Willkommen, Gast
Benutzername: Passwort: Angemeldet bleiben:
  • Seite:
  • 1

THEMA: Wissenschaftsphilosophie

Wissenschaftsphilosophie 01 Mai 2018 12:00 #32060

Da z.B. der Thread "Woher kommt der Raum?" in Wissenschaftsphilosophie abgedriftet ist, eröffne ich hier einen eigenen Thread, in dem alle philosophischen, erkenntnistheoretischen oder sonstigen grundlegenden Fragen zum Thema Wissenschaft diskutieren kann.

Ist die Wissenschaft Eurer Meinung nach auf dem richtigen Weg?

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.
Folgende Benutzer bedankten sich: Chris, Merilix

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.

Wissenschaftsphilosophie 01 Mai 2018 13:04 #32073

.
Die Wissenschaft irrt sich empor. Diese Erkenntnis ist jedoch nur dann fruchtbar, wenn man dem Irrtum auch seinen Raum lässt. Ein Fußballer schießt 10 x daneben, bis er wieder einmal trifft. Der Trainer lässt ihm diesen Raum. Würde der Trainer jeden austauschen, wenn er einmal daneben schießt, gibt es bald keinen Fußballer mehr.

Das Projekt UWL ist ein hervorragendes Projekt. Vergleichbar mit einem Pferdestall. Auf der einen Seite sind die Pferde (das Projekt mit Buch und den Filmen ((die Torschüsse)), auf der anderen Seite ist der Pferdemist (das Forum ((die vielen Schüsse daneben)). Doch dieser Mist ist kein Mist, sondern der Dünger, der benötigt wird, um neues Graß für die Pferde wachsen zu lassen. Aber dieser Dünger irrt sich genauso empor. Vieles ist ein wirklich unbrauchbarer Mist, dem man jedoch genauso einen Raum lassen muss. So ist es nun mal in einer komplementären Welt.
.
Alles, was die Wissenschaft hier auf Erden so macht, entspringt dem Drang der Evolution. Aber eines ist kein Produkt der Evolution, nämlich das Tempo. Eine Schwangerschaft hat vor 100 Jahren schon genauso 9 Monate gedauert, wahrscheinlich auch vor tausend Jahren genauso. Das Tempo der Natur ändert sich nur unmerklich gering.

Das Tempo ist kein Produkt der Evolution, sondern ein Produkt der Menschheit. Und genau dieses Tempo ist es, dass jeden Menschen in allen Bereichen so zu schaffen macht. Auch der Wissenschaft. Man zerlegt alles bis ins letzte Detail, hat aber keine Zeit dazu, alles immer wieder und wieder zusammen zu bauen, um zu sehen, ob sich im Gesamtbild etwas verändert hat.

Die Zerstörung unserer Umwelt wäre überhaupt kein Problem. Wir können alles nach Belieben zerstören, die Natur regeneriert sich wieder jedoch mit kaum steigendem Tempo. Wir könnten die Bienen ausrotten. Kein Problem, wenn wir es mit dem Tempo machen, mit dem die Natur Ersatz herbeischafft.

Ich gehe ins Geschäft und kauf mir einen PC. Ich schalte ihn ein, aktualisiere alles und setze ihn in Betrieb. Der PC kann tausendmal mehr, als alles, was die NASA vor 50 Jahren für ihr Apolloprogramm zu Verfügung gehabt hat. Relativ zur NASA ist das, was ich von meinem PC vom den Projekten her mache so gut wie gar nichts. Und trotzdem schreibt mir mein PC nach einer Woche, dass ich ihn updaten soll, weil er nicht mehr aktuell ist. Nach einem Monat werfe ich meinen PC weg, denn dann ist auch die Hardware nicht mehr aktuell. Na Hallo, was ist denn da los. Die NASA hat mit ihrem PC Menschen Richtung Mond geschickt, ich schreibe mit meinem 1000 fach besseren und schnelleren PC einige Mails, Buchhaltung und in verschiedenen Foren und trotzdem ist mein PC nach einer Woche schon wieder unbrauchbar geworden, wenn ich ihn nicht update bzw. die Hardware erneuere.

Das Tempo ist ein Irrsinn. Es entspricht nicht der evolutionären Entwicklung. Mit Harald Lesch Aussage, wir sollten wesentlich öfter einfach nichts tun, entspricht meiner vollsten Überzeugung. Das drosselt das Tempo.

Um die Frage zu beantworten: Meiner Meinung nach ist die Wissenschaft auf dem richtigen Weg, speziell auch dieses Projekt hier.
.

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Wissenschaftsphilosophie 01 Mai 2018 13:36 #32077

  • wl01
  • wl01s Avatar
  • Offline
  • Platinum Boarder
  • Platinum Boarder
  • Beiträge: 1114
  • Dank erhalten: 129
Auch ich finde, dass Herr Gassner hier eine wunderbares Projekt geschaffen hat, um einerseits wissenschaftlich Fragen zu klären und andererseits auch Alternativen zuzulassen. Seine Videos können komplizierte Sachverhalte einfach wiedergeben und sind doch so inspirierend, dass jeder von Ihm begeistert ist.

Zur grundsätzlichen Fragestellung:
"Ist Wissenschaft auf dem richtigen Weg?"
Jein.
Natürlich ist es wichtig zu forschen, um neue Kenntnisse zu erlangen und die Menschheit weiterzubringen.
Das was m.A. aber stört, ist, dass man entsprechende Dogmen aufstellt, die dann unrüttbar verankert sind und die nur schwer aufzubrechen sind.
Natürlich muss man Beobachtungen (Messungen) als Gegebenheit akzeptieren und daraus Schlüsse ziehen, die wieder als Gesetze definiert werden müssen.
Aber wenn jemand der Erste ist, der eine akzeptable Interpretation der Beobachtungen festgestellt hat und daraus eine mathematische Gesetzmäßigkeit abgeleitet hat, dann wird seine Gesetzmäßigkeit von der Physik sakrosankt und als Dogma hingestellt, das man auf keinen Fall anrühren darf, höchstens immer neue Versuche erfinden muss, um es zu beweisen. Alternative Betrachtungsweisen, bzw. Interpretationen der Beobachtungen werden dann immer als falsch bezeichnet und müssten dann entgegen allen nachvollziehbaren Faktoren besser und mehr erklären können. Und manche dogmatische Gesetzmäßigkeiten werden rein mathematisch erklärt, was so weit geht, dass manche uns einreden wollen, Mathematik IST die Realität und das was Du siehst, ist eben falsch gewesen.
Daher, ja das wissenschaftliche Konzept ist gut, aber man sollte auch immer über den eigenen Gartenzaun drüberschaun dürfen.

MfG
WL01

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

MfG
WL01

Wissenschaftsphilosophie 01 Mai 2018 14:10 #32079

  • Chris
  • Chriss Avatar
  • Offline
  • Platinum Boarder
  • Platinum Boarder
  • Beiträge: 1494
  • Dank erhalten: 205
Danke. Im Bereich dieser Strukturen bin ich von der Teilchen Idee aus gestiegen: Gravitonen, Tachyonen, und ähnliche, sowie Materie bei Dunkle Materie versuche ich auch mehr der Raum Eigenschaft zur zu schreiben. Ob man auf Raum und dessen Eigenschaften die wellen Funktionen und Lorentz fehlerfrei anwenden kann das weiß ich nicht, genau so wenig ist mir bekannt wird da nun mehr (Raum) oder dehnt sich selbige lediglich aus, jedoch erscheint es erstmal verdammt plausibel die Universums Bühne als mit Täter ein zu beziehen, wobei es mir in diesem fall gewisse sorgen macht.... Irgendwie zu einfach und leider finde ich nix was widerspricht, nein das schlimmste ist in der tat: "ich hätte die Lösung gebracht".
Und naja ClausS du kennst bestimmt schon meine Einstellung in der Sache Wissenschaft und Wege, da gibt es kein Falschen, also ist jeder weg irgendwie Richtig, nur das erkennen einer Sackgasse ist wichtig, da nicht selten nebendran eine Autobahn verläuft.

Wir haben von Raum glaube eine kleine Vorstellung Schwierigkeit die mehr auf Räume beruht, also was soll das sein... Platz, Ort, für einige ist es immer das Dort, für die anderen ist es ein Nix, also ich denke wir brauchen noch lange bis wir so unterschiede anfangen fest zu stellen zwischen einem Sonnensystem und dessen dazwischen. Ich bin vor paar tagen auf eine noch Kranker Idee gekommen, es gebe nur zwei Kräfte die EM und die andere die Alles beinhaltet und lediglich Raum Eigenschaft gegenüber Materie ist, also nur noch schein Kräfte. Ob das ernst zu nehmen ist, bezweifle ich jedoch,... die armen Gluonen, also eine vernachlässigbarer Trampel weg der neben einer Autobahn verlaufen soll, und das denke ich dieser problematische Punkt hier. Wenn diesem keiner aus Probiert wird es nix, ich bin froh wenn man es verwerfen oder bestätigen kann, beides bringt mich weiter, nur so funktioniert Wissenschaft ich hoffe sehr das man hier auch ein Blick bekommt wie bitteschön die Astro-Gaukler ihre Theorien veröffentlichen sollten, und bei eindeutigen Sackgasse wenden.

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
**Der Friedrich**

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
**Der Friedrich**

Wissenschaftsphilosophie 01 Mai 2018 15:13 #32084

Das wir uns im Internet in einem Forum zu diesem Thema austuschen können haben wir letztendlich auch der Wissenschaft zu verdanken. Daher meine ich das die Wissenschaft den Menschen viele Möglichkeiten eröffnet hat. Der Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen über das Internet ist allgegenwärtig - ob man diese Möglichkeiten nutzt und für welchen Zweck ist ein anderes Thema.

Kritik möchte ich bei der Kommunikation und Verwendung von wissenschaftlichen Fakten und Erkenntnissen gegenüber der Politik üben. So wie ich gegenüber der Gesellschaft die Möglichkeit der Erkenntnis beschrieben habe, so sehr würde ich mir eine Pflicht gegenüber der Politik wünschen. Die Wirtschaft versteht es vortrefflich wissenschaftliche Erkenntnisse zu nutzen um Kapital aufzubauen, mit entspr. Folgen. Mir scheint das dies in der Politik einen längeren Prozess bedeutet. Als Beispiel würde ich die Bereiche Digitalisierung, regenerative Energien und Nachhaltigkeit benennen.

Ich möchte damit nicht ausdrücken das Wissenschaftler auch Politiker sein sollten. Doch wünsche ich mir das der Einfluss von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Fakten eine bedeutendere Rolle in der Politik und damit im Staatswesen spielt. Ein konkreterer öffentlicher Austusch könnte ein erster Schritt sein um Themen gesellschaftlich präsenter zu gestalten. Damit würde meiner Meinung nach auch ein gewisses Aktionspotential in der Politik entstehen.

Vielleicht ist das Thema welches ich aufmache eher politisch als wissenschaftlich, aber man kann philosophieren was heutzutage wissenschaftliche Erkenntnis für einen politischen Wert hat.

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Wissenschaftsphilosophie 01 Mai 2018 20:01 #32111

  • Lulu
  • Lulus Avatar
  • Offline
  • Gold Boarder
  • Gold Boarder
  • Beiträge: 538
  • Dank erhalten: 263

ClausS schrieb: Da z.B. der Thread "Woher kommt der Raum?" in Wissenschaftsphilosophie abgedriftet ist, eröffne ich hier einen eigenen Thread, in dem alle philosophischen, erkenntnistheoretischen oder sonstigen grundlegenden Fragen zum Thema Wissenschaft diskutieren kann.

Ist die Wissenschaft Eurer Meinung nach auf dem richtigen Weg?


Hallo ClausS,

Die Frage lässt sich in dieser Allgemeinheit vernünftigerweise weder mit Ja noch mit Nein beantworten.

Man kann die Frage z. Bsp. auf bestimmte Theorien konkretisieren, etwa die Supersymmetrie.
www.derstandard.de/story/2000078044015/t...n-der-supersymmetrie

Man kann aber auch darüber diskutieren, wohin die Forschungsgelder fließen. Jede Entscheidung für das eine Projekt ist zugleich eine Entscheidung gegen andere.
Ist das "human brain project" wirklich sinnvoll? Braucht die Welt tatsächlich einen noch gigantischeren Teilchenbeschleuniger als den LHC?

Schließlich kann man die Frage auch wissenschaftsinstitutionell wenden. Gerade bei dem Thema, auf dem in diesem Forum der Schwerpunkt liegt, könnte man über "groupthink" in der Wissenschaft diskutieren. Oder anders ausgedrückt: Ist das Verhalten, das einen jungen Wissenschaftler im Wissenschaftsbetrieb voranbringt, tatsächlich das gleiche, das die Wissenschaft selbst voranbringt?

arxiv.org/abs/0812.0537

Wenn ich alle Aspekte resümierend die Frage beantworten soll, komm ich zu einem:
Solange die Wissenschaft noch in der Lage ist, umzukehren, hat sie sich noch nicht endgültig verlaufen.

Gruß,
Lulu

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Wissenschaftsphilosophie 02 Mai 2018 01:56 #32133

  • Chris
  • Chriss Avatar
  • Offline
  • Platinum Boarder
  • Platinum Boarder
  • Beiträge: 1494
  • Dank erhalten: 205

Sebastian Büchner schrieb: Vielleicht ist das Thema welches ich aufmache eher politisch als wissenschaftlich, aber man kann philosophieren was heutzutage wissenschaftliche Erkenntnis für einen politischen Wert hat.

JA Wissenschaft hat da paar Sachen in die Technik gegossen, und dann gab es da eine Person die in der Physik doch schon recht gut bewandert sein sollte, ein gewissen Technischen Verständnis bringt man da schon mit dachte ich, und da es auch noch mit Politik zu tun haben soll:

das war 2013
2017 sind Regierung Netzwerke (zum glück nur in einem Bundesland) mit Benutzername: test Passwort: test gesichert.
mir erscheint es also als eindeutige Absicht, so geistig betäubt kann doch nicht wirklich ein Beamte sein, oder?... jedoch wie man merkt Krankheit muss sein.
Politik und Wissenschaft haben so wie es scheint wenig miteinander zu tun, Wissenschaft setzt sich mit Politik aber schon aus. Das interpretieren manche als ausreichend, daher Sebastian Büchner ich empfehle Thema Politik hier nicht so rein zu bringen sonst beschmutze ich denen ihr Vorgehensweise mit meinem Temperament und das nehmen dann manche Persönlich und das sind dann immer so Sachen, ich bin nicht gut auf Politik zu sprechen als mir die eigentliche Tätigkeit eines Politikers klar geworden ist. Die erkennen da nicht mal gegenseitig was, wie sollen die Wissenschaftliche bedenken erkennen? Also bitte keine Politik mehr, das denken wird stellenweise dort unterdrückt.

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
**Der Friedrich**

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Ja ich kann alles, sogar definieren was ich nicht kann.

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
**Der Friedrich**
  • Seite:
  • 1
AUF Zug
Powered by Kunena Forum