, as we can our other dimensions". Zeit ist keine Dimension!

Das nur mal als Beispiel, was man sonst noch so auf YouTube findet. Ich hätte auch unschöne Kommentare von "Urknall, Weltall und das Leben" vorlesen können, aber die sind dann sehr verschwörerisch...

Sorry für den kleinen Nerdausbruch,
Nirusu

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Hollywood und Physik 01 Mär 2016 02:37 #3390

Nirusu schrieb: Das nur mal als Beispiel, was man sonst noch so auf YouTube findet.

Ein Grund mehr Herrn Gaßner und das ganze Team hinter Urknall, Weltall und das Leben zu ermutigen den Kanal auf YouTube fortzuführen.
Denn wie sonst kann man Menschen dazu befähigen solche Filme richtig zu bewerten.

Merilix

PS: Die Meinungsverschiedenheit bezüglich Zeit als Dimension hatten wir beide glaub ich noch nicht endgültig gelöst B)

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Hollywood und Physik 01 Mär 2016 04:15 #3392

Okay, lass es uns beenden. Ich habe mal schnell ein neues Thema eröffnet, sonst ruinieren wir noch das Thema anderer Leute.
Nirusu

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Hollywood und Physik 03 Mär 2016 16:21 #3463

Also, ich bin ja ein großer Fan von MacGuyver. Das sagt zum einen einiges über mein Alter. Es sagt aber auch etwas darüber, daß die Unterscheidung zwischen Fakt und Fiktion eine Geistesleistung ist, die man dem Löwenanteil der Bevölkerung durchaus zutrauen kann. Ich halte die allermeisten Hollywood-SF-Filme für doof, aber unterhaltsam. Vor allem aber für harmlos.

Die Pseudo-Dokus, die hier auch schon erwähnt wurden, sind weitaus bedenklicher. Und damit meine ich längst nicht nur den geistigen Sondermüll, der auf History Channel/N24 etc. läuft, sondern auch öffentlich-rechtliche Dokus. Ich merke das immer bei geologischen Themen (Supervulkane, Tsunamis, etc.). Da fallen mir die groben Schnitzer halt auf, weil ich in der Materie drin stecke. Und ich merke besonders, wie oft Statements von Wissenschaftlern in diesen Dokus aus dem Zusammenhang gerissen werden, um den "shock value" zu erhöhen. Wenn ich die hanebüchenen Unssinnigkeiten der geologischen Dokus auf andere Fachgebiete extrapoliere, sehe ich reichlich schwarz für den deutschen Wissenschaftsjournalismus...
Folgende Benutzer bedankten sich: Nirusu

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Hollywood und Physik 03 Mär 2016 16:26 #3464

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Ja, es ist schrecklich, dass eine Doku eine Dramaturgie aufweisen muss.

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Hollywood und Physik 03 Mär 2016 23:48 #3480

Das Problem erscheint mir folgendes: Die Leute, die sich mit dem Thema auskennen, arbeiten in der Forschung und nicht als Journalisten. Also müssen Journalisten in Dokus Sachen erklären, die sie selbst nicht verstehen. Man könnte stattdessen auch Physikprofessoren die Doku erstellen lassen, aber da gibt es zwei Probleme: Die, die es dem Laien (und nicht ihren Studenten) gut nahebringen können, haben eh ihre Hände voll zu tun, und die anderen entscheiden sich dann spontan, für eine Doku über "Licht" einfach die Vorlesung in Semester 3 "Einführung Elektromagnetische Wellen" aufzunehmen. Was ihr glaubt ihr, wie da die Quoten in die Höhe schnellen.
Einfache Lösung: Keine naturwissenschaftlichen Dokus!
Nirusu

PS: Neulich kam selbst in der Tagesschau "Die Gravitationswellen stammen von dem Kollaps zweier schwarzer Löcher vor x Millionen Lichtjahren" :(

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Hollywood und Physik 04 Mär 2016 00:55 #3485

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Ich denke man muss in der heutigen Mediengesellschaft auch eine Medienkompetenz aufbauen und auch erziehen bzw. ausbilden.

Nirusu stimme ich soweit zu, ich möchte noch ergänzen, dass derartige Produktionen natürlich gewinnorientiert arbeiten. Das heißt es soll Geld damit verdient werden. Solange Geld das primäre Interesse dahinter ist, und nicht Aufklärung oder Bildung, wird sich da nicht viel ändern, wobei es dennoch auch gute Produktionen gibt.

Einige Wissenschaftler haben eine auffallend hohe Medienpräsenz und sind sehr populär (Stephen Hawking, Michio Kaku, Brian Cox, Ranga Yogeshwar, Harald Lesch, ...): www.goethe.de/de/kul/wis/20365675.html "Es ist eine zweischneidige Angelegenheit"

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Hollywood und Physik 04 Mär 2016 05:50 #3487

Nirusu schrieb: Einfache Lösung: Keine naturwissenschaftlichen Dokus!
..
PS: Neulich kam selbst in der Tagesschau "Die Gravitationswellen stammen von dem Kollaps zweier schwarzer Löcher vor x Millionen Lichtjahren" :(


Energischer Widerspruch!
Einzige Lösung: Nur Herr Gassner darf wissenschaftliche Dokus machen und das ganz ohne Druck von Kollegen die vergessen haben wer denn ihr eigentlicher Arbeitgeber ist dem sie hin und wieder in verständlicher Sprache berichten sollten.

Und Stimmt, ist schon traurig das nicht einmal die öffentlich rechtlichen die nötige Sorgfalt bei der Formulierung solcher Meldungen an den Tag legen. Mir sind auch schon etlicher solcher Schnitzer aufgefallen. Beispiel Start der Falcon 9 am 17.Januar wo im ZDF von teilweisem Mißerfolg geredet wurde obwohl das eigentliche Missionsziel - Aussetzen von JASON-3 - erreicht wurde. Landungsversuch der ersten Stufe war nur ein Nebenziel.

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Hollywood und Physik 04 Mär 2016 07:52 #3488

Na, Herr Gaßner bedankt sich, wenn er von Tag bis Nacht Dokus produzieren darf. Populärwissenschaftlichen sind sehr gut, um Interesse zu generieren, aber wer denkt, er hätte nach Alpha-Centauri die Quantenmechanik verstanden, liegt auch daneben...
Man genieße mit Vorsicht. Sonst maßt sich ja noch mancher an, nach "A Brief History of Time" nun berechtigt zu sein, irgendeinen Schwacsinn auf irgendwelchen Foren zu veröffentlichen... ;)
Letzten Endes sollen Professoren forschen und die nächste Generation ausbilden, und das, was Herr Gaßner macht, ist ein toller Bonus, aber keineswegs zu erwarten...
Nirusu

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