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THEMA: Wie geht's weiter ? Lesch und Weizsäcker

Wie geht's weiter ? Lesch und Weizsäcker 04 Jan 2017 18:06 #10966

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Herr Gaßner, Sie haben in diesem Video eine deutliche Trennung zwischen Politik und Wissenschaft vollzogen. Ich begrüße das. Politik behandelt Interessen im Sinne von Macht, Wissenschaft geht dem Interesse im Sinne von Neugier nach. Das zu unterscheiden tut beiden Themen gut.

Trotzdem finde ich es nicht ok, über die zunehmende Ökonomisierung der Gesellschaft nur zu klagen und sie der Politik zu überlassen. Die Alternativlosigkeit der Ökonomie, die ja zunächst eine Erfolgsgeschichte war, ist auch dem Vakuum geschuldet, das die Wissenschaft in dieser Hinsicht geschaffen hat. Die Moralisierung fahrradfahrender Veganer ist zu wenig. Eine wissenschaftliche Alternative zur Ökonomie ist kaum erkennbar.

UWudL schließt die Evolution ausdrücklich mit ein. Aber ist diese am Ende angelangt oder geht es weiter ? Der Mensch ist ein gesellschaftliches Wesen. Gesellschaftliches Bewußtsein ist keine Zukunftsvision, sondern eine Realität. Worüber würden wir hier sonst reden, wenn unsere Vorfahren nicht schon so viel Vorarbeit geleistet hätten. Wir nutzen eine gesellschaftliche Infrastruktur und wissen kaum, was das ist.

Niklas Luhmann hat mit seiner Systemtheorie Gesellschaft analysiert, indem er Gesellschaft als Kommunikation auffaßt. Das ist ein wissenschaftlicher Ansatz, den ich hier vermisse. Wenn man die Kommunikation in unserer Gesellschaft versteht, weiß man auch, warum wir zur Ökonomie keine Alternative gefunden haben.

Ich meine, wir sollten hier nicht gesellschaftliche Probleme lösen, aber die Struktur gesellschaftlicher Kommunikation ist durchaus ein wissenschaftliches Thema, das ich mir bei UWudL gut vorstellen könnte.

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Wie geht's weiter ? Lesch und Weizsäcker 04 Jan 2017 22:41 #10979

Hallo Dick,

Ich habe deinen Beitrag sehr aufmerksam gelesen.
Ich möchte so antworten:
Wir wollen hier über naturwissenschaftliche Themen diskutieren , über das Staunen, das uns jedes Jahr mehr Erkenntnis bringt.
Damit haben wir gut zu tun, denn es kommen immer wieder sehr überraschende und unser Weltbild beeinflussende neue Erkenntnisse dazu.
Die ausgiebig zu diskutieren, ist unser Ziel.
Die zunehmende Ökonomisierung unserer Gesellschaft und die andernorts zu beobachtende Radikalisierung religiöser Überzeugungen kann man derzeit leicht beobachten. Aber dieser Konflikt ist nicht Gegenstand unserer Seite.
Lass uns das klar trennen!
Sonst haben wir bald keine Freude mehr an unserer Wissenschaft, sondern versinken in den Tiefen der Realpolitik. Wenn ihr das wollt. Müsst ihr nur die Tageszeitung lesen.
E=m x c2 und E = h x v sind Erkenntnisse, die alle Widrigkeiten des letzten Jahrhunderts überdauert haben und noch viele Jahrhunderte überdauern werden.
Ich finde, dass dieses Argument unsere Haltung, hier klar zu trennen, rechtfertigt.
Grüße
Thomas

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Wie geht's weiter ? Lesch und Weizsäcker 05 Jan 2017 23:56 #11038

Hallo Dick,
Ich möchte noch etwas ergänzen:
Wenn Naturwissenschaftler sich zu sehr mit Politik beschäftigen, dann setzen sie sich der Gefahr aus, keine guten Naturwissenschaftler mehr zu sein.
Wenn sich Politiker zu sehr mit Naturwissenschaft beschäftigen, was ihnen im Übrigen nicht schaden würde, dann würden sie Gefahr laufen, sich nicht mehr genug mit den Tagesproblemen beschäftigen zu können. Die Erkenntnisse, die in den Wissenschaften gewonnen werden, kann man nicht so nebenher mitnehmen. Diese Zusammenhänge und Erkenntniszuwächse erfordern eine grundsätzliche naturwissenschaftliche Grundausbildung, um sie auch nur annähernd verstehen zu können. Politiker verfügen darüber in der Regel nicht, ausgenommen unsere Bundeskanzlerin. Und vielleicht wird man ihr, gerade weil sie die Energiewende eingeleitet hat, sicherlich auch auf ihre Ausbildung und der Erfahrung von Tschernobyl und Fukushima, einstmals ein Denkmal setzen. Aus meiner Sicht gehört diese Kehrtwende zu ihren größten Leistungen.
Es wäre also sinnvoll, ein Bundesamt zu schaffen, das die Erkentnisse der Naturwissenschaft so bündelt und aufbereitet, dass die Politiker hier eine klare Handlungsanweisung bekommen. Und dieses Bundesamt sollte vom Einfluss aller sonstigen Lobbyisten hermetisch geschützt werden. Ein bundesdeutscher Club of Rome sozusagen, mit Verfassungsverankerung. Dringend notwendig!
Unser Überleben wird von den Naturgesetzen bestimmt, nicht vom Kapital!
Grüße
Thomas

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Wie geht's weiter ? Lesch und Weizsäcker 06 Jan 2017 14:11 #11045

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Politik ist die Vertretung und Umsetzung von Interessen der Bevölkerung- zumindest sollte sie das sein.
Wissenschaft ermöglicht Vieles für die Umsetzung von Interessen der Bevölkerung- zumindest sollte sie das.
Ich bin der Meinung, dass man Politik und Wissenschaft nicht trennen kann. Es sind ja meist Politiker, welche Gelder bereitstellen für die Wissenschaft.
Es ist ja oft die Wissenschaft, welch oft neue Grundlagen für neue Politik geben.
Ein Wissenschaftler kann schnell in die Lage geraten politische Entscheidungen in seiner Arbeit zu bedenken.
Wie wäre es, wenn hier ein Bereich öffnen würde, welcher genau auf diese Fragen eingeht?

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Wie geht's weiter ? Lesch und Weizsäcker 06 Jan 2017 14:14 #11046

Thomas schrieb: Es wäre also sinnvoll, ein Bundesamt zu schaffen, das die Erkentnisse der Naturwissenschaft so bündelt und aufbereitet, dass die Politiker hier eine klare Handlungsanweisung bekommen. Und dieses Bundesamt sollte vom Einfluss aller sonstigen Lobbyisten hermetisch geschützt werden. Ein bundesdeutscher Club of Rome sozusagen, mit Verfassungsverankerung. Dringend notwendig!
Unser Überleben wird von den Naturgesetzen bestimmt, nicht vom Kapital!
Grüße
Thomas


So etwas halte ich nicht für sinnvoll, erstens hätten wir denn schon wieder ein Bundesamt mehr, mit allen Kosten, zweitens dürfte die allgemeine Anerkennung der Erkenntnisse dieses "bundesdeutschen Club of Rome" schon bei der Auswahl der dafür arbeitenden Wissenschaftler scheitern, wer wählt die nach welchem Muster aus?

Es ist ja bekannt, dass Wissenschaftler "so nebenher" auch nur ganz normale Menschen mit einer jeweiligen politischen Vorliebe sind, so klingen ja schon manche Beiträge hier im Forum ganz anders, wenn sie einmal von Herrn Dr. Lesch, dann von Herrn Dr. Gaßner abgefasst sind, die Untertöne sind jeweils komplett andere und damit auch die Botschaft, die uns vermittelt werden soll, anders gesagt: Zu EINEM Thema gibt es viele Meinungen, auch von seriösen Wissenschaftlern.

Wer soll denn in so einem Amt dafür Sorge tragen, dass ALLE Meinungen ALLER zuarbeitenden Wissenschaftler respektiert und publiziert werden? Geht ja gar nicht, schließlich muss man sich auf EINE Kernaussage einigen, Minderheitenmeinungen müssen unter den Tisch fallen, wenn man von so einem Amt Aussagen erwartet, die die Politik als Hilfestellung nehmen soll.

Was aber ist, wenn sich dann später diese Vorhersagen als völlig falsch entpuppen?

Ich erinnere hier nur mal an den besagten Club of Rome, der Anfang der 70er Jahre doch steif und fest behauptet hatte, dass es in 20 Jahren kein Erdöl mehr geben würde. Das hat dieser Club nicht als Möglichkeit prognostiziert, sondern als unumstößliche Tatsache.

Wir alle wissen, dass das vollkommen falsch war, das Dumme ist nur, tendenziell war diese Aussage schon richtig, irgendwann ist Schluss mit fossilen Brennstoffen zu akzeptablen Preisen, dann haben wir den Salat. Doppelt dumm, dass die Leute Lügnern nicht mehr glauben.

Dann die zweite große wissenschaftliche Lüge mit dem angeblichen Waldsterben, damals wurde von seriösen, namhaften Wissenschaftlern prognostiziert, dass der der gesamte deutsche Wald in nicht einmal 20 Jahren komplett verschwunden sein wird, wenn man nicht sofort und auf der Stelle ein absolutes Tempolimit auf deutschen Autobahnen in Höhe von 100 km/h einführen würde, es gab den jährlichen "Waldschadensbericht", der mit großem Tamtam der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, dafür mussten wir Steuerzahler stolze Preise bezahlen ......... nur, es gibt auch heute noch Wald, im Gegenteil ist Deutschland grüner als je zuvor, alles Lüge.

Dann wäre zu klären, welche Stellung dieses Amt haben soll, du sprichst sogar von Verfassungsrang, dazu müsste unser Grundgesetz geändert werden, das ist bei den derzeitigen politischen Verhältnissen sowieso nicht machbar, denn eine dafür erforderliche Mehrheit wird es nicht geben.

Und wenn es denn so wäre, welche Macht sollte diesem Amt gegeben werden?

Es sollte wohl, deiner Meinung nach, direkt in die Politik eingreifen können dürfen, um seiner Meinung nach falsche Weichenstellungen zu verhindern? Oder wie stellst du dir das vor? Nur Beraterfunktion? Das gibt es doch jetzt schon, und zwar sehr viele einzelne Wissenschaftler plus Institute zu Hauf, dazu braucht es doch kein extra Bundesamt.

Wenn du jedoch daran denkst, diesem Amt so etwas wie Befugnisse zukommen zu lassen, hätten wir dann eine Nebenregierung, die alles steuern könnte, was sie will, eine "Geheimregierung", deren Vertreter nie vom Volk gewählt wurden. So etwas ist auch als "Diktatur" bekannt.


Grüße
Udo

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Wie geht's weiter ? Lesch und Weizsäcker 06 Jan 2017 14:23 #11047

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Hallo Udo

Gehe mit Deiner Meinung einher. Nur dass falsche Prognosen als Lüge dargestellt werden, halte ich für nicht korrekt.
Man wollte mit diesen Prognosen einfach wachrütteln. Oder man war selber 100 Prozentig davon überzeugt.

Hallo Thomas

Die Aussage, dass wir nur von Naturgesetzen abhängig sind und nicht vom Kapital- damit komme ich auch nicht zurecht.

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Letzte Änderung: von Ralf. (Notfallmeldung) an den Administrator

Wie geht's weiter ? Lesch und Weizsäcker 06 Jan 2017 14:28 #11048

Ich finde die Idee hervorragend, einen neuen Kanal "Zukunft Erde" für politischere Themen aufzusetzen. Diese Themen sind für uns Menschen elementar wichtig und haben definitiv ihre Berechtigung. Themen wie Rohstoff-Recycling, regenerative Energien, Arbeit 4.0, Bevölkerungswachstum und Migrationsbewegungen sind elementar für unsere Zukunft. Diese bekommen damit eine neue Heimat.

Die Erfahrungen auch hier im Forum haben gezeigt, dass Diskussionen über solche Themen und über naturwissenschaftliche Themen ganz anders verlaufen. Bei naturwissenschaftlichen Themen verläuft die Diskussion in der Regel konstruktiv und ergebnisorientiert. Ganz anders wird es, sobald Themen wie Überbevölkerung und Migration ins Spiel kommen. Dann treten viele Emotionen und unterschiedliche Wertvorstellungen zu Tage, die eine friedliche Diskussion unmöglich machen. Beide Themen voneinander zu trennen, macht alleine aufgrund dieses Effekts in meinen Augen Sinn.

In den anderen Kanal "Zukunft Erde" werde ich sicherlich auch hineinsehen.

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Wie geht's weiter ? Lesch und Weizsäcker 06 Jan 2017 17:31 #11051

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ClausS schrieb: Ich finde die Idee hervorragend, einen neuen Kanal "Zukunft Erde" für politischere Themen aufzusetzen. Diese Themen sind für uns Menschen elementar wichtig und haben definitiv ihre Berechtigung. Themen wie Rohstoff-Recycling, regenerative Energien, Arbeit 4.0, Bevölkerungswachstum und Migrationsbewegungen sind elementar für unsere Zukunft.

So sehr auch ich diese Themen in einem eigenen Kanal 'Zukunft Erde' begrüßen würde, meine ursprüngliche Absicht mit diesem Thema war eine andere. Ich wollte nicht diese Themen diskutieren, sondern die Kommunikation über diese Themen selbst analysieren.

Gesellschaft besteht aus nichts anderem als Kommunikationssystemen. Dass wir öffentlich mehr über Migration als über Ressourcen debattieren, sagt etwas über unsere Gesellschaft aus. Die Kommunikationsthemen sind existenziell für eine Gesellschaft. Ich sehe in der Gesellschaft die Fortführung der Evolution. Daher finde ich die Frage berechtigt: Wo stehen wir aktuell mit der Evolution ? Ist der individuelle Mensch das Ende der Evolution oder ergibt sich in und durch Gesellschaft ein Mehrwert für den Einzelnen ?

Ich möchte auch gar nicht in die Zukunft blicken, sondern einfach nur den aktuellen Stand der gesellschaftlichen Entwicklung und Kommunikation feststellen und Konsens darüber erzielen.

Gesellschaftliche Kommunikation ist immer durch gegensätzliche Standpunkte geprägt. Dieser Gegensatz hält die Kommunikation überhaupt erst in Gang. Migration allein ist also kein Kommunikationsthema, sondern der dahinterliegende Konflikt. Welcher ist das ? Worum geht es überhaupt ? Das sind wissenschaftliche Fragen, die zunächst ohne Emotionen und ohne Handlungsmaximen zu beantworten sind.

Kommunikationssysteme sind Systeme, die im Prinzip nicht anders aufgebaut sind als naturwissenschaftliche Systeme. Daher ist die Trennung zwischen Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft im Sinne der Evolution für mich nicht nachvollziehbar. Energie und Potentiale sind ebenso wenig greifbar wie der Begriff Gesellschaft. Ihr seht, Systemtheorie ist mein Hobby.

Die entscheidende Frage ist nicht, was zu tun ist, sondern warum wir es nicht tun. Und das ist ein Kommunikationsproblem.

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Wie geht's weiter ? Lesch und Weizsäcker 06 Jan 2017 21:29 #11056

Ein Bundesamt, das naturwissenschaftliche Erkenntnisse sammelt, bündelt und aufbereitet, wäre angesichts der massiven Ausbeutung unseres Planeten und deren Folgen dringend notwendig.
Alle Länder dieser Erde sollten so etwas haben. Eine Brücke zwischen Erkenntnis und Politik und den Völkern und natürlich die dazugehörige transparente Kommunikation.
Politik agiert zuweilen sehr kurzfristig, Naturwissenschaft oft sehr langfristig. Schon allein aus diesem Grund bräuchte die Menschheit eine systemisch verankerte langfristig denkende Komponente.
Wir kämen zu mehr Sachlichkeit in vielen Themen!
Naturwissenschaft und Kapital, dazu Folgendes:
Fliegt ein Komet auf die Erde zu, dann können wir nicht sagen, wir geben dir jetzt mal 1 Mrd. Euro, damit du an uns vorbeifliegst. Nené, so spielt die Natur nicht! Auch wenn wir mit unserem Klima spielen, hat das wahrscheinlich dramatische Konsequenzen. Nitrat im Grundwasser, Kunststoffe in den Weltmeeren und so fort. Das haben wir alles, weil wir hier keinerlei korrigierende Institutionen haben, oder wenn, dann viel zu schwache.
Die Natur und ihre Gesetze braucht eine besonders starke Lobby in den Parlamenten.
Nicht durch eine neue politische Kraft, sondern durch eine neutral agierende Behörde, für deren Unabhängigkeit gesorgt werden muss und die sehr mächtig sein sollte.
Der Club of Rome ist dagegen lediglich eine moralische Instanz, sicherlich mit viel Einfluss auf die Meinungen vieler, aber verpflichtend ist da nichts.
Harry hat dazu in seinem Video die Welt in 100 Jahren folgendes bemerkt: Es sieht so aus, als ob die Menschheit nur durch Katastrophen lernt!
Wer auf die Intelligenz der Menschheit große Stücke hält, der sollte sich mit diesem Satz nicht arrangieren.
Grüße
Thomas

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Wie geht's weiter ? Lesch und Weizsäcker 06 Jan 2017 21:46 #11057

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Das erinnert mich ein wenig an den platonischen Staat: wenn erst die Philosophen Könige oder die Könige Philosophen sind, dann wird alles gut. Ein derartiges Bundesamt wäre vielleicht durchaus sinnvoll, je nachdem, wie es organisiert wäre, von wem es kontrolliert und besetzt würde, wie die Finanzierung geregelt wäre, welchen realen Einfluss es hätte und und und.

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Wie geht's weiter ? Lesch und Weizsäcker 06 Jan 2017 22:05 #11059

Hallo stm,
Mir gings hier ums Prinzip, nicht um das Detail.
Grüße
Thomas

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Wie geht's weiter ? Lesch und Weizsäcker 06 Jan 2017 22:09 #11060

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Dann würde ich eher davon abraten. Es hängt von den Details ab, ob der Schuss nach hinten losgeht.

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Wie geht's weiter ? Lesch und Weizsäcker 06 Jan 2017 22:49 #11063

stm,
Wenn das Prinzip allgemein akzeptiert wird, dann wird man auch einen Konsens in den Details finden.

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Wie geht's weiter ? Lesch und Weizsäcker 07 Jan 2017 10:25 #11071

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Wurde ein solches Bundesamt schon mal von einer Partei in Erwaegung gezogen?
Ich wuerde es auch befuerworten.

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Wie geht's weiter ? Lesch und Weizsäcker 07 Jan 2017 11:34 #11073

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Es gibt so ein Bundesamt: das Umweltbundesamt. Es versteht sich als wissenschaftliche Behörde, die die Politik berät. Es beschäftigt immerhin 1500 Mitarbeiter.
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Wie geht's weiter ? Lesch und Weizsäcker 07 Jan 2017 12:39 #11074

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Krass.... das die Behörde noch kein Englisch-Amerikanischen Namen trägt,... und ohne dieser jetzt mal zu Kritisieren, aber wie kann man Umwelt und Bund nur in einem Satz zusammen bringen, was ein Hirnabwesender Mensch geht davon aus das Umwelt Bundes Grenzen kennt, und wieso verklagt das unternehmen nicht Länder die eindeutig Umwelt schaden?.... mich macht so etwas Böse.

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
**Der Friedrich**

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Wie geht's weiter ? Lesch und Weizsäcker 07 Jan 2017 15:13 #11077

Chris schrieb: Krass.... das die Behörde noch kein Englisch-Amerikanischen Namen trägt,... und ohne dieser jetzt mal zu Kritisieren, aber wie kann man Umwelt und Bund nur in einem Satz zusammen bringen, was ein Hirnabwesender Mensch geht davon aus das Umwelt Bundes Grenzen kennt, und wieso verklagt das unternehmen nicht Länder die eindeutig Umwelt schaden?.... mich macht so etwas Böse.


Das ist doch nur ein Name, der darauf hinweisen soll, dass man es hier mit einer Behörde des Bundes und nicht der eines Landes zu tun hat.

Selbstverständlich machen neue wissenschaftliche Erkenntnisse nicht halt an unseren bundesrepublikanischen Landesgrenzen, daher hat diese Behörde natürlich auch länderübergreifende Erkenntniskompetenzen, sie ignoriert also beispielsweise nicht das Abschmelzen der Gletscher weltweit oder den Anstieg des Meeresspiegels.


Grüße
Udo

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Wie geht's weiter ? Lesch und Weizsäcker 07 Jan 2017 15:46 #11078

Thomas schrieb: Ein Bundesamt, das naturwissenschaftliche Erkenntnisse sammelt, bündelt und aufbereitet, wäre angesichts der massiven Ausbeutung unseres Planeten und deren Folgen dringend notwendig.

Grüße
Thomas


Wie bereits von jemand anderem hier geschrieben: Ein solches Bundesamt gibt es bereits seit langer Zeit. Die Parlamentarier werden auch von diesem Amt beraten.

Man kann auch nicht sagen, dass deren Arbeit vollkommen sinnlos ist, denn unsere Regierung hat doch in der Vergangenheit schon so einige Gesetze und Verordnungen auf den Weg gebracht, die von diesem Amt empfohlen wurden, viele Empfehlungen wurden jedoch auch negiert, das ist wahr.

Politik agiert zuweilen sehr kurzfristig,



Das ist wahr, leider. Liegt jedoch auch an den Wahlen alle vier Jahre, daher verabschieden die Politiker nur solche Dinge, die in relativ kurzer Zeit irgendeinen vorzeigbaren Erfolg versprechen, leider wird uns das System diesbezüglich wegen der auf diese Weise nicht lösbaren Rentenproblematik eines Tage auf die Füße fallen, denn schon vor langer Zeit war absehbar, dass unser Rentensystem in der mittleren Zukunft SO nicht mehr funktionieren KANN, das wissen/wussten auch alle Politiker, die sind ja nicht blöd, jedoch ............ Abhilfe wäre nur möglich gewesen, indem man damals äußerst unpopuläre, ganze Bevölkerungsschichten über Gebühr ausbeutende Massnahmen ergriffen hätte, das kann sich keine Partei erlauben, die wiedergewählt werden möchte.


Diese Kurzfristigkeit ist leider der systemimmanente Nachteil unserer Demokratie, auch verlängerte Legislaturperioden vermögen an diesem Grundübel nichts zu ändern.


Die alternative wäre eine Diktatur. Wollen wir das?


Schon allein aus diesem Grund bräuchte die Menschheit eine systemisch verankerte langfristig denkende Komponente.



Gibt es doch schon: Die Gesamtheit aller Menschen, die sogenannte "Schwarmintelligenz". Leider steht diese im Dauerkonflikt mit den individuellen Wünschen und Bedürfnissen des Einzelnen. Als Teil der Schwarmintelligenz weiß ich ganz genau, dass es Ausbeuterisch und Unsinn ist, mein super-isoliertes Haus mit Heizöl zu heizen, eigentlich sollte ich auf eine Pellet-Heizung umstellen, als Individuum muss ich die dafür erforderlichen finanziellen Mittel aber erst mal locker machen, was ich nicht einsehe, so lange meine fast neue Heizung so gut funktioniert und so lange das Öl so billig ist (relativ).

Auf die dritte Welt übertragen: Als Teil der Schwarmintelligenz wissen die Leute dort sehr gut, dass ein reicher Kindersegen eigentlich nicht so toll ist für die Zukunft, als Individuum jedoch weiß ich auch, dass ich dort im Alter mit keinerlei staatlicher oder sonstiger Hilfe rechnen darf, auch internationale Hilfe bekomme ich als alter Mensch dort kaum (man kann keine Spenden sammeln mit einem alten Mann/alte Frau auf einem Foto, mit einem kleinen, heulendem Kind, das offensichtlich unterernährt ist, schon), also MUSS ich so egoistisch sein, und so viele Kinder wie nur irgend möglich zeugen/bekommen, die mich dann später pflegen und ernähren.


Natürlich hätte eine unabhängige Institution, diese Probleme nicht.

Wir kämen zu mehr Sachlichkeit in vielen Themen!



Eben. Davor graut mir ja.

Was hieße Sachlichkeit in Bezug auf die Probleme der Menschheit?

Genau: Wir sind bald viel zu viele, die Ressourcen werden knapp wie wir ja in den Videos gehört haben.

Eine sachlich-nüchterne Entscheidung würde lauten: Weniger Menschen = weniger Probleme = die Ressourcen könnten gerechter verteilt werden und hielten länger.

Nicht durch eine neue politische Kraft, sondern durch eine neutral agierende Behörde, für deren Unabhängigkeit gesorgt werden muss und die sehr mächtig sein sollte.



Du stellst dich mit einer solchen Forderung jenseits unserer Grundrechte, unserer Verfassung, denn du verlangst hier nach einer unabhängigen Instanz, deren Mitglieder nicht vom Volk gewählt wurden, sondern qua Intelligenz und Wissen bestimmt werden sollen, die wiederum diktatorische Befugnisse haben soll ...... ohne Einspruchsmöglichkeit, ohne Rechtswege beachten zu müssen.

Bitte überleg doch mal sorgfältig, ob du eine solche grundgesetzwidrige Forderung mit den Zielen dieses Forums vereinbaren kannst. Oder hattest du die Auswirkungen deines Vorschlages einfach nur nicht zu Ende gedacht?


Grüße
Udo

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Da kann man nur hoffen es machen mehr mit wie nur so ein unternehmen. Das Ökologische Pflichtbewusstsein für zukünftige Generationen darf nicht nur gebietsweise stattfinden. So nach dem Motto, erst wenn es ein bedarf für Änderung gibt wird diese da sein. Also krass wenn man es auch noch auf das Finanzmarkt bezieht, im Straßenverkehr ist es auch mal vergleichbar gewesen, jetzt baut man zumindest mit Vorsicht.
Eine Diktatur ist da weit übertrieben was gebraucht wird ist ein Finanzielles Gleichgewicht, der wert für die Gesellschaft sollte da bemessen werden, es ist kein schweres Konzept sondern ein schwere Sprung dorthin, Finanziell Oben abschneiden ist immer so eine Sache und ja aufgrund der Mehrheit muss man es wohl so ähnlich machen und unten das BGE (Bedingungslose Grundeinkommen) einführen und es Ordentlich ausarbeiten, wie kann man diese Niemals Armwerdende Menschen nun davon überzeugen das es für die Zukunft unausweichlich ist und man wird sie Weltweit Ehren und es ist doch wohl mehr wert, wie das was so oder so bei fehlen kein schaden verursacht, wie geht es in die Köpfe da rein?

Ressourcen hin oder her... die Finden sich immer wieder mal,.... mal hier mal da, mal kurz ein krieg, und oft sind diese ersetzbar durch andere Technik. Recycling hat nur ein Energieproblem, das auch noch Technisch lösbar, also da ist hoffe ich kein Schwerpunkt, abgesehen von Umsetzung der Änderung, da kommen dann wieder diese Finanzen mimimi, Sollen es dann unsre Enkelkinder bezahlen. Sag ich dazu! Das Problem ist was wenn die es genau so machen :P.... ahh ich glaube dann ist es mir egal,..... und so geht es weiter.

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

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**Der Friedrich**

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