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THEMA: Wachstum, Nachhaltigkeit und Allmende (1) (Ernst Peter Fischer)

Wachstum, Nachhaltigkeit und Allmende (1) (Ernst Peter Fischer) 03 Mär 2016 23:51 #3481

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Ich habe mir den Film schon einige Male angesehen. Der hat es in sich, was Aktualität und Relevanz betrifft und natürlich auch generell inhaltlich. Da hätte ich eine Menge zu sagen. Das lasse ich aber lieber bleiben, denn das würde von der Menge her ausufern. Eines möchte ich jedoch trotzdem dazu sagen, in einem Punkt bin ich nämlich anderer Meinung.

Minute 05:33 . . . die Frage ist, wie können wir Nachhaltigkeit erreichen und passt das zu unserer Natur. Die Natur ist evolutionärer Art und die Nachhaltigkeit, die wir fordern, ist eine kulturelle Forderung und die Frage ist, ob die Kultur, die wir fordern, mit der Natur verträglich ist?

Ich denke mir, es gibt nichts Nachhaltigeres als die Natur selbst. Unser historisch gewachsenes Weltbild ist es, das uns an der Nachhaltigkeit hindert. An was liegt es z.B. dass sich die Anzahl der Menschen in den letzten 50 Jahren verdoppelt hat? Das war nie so. Wie viele Menschen würde es denn jetzt geben, wenn sich in den letzten 5.000 Jahren die Menschheit alle 50 Jahre verdoppelt hätte. Das Beispiel mit dem Reiskorn und dem Schachbrett lässt erahnen, wie viele es wären. Auch nicht ganz, denn ein Schachbrett müsste 100 Felder haben und nicht 64, damit der Vergleich zutrifft. Abgesehen davon, dass es nicht erst seit 5.000 Jahren Menschen gibt, sondern schon seit einigen Millionen Jahren.
Die Frage ist nun, was ist da kulturell geschehen, dass sich die Menschheit in den letzten 50 Jahren verdoppelt hat? Evolutionär ist nichts geschehen, es kann nur einen kulturellen Grund haben. Welchen?
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Wachstum, Nachhaltigkeit und Allmende (1) (Ernst Peter Fischer) 04 Mär 2016 05:33 #3486

Ich bin der Meinung mit Kultur hat das nichts zu tun, das ist reine Natur die auch nichts speziell menschliches hat.
Überall wo Überfluss ist gibt es auch in der Natur Verschwendung und übermäßige Ausbeutung der Resourcen.
Man schaue sich nur mal Heuschreckenschwärme an, die vermehren sich ungebremst, die fressen alles kahl, fliegen weiter zur nächsten Nahrungsquelle und machen das so lange bis nix mehr da ist und die ganze Population zusammenbricht, Es gibt sowohl in der Natur als auch in der Menscheitsgeschichte mehr solcher Beispiele.

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Wachstum, Nachhaltigkeit und Allmende (1) (Ernst Peter Fischer) 04 Mär 2016 16:22 #3494

Ich finde es erstaunlich, dass sich in der Natur in der Regel stabile Ökosysteme ausbilden - die Menschheit hierbei ganz ausgenommen. Es scheint sich immer eine Art Gleichgewicht zwischen Pflanzen, Pflanzenfresser und Raubtiere zu entwickeln.

Es könnten in der Regel ja auch die folgenden Szenarien ablaufen:

1. Es bilden sich riesige Herden Pflanzenfresser, die die Vegetation vollständig abfressen bis 98% der Pflanzenfresser verhungern. Danach erholt sich die Pflanzenwelt und es bilden sich wieder riesige Herden und das ganze wiederholt sich. Eine Raubtierpopulation kann sich hier aufgrund der extremen Beutefluktuation nicht ausprägen.

2. Raubtiere sind zu effizient und rotten die Pflanzenfresser vollständig aus und sterben dann ebenfalls aus. Es müssen durch Einwanderung und Entwicklung sich wieder neue Pflanzenfresser und Raubtiere bilden.

Habt Ihr eine Idee, warum stabile Ökosysteme offenbar der Normalfall ist?

Nicht extra gekennzeichnete Beiträge sind normale private Beiträge. Sie sollten genauso diskutiert und kritisiert werden wie alle anderen Beiträge auch.

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Wachstum, Nachhaltigkeit und Allmende (1) (Ernst Peter Fischer) 04 Mär 2016 22:55 #3501

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ClausS schrieb:

Habt Ihr eine Idee, warum stabile Ökosysteme offenbar der Normalfall ist?

Die Evolution verhält sich genauso nach den Gesetzen der Natur. Sie kann gar nicht anders. Das relative Gleichgewicht ist nun mal ein fundamentales Naturgesetz. Nachdem ein absolutes Gleichgewicht nicht möglich ist, schwankt das Ökosystem immer rund um das Gleichgewicht herum. Einmal mehr, dann wieder weniger. In Wellenbewegungen relativ stabil. Der Mensch ist da keine Ausnahme. Die Intelligenz ist auch ein Produkt der Evolution. Die Menschheit benützt die aufstrebende Intelligenz, um die evolutionäre Tradition der Heuschrecken noch auszubauen. Doch sie erahnt schon, dass die Evolution die Intelligenz nicht zum Fortsetzen seiner Tradition hervorgebracht hat, sondern zu dessen Unterbrechung. Das Weltbild, das noch aus einer Zeit stammt, als man die Vorgänge in der Natur nicht deuten konnte, ist weiterhin aufrecht. Doch das ist nur eine Frage der Zeit. Mit steigender Intelligenz und zunehmenden Leidensdruck kommt der Punkt, wo sich die scheinbar aussichtslose Entwicklung umdreht. Dann löst ein neues Weltbild das alte ab. Das geht leider nur nach der Methode der Evolution. Schritt für Schritt.
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