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THEMA: Meine Person als Hobbyastronom

Meine Person als Hobbyastronom 03 Aug 2019 20:54 #54783

Hallo zusammen.

Nun bin ich neu in diesem Forum. Habe lange Zeit danach gesucht, da Facebook wohl dafür nicht so geeignet ist.
Mein Name ist Johannes Schütte und wohne in Delmenhorst bei Bremen. Als Rentner bin ich 68 Jahre jung. Als Autor schreibe ich
Tanja Sternenlicht. Astronomie für Kinder
beim MoKo Verlag.

Seit 1968 bin ich in der Olbers.Gesellschaft Bremen und arbeitete in der Walter Stein Sternwarte ehrenamtlich. Habe aber auch den
verstorbenen Dr. Walter Stein sehr gut bekannt.

Mich faziniert die Frage nach dem Sinn des Universums und der Zeit. Dies ist nicht philisophisch gemeint, sondern bezieht sich im Bereich
der Astronomie und hier insbesondere der Astrophysik . Ich versuche durch Anschauen von Videos und Vorträgen , diese in eigene Worte zu
fassen , um dann einen populären Artikel zu verfassen, den alle verstehen können. Denn Astronomie bewegt uns alle und gehört zu den Themen, die uns
zeigen, wie das Leben ist, wie die Welt , unsere Erde, sich darstellen. All das, was wir im Universum sehen und erforschen ,muss eine Sinn ergeben. Und das meine ich rein aus Sicht der Wissenschaft, denn ich selbst mag die Astrologie nicht. Ich bin Hobbyastonom. Und gut ist.

Ich schreibe auch Kinderbücher über ein Sternenmädchen vom Planeten Sternenkind. Hier versuche ich den Kindern durch Wissen und Abenteuer das Universum zu erklären. Im Planetarium Freiburg gab es auch schon eine Vorlesung zu diesem Thema.

Was ist Zeit? Diese Frage beschäftigt mich sehr. Ist sie imaginär oder eine Naturkraft? Ich möchte diese Frage einmal zur Diskussion stellen. Denn Raum und Zeit sind durch die Masse und Gravitation so verbunden, dass es eine Kraft darstellen würde und nicht getrennt zwischen 3, und 4. Dimension.
Zeit könnte schon existiert haben, als das Planckuniversum entstand, noch vor dem Urknall???? Wie ist eure Meinung dazu? Ich finde es interessant zu wissen, dass bewegte Uhren langsamer gehen und Zeit durch Masse und Gravitation in Realivität unterschiedlich zueinander stehen. Das man, wo immer man hinsieht, in die Vergangenheit schaut, obwohl es wie die Gegenwart vorkommt. Das kann u.U, eine Atosekunde sein, die uns von dem trennt, das wir sehen. Wenn wir wissen, dass wir in einem Turm oben länger leben als unten auf der Erde. Interessant.
Auf gute Zusammenarbeit...............

Johannes Schütte.

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Meine Person als Hobbyastronom 03 Aug 2019 23:05 #54795

Hallo Johannes Schütte,

sei willkommen in unserem Forum.
Deine Fragestellungen gehen uns alle an. Der Sinn des Universums, hm, kann man fragen, aber eine Antwort, die trägt, wird man darauf nicht bekommen. Außer man nimmt an, dass es ein Jenseits aller Existenz gibt, das auf noch nicht definierte Weise der Existenz allen irdischen Seins einen Sinn verleihen könnte. Das ewige Glück im Jenseits könnte so ein Sinn sein.
Aber auch nur wieder nur für uns Menschen. Für Steine oder Gebirge oder Meere oder Sterne und Planeten ist der Begriff sinnlos.

Wenn du mehr über die Geschichte des Ringens um Erkenntnis zu deinen Fragen in Erfahrung bringen willst, dann schau dir die Videoreihe von Aristoteles zur Stringtheorie an, die Josef auf unserem Kanal in bisher 47 Folgen eingestellt hat.

Wir irren uns empor und es wird noch lange dauern, bis unser Erkenntnishorizont gegen Unendlich konvergiert.

Viel Spaß beim Schauen und Freude über jedes Aha-Erlebnis.

Thomas
Folgende Benutzer bedankten sich: pascar-schuette

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Meine Person als Hobbyastronom 04 Aug 2019 09:58 #54799

Ja, der Sinn. Was ist es, warum all die Sonnen, Galaxien und all die Masse, die wir im Universum haben, antreibt so viel Energie zu verpulvern? Es ist teilweise wie eine Blume, die so schön ist, aber keiner schaut sie an. Oder ein Kunstwerk, dass irgendwo steht, aber keiner schaut es an.
Was hilft es dem Universum, wenn der Mensch diese Erkenntnis hat? Aber nun trifte ich ab in eine sog. Astrophilosophie, die teilweise als Esothek gelten könnte, aber nicht ist, denn ich bin Hobbyastonom der Olbers-Gesellschaft und betrachte es als Wissenschaft, der aber auch nach dem Sinn fragt, denn das bringt die Erkenntnis.

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Meine Person als Hobbyastronom 04 Aug 2019 10:49 #54804

pascar-schuette schrieb: Mich faziniert die Frage nach dem Sinn des Universums und der Zeit. .

Die Frage nach dem Sinn ist immer auch eine Frage nach einem höheren Wesen, das etwas zu seinem Zweck geschaffen hat. Man spricht nicht umsonst von "Sinn und Zweck".

"Sinn" ohne jemanden, der etwas im Sinn hat, macht keinen Sinn.

Aber da wir mit theologischen Fragen gerade auf den Bauch gefallen sind, traue ich mich nicht das weiter zu vertiefen. ;-)

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Meine Person als Hobbyastronom 04 Aug 2019 11:48 #54812

pascar-schuette schrieb: Ja, der Sinn. Was ist es, warum all die Sonnen, Galaxien und all die Masse, die wir im Universum haben, antreibt so viel Energie zu verpulvern?


Würden die Sterne nicht so viel Energie in der Kernfusion erzeugen, würden sie in sich zusammenfallen - was sie ja dann auch tun, wenn ihr Brennstoff verbraucht ist. Und so passt in unserem Universum ein Rädchen ins andere. Das wirklich Erstaunliche in meinen Augen ist die ungeheuer exakte Feinabstimmung zwischen allen Phänomenen, Gesetzen und Naturkonstanten, die eine "stabile Welt ermöglicht, in der wir leben können".

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Meine Person als Hobbyastronom 04 Aug 2019 12:24 #54817

ClausS schrieb: Das wirklich Erstaunliche in meinen Augen ist die ungeheuer exakte Feinabstimmung zwischen allen Phänomenen, Gesetzen und Naturkonstanten, die eine "stabile Welt ermöglicht, in der wir leben können".

Du willst doch nicht etwa den Kreativismus befürworten?? Ich denke lieber an Vielweltentheorie zusammen mit dem anthropischen Prinzip.

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Meine Person als Hobbyastronom 04 Aug 2019 12:52 #54820

Manfred S schrieb:

ClausS schrieb: Das wirklich Erstaunliche in meinen Augen ist die ungeheuer exakte Feinabstimmung zwischen allen Phänomenen, Gesetzen und Naturkonstanten, die eine "stabile Welt ermöglicht, in der wir leben können".

Du willst doch nicht etwa den Kreativismus befürworten?? Ich denke lieber an Vielweltentheorie zusammen mit dem anthropischen Prinzip.


Ich bin Agnostiker und habe keine Erklärung dafür. Dennoch finde ich das Prinzip erstaunlich. Physikalisch kratzen wir meiner Meinung nach noch ganz an der Oberfläche unserer Welt und sind zu ihren echten Grundprinzipien noch nicht vorgedrungen.

PS: Die quantenmechanische Vielweltentheorie beinhaltet keine Welten mit verschiedenen Naturgesetzen. Du meinst wahrscheinlich, dass es unendlich viele verschiedene Urknalle mit jeweils voneinander verschiedenen Welten gegeben hat.

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Meine Person als Hobbyastronom 04 Aug 2019 16:06 #54834

@ClausS Ja. ich hätte irgendeine Vielweltentheorie schreiben sollen. Das müssen keine Parallelwelten sein. Sie könnten auch hintereinander gekommen sein.

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Meine Person als Hobbyastronom 07 Aug 2019 19:30 #54992

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Zeit ist keine Kraft, sondern eine 'Erfindung' des Menschen. Ohne die Gravitation, starke, schwache, elektromagnetische Wechselwirkung oder die genannten Kräfte mit anderer Wirkung sähe unser Universum wohl anders aus. Aber ohne Zeit ? Es ändert sich nix. Zeit ist eine menschengemachte Messgröße für Bewegung und Veränderung von Zuständen. Ohne Bewegung keine Zeit. Mit dem Raum verhält es sich ebenso. Raum ist der Abstand zwischen Objekten, mehr nicht. Raum dehnt sich nicht aus, der Abstand zwischen Objekten verändert sich. Vielleicht schrumpfen die Objekte ja, und keiner merkts.

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Meine Person als Hobbyastronom 07 Aug 2019 19:41 #54993

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ClausS schrieb:
Das wirklich Erstaunliche in meinen Augen ist die ungeheuer exakte Feinabstimmung zwischen allen Phänomenen, Gesetzen und Naturkonstanten, die eine "stabile Welt ermöglicht, in der wir leben können".


Das ist genau die Kernfrage. Alles Zufall ? Alles Feinplanung ? Weder - noch ? Danke für Deinen Kommentar.

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Meine Person als Hobbyastronom 07 Aug 2019 19:52 #54994

Cim Borazzo schrieb: Zeit ist keine Kraft, sondern eine 'Erfindung' des Menschen.

Oops, ich glaube, da steht noch eine Antwort deinerseits aus? ;)

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Meine Person als Hobbyastronom 07 Aug 2019 20:46 #54998

Natürlich haben wir Menschen daraus eine Messeinheit gemacht. Wir können nicht anders.
Der Raum dehnt sich aus. Das hat auch schon Hubble im Jahre 1927 festgestellt. Undzwar seinerzeit mit 67 km/sec pro Megaparsec und später mit 74 km/sec pro Megaparsec. Und wenn man dann noch an den Grenzen des sichtbaren Universums schaut, dann könnten wir vermuten, dass dann unsere physikalischen Gesetze aufgehoben werden und die Galaxien mit Überlicht sich bewegen. Der Abstand der Objekte verändert sich durch Eigenbewegung und durch die dunkle Materie. Aber bildlich gemeint, treiben diese Objekte wie Galaxien wie eine Nusschale auf dem Ozean, der sich immer weiter ausdehnt.

Die Masse der Objekte wird schrumpfen, undzwar aufgrund der Elementarteilchen , die lt. Prof. Eiermann., dem Urenkel von Werner Heisenberg, an Masse verlieren. Ihre Thermodynamik ermöglicht immer wieder eine andere Energieeinheit mit derselben Masse, aber sie zerfallen. Doch eines Tages wird diese Masse nicht erneuert, denn Elementarteilchen haben nur eine Lebenserwartung von - naja- sie zerfallen zu einem Zeitpunkt, der beliebig ist Es zerfällt jedoch zu jeden Zeitpunkt derselbe Anteil am vorherigen Teilchen. Das heisst also, die Masse wird durch die Thermodynamik immer gleich bleiben bis der Zeitpunkt einer Verringerung der Masse durch neue Energie zerfällt. Dann schrumpft der Universum,. Dies dauert jedoch lt. Prof.Eiernann aus Gießen 160 Mrd. Jahre. Nur die Elektronen zerfallen nicht. Sie bleiben stabil bis zu 66 Quardrillionen Jahre. Sie geben der Materie die Stabilität.

Dadurch exisitert die Materie Sie würde aber nicht mehr existieren, wenn die Elektronen nicht wären, denn sie zerfallen nie, sondern verändern durch Thermadynamik den Zustand, nicht aber die Masse, wie es die anderen Teilchen tun.

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Meine Person als Hobbyastronom 07 Aug 2019 21:23 #54999

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alphascorpii schrieb:

Cim Borazzo schrieb: Zeit ist keine Kraft, sondern eine 'Erfindung' des Menschen.

Oops, ich glaube, da steht noch eine Antwort deinerseits aus? ;)


Hi alphascorpii,
eigentlich habe ich in meinem Beitrag weiter oben 07.08.2019 19:30 schon das Wesentliche gesagt, was mir dazu in den Sinn kam. Zeit ist eine Erfindung des Menschen, ohne die sich das Universum genauso drehen würde. Zeit ist die Anzahl von Schwingungen eines Cäsiumsatoms (beispielsweise) oder eines Erdumlaufs um die Sonne, oder ...
Das Universum tut das, was es tut, auch ohne Zeit, aber nicht ohne Gravitation, starke, schwache. elektromagnetische Wechselwirkung. Klar, es wickelt Prozesse nacheinander ab (natürlich auch parallel), aber dazu bedarf es keiner zusätzlichen Kräfte neben den oben genannten.
Zeit ist dann und nur dann, wenn Bewegung ist. Bewegung macht Zeit quantifizierbar.
Zeit braucht eigentlich niemand außer der Deutschen Bahn, und selbst die hält sich nicht dran.

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Meine Person als Hobbyastronom 07 Aug 2019 21:36 #55001

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Hallo Johannes,

so langsam begreife ich, dass Du hier gar nicht Dein eigenes "Alternatives Weltbild" zu diskutieren versuchst, sondern das von Karl-Ernst Eiermann, dem "Urenkel von Heisenberg".

Gießener Physiker Eiermann: Immer ein Rebell geblieben
Erschienen am 13.04.2017 um 23:00 Uhr, zuletzt geändert am 02.01.2019 um 15:19 Uhr

"Das Universum war immer da und wird immer da sein und es ist unbegrenzt; also ewig und unendlich", sagt der Gießener Physiker Karl-Ernst Eiermann - und widerspricht damit der Lehrmeinung.

GIESSEN - "Das Universum war immer da und wird immer da sein und es ist unbegrenzt; also ewig und unendlich", sagt Karl-Ernst Eiermann. Diese schlichte Aussage steht im eklatanten Widerspruch zur herrschenden Lehrmeinung, alles habe mit dem sogenannten Urknall begonnen. Der theoretische Physiker erklärt die immer noch vorherrschende Lehrmeinung vom Urknall für gescheitert und belegt das in vielen Zeitungsbeiträgen, seinen Büchern und auf Vortragsreisen.

Geboren 1940 in Wetzlar, studierte Karl-Ernst Eiermann ab 1965 in Gießen theoretische Physik. Neben seinem Studium war Eiermann zunächst sportlich sehr aktiv und wurde zweimal Hessenmeister im Fünfkampf. In der Zeit der Großen Koalition rebellierte Eiermann wie viele seiner Kommilitonen gegen das "Durchregieren". Es entstanden kleine Parteien, radikal kommunistische aber auch eher bürgerliche, wie die "Aktion Demokratischer Fortschritt" (ADF) in der sich Eiermann engagierte.
Als in Gießen 1968 die Einweihung der neuen Fußgängerbrücke über den Verkehrsknoten Selterstor bevorstand, saß Eiermann mit drei Kommilitonen zusammen. Gemeinsam sann man über eine Aktion nach, die den feierlichen Akt ein wenig auflockern sollte. Angesichts der großen Löcher in der Betonplattform sinnierten die vier, "da wäre Platz für 24 Elefanten zum Kacken". Der Name war geboren. Die Studenten bastelten ein langes Papiertransparent mit der Aufschrift "Elefantenklo" und befestigten es nachts um vier Uhr an dem neuen Wahrzeichen Gießens. Als der damalige Oberbürgermeister Bernd Schneider um acht Uhr von dem Frevel erfuhr, soll er einen Wutanfall bekommen haben. Der Name, eigentlich ein Studentenulk, blieb dem Bauwerk bis heute erhalten.

Am Institut für Theoretische Physik schrieb Eiermann zunächst eine Diplomarbeit und dann eine Doktorarbeit bei dem bekannten theoretischen Physiker Prof. Dr. Bernhard Kockel. Doktorvater Kockel hatte in Leipzig bei Werner Heisenberg promoviert und dadurch wird Eiermann unter Physikern als wissenschaftlicher Enkel Heisenbergs bezeichnet.
Eine Sache, die den Wissenschaftler von Jugend an wurmte, war die Theorie, die ganze Welt sei aus einem winzigen Punkt von ungeheurer Dichte und unendlicher Hitze entstanden, der vor Milliarden von Jahren explodierte. Es gelang, Eiermann einige der Unstimmigkeiten in der herrschenden Theorie auszuräumen und damit zugleich diese komplett infrage zu stellen.

Eine Wissenschaftskarriere wäre für den rebellischen Theoretiker schwierig geworden, die etablierte Lehrmeinung wurde vehement verteidigt. So entschied sich Eiermann für einen Beruf außerhalb der Universität. Die Volkshochschule Wetzlar suchte nach einem neuen Leiter und Eiermann bewarb sich. Über viele Jahre sorgte der Diplomphysiker dafür, dass viele Spielarten der Bildung der breiten Bevölkerung zugänglich blieben.

Im Ruhestand besann sich Eiermann auf seine Anfänge und den Urknall. "Den riesengroßen Knall haben viele Physiker noch heute", scherzt der Physiker. Eiermann fasste seine Untersuchungen in einem Buch zusammen und reist durch ganz Europa, um mit den Behauptungen der deutschen Schulphysik aufzuräumen, die nach Ansicht von Eiermann nichts anderes gelten lässt, als die Urknalltheorie.
"Mach' Ernst mit Ernst Mach, habe ich mir gesagt und mich mit der Mach'schen Massetheorie eingehend auseinandergesetzt", so Eiermann. Grob vereinfacht sage diese, das Gewicht oder die Größe eines Körpers lassen sich nur im Verhältnis zu allen anderen Körpern bestimmen. Diese Massetheorie entwickelte der Physiker weiter und schloss daraus, dass das Universum schon immer in seiner heutigen Struktur existiert hat.

Die Grundlage dieser Überlegungen sind die Elementarteilchen, die Grundkomponente von Kosmos und Universum. Die Elementarteilchen sind in unveränderlichen und festen Strukturen, wie beispielsweise Planeten, miteinander verbunden. Nach Eiermann ein Beweis dafür, dass das Universum, so wie wir es heute kennen, immer da war.
Die universale Welt ist ständig in Bewegung. Werden trägt Vergehen in sich und das Vergehen das Werden. Die Masse eines Elementarteilchens ist eine Zeitfunktion. Jedes dieser Teilchen hat ursprünglich eine äußerst geringe Masse. Durch die Wechselwirkung mit anderen Teilchen durch Gravitation entsteht Energie, die im Verlauf der Zeit die Masse des einzelnen Elementarteilchens vergrößert, bis sich dieser Prozess nach 160 Milliarden Jahren umkehrt und die Masse abnimmt.

Am 1. Juli 2009 hielt Eiermann erstmals vor einem Fachpublikum an der Gießener Universität seinen Vortrag "Das ewige Universum". Damals ahnte er nicht, dass er im Jahr 2016 seinen hundertsten Vortrag halten würde und dass er die Welt der Physiker spalten würde.
Wer mehr erfahren will, kann es in Eiermanns Buch, "Das Reale des Universums - Kosmologisches Reisebuch eines Physikers auf neuen Wegen" erschienen im Verlag Büchse der Pandora und für 12,80 Euro im Buchhandel erhältlich.

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Meine Person als Hobbyastronom 07 Aug 2019 21:41 #55003

Hallo Cim,

Ich meine meinen Kommentar hier: urknall-weltall-leben.de/urknall-weltall...nuierlich.html#54828

Wenn du dorthin springst und unsere beiden letzten Gespräche unmittelbar davor durchliest, dann würde mich deine Antwort interessieren.

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