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THEMA: Das Sein entsteht aus dem Nichtsein

Das Sein entsteht aus dem Nichtsein 16 Sep 2018 16:13 #42240

Ich möchte gerne die Frage erneut aufgreifen: Wie kann aus Nichts Etwas entstehen?
Zu erst einmal: Ich weiß es (selbstverständlich) nicht.
Aber zu der Frage gibt es doch Hinweise:
1. Was bedeutet z.B. In der Mathematik die Null? Wenn sie ein Wert ist, dann ist sie nur eine Zahl, genauso wie 156. Allerdings wird wenn ich das richtig verstanden habe, mit ihr so operiert, dass sie gewissermaßen ein „Nichts“ ist. (Null durch 1, 1 durch Null, 1 plus Null usw.) Sie Ist also eine Ausnahme: eine Zahl, wenn man mit ihr arbeitet alles auf Null setzt. Das gibt es nur bei ihr. Und selbstverständlich, da ich kein Mathematiker bin, hier die Frage sehe ich das richtig?
Insgesamt bedeutet das, dass mitten in der Mathematik mit etwas gearbeitet wird, was einfach „nichts“ ist.
2. Singularität: Habe ich das richtig verstanden, dass hier etwas benannt wird, was mathematisch darstellbar ist, ein Ort ohne Ausdehnung, ein „Nichts“, ein existierendes „Nichts“? Was ist der Unterschied, frage ich jetzt, zwischen einem mathematisch existierenden Nichts und der Überlegung, dass wenn etwas ist, dass dann nicht nichts ist? Und: wenn das Universum aus einer Singularität heraus entstanden ist... wird doch Existenz, Dasein, mit Nicht dasein in einen Zusammenhang gesetzt...
3. In allen sogenannten „mystischen“ spirituellen Richtungen und als Hauptvertreter davon der Buddhismus wird selbstverständlich davon ausgegangen dass das Sein aus der Abwesenheit heraus entsteht (the being - the absence). Und es wird davon ausgegangen, dass es zwischen „Innen - innere Welt des Bewusstseins“ und „Außen - physikalisch messbare oder interpretierbare Welt“ kein wesentlicher Unterschied besteht.
4. Hans-Peter Dürr, Schüler von Heißenberg und dreifacher Direktor des Max-Planck-Instituts.
Habe ich ihn richtig verstanden, dass er davon spricht, dass das Sein genaugenommen aus dem Effekt des sich unterschiedlich aufeinander Beziehens der kleinsten Bestandteile des Universums entsteht. Er nennt Materieteilchen deswegen gerne die „Wirks“, von Wirkung. Oder anders herum gedacht... Wenn man sich diese als kleinste „Existenzen“ beschreibbaren physikalischen, tja, Teilchen oder Bereiche oder Orte oder Energien ohne Bezug zueinander vorstellt, dann käme doch in gewisser Weise „nichts“ heraus, da es keine Differenzierungsmöglichkeit gibt, keine Unterscheidbarkeit, keine Wirkung. Ich selbst könnt dies nicht einmal denken, da ich selbst dies nur denken kann auf dem Boden der Voraussetzung von Bezügen. Man könnte also überhaupt nicht sagen ob unter der Voraussetzung völliger Bezuglosigkeit der Quanten die Vielzahl derer nicht eigentlich nur ein einziges wären und damit völlig ohne Bezug... ein Nichts. Damit würde Existenz gewissermaßen aus einem unendlich neu und unterschiedlich sich beziehenden Nichts entstehen. ... Null mal Unendlich?

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Das Sein entsteht aus dem Nichtsein 16 Sep 2018 16:38 #42241

.
Null alleine macht noch keine Mathematik. Um rechnen zu können braucht man mindestens noch eine Eins dazu.
Ohne 1 wäre nicht einmal 0
.

Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

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Ohne etwas wäre nicht einmal nichts

Das Sein entsteht aus dem Nichtsein 16 Sep 2018 17:08 #42245

  • Rupert
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Eine Singularität, so wie ich sie mathematisch kenne, ist kein Ort ohne Ausdehnung oder ein "Nichts"; es ist eine Definitionslücke einer Funktion.
Bei \(f(x)=\frac{1}{x}\) ist die Defintionslücke, oder Singularität, dann eben bei \(x=0\)

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Das Sein entsteht aus dem Nichtsein 16 Sep 2018 17:56 #42247

Hallo Numalo und willkommen,
du schriebst:

Insgesamt bedeutet das, dass mitten in der Mathematik mit etwas gearbeitet wird, was einfach „nichts“ ist.


Hmmm, dein Thread lautet ja : Das Sein entsteht aus dem Nichtsein .
Ich denke es mir so: Dieses "Nichtsein" muss etwas in sich getragen haben, nämlich das Potential zum "Sein".
So ist es auch bei der Zahl 0. Sie trägt erstens eine Aussage in sich (nix da) und zweitens zugleich die Möglichkeit
(Potential) dass etwas hinzu kommen 0+1+2.. oder etwas fehlt 0-1-2...
Also ist die Zahl 0 auch nicht "Nichts" :silly:

Du sprachst Prof. Hans Peter Dürr an ( bin eine seiner größten Fan`s hehe).
Er sagte: Wir haben Materie in immer kleinere Teile zerlegt bis keine Materie mehr da war. Aus seiner Sicht ist sie
geronnener, erstarrter Geist (wie ein Meer das selbst nicht materiell sei, aber auf den Wellen türmt sich die Materie
wie die Schlacke des Geistes). Lustig, er sagte auch : Ich habe mich 50 Jahre mit Materie beschäftigt um festzustellen
dass es sie gar nicht gibt.

Ich bin schon lange am überlegen wie er das meinte mit seinen Wirks und Passierchen.
Ich habs mir dann so vorgestellt dass alles materielle aus Wechselwirkung besteht.
Kann man ein Quant komplett von der Außenwelt abschirmen so ist es eine Welle. Sobald es aber mit der
"Außenwelt" in Kontakt tritt findet eine Wechselwirkung (Informationsaustausch) statt. Dann zeigt es seine
Teilcheneigenschaft und wird verortbar (Es trägt beide Potentiale in sich - Welle und Teilchen).
Alles schwingt, wechselwirkt, tauscht Information aus. Ich denke das grundlegenste von allem ist Information.
Sie bestimmt wie die Materie mit ihren Teilchen angeordnet ist und damit was daraus wird
(ein Stein, ein Baum oder ich :woohoo: ).

Dieser Mann hatte viel zu sagen was tiefe Einsichten angeht. Leider wurde er deshalb auch oft von esoterischer
Seite aus falsch gedeutet.

Wen es interessiert:





LG
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Das Sein entsteht aus dem Nichtsein 16 Sep 2018 20:58 #42260

Danke, Rupert
Und: „Definitionslücke“ ist ein nicht definierbarer „Bereich“ einer Funktion? Das heißt, man kann damit nicht weiter rechnen? Eine Art Grenze für die Mathematik?
Eigentlich sehr interessant, denn das könnte ja bedeuten, wenn das Universum aus einer Singularität entstanden ist, dass genau dort wo die Mathematik ihre Grenze hat, also in den Bereichen von Definitionslücken, die Antworten für die Fragen nach der Existenz liegen. Und zugleich bedeutet das auch, dass man im Rahmen der Mathematik nur innerhalb dieser Grenzen bleiben kann, dass sie nicht in der Lage sein kann die Ursprünge ... eben auch nicht mathematisch... zu beschreiben... ?!?

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Das Sein entsteht aus dem Nichtsein 16 Sep 2018 21:30 #42262

  • Rupert
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Ich glaube, Du solltest hier eher den Begriff Singularität im physikalischen Sinne verwenden und hier heisst Singularität, gerade im Zusammenhang mit der Singularität des Urknalls, dass die uns bekannten physikalischen Theorien hier nicht mehr gelten bzw. anwendbar sind.
Beim mathematischen Beispiel, das ich oben brachte, ist ja soweit alles fein: man kann sich problemlos immer mehr null annäheren und kriegt immer sinnvolle Ergebnisse raus; nur genau bei der Null kann man keine Aussage mehr treffen.

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